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Veröffentlicht am 11.10.2024

Zorn - Vom Lieben und Sterben

Zorn - Vom Lieben und Sterben
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Der 2. Fall für die Hauptkommissare Zorn und Schröder. Das Buch beginnt ganz banal mit Einbrüchen in Kleingartenanlagen. Die Jugendlichen werden bald gefasst. Aber dann wird ein Jugendlicher dieser Bande ...

Der 2. Fall für die Hauptkommissare Zorn und Schröder. Das Buch beginnt ganz banal mit Einbrüchen in Kleingartenanlagen. Die Jugendlichen werden bald gefasst. Aber dann wird ein Jugendlicher dieser Bande nach dem anderen grausam ermordet. Und Chef Zorn und sein Untergebener Schröder ermitteln wieder.
Ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen und ehrlich gesagt, mich hat die Handlung, also die eigentlichen Ermittlungen, gar nicht so interessiert. Obwohl die Handlung selbst spannend ist und man auf viele falsche Fährten gelockt wird. Aber der Reiz dieses Buches (wie auch im Vorgängerband) liegt für mich eindeutig in den Personen von Zorn und Schröder und jetzt auch der neuen Staatsanwältin. Hauptkommissar Zorn ist eigentlich ein total unsympathischer Mensch, arrogant, leicht reizbar, faul und ungerecht. Trotzdem ist er am Ende nicht wirklich unsympathisch, man schwankt zwischen Lachen und Mitgefühl. Wesentlich besser kommt das Hauptkommissar Schröder, sein Untergebener, herüber, der die eigentliche Ermittlungsarbeit macht, sehr viel Witz hat und auch viel mehr auf dem Kasten, aber auch seine eigenen „Leichen“ aus der Vergangenheit. Ich habe die Annäherung der beiden auf Augenhöhe mit viel Spaß verfolgt und hoffe auf einen 3. Fall. Ebenfalls gut an dem Buch hat mir gefallen, dass die Morde zwar sehr brutal und auch außergewöhnlich sind, dieses aber nur in Andeutungen beschrieben ist. Die eigentlich Details laufen dann in der Fantasie des Lesers ab. Dazu kleine und größere Seitenhiebe auf das aktuelle Geschehen. Mein Fazit: das Buch ist einfach super.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Kater mit Karma

Kater mit Karma
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Das Vorgängerbuch „Cleo“ handelt von einer neuseeländischen Familie, deren 9-jähriger Sohn bei einem Unfall stirbt. Kurz danach kommt die Katze Cleo in die Familie und hilft bei der Verarbeitung des Schmerzes. ...

Das Vorgängerbuch „Cleo“ handelt von einer neuseeländischen Familie, deren 9-jähriger Sohn bei einem Unfall stirbt. Kurz danach kommt die Katze Cleo in die Familie und hilft bei der Verarbeitung des Schmerzes. Sie bleibt fast 24 Jahre in der Familie, erlebt Geburten, Krankheit und Tod, Scheidung und Neuheirat und sogar einen Umzug nach Australien mit, ehe sie hochbetagt selbst stirbt. Das Nachfolgebuch „Kater mit Karma“ setzt ein paar Jahre später in Australien die Geschichte der Familie fort. Die Mutter und Autorin Helen erkrankt schwer an Brustkrebs und nach der Operation kommt eine neue Katze – der Kater Jonah – ins Haus. Nun ist dies wie auch der Vorgänger keine Tiergeschichte, sondern ein Buch über eine Familie, deren Höhen und Tiefen, den Umgang mit Krankheit, aber auch Freude. Die Konflikte zwischen Mutter und der selbständig werdenden Tochter, aber auch ein Buch über ganz viel Mut, Liebe und Toleranz zwischen Menschen und Religionen. Ein Buch über neues Lernen und altes Wissen, ein Buch über die Wichtigkeit einer Familie und auch eines Haustieres. Es ist ein sehr schönes Buch, auch wenn ich zugeben muss, dass der Kater mit Karma Jonah es nicht geschafft an, an seine Vorgängerin Cleo anzuknüpfen.
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Veröffentlicht am 11.10.2024

Kings of cool

Kings of Cool
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Das Buch springt zwischen der Hippie-Zeit von 1967 bis 2005 hin und her. 2005: 3 Freunde: Ben, Chon und das Mädchen O dealen, geraten mit dem Drogenkartell, den Polizeibehörden usw. in Konflikt. Dabei ...

Das Buch springt zwischen der Hippie-Zeit von 1967 bis 2005 hin und her. 2005: 3 Freunde: Ben, Chon und das Mädchen O dealen, geraten mit dem Drogenkartell, den Polizeibehörden usw. in Konflikt. Dabei stellt sich heraus, dass es aus 1967 weitreichenden Verbindungen gibt. Auch damals wurde gedealt – speziell um das Surferleben zu finanzieren - und damit viel Geld gemacht. Ich muss sagen, dass mich das Buch zwiespältig berührt hat. Es war wunderbar flüssig zu lesen und ich habe es quasi in einem Rutsch durchgelesen. Auf der anderen Seite hat mich der Stil und die viel benutzten Wörter aus der Fäkaliensprache sehr abgestoßen. Außerdem habe ich auch nicht alle Anspielungen verstanden, weil mir die entsprechenden Vorkenntnisse auch aus der Hippie-Zeit einfach fehlen. Gestört hat mich auch, dass zwar die Brutalität des Drogenkrieges benannt wurde, der Drogenhandel selbst aber kam doch sehr harmlos rüber. Es hatte den Anschein, als wären Drogen eine Ware wie Bücher oder Lebensmittel, keine Verurteilung, keine Warnung vor Gefahren, eher eine Normalität, die mich erschreckt hat. Ich würde das Buch auch keinesfalls als klassischen Krimi bezeichnen und ebenfalls nicht als Thriller. Eigentlich kann man es nirgendwo richtig einordnen. Normalerweise hätte ich es mit 2 Punkten beurteilt, aber es gibt auf jeden Fall einen Zusatzpunkt für das Design. Das Buch wirkt regelrecht edel. Inhaltlich traf es meinen Geschmack aber nicht so sehr.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Willkommen auf Skios

Willkommen auf Skios
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Auf der griechischen Ferieninsel Skios warten die elitären Gäste auf den berühmten Wissenschaftler Dr. Norman Wilfred. Was sie nicht wissen ist, dass aufgrund einer Verwechslung der Lebenskünstler Oliver ...

Auf der griechischen Ferieninsel Skios warten die elitären Gäste auf den berühmten Wissenschaftler Dr. Norman Wilfred. Was sie nicht wissen ist, dass aufgrund einer Verwechslung der Lebenskünstler Oliver Fox auftaucht und für den Wissenschaftler gehalten wird. Und damit nimmt die rasante Verwechslungskomödie – es wechseln die Männer, die Frauen, die Koffer, die Identitäten, die Themen .... – mit typisch britischem Humor seinen Lauf. Das Buch erinnerte mich immer an einen Schwank von früher – klappende Türen, wechselnde Protagonisten und herrlich viel Spaß.
Das Buch an sich ist kein Schenkelklopfer, trotzdem habe ich mich wirklich amüsiert und keine Sekunde gelangweilt. Die teils offenen, teils versteckten Seitenhiebe auf die Wissenschaftler und deren Anhänger, auf die sogenannte bessere Gesellschaft und auf einige „bessere“ Lebensweisen verbunden mit wunderbaren Wortspielen (die Übersetzerin hat hier ganze Arbeit geleistet) machen es zu einem schrägen und witzigen Lesevergnügen.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Im Tal des wilden Eukalyptus

Im Tal des wilden Eukalyptus (Die Australien-Saga 2)
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Der 2. Teil der Australien-Saga ist mit 300 Seiten um 1/3 kürzer als sein Vorgänger. Die Geschichte der Iren Moira und Duncan wird fortgesetzt. Moira – verheiratet mit dem Arzt der Sträflingskolonie – ...

Der 2. Teil der Australien-Saga ist mit 300 Seiten um 1/3 kürzer als sein Vorgänger. Die Geschichte der Iren Moira und Duncan wird fortgesetzt. Moira – verheiratet mit dem Arzt der Sträflingskolonie – und ihr Geliebter Duncan – ein ehemaliger Sträfling – leben in wilder Ehe auf einem eigenen kleinen Grundstück und bekommen einen Sohn. Dieser wird vom „Noch-Ehemann“ von Moira rechtmäßig eingefordert. Rund um diese Geschichte berichtet der Roman vom Leben der Sträflinge und den Siedlern, teilweise auch von den Eingeborenen. Das alles wird ganz nett erzählt, allerdings hinterließ das Buch bei mir keinen sehr tiefen oder bleibenden Eindruck. Einige Begebenheiten waren dann doch zu fantastisch. Auf der anderen Seite ist das Buch auch nicht so schlecht (wie die vorherigen Zeilen vermuten lassen). Es ist gut geschrieben, teilweise spannend. Auf jeden Fall hintereinander zu lesen, angenehme Unterhaltung, ohne langweilig zu werden und auch ohne allzu viele fantastische Begebenheiten einzubauen. Für Leute, die historische Romane mit ein wenig Hintergrundwissen und eingebauter Liebensgeschichte, ein paar Abenteuern und gutem Ausgang lieben, ist das ein sehr empfehlenswertes Buch. Nicht glücklich gewählt finde ich allerdings das Titelblatt. Die Figuren sind keineswegs aus den Anfängen des 19. Jahrhunderts, in dem das Buch spielt.
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