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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.11.2025

ruhig, gut beobachtend

Spät am Tag
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Johanne, die zum Schreiben Ruhe sucht mietet sich bei Mikael in seinem alleinstehenden Haus ein.
Schon vom Klappentext her weiß man dass sich die beiden verlieben und dass Johanne nach vielen Jahre Mikael ...

Johanne, die zum Schreiben Ruhe sucht mietet sich bei Mikael in seinem alleinstehenden Haus ein.
Schon vom Klappentext her weiß man dass sich die beiden verlieben und dass Johanne nach vielen Jahre Mikael verliert und alleine in dessen Haus zurückbleibt. Wir lesen eine ruhige, beobachtende Erzählung über ihr Zusammenleben mit Mikael, seiner Tochter Maren und auch seiner Exfrau Sofia die trotz Trennung immer wieder auf dem Hof und im Haus auftaucht. Außerdem gibt es ausführliche Beschreibungen über den Verlauf einzelner Tage und den Jahreszeiten und viele Eindrücke draußen in der Natur.
Trotz relativ weniger Seiten war es für mich recht zähflüssig zu lesen und oft nicht klar ob sie Jetzt-Situationen oder Vergangenes beschreibt.

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Veröffentlicht am 29.10.2025

kleine Schritte

Himmel ohne Ende
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Ich fand die Geschichte von Charlie echt traurig. Man merkt mit jeder Schilderung ihrer Gefühle, wie schlecht es ihr geht. Dies ist sicher mehr als nur jugendliche Unsicherheit, es ist schon psychisches ...

Ich fand die Geschichte von Charlie echt traurig. Man merkt mit jeder Schilderung ihrer Gefühle, wie schlecht es ihr geht. Dies ist sicher mehr als nur jugendliche Unsicherheit, es ist schon psychisches Leiden. Ein Großteil ist dem geschuldet, dass der Vater ihre Mutter und sie verlassen hat. Sie lebt nun alleine mit ihrer Mutter, der sie sich aber nicht öffnen kann. Als dann die Mutter eine neue Beziehung eingeht bricht für Charlie ein weiteres Stück Vertrautes weg.Das was sie sucht trifft das Zitat auf S. 60 (E-book) recht gut: "Da ist es irgendwo. Da draußen ist irgendwo mein Leben und ich habe keine Ahnung, wie ich da rankommen soll."

Dass ihre einzige Freundin nun plötzlich nicht mehr an ihr interessiert ist, kränkt sie sehr. In der Schule gehört sie zu keiner Clique, keiner redet mit ihr und im Unterricht wird sie schnell verbales Opfer des Klassenclowns. Ein wichtiges Ereignis ist dass ein neuer Mitschüler, Pommes, zur Klasse kommt und sich gleich mit ihr anfreundet. So begleiten wir Charlie durch das folgende Jahr, in dem sie in ganz kleinen Schritten neue Wege geht.

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Veröffentlicht am 28.09.2025

modern und skrupellos

Aufsteiger
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Aufsteiger ist eine sehr moderne Geschichte über erbitterte Kämpfe in der Arbeitswelt. In einem flüssigen Stil sausen wir mit vielen Wendungen durch die Kapitel und bekommen eine Vielzahl von Themen des ...

Aufsteiger ist eine sehr moderne Geschichte über erbitterte Kämpfe in der Arbeitswelt. In einem flüssigen Stil sausen wir mit vielen Wendungen durch die Kapitel und bekommen eine Vielzahl von Themen des aktuellen Zeitgeistes serviert: Haßhetze im Internet, Transsexualität, Gendern, Klimakleber und vieles mehr.

Ich selbst habe keinen Einblick in die Branchen Zeitungswesen und Journalismus. Allerdings erscheint mir die Darstellung von Konkurrenz, linken und rechten Strömungen, Kampf um Positionen recht stimmig. Mir war eigentlich keiner der Hauptfiguren sympathisch. Es herrschen Gier und Machtspiele, jeder schadet dem anderen. Und daneben gibt es weitere Verlierer, wie Felix’ Ehefrau oder die Kollegen.

Im Verlauf habe ich mich gefragt wie die Geschichte wohl ausgehen wird und ob ich damit zufrieden sein würde. Dann folgte ein rasanter Schlussspurt mit ungeahnten Ereignissen. Mich hat dieser gesellschaftskritische ironische Roman gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 23.09.2025

nicht mein Thema

Im Leben nebenan 
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Ich habe das Buch als Hörbuch gehört. Die Lesestimme passt für mich gut zu den beiden Frauen. Obwohl am Kapitelanfang immer der Name die beiden Protagonisten genannt wurde, hatte ich Schwierigkeiten, die ...

Ich habe das Buch als Hörbuch gehört. Die Lesestimme passt für mich gut zu den beiden Frauen. Obwohl am Kapitelanfang immer der Name die beiden Protagonisten genannt wurde, hatte ich Schwierigkeiten, die beiden zu unterscheiden. Welche ist kinderlos, welche hat eine kleine Tochter; wer gehört zu Jakob und wer zu Adam? Eventuell ist das mehr ein Problem der Hörbuchfassung und im Buch wäre es für mich leichter gewesen, diese zu identifizieren.

Leider hat mich die Geschichte nicht wirklich mitgenommen. Die Grundidee wie es wohl ist, im Leben irgendwo eine andere Richtung eingeschlagen zu haben, ist schon gut. Wobei der Schock in einem fremden Leben zu sein trifft hier nur Antonia, die in ihrer Gefühlswelt ja Toni ist. Mir persönlich waren aber die ganzen Überlegungen und Abhandlungen über Menstruationstassen, Verhütung, unerfüllter Kinderwunsch, Sex nach Zeitplan usw. einfach to much und viel zu detailiert. Auch dass das Muttersein so dominant und so wertend für die Rolle der Frau stand, hat mich gestört. Beide Frauen sind in ihrem Leben vorrangig unzufrieden, sie hadern mit ihrem Alltag und mit den Erwartungen die von außen auf sie einwirken.

Wahrscheinlich wird diese Geschichte junge Frauen mehr ansprechen, die in ähnlichen Lebenssituationen sind und ähnliche Überlegungen und Entscheidungen treffen müssen.

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Veröffentlicht am 23.09.2025

Traurig

Das Geschenk des Meeres
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Es wird die Geschichte von Dorothy erzählt die als junge Frau in einen kleinen Küstenort kommt um dort als Lehrerin zu arbeiten. Schon aus dem Klappentext erfahren wir dass später ihr kleiner Sohn Moses ...

Es wird die Geschichte von Dorothy erzählt die als junge Frau in einen kleinen Küstenort kommt um dort als Lehrerin zu arbeiten. Schon aus dem Klappentext erfahren wir dass später ihr kleiner Sohn Moses in einer Sturmnacht im Meer verlorengeht. Jahre später wird am Meer ein Junge aufgefunden, der ihrem Sohn ähnelt und ungefähr so alt ist wie damals Moses.

Nach und nach werden die Vorgänge der letzten Jahre und die Ereignisse in Dorothys Leben aufgerollt, ein recht düsteres und schwieriges Bild dieser Dorfgemeinschaft. Besonders schlimm war das Verhalten der alteingesessenen Frauen des Dorfes gegenüber Dorothy. Boshaft und feindselig wird über Dorothy gelästert und auch mit den Jahren hat sie keine Chance auf eine angenehmere Umgangsweise. Dass sie als Lehrerin gekommen ist um sich um die Schulbildung die Kinder des Dorfes zu kümmern wird mit keinem guten Wort anerkannt oder ihr Respekt entgegen gebracht. Insgesamt werden mehr als 10 Bewohner des Dorfes beschrieben, alle machen sich gegenseitig das Leben schwer, es gibt keinerlei Solidarität untereinander oder gegenseitige Unterstützung.

Den Ablauf der Kapitel in stetigem Wechsel von DAMALS und JETZT fand ich recht monoton. Dass zum Schluss hin doch noch etwas Bewegung in das Miteinander der Bewohner kommt und die Beteiligten endlich mal miteinander reden hat mich einigermaßen mit der Geschichte versöhnen können.

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