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Veröffentlicht am 20.05.2021

Ada, das Mädchen aus Berlin

Ada, das Mädchen aus Berlin
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Ada, das Mädchen aus Berlin von Ronald H. Balson ist ein berührender und intensiver Roman der einen nicht kalt lässt. Dies ist der dritte Teil einer Buchreihe rund um die Anwältin Catherine Lockhart und ...

Ada, das Mädchen aus Berlin von Ronald H. Balson ist ein berührender und intensiver Roman der einen nicht kalt lässt. Dies ist der dritte Teil einer Buchreihe rund um die Anwältin Catherine Lockhart und dem Privatermittler Liam Taggert. Allerdings muss man die Vorgänger nicht gelesen haben um in dieses Buch reinzukommen. Alle Teile behandeln einen ganz eigenen alten Fall und sind gut separat zu lesen.

Der Roman wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Zum einen sind wir in der Gegenwart und erleben Catherine und Liam die ihrem italienischen Freund Tony und seiner Familie helfen wollen.  Dafür reisen sie nach Italien zu Tonys betagter Tante die enteignet werden soll. Auf der zweiten Zeitebene lernen wir Ada kennen. Sie ist eine begabte Violinistin und lebt in den 1930iger Jahren in Berlin. Sie und ihre Familie sind Juden und bekommen den Antisemitismus hautnah mit. Wir begleiten sie wie sie in der Musik aufgeht und ihre Reise irgendwann nach Italien führt. Aber es läuft nicht alles gut für Ada und ihre Eltern.

Der Autor beschreibt auf eine sehr bewegende, andächtige aber auch schonungslose Art und Weise das Leben der Juden im Nazideutschland, aber auch in Italien unter Mussolini und den Faschisten. Gleichzeitig baut er in der Gegenwart eine spannende Handlung auf so das es einem schwer fällt das Buch aus den Händen zu legen. Er schafft es an jedem Ende eines Kapitels seine Spannung aufzubauen so das man gerne wissen würde wie es weiter geht. Doch das nächste Kapitel spielt dann wieder in der anderen Zeit und so ist man gezwungen weiter zu lesen um entweder zu erfahren wie es mit Ada oder wie es in der Gegenwart weiter geht.

Zudem sind die Charaktere sehr authentisch und sympathisch beschrieben. Ich habe sowohl Ada lieb gewonnen als auch Gabrielle (Tonys Tante). Ich habe mit den Protagonisten mitgefühlt und mitgefiebert.

Ich fand das Buch sehr spannend, aufschlussreich und lesenswert. Der Autor vereint einige Themen wie Krieg, Juden, Verfolgung, Musik, Liebe, Enteignung und einiges mehr auf anschauliche und leichte Art. Mit einem schönen italienischen Flair, der die manchmal düstere Stimmung dann wieder hebt.

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Veröffentlicht am 17.05.2021

Wie Träume im Sommerwind

Wie Träume im Sommerwind
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Wie Träume im Sommerwind von Katharina Herzog ist ein leichter und berührender Sommerroman. Er lädt zum Träumen ein und entführt einen in eine Welt voller Rosen und Düfte.

Nachdem ich vor kurzem ein Buch ...

Wie Träume im Sommerwind von Katharina Herzog ist ein leichter und berührender Sommerroman. Er lädt zum Träumen ein und entführt einen in eine Welt voller Rosen und Düfte.

Nachdem ich vor kurzem ein Buch der Autorin gehört habe das mir nicht so gut gefiel war ich anfangs etwas skeptisch mit ihrem neusten Werk. Aber was soll ich sagen, dieser Roman hat mir diesmal wieder sehr gut gefallen. Vielleicht liegt es auch einfach daran dass dieses Buch all meine Sehnsuchtsziele und Lieblingsdinge vereint. Ich liebe die Ostsee und mache dort gerne Urlaub. Rosen sind meine Lieblingsblumen nicht nur wegen ihrem schönen aussehen sondern auch wegen dem Duft.

 Katharina Herzog holt ihre Leser ab und nimmt sie mit auf eine Reise. Dieser Roman ist zudem auch sehr bewegend und hat mich so manches mal schlucken lassen. Aber auch der Humor kommt nicht zu kurz. Sehr schön fand ich das Zusammenspiel von den Rosen und Düften. Auch die Schauplätze sind sehr gut gewählt und laden einem zum Träumen ein.

Das Setting ist authentisch und lebendig. Emilia ist mit ihrer Schwester Clara auf dem Rosenhof  auf Usedom aufgewachsen. Doch im Gegensatz zu ihrer Schwester hat es sie nach Paris gezogen, weit weg von der Familie und dem Hof. Doch als Clara einen schweren Unfall hat und im künstlichen Koma liegt ändert sich Emilias leben grundlegend. Plötzlich muss sie um das Leben ihrer Schwester bangen, sich um Claras Kinder kümmern und den Hof retten. Und dann ist da auch noch Josh der ehemalige Nachbarsjunge der Emilia einmal das Herz brach.

Die Handlung war sehr lebendig und wirkte fast wie aus dem Leben gegriffen. Auch die Protagonisten waren mir alle sehr sympathisch. Sie waren sehr anschaulich beschrieben und machten auch alle ihre eigene Entwicklung durch.

Mich hat das Buch sehr berührt und ich kann es nur jedem empfehlen der gerne leichte, romantische aber auch Sommerromane mit Tiefgang liest. Denn dies ist kein Buch was man mal so nebenbei liest und dann wieder vergisst. Ganz im Gegenteil es beschäftigt einen und es bleibt in Erinnerung.

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Veröffentlicht am 10.05.2021

Bunburry Lesen kann tödlich sein

Bunburry - Lesen kann tödlich sein
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Bunburry Lesen kann tödlich sein von Helena Marchmont ist wieder ein charmanter und sehr höremswerter Cosy Krimi. Ich liebe diese Reihe. Sie ist sehe gemütlich, die Handlungen vielschichtig und die Protagonisten ...

Bunburry Lesen kann tödlich sein von Helena Marchmont ist wieder ein charmanter und sehr höremswerter Cosy Krimi. Ich liebe diese Reihe. Sie ist sehe gemütlich, die Handlungen vielschichtig und die Protagonisten sympathisch und teilweise etwas schrullig.
Alfie hat mit einigen anderen aus Bunburry eine ehrenamtliche Bücherei eröffnet. Dort verbringt der 11 jährige Noah auch seine meiste Zeit. Er ist ein Krimifan und will einmal Detektiv werden und auch sehr gerne dem Bjnburry Trio helfen. Deswegen lässt er es sich auch nicht nehmen Alfie darauf aufmerksam zu machen, dass mit dem Buchclub, der sich in der Bücherei trifft etwas nicht stimmt. Zwei Mitglieder starben vor kurzem und Alfie weiß das es Drohbriefe gab. Aber wer sollten der älteren Herrenrunde etwas antun wollen?
Auch dieser Teil der Reihe hat Uwe Teschner wieder sehr gut vorgetragen. Ich mag seine Stimme und sie passt sehr schön zu Alfie. Aber auch den anderen Protagonisten gibt er eine gang eigene Tonlage. Er spielt mit seiner Stimme und macht das Hörbuch so lebendiger.
Auch die Idee und der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm. Man kann ihren Gedankengängen gut folgen und das Hörbuch fliegt nur so an einem vorbei. Es sind immer sehr kurzweilige und trotzdem spannende Fälle. Was ich besonders mag ist wenn man am Ende noch überrascht wird und das tut Helena Marchmont.

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Veröffentlicht am 07.05.2021

Moderholz

Moderholz
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Schon lange viel es mir nicht so schwer eine Rezension zu schreiben wie bei diesem Buch. Ehrlich gesagt weiß ich nicht so wirklich was ich über diesen Kurzkrimi sagen soll außer das Moderholz von Berndt ...

Schon lange viel es mir nicht so schwer eine Rezension zu schreiben wie bei diesem Buch. Ehrlich gesagt weiß ich nicht so wirklich was ich über diesen Kurzkrimi sagen soll außer das Moderholz von Berndt Schulz das schlechteste Buch ever war. Wenn ich könnte würde ich minus Sterne verteilen.

Ich lese viele Krimis, Thriller und auch gerne gemütliche ruhige Krimis bei denen es eher beschaulich ist. Auch Moderholz habe ich eher als Cosy Krimi eingestuft, hatte also mit einer leichten und trotzdem spannenden Lektüre gerechnet. Was ich aber bekommen habe ist ein Buch mit aneinander gereihten Worten, mit Absätzen ohne Sinn und Abschnitten mit wenig bis keiner Handlung.

Der Autor verliert sich selbst in den Beschreibungen von Flora und Fauna und vor allem in einer abstrakten bildlichen Sprache. Der Fall an sich ist Nebensache denn hauptsächlich wird der Park gelobt und als Mittelpunkt für das Leben dargestellt. Am Ende blieben Fragen offen und es waren auch immer wieder Passagen die am Ende nicht mehr aufgeklärt wurden und somit eigentlich sinnlos waren.

Auch die Protagonisten waren allesamt unsympathisch und wenig authentisch. Alle Figuren waren sehr blass  beschrieben.

Ich habe mich durch das Buch gequält und wenn es nicht nur knapp 200 Seiten gehabt hätte, hätte ich es au jeden Fall abgebrochen. Schade ums Geld und die Zeit die man mit diesem Buch eher vergeudet.

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Veröffentlicht am 04.05.2021

Mutter

Muttertag (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 9)
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Muttertag von Nele Neuhaus ist der neunte und auch der letzte Fall für ihre Ermittler Oliver von Bodenstein und Pia Sander. Ich habe alle Bücher der Reihe gelesen und mag sowohl die Protagonisten, den ...

Muttertag von Nele Neuhaus ist der neunte und auch der letzte Fall für ihre Ermittler Oliver von Bodenstein und Pia Sander. Ich habe alle Bücher der Reihe gelesen und mag sowohl die Protagonisten, den Schreibstil als auch die Storys. Auch hier hat Frau Neuhaus wieder einen tollen Fall konstruiert und den Leser meistens gefesselt.

In einem abgelegenen Wohnhaus wird Theo Reifenrath tot aufgefunden. Bei den anfänglichen Untersuchungen stoßen die Ermittler auf weitere Leichen. Unter dem Hundezwinger lagen mindestens drei Frauenleichen. Alle Frauen verschwanden vor Jahren spurlos und alle um den Muttertag rum. Alle Ermittlungen drehen sich jetzt um einen möglichen Serienmörder. Doch war der alte Mann der Täter oder war es doch jemand anders?

Frau Neuhaus bedient sich vieler Personen und Handlungssträngen. Dadurch erlebt man nicht nur die Ermittlungsarbeit sondern lernt den anonymen Täter auch schon kennen. Aber auch andere Handlungen die später relevant werden. Allerdings fällt es einem durch die vielen verschiedenen Namen und vielen Personen manchmal schwer dabei zu bleiben. Allerdings erhöhen die verschiedenen Handlungsstränge die Spannung. Doch in der Mitte des Buches verlangsamt sich plötzlich alles, man scheint sich im Kreis zu drehen und die Spannung geht etwas verloren. Dafür überschlägt sie sich am Ende und es passiert sehr viel auf einmal.

Einiges war für mich vorhersehbar und ich hatte auch ab der Hälfte ungefähr eine Ahnung wer der Täter war/ist. Dies hat sich auch bewahrheitet doch es war spannend zu lesen wie Frau Neuhaus alles arrangierte. Und die ein oder andere Überraschung gab es auch.

Für mich war es wieder ein gelungener Fall der etwas langatmig ist. Dies ist meines Erachtens den vielen Protagonisten geschuldet. Aber lesenswert und spannend wenn man dran bleibt.

 

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