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Veröffentlicht am 12.03.2026

Fesselnd!

Verdacht - Drei Frauen. Zwei Opfer. Ein mörderischer Plan.
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Wer mir auf instagram folgt, dürfte gemerkt haben, dass ich zurzeit am liebsten Romance lese. Zwischendurch habe ich aber doch immer wieder Lust auf was „spannenderes“ – also war es mal wieder Zeit für ...

Wer mir auf instagram folgt, dürfte gemerkt haben, dass ich zurzeit am liebsten Romance lese. Zwischendurch habe ich aber doch immer wieder Lust auf was „spannenderes“ – also war es mal wieder Zeit für einen Thriller. Von S.M. Govett hatte ich vorher noch nie gehört und war dementsprechend gespannt darauf, eine neue Autorin zu entdecken. Das Cover ist genau nach meinem Geschmack – schlicht, aber auch verstörend mit dem Blut am Zaunpfahl.

Unsere Hauptfigur in „Verdacht“ ist Natalie, deren Leben seit einem traumatischen Erlebnis von immer wiederkehrenden Blackouts überschattet wird. Als sie nach langer Zeit erneut einen anonymen Brief erhält, in dem sie als Lügnerin beschimpft wird, brechen alte Wunden auf. Die Erinnerungslücken sind Teil einer posttraumatischen Belastungsstörung, ausgelöst durch eine Vergewaltigung, für die der Täter nie zur Rechenschaft gezogen wurde.

Ihr Ehemann Ryan war in all den Jahren eine verlässliche Stütze, bis er plötzlich selbst unter Verdacht gerät. Eine Kollegin wird tot aufgefunden, und ausgerechnet Ryan scheint der Hauptverdächtige zu sein. Doch auch Natalie könnte stärker in die Ereignisse verstrickt sein, als ihr lieb ist. Das größte Problem: Wegen ihrer Blackouts kann sie sich nicht einmal sicher sein, wo sie zur Tatzeit gewesen ist.

Parallel dazu begleitet der Roman DI Helen Stratton bei ihren Ermittlungen. Auch sie trägt eine schwere Vergangenheit mit sich. Als Teenager verschwand ihre ältere Schwester Karen spurlos, und die damaligen Ermittlungen verliefen im Sande. Dieses ungelöste Trauma prägt Helen bis heute und war letztlich der Grund für ihre Berufswahl. Jeder neue Fall ist für sie mehr als nur Routine – er ist auch ein Versuch, den Opfern Gerechtigkeit zu verschaffen. Selbst Jahrzehnte später lässt sie die Suche nach ihrer Schwester nicht los.

Die Handlung wird abwechselnd aus den Perspektiven von Natalie und Helen erzählt. Dadurch entsteht ein spannendes Wechselspiel zwischen persönlicher Betroffenheit und polizeilicher Ermittlungsarbeit. Beide Figuren sind stark von ihrer Vergangenheit geprägt, was ihre Entscheidungen und Wahrnehmungen beeinflusst. Besonders Natalies Sichtweise empfand ich durch ihre Erinnerungslücken zunehmend unzuverlässig – das hat die Spannung nochmal erhöht, weil es neue Theorien aufgeworfen hat.

Ich brauchte zu Beginn eine Weile, um in das Buch zu kommen, eine Verbindung zu den Figuren und ihren Erlebnissen aufzubauen. Spätestens mit dem Fund der Leiche von Alice zieht das Tempo jedoch deutlich an. Schnell scheint mit Ryan ein Täter gefunden zu sein, denn die Indizien sprechen klar gegen ihn. Gleichzeitig wird rasch deutlich, dass hinter der Tat mehr steckt und die Spuren möglicherweise gezielt gelegt wurden. Immer neue Verdächtige tauchen auf, Hinweise führen in die Irre, und vermeintliche Gewissheiten lösen sich im nächsten Kapitel wieder auf.

Der Thriller setzt weniger auf tiefgehende psychologische Analyse als auf Spannung, Tempo und geschickte Wendungen. Die Mischung aus Psychothriller und klassischer Polizeiarbeit funktioniert gut und hält die Spannung konstant hoch. Als Leser wird man immer wieder dazu verleitet, eigene Theorien aufzustellen – nur um sie kurze Zeit später wieder verwerfen zu müssen.

Insgesamt ist „Verdacht“ für mich ein packender, temporeicher Thriller mit vielschichtigen Hauptfiguren und einem raffinierten Perspektivwechsel. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für alle, die auf kurze (368 Seiten), rasante Thriller mit vielen Wendungen stehen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.03.2026

Fesselnd!

Verdacht - Drei Frauen. Zwei Opfer. Ein mörderischer Plan.
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Wer mir auf instagram folgt, dürfte gemerkt haben, dass ich zurzeit am liebsten Romance lese. Zwischendurch habe ich aber doch immer wieder Lust auf was „spannenderes“ – also war es mal wieder Zeit für ...

Wer mir auf instagram folgt, dürfte gemerkt haben, dass ich zurzeit am liebsten Romance lese. Zwischendurch habe ich aber doch immer wieder Lust auf was „spannenderes“ – also war es mal wieder Zeit für einen Thriller. Von S.M. Govett hatte ich vorher noch nie gehört und war dementsprechend gespannt darauf, eine neue Autorin zu entdecken. Das Cover ist genau nach meinem Geschmack – schlicht, aber auch verstörend mit dem Blut am Zaunpfahl.

Unsere Hauptfigur in „Verdacht“ ist Natalie, deren Leben seit einem traumatischen Erlebnis von immer wiederkehrenden Blackouts überschattet wird. Als sie nach langer Zeit erneut einen anonymen Brief erhält, in dem sie als Lügnerin beschimpft wird, brechen alte Wunden auf. Die Erinnerungslücken sind Teil einer posttraumatischen Belastungsstörung, ausgelöst durch eine Vergewaltigung, für die der Täter nie zur Rechenschaft gezogen wurde.

Ihr Ehemann Ryan war in all den Jahren eine verlässliche Stütze, bis er plötzlich selbst unter Verdacht gerät. Eine Kollegin wird tot aufgefunden, und ausgerechnet Ryan scheint der Hauptverdächtige zu sein. Doch auch Natalie könnte stärker in die Ereignisse verstrickt sein, als ihr lieb ist. Das größte Problem: Wegen ihrer Blackouts kann sie sich nicht einmal sicher sein, wo sie zur Tatzeit gewesen ist.

Parallel dazu begleitet der Roman DI Helen Stratton bei ihren Ermittlungen. Auch sie trägt eine schwere Vergangenheit mit sich. Als Teenager verschwand ihre ältere Schwester Karen spurlos, und die damaligen Ermittlungen verliefen im Sande. Dieses ungelöste Trauma prägt Helen bis heute und war letztlich der Grund für ihre Berufswahl. Jeder neue Fall ist für sie mehr als nur Routine – er ist auch ein Versuch, den Opfern Gerechtigkeit zu verschaffen. Selbst Jahrzehnte später lässt sie die Suche nach ihrer Schwester nicht los.

Die Handlung wird abwechselnd aus den Perspektiven von Natalie und Helen erzählt. Dadurch entsteht ein spannendes Wechselspiel zwischen persönlicher Betroffenheit und polizeilicher Ermittlungsarbeit. Beide Figuren sind stark von ihrer Vergangenheit geprägt, was ihre Entscheidungen und Wahrnehmungen beeinflusst. Besonders Natalies Sichtweise empfand ich durch ihre Erinnerungslücken zunehmend unzuverlässig – das hat die Spannung nochmal erhöht, weil es neue Theorien aufgeworfen hat.

Ich brauchte zu Beginn eine Weile, um in das Buch zu kommen, eine Verbindung zu den Figuren und ihren Erlebnissen aufzubauen. Spätestens mit dem Fund der Leiche von Alice zieht das Tempo jedoch deutlich an. Schnell scheint mit Ryan ein Täter gefunden zu sein, denn die Indizien sprechen klar gegen ihn. Gleichzeitig wird rasch deutlich, dass hinter der Tat mehr steckt und die Spuren möglicherweise gezielt gelegt wurden. Immer neue Verdächtige tauchen auf, Hinweise führen in die Irre, und vermeintliche Gewissheiten lösen sich im nächsten Kapitel wieder auf.

Der Thriller setzt weniger auf tiefgehende psychologische Analyse als auf Spannung, Tempo und geschickte Wendungen. Die Mischung aus Psychothriller und klassischer Polizeiarbeit funktioniert gut und hält die Spannung konstant hoch. Als Leser wird man immer wieder dazu verleitet, eigene Theorien aufzustellen – nur um sie kurze Zeit später wieder verwerfen zu müssen.

Insgesamt ist „Verdacht“ für mich ein packender, temporeicher Thriller mit vielschichtigen Hauptfiguren und einem raffinierten Perspektivwechsel. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für alle, die auf kurze (368 Seiten), rasante Thriller mit vielen Wendungen stehen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.02.2026

Das perfekte Malbuch für alle, die es gemütlich mögen!

Fuzzy Hygge
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Wer mir schon länger folgt, weiß wahrscheinlich schon, wie gerne ich ausmale. Neben dem Lesen ist das eines meiner liebsten Hobbies, um nach einem anstrengenden Tag zu entspannen. Dementsprechend schaue ...

Wer mir schon länger folgt, weiß wahrscheinlich schon, wie gerne ich ausmale. Neben dem Lesen ist das eines meiner liebsten Hobbies, um nach einem anstrengenden Tag zu entspannen. Dementsprechend schaue ich mich immer gerne nach neuen Malbüchern um – so bin ich auch auf das Fuzzy Hygge Malbuch aufmerksam geworden.

Das Malbuch hat den derzeit angesagten „Cozy Malbuch für Erwachsene Style“ – das Papier ist dick und einseitig bedruckt, die Motive sind groß und niedlich. So lässt sich perfekt mit Alkoholmarkern malen, ohne das die Farbe auf ein anderes Motiv durchdruckt. Die 96 Seiten zeigen dabei Motive rund um die süßen Tierfreunde, die schon auf dem Cover abgebildet sind. Ein Blumenladen, Wellness im Wohnzimmer, gemeinsames Backen, Weihnachten und Ostern – die Auswahl ist umfangreich und vielfältig. Schon beim Durchblättern kam bei mir absolut das Hygge-Gefühl auf.

Zu Beginn des Buches gibt es außerdem eine Testseite für die eigenen Farbstifte, auf der man sich die Nummer des Stiftes aufschreibt und dann die Farbe auf dem Papier sieht. Das finde ich sehr nützlich – allerdings hätte ich deutlich mehr Felder gebraucht, weil ich mehr Farben habe. Das ist aber auch schon mein einziger kleiner Kritikpunkt.

Ich habe mittlerweile über zehn Bilder ausgemalt (einige habt ihr vielleicht bei Instagram gesehen) und es war für mich jedes Mal schwer, mich für ein Motiv zu entscheiden – weil alle so bezaubernd sind. Ich bin richtig verliebt in die Tierfreunde und ihre cozy Beschäftigungen. Neben dem Ausmalen an sich, ist das Anschauen der Motive für mich echt entschleunigend – ein großes Kompliment an das Design und die Zusammenstellung der Seiten. Meine Stifte haben dank dem dicken Papier wirklich nicht durchgedruckt, auch wenn ich zur Sicherheit immer ein Blatt untergelegt habe.

Insgesamt passt für mich bei „Fuzzy Hygge“ einfach alles – es ist das perfekte Malbuch für jeden, der sich nach Gemütlichkeit und Entspannung sehnt. Qualität, Design, Motivauswahl und Preis – absolut perfekt. Von mir gibt es volle fünf Sterne und eine unbedingte Kaufempfehlung! Mehr Entspannung ist für 10€unmöglich zu bekommen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.01.2026

Eine neue Lieblingsserie

Ransom Canyon
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Beim Online-Stöbern bin ich auf "Ransom Canyon" aufmerksam geworden. Das Cover, auch mit dem Sticker, verweisen auf die gleichnamige Serie - von der hatte ich allerdings noch nie gehört, weil ich nicht ...


Beim Online-Stöbern bin ich auf "Ransom Canyon" aufmerksam geworden. Das Cover, auch mit dem Sticker, verweisen auf die gleichnamige Serie - von der hatte ich allerdings noch nie gehört, weil ich nicht so der Serienfan bin.

Der Klappentext klang nach genau der richtigen Art Buch für mich: Kleinstadtsetting, Familiengeschichten und Farmleben. Schon mit den ersten Seiten hat mich der Auftakt dieser Western-Romance-Reihe dann in seinen Bann gezogen – vermutlich auch, weil ich diesen "einfachen Lebensstil" so gerne mag. Die raue Atmosphäre, die Weite von Texas und dieses unterschwellige Drama haben mich sofort abgeholt. Der Einstieg ist intensiv und emotional, besonders das Schicksal von Staten Kirkland, der Frau und Sohn verloren hat, hat bei mir direkt einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Jodi Thomas erzählt ruhig und sehr bildhaft. Während des Lesens hatte ich ständig Staub, Viehgeräusche und diese melancholische Schwere des texanischen Canyons vor Augen. Der Stil ist nicht reißerisch, sondern bewusst entschleunigt – etwas, das ich grundsätzlich sehr schätze, auch wenn es das Erzähltempo insgesamt eher gemächlich hält - ohne dabei langweilig zu werden.

Die Handlung wird aus mehreren Blickwinkeln erzählt, was mir besonders gefallen hat, weil es das Kleinstadtgefüge lebendig macht: Alle sind miteinander verbunden, jeder kennt jeden, Geheimnisse und Konflikte laufen parallel. Es gibt der Handlung und den Charakteren auch mehr Tiefgang, weil man sich so gut in ihre Gedanken, Gefühle und Besonderheiten hineinversetzen kann.

Ich fand alle vier Hauptcharaktere und ihre Geschichten wirklich spannend - und auch, wie sie zusammenlaufen und eben zu einer Gemeinschaft gehören, wo jeder seine Rolle hat. Zwei Charaktere - Quinn und Yancy - sind mir besonders ans Herz gewachsen, weil sie jeweils sehr besondere Schicksale haben. Bei diesen beiden war es auch besonders spannend, ihre Entwicklungen im Laufe des Buches mitzuerleben. Auch die Liebesgeschichte zwischen Staten und Quinn war etwas ganz besonderes - und es gab eine schwerwiegende Wendung, die total spannend war. Der ruhige, authentische Schreibstil war dabei umso passender.

Mein einziger kleiner "Kritikpunkt" ist das Cover: Ich finde das US-Original viel schöner und hätte mir gewünscht, man hätte dieses beibehalten, anstatt das Seriencover zu wählen. Ich werde die Serie bewusst nicht schauen, weil sie wohl stark vom Buch abweicht. Da möchte ich mir das Leseerlebnis lieber nicht kaputt machen.

Insgesamt ist "Ransom Canyon" für mich ein ruhiger, stimmungsvoller Reihenauftakt für Fans von Small-Town-Stories und authentischen Familien- und Liebesgeschichten. Von dem tollen Setting über die Dorfgemeinschaft und das Western-Feeling - das Buch konnte mich rundum überzeugen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ich hoffe, dass der zweite Band bald auf deutsch erscheint (sonst werde ich ihn irgendwann auf englisch lesen, weil ich die Serie unbedingt weiter verfolgen möchte).

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.01.2026

Ich bin begeistert

Der Dorfladen - Wie das Schicksal spielt
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Mit „Der Dorfladen – Wie das Schicksal spielt“ führt Anne Jacobs ihre Saga um Dingelbach, ein kleines fiktives Dorf im Taunus, fort und versetzt uns ins Jahr 1927. Im Mittelpunkt steht erneut der namensgebende ...

Mit „Der Dorfladen – Wie das Schicksal spielt“ führt Anne Jacobs ihre Saga um Dingelbach, ein kleines fiktives Dorf im Taunus, fort und versetzt uns ins Jahr 1927. Im Mittelpunkt steht erneut der namensgebende Dorfladen von Marthe Haller sowie deren drei Töchter – Herta, Frieda und Ida –, die unterschiedlicher kaum sein könnten und jede auf ihre eigene Weise mit den Erwartungen der Zeit und ihrem persönlichen Schicksal ringen. Nachdem mir die ersten beiden Bände so gut gefallen haben, war ich gespannt, wie es in Dingelbach weitergeht!

Frieda versucht fernab der Heimat als Schauspielerin in Bochum Fuß zu fassen, Ida pendelt zwischen Dingelbach und Frankfurt, arbeitet ehrgeizig auf ihr Abitur hin und gerät durch ihre politische Haltung und ihren Freund zunehmend in Konflikte. Herta hingegen bleibt im Dorf – und sorgt dort ausgerechnet durch eine uneheliche Schwangerschaft für erheblichen Wirbel. Um sie herum entfaltet sich das pralle Dorfleben: Klatsch, Zusammenhalt, Missgunst, Fortschritt und Stillstand liegen hier oft nur einen Atemzug auseinander. Die gesellschaftliche Situation der damaligen Zeit wird sowohl politisch als auch moralisch auf bedrückende Weise spürbar.

Ich habe die ersten beiden Bände erst vor kurzem gelesen, was sich als sehr gut herausgestellt hat. Die Komplexität der Handlung lässt sich mit dem entsprechenden Vorwissen um die Charaktere definitiv besser einordnen und begleiten. Dementsprechend empfehle ich vorab: Beginnt mit Band eins und lasst zwischen den Büchern nicht zu viel Zeit vergehen.

Auch im dritten Band fühlte sich die Rückkehr nach Dingelbach wie Heimkehren an. Die Atmosphäre wirkt lebendig und authentisch, nicht zuletzt durch den gezielten Einsatz von Dialekt und regionalen Redewendungen. Das mag nicht jedermanns Sache sein, für mich hatte es aber Charme und das Gefühl, als würden mir die Dorfbewohner ihre Geschichte selbst erzählen. Besonders wer einen Bezug zu der Gegend hat, wird daran Gefallen finden.

Mit über 600 Seiten nimmt sich der Roman viel Zeit. Vieles wird detailliert und stimmungsvoll geschildert, nicht jeder Handlungsstrang konnte mich gleichermaßen fesseln. Meine persönlichen Favoriten waren die Fabrikbesitzerin Ilse Goldstein, deren Haltung, Stärke und innere Ruhe ich sehr bewundert habe und Ida als junge, selbstbewusste Frau, die ihrer Zeit voraus ist – selbst wenn sie sich mit ihrer direkten Art nicht nur Freunde macht.

Für mich war dieser Band mindestens genau so gut wie seine Vorgänger. Je besser ich die Charaktere kenne, desto mehr fühle ich mich mit ihnen und dem Dorf Dingelbach verwoben – und möchte gar nicht mehr mit dem Lesen aufhören.

Insgesamt war „Wie das Schicksal spielt“ also wieder ein richtiger Volltreffer – das Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite super unterhalten und wird mir noch lange im Gedächtnis bleiben. Von mir gibt es eine ausgesprochene Leseempfehlung und die vollen fünf Sterne.

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