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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.07.2020

Essentieller Humor

Ich bin so hübsch
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Hazel Brugger kritisiert und hinterfragt viele essentielle Sachen der Gesellschaft... mit extrem viel Humor.
Was läuft falsch, was könnte anders sein, wie verändert man sich, was kommt nach dem Tod? Viele ...

Hazel Brugger kritisiert und hinterfragt viele essentielle Sachen der Gesellschaft... mit extrem viel Humor.
Was läuft falsch, was könnte anders sein, wie verändert man sich, was kommt nach dem Tod? Viele Fragen welche auf sehr lustige Weise beantwortet, oder eben nicht, werden.
Die Schweizerin geht das ganze auch mit viel Selbstironie an, was das ganze Buch sehr sympathisch macht. So sollte man allgemein durchs Leben gehen können. Mit Humor und einer gesunden Portion Selbstironie.
Ihre Sicht auf die Welt stellt sie sehr genau dar und zeigt auch die Probleme ihrer Generation auf, ohne sich aus dem Ganzen raus zu halten.

Wunderbares Buch. Ich liebe es, ist allen zu empfehlen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.07.2020

Zu viele Informationen

Diabolus
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Die kryptographische Abteilung des US-Geheimdienstes NSA verfügt über einen geheimen Super-Computer, der in der Lage ist, innerhalb kürzester Zeit jeden Code (und somit jede verschlüsselte Botschaft) zu ...

Die kryptographische Abteilung des US-Geheimdienstes NSA verfügt über einen geheimen Super-Computer, der in der Lage ist, innerhalb kürzester Zeit jeden Code (und somit jede verschlüsselte Botschaft) zu knacken. Der Rechner kommt zum Einsatz, wenn Terroristen, Drogenhändler und andere Kriminelle ihre Pläne mittels codierter Texte verschleiern und die Sicherheit der USA auf dem Spiel steht.

In der Vergangenheit konnten die Kryptographen täglich hunderte von Codes knacken - bis zu dem Tage, als Diabolus zum Einsatz kommt: Ein mysteriöses Programm, das den Super-Rechner offenbar überfordert. Der Entwickler des Programms droht, Diabolus der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Würde dieses Programm zum Verschlüsselungs-Standard werden, wäre der erfolgreichen Verbrechensbekämpfung der NSA über Nacht die Basis entzogen. Die Mitarbeiter des Geheimdienstes setzen alle Hebel in Bewegung, das drohende Desaster zu verhindern ...

Der Roman fängt mit vielen Informationen über die NSA in den USA an. Viele Infos über Codes und wie man sie knacken kann. Jedoch halten diese ganzen Informationen den Spannungsbogen enorm zurück. Dieser kommt vor allem gegen Mitte/Ende des Buches wirklich zu Stande. Allgemein ist die Story aber doch ein wenig harzig, vor allem wenn man sich nicht wirklich für Kryptographie interessiert und die Zusammenhänge nicht immer sieht.
Wie in vielen seiner Thriller springt Dan Brown von Szene zu Szene. Wobei man sich mal in Amerika befindet und im nächsten Kapitel findet man sich in Spanien wieder. An sich muss man der Geschichte sehr genau folgen und wirklich wissen, was vor zwei Kapiteln im anderen Land noch passiert ist.
Die Charaktere sind an sich alle sehr durchdacht und nicht so schnell durchschaubar. Vor allem bei zwei Figuren gibt es ab einem Punkt eine 180 Grad Wendung (ich will nicht verraten um welche Figuren es sich handelt, sonst nimmt es den ganzen Spass). Jedoch ist die Geschichte aller Figuren sehr spannend. Die Gefühle kommen auch beim lesen extrem rüber. Ebenfalls konnte man sich die Personen gut vorstellen, wie sie in Realität sein könnten. Ein grosser Pluspunkt in diesem Roman.
Für einen solchen Roman hatte es doch relativ viele Rechtschreibefehler (ich weiss, Fehler passieren aber für meinen Geschmack...). Nicht, dass der Roman dadurch schlecht wäre, beim lesen einfach ein wenig störend.

Allgemein bin ich doch eher enttäuscht von diesem Roman. Ich bin zwar ein grosser Dan Brown Fan aber der Roman war sehr anstrengend zu lesen, bis sich mal die gewohnte Spannung dazu gesellte. Die Kryptographie Infos sind sehr spannend, jedoch erschwert es den Roman einfach so zu lesen. Durch zu viele Informationen wird ein Buch halt ein wenig gekillt, wenn ich ehrlich bin. Als der Spannungsbogen zunahm und die Infos sich dann legten, wurde es auch schnell einfacher den Thriller weiter und fertig zu lesen. Da machte es dann auf ein Mal wieder Spass.
Wie auch oben schon erwähnt fand ich die Fehler, mögen sie noch so klein sein, doch sehr störend beim lesen.
Ich denke, dass ich den Roman eher nicht weiterempfehlen würde, ausser man interessiert sich jetzt extrem für die Kryptographie, denn man erfährt schon einiges und wenn man es dann auch noch versteht, macht es sicher mehr Spass zu lesen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.04.2020

Nervenkitzel vom Anfang bis zum Ende

Todesfrist
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»Wenn Sie innerhalb von 48 Stunden herausfinden, warum ich diese Frau entführt habe, bleibt sie am Leben. Falls nicht – stirbt sie.« Mit dieser Botschaft beginnt das perverse Spiel eines Serienmörders. ...

»Wenn Sie innerhalb von 48 Stunden herausfinden, warum ich diese Frau entführt habe, bleibt sie am Leben. Falls nicht – stirbt sie.« Mit dieser Botschaft beginnt das perverse Spiel eines Serienmörders. Er lässt seine Opfer verhungern, ertränkt sie in Tinte oder umhüllt sie bei lebendigem Leib mit Beton. Verzweifelt sucht die Münchner Kommissarin Sabine Nemez nach einer Erklärung, einem Motiv. Erst als sie einen niederländischen Kollegen hinzuzieht, entdecken sie zumindest ein Muster: Ein altes Kinderbuch dient dem Täter als grausame Inspiration – und das birgt noch viele Ideen ...

Das Cover macht schon selbst richtig Bock auf das Buch, weil der Titel einem schon an den Kopf springt und man wissen will, was sich dahinter verbirgt. Dazu kommt, dass der Einleitungstext ebenfalls richtig Lust auf diesen Thriller gibt.
Man fällt direkt in den Bann dieses Romans, er ist einfach aber spannend geschrieben. Man wird immer wieder auf eine neue Fährte geleitet. Kaum hat man das Gefühl, man weiss was los ist und wer Schuld ist, kommt eine neue Wendung, an welcher man dann doch zweifelt ob es stimmt oder nicht. Der Spannungsbogen nimmt von Anfang an stetig zu und nimmt mit keinem Kapitel auch nur das Geringste ab.
Die Personen sind nicht so beschrieben, wie man es sich sonst in Romanen vielleicht gewohnt ist, vor allem wenn man es mag, wenn die Charaktere gut und detailliert beschrieben sein sollen. Doch trotzdem baut man eine Bindung zu diesen Leuten auf und kann sich in ihre Lage versetzen. Der Charakter von Marteen S. Sneijder macht eine 180° Wendung, was eine tolle Entwicklung darstellt.
Auch die Orte, welche in dem Roman vorkommen, sind sehr bildlich dargestellt. Wirklich sehr schön beschrieben.

Ich war begeistert von diesem Thriller. Ich habe ihn innert 24 Stunden gelesen gehabt. Ich kannte Andreas Gruber bis anhin nicht und muss sagen, dass ich seine Bücher weiterhin lesen werde. Er schreibt sehr bildlich und fesselnd. Es ist mir wirklich scher gefallen das Buch auf die Seite zu legen und Pause zu machen.
Ich war ein grosser Fan von dem niederländischem Kommisar. Er macht eine grosse Veränderung durch und wird ganz anders als am Anfang.
Ich würde dieses Buch so ziemlich jedem Empfehlen, der gerne spannende Thriller liest. Sogar Lesemuffel könnten von diesem Buch begeistert sein, wenn sie sich nur darauf einlassen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.04.2020

Wissenschaft versus Religion

Origin
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Die Wege zur Erlösung sind zahlreich.
Verzeihen ist nicht der einzige.
Als der Milliardär und Zukunftsforscher Edmond Kirsch drei der bedeutendsten Religionsvertreter der Welt um ein Treffen bittet, sind ...

Die Wege zur Erlösung sind zahlreich.
Verzeihen ist nicht der einzige.
Als der Milliardär und Zukunftsforscher Edmond Kirsch drei der bedeutendsten Religionsvertreter der Welt um ein Treffen bittet, sind die Kirchenmänner zunächst skeptisch. Was will ihnen der bekennende Atheist mitteilen? Was verbirgt sich hinter seiner "bahnbrechenden Entdeckung", das Relevanz für Millionen Gläubige auf diesem Planeten haben könnte? Nachdem die Geistlichen Kirschs Präsentation gesehen haben, verwandelt sich ihre Skepsis in blankes Entsetzen.
Die Furcht vor Kirschs Entdeckung ist begründet. Und sie ruft Gegner auf den Plan, denen jedes Mittel recht ist, ihre Bekanntmachung zu verhindern. Doch es gibt jemanden, der unter Einsatz des eigenen Lebens bereit ist, das Geheimnis zu lüften und der Welt die Augen zu öffnen: Robert Langdon, Symbolforscher aus Harvard, Lehrer Edmond Kirschs und stets im Zentrum der größten Verschwörungen.

Das Cover ist ganz nach dem Geschmack der Buchreihe um Professor Landon. Schlicht und einfach und somit mit grosser Neugierde verbunden, was sich wohl hinter diesem Titel verstecken könnte.
Die Handlung wird von vornherein schon ein wenig prophezeit. Zumindest weiss man, dass etwas schreckliches passieren wird im ersten Viertel der Geschichte. Nach dieser Wendung flaut die Spannungskurve aber ein wenig ab. In diesem "Tief" der Story zieht sich der Prozess ein wenig in die Länge, bis dann plötzlich wieder ein heftiger Anstieg der Spannungskruve erfolgt. Da sind die letzten ca. 200 Seiten wieder so spannend, dass man den Roman sehr schnell zu Ende bringen möchte, um alles zu verstehen.
Die Charaktere sind so beschrieben, dass man sie von anfang an mag oder eben auch nicht. Wirklich bildlich sind die Personen aber nicht beschrieben. Professor Langdon kennt man schon aus den vorherigen Büchern, wodurch es nicht schwer ist, ihn sich vorzustellen, wenn man die anderen Bücher kennt. Wenn man jedoch diesen Roman so alleine liest, ohne die anderen Romane, kann man sich eher kein Bild vom Professor malen, bis auf ein paar wenige Details.
Die Geschichte an sich ist aber sehr interessant und sehr bildlich dargestellt. Alle Monumente, welche vorgestellt werden, kann man sich genau ausmalen, auch wenn man noch nie selber vor Ort war. Ebenfalls ist die Geschichte sehr auf die heutigen Probleme mit der Religion und der Wissenschaft fokussiert, was das Ganze doch auch sehr spannend macht. Man wird wieder daran erinnert, dass auf Seiten der Religion, wie auf der Seite der Wissenschaft, Fehler gemacht wurden und wir alle zusammenarbeiten sollten, statt gegeneinander, um voranzukommen.

Ich fand das Buch an sich toll, bis auf die paar hundert Seiten, als sich die ganze Story in die Länge zog. Sonst fand ich es wirklich gut. An einer Stelle bin ich dann doch ein wenig zusammengezuckt, weil ich an die aktuelle Lage mit dem Coronavirus erinnert wurde und ich dachte, dass Edmond Kirsch etwas in dieser Art vorhergesehen hatte. Das wäre dann doch ein wenig sehr gruselig gewesen. Ansonsten muss ich der Story im allgemeinen Recht geben, denn so ist es in der heutigen Zeit dann doch. Religion und Wissenschaft versuchen sich gegenseitig zu "zerstören" und keiner will dem anderen den Glauben/das Wissen lassen. Dort war mir der Charakter von Padre Bena sehr symphatisch, weil er beides vereint. Er behält seinen Glauben und doch glaubt er auch an die Wissenschaft und bringt beides unter einen Hut. Ich denke, wir brauchen mehr so Leute auf dieser Welt, denn nur so kann man Wissenschaft und Religion vereinen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.07.2019

Schön verpackt, nichts dahinter

Tattoo
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Liverpool: Ein perfider Frauenmörder hält die Stadt in Atem. Seine Opfer findet man stets sorgfältig arrangiert und von Kopf bis Fuß mit kryptischen Tätowierungen bedeckt – die ihnen vor ihrem Tod mit ...

Liverpool: Ein perfider Frauenmörder hält die Stadt in Atem. Seine Opfer findet man stets sorgfältig arrangiert und von Kopf bis Fuß mit kryptischen Tätowierungen bedeckt – die ihnen vor ihrem Tod mit einem Dorn beigebracht wurden. Detective Greg Carver und seine Kollegin Ruth Lake machen seit Monaten Jagd auf den »Dornenkiller« – ohne Erfolg. Dann wird erneut eine tätowierte Leiche gefunden. Das Opfer sieht Carvers Frau zum Verwechseln ähnlich, und Carver wird klar: Der Killer jagt auch ihn …


Das Cover und der Einleitungstext sind so spannend gestaltet, dass man nicht anders kann als zu diesem Buch zu greifen. Leider war genau dies sehr trügerisch. Leider ist der Spannungsbogen nicht wirklich vorhanden. Vielleicht in den letzten 50 Seiten. Da kommt ein ziemlicher Plot-Twist aber das wärs dann. Leider dreht sich die Geschichte mehr um einen anderen Fall als um den berüchtigten Dornenkiller. Normalerweise hätte ich ein Buch dieser Dicke in einem Tag gelesen, doch diesmal brauchte ich gut eine Woche und spielte mit dem Gedanken es abzubrechen.
Mit den Charakteren wurde ich nicht warm. Den ganzen Roman über nicht. Leider waren sie für mich nicht genug beschrieben worden und ich konnte mir nicht enorm viel darunter vorstellen.


Im Allgemeinen bin ich sehr enttäuscht. Ich hatte mir von diesem Buch weit aus mehr erwartet. Andererseits ist es nicht schlecht geschrieben. Doch für mich hätte es einen anderen Titel tragen sollen. Da der Dornenkiller doch sehr im Hintergrund gehalten wird. Was ich doch sehr schade fand.
Ich würde das Buch jetzt nicht weiterempfehlen, da es für mich nicht spannend genug war und er mich nicht richtig gepackt hat.