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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.10.2021

Überaus real

Tagebuch einer überaus glücklichen Geschiedenen
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Diane erzählt in Form eines Tagebuchs ihre täglich Erlebnisse, wie ihre dazugehörigen Gefühle. Dieser Roman ist die Fortsetzung der Autorin Marie-Renée Lavoie.

Die Protagonistin stellt sich als eine reife, ...

Diane erzählt in Form eines Tagebuchs ihre täglich Erlebnisse, wie ihre dazugehörigen Gefühle. Dieser Roman ist die Fortsetzung der Autorin Marie-Renée Lavoie.

Die Protagonistin stellt sich als eine reife, charmante und kritische Person dar. Auch wenn sie fünfzig Jahre alt ist, stellt sie sich doch sehr kritische Fragen zu unserer heutigen Gesellschaft. Ebenfalls wird in dem Buch nichts schön geredet. Wer ein Chaot ist, wird als solcher dargestellt. Wer pingelig genau ist, wird ebenfalls so dargestellt. Es ist mal ein Buch in dem die reale Welt Einzug halten darf und nicht alles perfekt dargestellt. Was diese Geschichte als erfrischend ehrliches Leseereignis gestaltet.
Das Ganze ist sehr einfach geschrieben, sodass das Lesen ganz einfach geht und man im Handumdrehen am Ende des Romanes steht und gerne noch mehr lesen möchte.
Dadurch, dass Situationen aus dem echten Leben mitspielen, ist der Spannungsbogen dementsprechend flach. Was jedoch in diesem Fall dem Buch nicht schadet. Es ist schön zu sehen, dass es auch Romane gibt, die wie unser Leben sind. Manchmal ganz einfach ohne Spannung. Einfach schön, so etwas Realitätsgetreues.
Das Cover hatte mich schon von Anfang an angelacht. Es zeigt schon, dass es um eine strahlende Persönlichkeit gehen wird. Die Farben finde ich ebenfalls gut gewählt. Es ist einfach stimmig.

Ich muss sagen, dass ich das Leseerlebnis sehr genossen habe. Die Geschichte las sich sehr flüssig und es wurde nie langweilig, da immer wieder etwas geschah, was geregelt werden musste. Ich mag den Stil solcher Tagebücher, weil man noch mehr in die Welt der Protagonisten eintaucht und man sich noch mehr an die Charaktere bindet. Für mich definitiv ein Must Read.
Einziger kleiner Minuspunkt für mich, war der Schluss. Jedoch mehr aus persönlicher Sicht. Es hat das Buch nicht wegen dem gleich schlecht gemacht. War aber für mich doch ein kleiner Dämpfer.
Ich würde dieses Buch jedoch trotzdem wärmstens Weiterempfehlen, wenn man gerne diesen Genre liest. Denn es war ehrlich, herzerwärmend und lustig.

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Veröffentlicht am 19.09.2021

Angsteinflössende Zukunft

The Passengers
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Selbstfahrende Autos. Wer träumt nicht davon. Man kann seine Zeit noch besser nutzen und sich zurücklehnen.
Verlockend. Doch jede technische Entwicklung birgt seine Risiken.

Wenn man den Spannungsbogen ...

Selbstfahrende Autos. Wer träumt nicht davon. Man kann seine Zeit noch besser nutzen und sich zurücklehnen.
Verlockend. Doch jede technische Entwicklung birgt seine Risiken.

Wenn man den Spannungsbogen betrachtet, fängt dieser Anfangs eher flach an. Steigert sich jedoch mit jeder gelesenen Seite. Immer mehr steigert man sich selber in die Geschichte und hat Mühe das Buch aus der Hand zu legen. Gegen Ende hat man das Gefühl, dass die Spannung wieder nachlässt, bis man wieder an einen Punkt kommt, an dem man seine Meinung doch sehr schnell wieder ändert. Einziger kleiner Minuspunkt, das Ende. Für mich fühlt sich die Geschichte so leider nicht fertig an, obwohl der Spannungsbogen wieder angespannt wird.

Die Story geht sehr tief. Man wird auf die Gefahren, sowie die Tücken der heutigen Technik hingewiesen und wie sich das Ganze in Zukunft entwickeln könnte. Leider ist die Entwicklung nicht sehr Vertrauenswürdig. Selbstfahrende Autos und noch mehr Daten über uns im Netz. Fraglich ob dies wirklich einem guten Zweck dienen kann. Wir sollten wirklich überlegen, wie fest wir keiner künstlichen Intelligenz trauen möchten, bevor es noch weiter getrieben wird. Denn wir wissen alle, keine künstliche Intelligenz wird unfehlbar sein, weil diese von Menschen konzipiert wird.

Die Protagonisten waren mir mehrheitlich doch sehr sympathisch, bis auf ein paar wenige. Libby hat mich sehr gefesselt, weil ich ihr wirklich gut nachfühlen konnte. Ich bin ehrlich gesagt auch eher skeptisch gegenüber der ganzen Technik, weil wir doch sehr abhängig davon werden und nichts mehr alleine tun wollen. Mit den anderen Mitgliedern der Kommission wurde ich ehrlich gesagt nicht wirklich warm, weil sie doch komische Ansichten hatten, von einer guten Welt. Im Laufe der Geschichte, wurde es ein wenig besser, doch ich blieb weiterhin nicht sehr überzeugt von ihnen.
Die Passagiere der Autos fand ich doch sehr interessant gezeichnet. Vor allem, dass alle ein Geheimnis zu vertuschen hatte. Eines schlimmer als das andere muss ich sagen. Wäre ich in der Kommission gewesen, ich hätte nicht gewusst, wie meine Stimme ausgefallen wäre.
Was die ganze Geschichte um Jude Harrison angeht. Ich war nur noch sprachlos. So eine Wendung hätte ich niemals erwartet.

Der Roman liess sich gut und einfach lesen. Auch wenn man nicht so viel Ahnung von Softwares etc. hat, wird man gut durch das Ganze geleitet. Gute Erklärungen und nicht zu kompliziert geschrieben.
Gut fand ich ebenfalls, dass John Marrs immer wieder aus anderen Perspektiven schrieb. So wusste man wie sich jeder einzelne Passagier fühlte, sowie Libby, welche sich in der Kommission durchsetzen musste. Dies ist immer wieder schön, wenn nicht nur aus Sicht einer einzigen Person geschrieben wird.

Ich muss sagen, dass ich im Grossen und Ganzen sehr von John Marrs überzeugt wurde. Er konnte mich in dieser technischen Welt fesseln und mir ebenfalls Angst machen. Er hat es ebenfalls geschafft, dass ich den technischen Fortschritt doch ein wenig mit kritischeren Augen ansehe, auch wenn uns vieles abgenommen wird und es praktisch ist. Einziger Minuspunkt von meiner Seite ist das Ende. Ich habe persönlich Mühe mit Romanen, die wie dieser endet und man keinen richtigen Abschluss hat. Auch wenn ich verstehen kann, wieso er dies wahrscheinlich so gemacht hat.
Thriller Freunde sollten sich dieses Buch jedoch trotzdem anschaffen und lesen. Ich denke, dass man dies nicht bereuen wird.

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Veröffentlicht am 08.09.2021

Dan Brown verdächtig!

Xenesis
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Ein tödliches Virus entsteht.
Zwei Babys sterben qualvoll an einer rätselhaften Grippe. Die junge Ärztin Narcy wird entlassen, als sie der Krankheit auf den Grund gehen will. Zusammen mit dem Fernsehreporter ...

Ein tödliches Virus entsteht.
Zwei Babys sterben qualvoll an einer rätselhaften Grippe. Die junge Ärztin Narcy wird entlassen, als sie der Krankheit auf den Grund gehen will. Zusammen mit dem Fernsehreporter Matthew Gallagher gerät sie auf die Spur eines Virus, das immer mehr Todesopfer fordert. Gleichzeitig verschwinden überall auf der Welt Menschen mit einer transplantierten Niere ...
In seinem neuen rasanten Thriller entwirft der Autor ein unheimliches Szenario von einer Welt, in der an der genetischen Verbesserung des Menschen experimentiert wird. Dabei entsprechen die medizinischen Fakten und Zusammenhänge dem aktuellen Stand der Wissenschaft.
«Es ist die Kombination von detailreichem Faktenwissen und rasanter Handlung, die an diesem Buch fasziniert.» (Neue Zürcher Zeitung)
«Glogger kann ohne weiteres in die Bibliothek zwischen Preston und Crichton eingereiht werden.» (ETH Life)

Nebst der Inhaltsangabe hat mich auch das Cover sehr in seinen Bann gezogen. Dieses Gesicht, welches kartiert dargestellt wird, hat mich sehr intrigiert. Ich musste wissen, was genau in dieser Geschichte passiert.
Der Roman fängt schon von Anfang an mit einer sehr steilen Spannungskurve an. Diese baut sich dann auch von Kapitel zu Kapitel mehr auf und nimmt nie an Spannung ab. Was ebenfalls super ist an diesem Buch, dass immer wieder ein Perspektivenwechsel kommt. Mal ist man in England und danach wieder in Mexiko um ein Beispiel zu nennen.
Wenn man dieses Buch in der jetzigen Zeit liest, wird man schon ein wenig Nachdenklich. Man merkt, wie weit der Fortschritt in der Medizin ist und wie schnell sich etwas in die Gesellschaft schleichen kann, was nur mit der Zeit erkannt wird.
Die Charaktere haben mir allesamt gut gefallen. Die eigentlichen Protagonisten waren mir sehr sympathisch oder eben auch unsympathisch. Alle Charaktere wurden sehr anschaulich beschrieben und man baut, ob man nun will oder nicht, eine Beziehung zu diesen auf. Narcy fand ich eine sehr spezielle Protagonistin, weil viele Themen, welche in der Gesellschaft tot geschwiegen werden, durch sie behandelt wurden. Dadurch ist sie meine absolute Lieblingsfigur dieses Romans.
Die Erzählweise des Schweizer Autors, machte das Lesen zu einem richtigen Vergnügen. Es ist ein Roman, welcher einfach und sehr verständlich, sowie anschaulich und realitätsnah geschrieben wurde.
Das Buch basiert auf sehr guter Recherchearbeit des Schweizers. Er hat mit vielen Ärzten, sowie Infektiologen gearbeitet, welche allesamt ein gutes Grundwissen für diesen Roman boten.
Zudem ist es nach allem, was bei uns die letzte Zeit gelaufen ist, nicht so eine unwahrscheinliche Möglichkeit, dass diese Story wirklich mal im echten Leben vorkommen könnte. Dies werden wir jedoch nie herausfinden.

Ich muss sagen, dass mich dieser Roman fasziniert hat. Ich konnte ihn kaum aus der Hand legen. Dazu kommt, dass mich die Schreibweise doch sehr an Dan Brown erinnert hat. Ich empfehle dieses Buch allen weiter, die Interesse in Medizin haben oder ganz einfach denen, welche sich einen guten Thriller rein ziehen möchten.

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Veröffentlicht am 19.08.2021

Das Durchleben einer historischen Zeit

Kinder der Freiheit
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Wie die anderen beiden Büchern, ist Ken Follett sehr detailliert mit den historischen Ereignissen. Die Informationen gehen sehr in die Tiefe.
Die Charaktere wachsen einem ebenfalls ans Herz und man will ...

Wie die anderen beiden Büchern, ist Ken Follett sehr detailliert mit den historischen Ereignissen. Die Informationen gehen sehr in die Tiefe.
Die Charaktere wachsen einem ebenfalls ans Herz und man will immer wissen, was nun genau mit ihnen geschieht. Mehrmals traten mir Tränen in die Augen, je nachdem was genau passierte. Ebenfalls schön fand ich bei den Charakteren, dass man sie lange mitverfolgen konnte und man ihre Geburt, ihr Leben und ihren Tod mitverfolgen konnte. Dies durch die ganzen drei Romane durch.
Dadurch das alles sehr detailliert beschrieben wird und in die Tiefe geht, zieht sich der Roman jedoch sehr in die Länge. Ich habe relativ lang fürs Lesen gebraucht, weil ich den Roman eine Zeit lang weggelegt hatte. Dies ist passiert, weil ich las und las und das Gefühl hatte, dass ich nicht vom Fleck kam. Deshalb brauchte ich eine Pause. Als ich den Roman wieder in die Finger nahm und las, hatte ich es innerhalb 1.5 Wochen dann durch. In diesem Sinne ist der Spannungsbogen anfangs steil und stagniert danach relativ lange. Zum Schluss, geht der Bogen dann nochmals sehr steil in die Höhe und endet in einem riesen Feuerwerk.
Trotzdem habe ich den Roman sehr gut gefunden. Ken Follett hat die Gabe uns in die Zeit zu versetzen, indem der Roman spielt. Ich habe genau wie die Charaktere mitgefiebert und freute mich mit ihnen, wenn etwas Gutes passierte. Sehr emotionale Geschichte über mehrere Generationen hinweg.

Ich muss sagen, dass ich den Roman super fand. Auch wenn ich ihn eine Zeit lang weg legen musste, habe ich ihn zum Schluss nochmals verschlungen und wurde ebenfalls sehr emotional. Ich empfehle die ganze Romanreihe allen, die unsere Geschichte spannend finden und sich ein wenig in die Situation hinein fühlen möchten. Es lohnt sich auf alle Fälle.

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Veröffentlicht am 05.09.2020

Fesselnd, fesselnder, Schrei nach Rache!

Schrei nach Rache
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Klappentext
Vier Städte, vier grauenvoll zugerichtete Leichen - an verschiedenen Flughäfen Deutschlands werden innerhalb kurzer Zeit mehrere Männer ermordet. An den Tatorten gesicherte Spuren deuten auf ...

Klappentext
Vier Städte, vier grauenvoll zugerichtete Leichen - an verschiedenen Flughäfen Deutschlands werden innerhalb kurzer Zeit mehrere Männer ermordet. An den Tatorten gesicherte Spuren deuten auf einen Serientäter hin, doch zwischen den Opfern gibt es keinerlei Gemeinsamkeiten. Die Ermittler beim LKA sind fassungslos, als sie schließlich herausfinden, dass die DNA-Spuren von einer Frau stammen! Das LKA bittet den knorrigen Profiler Falk Hagedorn, ein Psychogramm der Mörderin zu erstellen. Obwohl Hagedorn sich geschworen hatte, nie wieder für die Polizei zu arbeiten, lässt er sich darauf ein - doch dann beschleicht ihn der furchtbare Gedanke, dass er die Täterin kennen könnte ...

So sieht der erste Eindruck in diesen spannenden Thriller aus. Schon dieser wirft viele Fragen auf und lädt ein für mehr.
Sieht man sich das Cover an, ist man schon gespannt darauf, was man in diesem Buch für eine Geschichte finden wird und sie ist wirklich nicht gerade ohne.
So stürzt man sich in das Abenteuer rund um den Psychoanalysten Falk Hagedorn.
Die Spannungskurve steigt von Anfang an rasant in die Höhe, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Ein Krimi wie man ihn sich wünscht. Nicht zu durchsichtig und trotzdem kann man sich einen guten Überblick verschaffen. Zudem ist der Schreibstil sehr angenehm zu lesen und leicht verständlich.
Die Charaktere sind sehr gut beschrieben und man fühlt alles direkt mit. Hagedorn war mir am Anfang nicht sehr sympathisch, da er doch sehr brummig rüber kommt. Doch schnell findet man einen weichen Kern, umso weiter die Geschichte voranschreitet. Jeder Charakter macht eine sehr tolle Entwicklung durch.
Die Story an sich ist sehr spannend. Ab dem Moment, wenn man weiss, wer der Mörder ist, denkt man sich, dass es jetzt langweilig wird. Falsch gedacht! Genau in diesem Moment hat Matthias Bürgel weitere Wendungen eingebaut.
Der Schluss hätte ich ehrlich nicht so erwartet. Was die ganze Story zu einem sehr gelungenem Roman macht! Nicht zu vorhersehbar und doch überschaubar, wie oben schon erwähnt.

Fazit
Ich war zu 1000% überzeugt von diesem Roman. Wirklich toll geschrieben und einfach nur zum verschlingen. Meine Erwartungen an den Roman wurden nicht nur erfüllt sondern übertroffen!
Ich bin wirklich hin und weg und empfehle den Thriller allen, welche auf dieses Genre stehen. Der Autor versteht sich mit dem einbauen von unerwarteten Wendungen und so macht es richtig Spass dieses Buch zu lesen und hat obendrauf Mühe es weg zu legen.

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