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Veröffentlicht am 29.12.2017

Schattenspiel

Schattenspiel
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Ich habe bisher einige Bücher von Charlotte Link gelesen und war immer begeistert von ihren Büchern. Dieses Buch ist auch nicht schlecht, aber es fällt doch ziemlich ab.

David Bellino ist reich und skrupellos ...

Ich habe bisher einige Bücher von Charlotte Link gelesen und war immer begeistert von ihren Büchern. Dieses Buch ist auch nicht schlecht, aber es fällt doch ziemlich ab.

David Bellino ist reich und skrupellos und er bekommt Drohbriefe. Er hat auch eine Vermutung und lädt deswegen 4 seiner früheren Freunde ein, die auch alle kommen. Schon am ersten Abend kommt es zu einer Auseinandersetzung und das Dinner wird abgebrochen. Am Ende wird David tot in seinem Arbeitszimmer aufgefunden. Wer der anderen 5 Anwesenden ist der Mörder? Denn es kann nur einer Anwesenden sein. Alle haben eine Rechnung mit David offen, denn allen hat er böse mitgespielt.

Die Art der Geschichte erinnerte mich stark an Agatha Christie und an sie heran zu kommen ist schwer. Es gab einen Mord und viele Verdächtige sowie Motive. Genau das hat mich an dem Buch gereizt. Doch konnte es mich nicht ganz überzeugen.

Der Schreibstil ist gewohnt leicht und verständlich. Auch die Protagonisten waren alle authentisch und facettenreich beschrieben. Sie waren einem mehr oder weniger sympathisch und man hat mit ihnen mitgefühlt. Jeder der Verdächtigen hat seinen eigenen Part bekommen und aus der Vergangenheit erzählt was ihm wiederfahren ist. Diese Passagen waren mir allerdings teilweise zu lang und ich hätte die Protagonisten am liebsten geschüttelt damit sie mal vernünftig denken und nicht in Selbstmitleid aufgehen oder anderen für alles was in ihrem Leben schief gelaufen ist die Schuld geben.

Leider war mir auch schon relativ früh klar wer der Täter ist, was dann auch zum Ende hin immer deutlicher wurde. Da hätte ich mir mehr Verwirrung gewünscht, wie ich es sonst von Charlotte Link gewöhnt bin. Da ich ja schon früh wusste wer der Täter ist, war das Buch stellenweise nicht ganz so spannend wie erhofft. Auch wenn es seine spannenden Momente hatte, war ich doch enttäuscht, da diese schnell wieder abflaute. Trotzdem hat mir das Buch schöne Lesestunden verschafft.

Veröffentlicht am 20.12.2017

Noah

Noah
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Mit „Noah“ hat Sebastian Fitzek sein gewohntes Terrain der Psychothriller verlassen und einen Thriller geschrieben der sich um ein aktuelles Thema dreht. Aber auch um Geheimorganisationen und Untergrundgruppen. ...

Mit „Noah“ hat Sebastian Fitzek sein gewohntes Terrain der Psychothriller verlassen und einen Thriller geschrieben der sich um ein aktuelles Thema dreht. Aber auch um Geheimorganisationen und Untergrundgruppen.

Ein junger Mann strandet ohne Gedächtnis in Berlin, er lebt unter Obdachlosen und wurde angeschossen. Der einzige Anhaltspunkt ist eine schlechte Tätowierung in seiner Hand mit dem Namen Noah. Und so wird er auch von Oskar genannt der ihn aufgelesen und verarztet hat. Doch wer hat auf ihn geschossen? Während Noah versucht rauszufinden wer er ist und woher er herkommt, stellt sich raus das da noch jemand hinter ihm her ist. Vor allem auf seine Erinnerung hat man es abgesehen, denn davon hängt nicht nur Noahs Leben ab, sondern das von der ganzen Menschheit.

Der Schreibstil war gewohnt flüssig und leicht. Die Geschichte an sich war teilweise etwas verwirrend und langatmig, hatte aber durchaus ihre Spannung und Action. Sie war etwas düster und undurchsichtig, aber genau das fand ich sehr gelungen. Man fragt sich die ganze Zeit über warum Noah sein Gedächtnis verloren hat und wie alles zusammen passt, auch als es dann ein paar Auflösungen gab, stellten sich wieder neue Fragen. Zudem wurde Noah sehr authentisch beschrieben und auch die anderen Charaktere waren gut gezeichnet. So war neben Noah, der sehr intuitiv handelt und dabei ungewohnte Fähigkeiten feststellt, auch der etwas schrullige Oskar der immer wieder mit neuen Verschwörungstheorien aufwartete. Aber auch die anderen waren sehr gut beschrieben.

Auch die Stimme des Sprecher Simon Jäger hatte seinen Reiz das Hörbuch unbedingt weiter zu hören. Er hat sehr gut mit seiner Stimme „gespielt“. So hatte er immer andere Stimmen oder Tonlagen, damit der Leser auch weiß wer gerade spricht und was für Gefühle die Person dabei hatte. Er liest sehr lebendig, so dass man das Gefühl hatte mittendrin zu sein.

Es war mir ein Vergnügen dieses Hörbuch gehört zu haben. Bis auf ein paar Stellen die mich verwirrten oder auch etwas langatmig waren, war es wirklich ein Buch was einen am Ende nachdenken lässt. Ich konnte es nicht einfach weglegen, sondern habe noch lange über die Thematik nachgedacht, denn sie ist gerade heute aktueller denn je.

Veröffentlicht am 14.12.2017

The Fourth Monkey Killer

The Fourth Monkey - Geboren, um zu töten
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The Fourth Monkey Killer ist ein Thriller der etwas andere Art, der mich aber sehr gefesselt hat. Die Geschichte die hinter dem ganzen steckt ist einzigartig und spannend.

Der Schreibstil ist flüssig ...

The Fourth Monkey Killer ist ein Thriller der etwas andere Art, der mich aber sehr gefesselt hat. Die Geschichte die hinter dem ganzen steckt ist einzigartig und spannend.

Der Schreibstil ist flüssig und leicht. Durch die verschiedenen Perspektiven wird ein toller Spannungsbogen aufgebaut und bis zum ende gehalten. So bekommt man Einblicke in die Ermittlungen, aber auch von dem Täter. Gerade die Tagebucheinträge haben mir gut gefallen. Bis zum Schluss hat man sich gefragt inwieweit das alles zusammen hängt. Was mir gut gefallen hat sind die Wirrungen in der Geschichte und wie alles nach und nach aufgedeckt wird.

Sam Porter ist Mordermittler und wird zu einem Unfall gerufen. Dabei handelt es sich um einen Selbstmord dich der Tote scheint ein Serienkiller zu sein, der auf dem Weg zum Briefkasten von einem Bus überfahren wird. Bei ihm findet die Polizei ein weißes Geschenkpäckchen mit schwarzer Kordel, darin befindet sich ein menschliches Ohr. Aufgrund dessen und des Tagesbuches was das Opfer bei sich trug glaubt die Polizei es hier mit dem Four Monkey Killer zu tun zu haben, der sein nächstes Opfer schon entführt hat. Der FMK treibt seit Jahren sein Unwesen und nun ist die höchste Priorität sein Opfer noch lebend zu finden.

Es ist blutig, schonungslos, total spannend und oft verwirrend. Ich habe gut in die Geschichte reingefunden und war von Anfang an miten drin.

Auch die Charaktere sind gut beschrieben. So hatte ich gleich von allen ein klares Bild vor Augen. Gerade der Killer und der Ermittler sind sehr interessant und weisen Charakterzüge auf die man nicht vermutet hätte.

Am Ende ging es mir dann alles ein bisschen zu schnell und zu reibungslos von statten. Auch gab es für mich ein paar Zufälle die einfach unlogisch wirkten. Aber alles in allem hat mir das Buch sehr gut gefallen.

Veröffentlicht am 14.12.2017

Zorn des Himmels

Zorn des Himmels
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Ich habe einige Bücher von Richard Dübell gelesen und war meist auch begeistert von den Büchern. Auch bei dem vorliegenden historischen Roman schafft er es einen zu fesseln.

Wir schreiben das Jahr 1342 ...

Ich habe einige Bücher von Richard Dübell gelesen und war meist auch begeistert von den Büchern. Auch bei dem vorliegenden historischen Roman schafft er es einen zu fesseln.

Wir schreiben das Jahr 1342 die Stadt Frankfurt leidet unter einer Hitzewelle. Zudem weilt momentan der Kaiser in der Stadt und bringt dadurch einiges durcheinander. Denn es geht das Gerücht eines Meuchelmörders um. Und so wird alles getan was den Kaiser schützt, aber den Frankfurtern das Leben erschwert. Dann taucht ein fremder Mann auf der angeblich sein Gedächtnis verloren hat. Philippa die Tochter eines angesehenen Fährmanns, fühlt sich zu ihm hingezogen und versucht ihm zu helfen. Als dann noch ein Deutschritter in Frankfurt auftaucht ist die Verwirrung komplett und das Leben des Kaisers in Gefahr, allerdings nicht nur durch einen Meuchelmörder.

Was mich besonders an diesem Roman fesselte war die Tatsache das ich von der Umweltkatastrophe im Jahr 1342 noch nichts gehört hatte. Dass diese Flut aber die Topographie Mitteleuropas danach für immer veränderte. Auch die Art und Weise wie der Autor einen an die Geschichte ranführt fand ich sehr schön. Man lernt erst die Protagonisten kennen, wie sie leben, was sie fühlen und wird dann nach und nach erst mit der Katastrophe konfrontiert. So kann man die Angst und das Schrecken der Protagonisten sehr gut nachempfinden und man leidet mit ihnen mit. Zudem schafft der Autor rund um die Flut eine Geschichte die spannend ist und einen kaum los lässt. Es sind einige Verwicklungen und Überraschungen dabei, die es einem schwer machen das Buch aus den Händen zu legen.

Es gab auch einige Stellen die etwas langatmig geschildert wurden oder mich etwas ratlos stehen gelassen haben, aber im großen und ganzen konnte man das Buch gut lesen. Auch der Anhang war sehr interessant und hat nochmal einige Informationen gegeben.

Ich kann das Buch nur weiter empfehlen. Es ist für jeden der gerne historische Romane liest, gut geeignet.

Veröffentlicht am 11.12.2017

Mord im Orientexpress

Mord im Orientexpress
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Mord im Orientexpress ist ein Klassiker der sich lohnt. Er wurde 1934 von der Autorin geschrieben und fesselt heute noch genauso wie früher.

Ich lese immer wieder gerne Klassiker und habe auch diesen ...

Mord im Orientexpress ist ein Klassiker der sich lohnt. Er wurde 1934 von der Autorin geschrieben und fesselt heute noch genauso wie früher.

Ich lese immer wieder gerne Klassiker und habe auch diesen Roman vor Jahren schon einmal gelesen. Auch die Verfilmungen habe ich gesehen und ich bin immer wieder aufs neue begeistert. Von beiden Buch und Verfilmungen.

Agatha Christie hat einen ganz tollen, leichten und spannenden Schreibstil. Außerdem schafft sie es immer wieder den Leser zu überraschen. Gerade mit ihrer Figur Hercule Poirot hat sie einen Detektiven der extra klasse geschaffen. So brilliert er mit einem messerscharfen Verstand.

Hercule Poirot hat in Syrien eine Fall zu Ende gebracht und muss nun zurück nach England. Er reist im, für die Jahreszeit, ungewöhnlich vollen Orientexpress Richtung Calais. Der Zug bleibt in einer Schneewehe stecken und ein Mord wird verübt. Und schon beginnt Hercule Poirot mit seinen Ermittlungen. Der Zug ist voller Menschen und möglicher Täter nur alle haben ein Alibi. Wer ist also der Mörder?

Was mir an den Romanen von Agatha Christie immer so gut gefällt ist die Einfachheit. Es gibt noch keine Genanalysen oder unnötige Action um es spannend zu machen. Bei dem vorliegenden Buch reicht ein eingeschneiter Zug mit den verschiedensten Menschen, ein Mord und ein Verdacht. Sowie Hercule Poirot der mit seiner Wahrnehmung und seinem Gehirn ermittelt.

Die Charaktere sind gut beschrieben und haben ihre Tiefe, sie wirken alle sehr lebendig und authentisch. Was dem Lesefluss zusätzlich zugute kommt. Auch die immer mal wieder eingeworfenen Hinweise die man versucht zusammen zu bringen sind gut eingestreut und wie es bei jedem Buch von Agatha Christie ist komme ich nie auf den wahren Verlauf der Dinge und werde am Ende positiv überrascht.

Nicht umsonst ist Agatha Christie bis heute eine gefeierte Kriminalroman Autorin und die Queen of Crime. Ich bin immer wieder von ihren Werken begeistert und kann sie nur weiterempfehlen.