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Veröffentlicht am 15.06.2020

Ohne Psycho und Thriller - eine solide Story mit angenehmen Schreibstil

Mein Herz so schwarz
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Worum es geht:
Am Abend ihrer Hochzeit stürzt sich Evie White von einer Klippe in den Tod. Ihre Leiche wird nie gefunden, doch es gibt Zeugen für den Sturz. Was hat Evie dazu gebracht, ihr Leben so plötzlich ...

Worum es geht:
Am Abend ihrer Hochzeit stürzt sich Evie White von einer Klippe in den Tod. Ihre Leiche wird nie gefunden, doch es gibt Zeugen für den Sturz. Was hat Evie dazu gebracht, ihr Leben so plötzlich zu beenden? Als ihr Bräutigam und ihre beste Freundin versuchen, diesem Rätsel auf den Grund zu gehen, stoßen sie auf dunkle Abgründe im Leben der Verstorbenen. Allmählich beginnen sie zu begreifen, dass sie die wahre Evie nie wirklich kannten - und dass sie die Vergangenheit besser ruhen lassen sollten ...

Quelle: Lovelybooks.de

Meine Meinung:
Die Geschichte an sich fand ich sehr solide und super geschrieben. Ich persönlich mag total gerne sehr kurze Kapitel, was dieses Buch absolut erfüllt hat. Dadurch ist man super schnell vorangekommen und konnte jederzeit aufhören, ohne das mitten im Kapitel tun zu müssen. Die Protagonisten waren auch in Ordnung. Rebecca war doch sehr naiv und zu sehr auf Evie fixiert. Manchmal hatte ich echt das Gefühl, dass sie ohne Evie gar nicht klar kommt und sie immer an ihrer Seite braucht. Dies fand ich etwas anstregend. Evie hingegen war total in sich verliebt und nur auf sich bezogen. Hauptsache ihr Glück stand vor allem anderen und wenn nicht, dann wurde getrunken. Egal welche Probleme sie angerichtet hat, mit Alkohol hat sie diese mehr oder minder verdrängen können. Richard hat es wahrlich nicht leicht mit ihr. Aber er scheint sie so sehr zu lieben, dass er gar nicht bemerkt, wie verstört oder gar zerstörend Evie ist. Ihr Herz schlägt seit Kindheitstagen nur für James. Was die beiden durchgemacht haben, fand ich schon nicht so ohne. Eltern können echt manipulativ sein, wenn genug Geld dabei ist. Aber auch deren Hintergrundgeschichte kam so aus dem nichts und fand weiter überhaupt keine Handlung. Es wurde einfach nur da hingeworfen - ACHTUNG SPOILER - dass die beiden Halbgeschwister sind. Aber mehr spielte dieser Teil keine Rolle. Als Evie dann von ihm (zum zweiten Mal) schwanger wird, frage ich mich ernsthaft, kann man das Kind von seinem Bruder wirklich gebären? Das finde ich wirklich mehr als fragwürdig. Auch ihren Vater, ach keine Ahnung. Der war auch eine ganz seltsame Person. Hilft ihr am Ende den Tod vorzutäuschen und dabei mit ihrem Bruder zusammen zu sein. Welcher Vater tut das? Das war für mich eher Horror - also der Hintergrund, dass sich Bruder und Schwester lieben. Aber ansonsten plätscherte die Story so vor sich hin und hatte keinerlei Moment wo ich dachte, "das Buch lege ich jetzt nicht mehr". Es war nie so krass spannend, dass man hätte nicht mehr aufhören können. Ich fand es fehlte viel zu viel Psycho und auch Thriller. Da kenne ich ganz andere Autoren, bei den läuft es mir teilweise eiskalt den Rücken runter.
Dennoch fand ich den Schreibstil echt toll und eben die kurzen Kapitel. Ebenfalls fand ich es super, dass man die Story aus so gut wie jeder Perspektive mal gelesen hat. Daher gibt es 3 Sterne. Auch weil ich mich habe gut unterhalten gefühlt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.06.2020

Wenn der Badboy zum Romantiker wird und das unschuldige Mädchen selbstbewusst!

Ray & Grace
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Worum es geht:
»Du musst kämpfen. Für mich, für uns.«

Grace´ Leben ist von vorne bis hinten durchgeplant. Sie weiß, welchen Platz sie einzunehmen hat und wie ihre Zukunft aussehen wird - zumindest denkt ...

Worum es geht:
»Du musst kämpfen. Für mich, für uns.«

Grace´ Leben ist von vorne bis hinten durchgeplant. Sie weiß, welchen Platz sie einzunehmen hat und wie ihre Zukunft aussehen wird - zumindest denkt sie das, denn erstens kommt es anders, zweitens als man denkt. Durch eine fatale und ebenso absurde Wette ihres Freundes gerät ihre Welt völlig aus den Fugen. Das Blatt wendet sich und ihr Dasein verläuft in ganz andere Bahnen, als sie ursprünglich angedacht hat. Aber will sie das, die Sicherheit verlassen und sich in ein Abenteuer stürzen?

Ray ist ein Bad Boy, wie er im Buche steht – jedenfalls nimmt er das bis zu dem Tag, als er Grace das erste Mal in die Augen sieht, an. Dieser Moment ändert alles für ihn: Andere Frauen sind plötzlich uninteressant und haben keinerlei Chance, denn seine volle Aufmerksamkeit schenkt er ausschließlich ihr. Eine egomane Wette mit ihrem Freund erweist sich als perfekte Gelegenheit. Nicht nur, dass er seinem Ziel näher kommt, auch kann er dadurch seine wohl größte Lüge aufrechterhalten.
Quelle: Lovelybooks.de





Meine Meinung:
Kann es bitte eine Fortsetzung geben oder so? Ich möchte aus dieser Geschichte einfach nicht austreten. Sie war so unwahrscheinlich toll. Nicht kitschig oder triefend vor Romantik. Die Gefühle die dort ihre Kreise ziehen und die die Protagonisten fühlen, sind ebenfalls bei mir angekommen. Ich habe mich in die beiden und in die Geschichte so sehr verliebt.
Was ich mal sehr besonders fand, und so noch nicht hatte, war, dass Ray derjenige war, der total in Grace verliebt ist und nur von ihr geschwärmt hat. Man fühlte seine Gefühle total und war wirklich fest davon überzeugt, dass er Grace liebt.
Grace tat mir richtig leid. Ihre Familie ist der absolute Horror, wie kann eine Mutter nur so ihrem Kund sein? Diese "Beziehung" zu Liam ist der reinste Witz. Aber Grace hatte echt wenig Chancen sich dagegen zu wehren. Erst durch Ray ist sie viel selbstbewusster geworden. Das hat mir sehr gefallen. Generell die Einwicklung der beiden war eine sehr schöne. Beide sind offener zu ihren Gefühlen füreinander geworden und haben an Selbstbewusstsein gewonnen. Das Ray sein Image als Badboy auch über den Haufen geworfen hat, fand ich wirklich toll.
Liam war für mich das klassische Arsch....! Wie er Grace behandelt hat und sie betrogen hat, war wirklich unter aller Sau. Seine ganze Art, nur auf das Geld fixiert, ist einfach nur zum kotzen. Umso froher bin ich gewesen, dass der ganze Betrug von ihm an Grace, aufgeflogen ist und sie gemerkt hat, was für ein Arsch er ist.
Als Liam dann mit Ray diese Abmachung getroffen hat, habe ich wirklich einen Moment an Ray gezweifelt. Aber im Endeffekt hat sich gezeigt, dass es sowohl für Grace, als auch für Ray, die beste Entscheidung gewesen ist.
Rays Familie ist einfach nur zum gern haben. Alle sind so freundlich, liebevoll und zuvorkommend. Herrlich!
Wie ihr merkt, könnte ich hier echt noch ewig von den beiden und der Geschichte schwärmen.
Der Schreibstil ist super gewesen. Ein paar kleine Rechtschreibfehler hatte das Buch, aber das hat dem Lesevergnügen nichts angetan. Die Kapitel werden immer abwechselnd aus der Sicht des anderen geschrieben. So erhält man alle Infos von beiden Seiten und ist wirklich mittendrin.


Ich bin verliebt und möchte eigentlich direkt wieder zurück in Welt von Ray&Grace. Lest es. Es ist wirklich einfach nur wundervoll!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.06.2020

Spannung über das gesamte Buch und ein Ende, was ich verwirrend fand!

Verity
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Worum es geht:
Die Jungautorin Lowen Ashleigh bekommt ein Angebot, das sie unmöglich ablehnen kann: Sie soll die gefeierten Psychothriller von Starautorin Verity Crawford zu Ende schreiben. Diese ist seit ...

Worum es geht:
Die Jungautorin Lowen Ashleigh bekommt ein Angebot, das sie unmöglich ablehnen kann: Sie soll die gefeierten Psychothriller von Starautorin Verity Crawford zu Ende schreiben. Diese ist seit einem Autounfall, der unmittelbar auf den gewaltsamen Tod ihrer beiden Töchter folgte, geistig nicht mehr ansprechbar.

Lowen akzeptiert – auch, weil sie sich zu Veritys Ehemann Jeremy hingezogen fühlt. Während ihrer Recherchen im Haus der Crawfords findet sie Veritys Tagebuch und liest darin Erschreckendes: Hinter der Maske der gefeierten Starautorin verbirgt sich eine zutiefst gefährliche Psychopathin, die die Mitschuld am Tod ihrer eigenen Töchter trägt und auch ihren eigenen Unfall inszeniert hat.

Quelle: Lovelybooks.de



Meine Meinung:
Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, quasi geliebt. Es war von Beginn an spannend und velor die Spannung auch nicht. Schon das erste Kapitel war für mich ein WTF-Moment. Ich fand das Kapitel schon sehr überraschend und gut. Man spürte gleich die Verbindung zwischen Low und Jeremy!
Als sie dann später beim ihm eingezogen ist, nahm das ganze dann so richtig Fahrt auf. Was Low alles über Verity erfahren hat, war echt heftig! Ich habe alles geglaubt - alles! Das Low so ein Angst vor Vertity hatte, konnte ich komplett nachvollziehen. Was da alles so im Mansukript stand, war für mich total logisch und ich fand es in keinem Moment fragwürdig.
Als es dann langsam zum Ende hinging und Jeremy nun auch das falsche Spiel von Verity erkannte, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Es brachte mich fast um vor Spannung. Aber das richtige richtige Ende, fand ich einfach nur verwirrend. Was Low dann später noch erfahren hat, war für mich einfach nicht logisch. Man hatte sich das ganze Buch über so ein heftiges Bild von Verity gebildet, dass sollte nun alles nicht so sein? Es hat mir am Ende dann einfach die richtige Auflösung gefehlt. Wie war Vertiy denn nun wirklich? So wie es Low im Verlauf des Buches erfahren hat, oder so, wie sie es am Ende erfahren hat? Das blieb für mich offen - oder ich hab es einfach nicht kapiert.

Unabhängig davon, hat sich das Buch super lesen lassen und es war ein super schöner Schreibstil. Für mich war das erste Buch von Colleen Hoover - und sicher nicht das Letze!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.06.2020

Hin und Her zwischen zwei Protagonisten...

Someone Else
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Worum es geht:
Ist ein Moment des Glücks wirklich den Preis unserer Freundschaft wert?

Eigentlich könnten Cassie und Auri das perfekte Paar sein: Sie sind beste Freunde, wohnen zusammen und teilen ihr ...

Worum es geht:
Ist ein Moment des Glücks wirklich den Preis unserer Freundschaft wert?

Eigentlich könnten Cassie und Auri das perfekte Paar sein: Sie sind beste Freunde, wohnen zusammen und teilen ihr größtes Hobby - die Fantasyliteratur. Und obwohl Cassie das Gefühl hat, dass niemand auf der Welt sie besser kennt als Auri, scheinen die beiden manchmal Welten zu trennen. Während Auri Football spielt, viele Bekanntschaften hat und gern unter Menschen geht, zieht Cassie sich lieber von der Außenwelt zurück und pflegt einen kleinen, aber engen Freundeskreis. Doch je mehr Zeit vergeht und je stärker ihre Gefühle für Auri werden, desto größer ist ihre Angst, dass das, was sie und Auri verbindet, vielleicht nicht so stark ist wie das, was sie trennt ...


Quelle: Lovelybooks.de





Meine Meinung:
Also ich bin so wahnsinnig enttäuscht, dass kann ich gar nicht in Wort fassen. Der erste Band war letztes Jahr eins meiner Jahreshighlights, aber der zweite Band. Hmm. Also damit bin ich absolut nicht zufrieden. Die 3 Sterne gibt es auch aufgrund des Schreibstils, der wie bereits im ersten Band, super schön war und echt angenehm zu lesen. Ohne diese Bewertung wären es nur 2.
Aber der Inhalt es Buchs, war super langweilig. Es ist einfach nichts passiert. Cassie war mir auch einfach viel zu navi und weinerlich. Bei jeder Kleinigkeit, die Aurie nicht nach ihrem Gefallen getan hat, ist sie gleich komplett am Boden zerstört gewesen und eine richtige Zicke. Das war mir einfach echt zu viel. Kein Mann muss jedem Menschen in seinem Umfeld sein komplettes Ich zeigen. Manche Dinge behält man vor der ein oder anderen Person einfach zurück. Aber für Cassie war das wohl ein absolutes Unding. Dieses ewige hin und her zwischen ihr und Aurie, war auch nicht in diesem Ausmaß nötig. Klar tastet man sich am Anfang ab und schaut, was die Freundschaft an weiteren Gefühlen ertragen kann und was nicht.
Das war mir echt zu anstregend. Zudem hat die Autorin auch noch viel über Filme, Bücher und Hörbücher geschrieben, die ich teilweise nicht kannte, bzw. die Charaketere aus den besagten Medien. Dies erschwerte es dem ganzen zu folgen und zu verstehen, was genau gemeint ist.
Also alles in allem, war es kein Buch was mich total vom Hocker gerissen hat.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.12.2019

Die ehrlichen Worte von Christiane F. - bewegend und mitfühlend!

Christiane F. - Mein zweites Leben
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Worum es geht:
Christiane F. der Kinder-Junkie vom Bahnhof Zoo aus Berlin erzählt, was sie nach dem Erfolg ihres Buches und Filmes erlebt hat. Wie sie sich fühlte und wie es ihr inzwischen geht. Sie nimmt ...

Worum es geht:
Christiane F. der Kinder-Junkie vom Bahnhof Zoo aus Berlin erzählt, was sie nach dem Erfolg ihres Buches und Filmes erlebt hat. Wie sie sich fühlte und wie es ihr inzwischen geht. Sie nimmt dabei kein Blatt vor den Mund. Sie erzählt dem Leser die schonungslose Wahrheit über sich und mithilfe von Sonja Vokovic liefert sie weitere Hintergrundinformationen.

Meine Meinung:
Spannung Pur! Es klingt vielleicht blöd, aber ich habe es geliebt. Für mich sind die Welt der Drogen und Suchtkranken eine völlig andere. Ich sauge alles zu diesem Thema wie ein Schwamm auf, bekomme quasi "nicht genug davon". Vor vielen Jahren habe ich "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" gelesen, freiwillig, keine Schullektüre. Für mich war das damals alles nicht zu begreifen und so faszinieredn. Durch dieses Buch habe ich das "alles Wissen wollen" begonnen. Dabei interessieren mich nicht, irgendwelche Fakten und Zahlen, sondern die Menschen die Geschichten hinter den Suchtkranken und den getroffenen Entscheidungen. So war es nun auch mit diesem Buch. Als ich gesehen habe, es gibt quasi einen zweiten Teil, wollte ich wissen, wie geht es ihr? Hat sie den Absprung geschafft und führt ein "normales" Leben?
In 0,nix habe ich dieses Buch verschlungen. Christiane F. ist in ihren Erzählungen einfach soooo ehrlich, sie nimmt einen so mit in ihre Welt, dass ich nicht mehr aussteigen wollte. Ich habe bei jedem Rückfall mit ihr gelitten und für sie gehofft, sie schafft es wieder - den Entzug. Wie es ausgeht, verrate ich nicht! Ich finde sie auch einfach so unheimlich sypathisch und auch ehrlich zu sein. Finde es aber noch viel mehr beeindruckender, wie sie mit allem versucht umzugehen. Die Menschen die sie kennen und lieben lernt, ist der blanke Wahnsinn. Da könnte man sie (fast) beneiden. Ich habe auch großen Respekt vor ihr und allen Entscheidungen die sie für, aber auch gegen sich, getroffen hat.
Ich kann das Buch wirklich nur empfehlen, wenn es einen interessiert. Christiane F. ist für mich nicht nur der Kinder-Junkie oder Promi-Junkie (wie sie es in ihrem Buch schreibt) auch keine Heldin, aber eine Frau die Würde verdient hat und meinen Respekt, so offen mit ihrer Geschichte umzugehen und es zu teilen. Anderen Leuten dadurch vielleicht sogar hilft.

  • Cover
  • Erzählstil