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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.11.2019

Berührt von himmlischen Schwingen

Berührt von himmlischen Schwingen (Die Engel-Reihe 1)
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Inhalt

Inhaltlich gefällt mir das Buch grundsätzlich super. Man konnte sich super in die Geschichte reinversetzen. Ich mag besonders die alltäglichen Szenen mit Yashiel. Wie er sich beim Einkaufen oder ...

Inhalt

Inhaltlich gefällt mir das Buch grundsätzlich super. Man konnte sich super in die Geschichte reinversetzen. Ich mag besonders die alltäglichen Szenen mit Yashiel. Wie er sich beim Einkaufen oder beim Essen anstellt finde ich sehr amüsant.
Zur Story hab ich allerdings auch ein bisschen Kritik. Es handelt sich um den ersten Band und man wird tatsächlich gut in die Geschichte eingeführt. Allerdings passiert mir manchmal etwas zu wenig im Buch. Es hätte durchaus Potential gegeben ab und an noch ein bisschen mehr Spannung aufzubauen. Das Ende von diesem Band wiederum ist sehr gut und macht Lust weiterzulesen. Ich freue mich schon sehr auf Band zwei um da richtig ins Geschehen eintauchen zu können.

Schreibstil

Ich bin ein großer Fan von Jennifer Wolf und habe die Meisten ihrer Bücher regelrecht verschlungen. Gerade die alltäglichen Szenen, zum Beispiel Yashiel beim Einkaufen, sind mit so viel Liebe und Witz geschrieben. Ich hab das Buch gelesen und nicht mal gemerkt, wie schnell ich 60% des Buches durch hatte (das Buch hat aber auch „nur“ 280 Seiten). Genau sowas macht einen guten Schreibstil aus! Man merkt nicht wie die Seiten verfliegen, so flüssig liest es sich. Übrigens finde ich es auch super, dass normale Themen wie Tampons angesprochen werden. Man möchte meinen, dass Bücher recht fortgeschritten sind und trotzdem werden solche Themen noch zu sehr tabuisiert. Es wirkt auf der anderen Seite aber auch nicht, als wird zwanghaft ein Tampon erwähnt, nur um zu zeigen, dass man auch Tabu-Themen behandelt. Es wirkt einfach normal und realistisch und genau das hat mir gut gefallen.

Charaktere

Polly ist richtig cool. Viel zu oft werden die Außenseiter in Büchern gefühlt grundlos von Anderen gemieden. Bei Polly kann ich es jedoch sogar verstehen. Sie kleidet und wirkt sehr alternativ und genau das ist der Grund warum Leute ihr gegenüber skeptisch sind. Ganz nach dem Motto „was der Bauer nicht kennt frisst er nicht“. So läuft es in unserer Gesellschaft leider.
Wenn man sie dann aber kennen lernt, auch als Leser, kann man nicht anders als sie ins Herz zu schließen, genauso übrigens mit Sam!
Bei Sam finde ich es super, dass sie zwar queer ist, aber nicht ausschließlich über ihre Sexualität identifiziert wird. Es wirkt einfach natürlich, wird nicht übermäßig betont und endlich sieht man mal nicht nur den typischen schwulen besten Freund, sondern eine (vermutlich, genau erwähnt wird es glaub ich nie) bisexuelle beste Freundin, die obendrauf auch noch sehr selbstbewusst ist.
Auch Yashiel konnte mich total für sich gewinnen. Er ist einfach zu putzig wie er sich in der Menschenwelt anstellt. Die Szenen mit ihm waren meist sehr witzig und ich habe ihn sofort ins Herz geschlossen. Polly und er sind ein interessantes Team und ich bin schon gespannt wie es im zweiten Band mit den beiden auch auf persönlicher Ebene weitergehen wird.
Auch alle anderen Nebencharaktere waren toll geschrieben und mit Liebe ausgearbeitet. Ich mag Adam und Noel aber auch Ethan finde ich sehr interessant. Da hat Jennifer Wolf es echt geschafft jeden auf seine Art besonders und liebenswert werden zu lassen.

Cover

Das Cover finde ich zwar recht schön, aber ich persönlich bin kein Fan von Personen auf Buchcovern. Der Blauton in dem es gehalten ist gefällt mir aber die Federn hätte man noch etwas aufhübschen können. Alles in allem finde ich es in Ordnung aber mein persönlicher Favorit ist es nicht.

Fazit

Nachdem Jennifer Wolf mich mit ihrem ersten Buch über Engel (Sephonie - Zeit der Engel) schon völlig begeistert hat, musste ich dieses einfach lesen und ich wurde nicht enttäuscht. Die Charaktere sind der Hammer und das Buch zieht einen in seinen Bann. Ich finde es jedoch schade dass im ersten Band manchmal etwas wenig passiert und es dafür mit einem Cliffhänger endet. Vielleicht hätte man sich da überlegen sollen, ob man die Geschichte nicht auf zwei Bücher aufteilt.
Das Buch bekommt 4/5 Sterne von mir.

Veröffentlicht am 13.10.2019

Schöne Fortsetzung, aber der Erste ist und bleibt der Beste.

Cinder & Ella
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Da ich den ersten Band von Cinder & Ella als Hörbuch bereits verschlungen habe, musste ich den zweiten Band einfach lesen. Ich war schon so gespannt wie die Geschichte der Beiden weiter geht und ich wurde ...


Da ich den ersten Band von Cinder & Ella als Hörbuch bereits verschlungen habe, musste ich den zweiten Band einfach lesen. Ich war schon so gespannt wie die Geschichte der Beiden weiter geht und ich wurde nicht enttäuscht.
Die Rezension ist zwar spoilerfrei gehalten, könnte aber dennoch den einen oder anderen Hinweis für den ersten Band geben, also solltet ihr den unbedingt zuerst gelesen haben. Außerdem baut dieses Buch darauf auf und lässt sich ohnehin nicht unabhängig lesen. Wer ihn also noch nicht gelesen hat, sollte jetzt aufstehen, in die Buchhandlung gehen, ihn kaufen und sofort in einem Rutsch lesen! Ihr werdet es mir danken.

Inhalt

Der zweite Band von Cinder und Ella war für mich nicht ganz so gut wie der Erste. Grundsätzlich finde ich die Handlung nicht schlecht. Es passiert zwar weniger, als im Ersten, dennoch habe ich mich als Leser nicht gelangweilt. Ich liebe die Geschichte um die Beiden einfach. Man erfährt endlich etwas mehr über den ganzen Ruhm und die Welt in die Ella nun quasi hinein geschmissen wurde und wie sie auf Ella wirkt. Etwas schade finde ich allerdings, dass weniger aus Brians Sicht und was ihm passiert, erzählt wird. Und den Epilog hätte man meiner Meinung nach streichen können, mit dem bin ich überhaupt nicht zufrieden. Er war nicht nur völlig überflüssig sondern für mich auch gar nicht Cinder&Ella-mäßig. Ein guter Epilog hätte das Buch mit einem Knall beenden können, hat aber ehe einen komischen Nachgeschmack hinterlassen.
Besonders gut haben mir dafür die frisch verliebten Szenen zwischen Brian und Ella am Anfang des Buches gefallen. Und ich fand es auch sehr angenehm, dass Brian diesmal nicht die ganze Zeit Cinder genannt wird, so wie im ersten Band (selbst als Ella erfahren hat wer es wirklich ist). Ellas Art und wie sie mit den Leuten im Showbiz umgeht finde ich einfach großartig auch wenn ein paar der Dinge die im zweiten Band passieren dann doch ein bisschen übertrieben wirkten.

Schreibstil

Den Schreibstil von Kelly Oram finde ich einfach wundervoll. Er liest sich super angenehm und flüssig und ist nie zu romantisierend oder ausschmückend. Wenn ich einmal angefangen habe zu lesen, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen und bin regelrecht im Buch versunken.

Charaktere

Zu Ella und Brian muss ich glaube ich nicht viel sagen, ich bin von Beiden genauso begeistert wie im ersten Teil. Besonders Brian ist sehr rücksichtsvoll Ella gegenüber und ich vergöttere ihn einfach. Definitiv mein neuer Bookboyfriend.
Ella war zwar sehr lange noch ziemlich verklemmt ihm gegenüber, das finde ich aber nicht so unrealistisch wie in anderen Bewertungen angemerkt wurde. Ich kann sehr gut nachvollziehen wie unwohl sie sich mit alldem fühlt und finde es auch sehr gut von Kelly Oram dargestellt.
Mit Ellas Dad konnte ich leider im ganzen Buch absolut nicht warm werden und musste oft genug den Kopf über ihn schütteln. Oder doch lieber gleich ihn schütteln!
Jennifer und Ana sind mir dafür viel sympathischer geworden. Sie versuchen beide Ella zu unterstützen und ich mag sie inzwischen genauso gern wie Juliette. Leider kamen mir Vivi, ihre Dads und die anderen Nebencharaktere aus dem ersten Band etwas zu kurz. Ich hätte gern mehr von ihnen gelesen, so wie es bei Scott ganz gut umgesetzt wurde. Scott wurde endlich etwas mehr gewürdigt und ich liebe ihn. Er ist mir einfach so sympathisch mit seiner knuffigen Art.

Cover

Das Cover vom zweiten Teil finde ich wunderschön und tatsächlich sogar besser als vom Ersten. Das weiß passt super zu dem rosa (besser als das Grün) und vor allem passt das Cover super zum ersten Band.

Fazit

Das Buch war sehr angenehm zu lesen und es war traumhaft wieder in die Welt von Cinder und Ella einzutauchen. Es war nicht ganz so gut wie der 1. Band, aber trotzdem absolut lesenswert. Die Handlung hätte man etwas weiter ausbauen können (wirklich spannend ist das Buch nicht) aber wenn man nur was Schönes zum Lesen und Verlieben sucht, ist dieses Buch ideal.
Das Buch bekommt von mir 4/5 Sterne.

Veröffentlicht am 17.08.2019

Hat Potential, sollte man dennoch gelesen haben

Someone New: Special Edition
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Von Vornherein möchte ich sagen, dass ich es sehr gut finde, wie spoilerfrei die Buchcommunity dieses Buch gehandhabt hat. Ich habe weder auf Bookstagram noch sonst irgendwo mitbekommen, dass jemand aus ...


Von Vornherein möchte ich sagen, dass ich es sehr gut finde, wie spoilerfrei die Buchcommunity dieses Buch gehandhabt hat. Ich habe weder auf Bookstagram noch sonst irgendwo mitbekommen, dass jemand aus Versehen gespoilert wurde, deshalb gebe ich natürlich bei dieser Rezension mein Bestes, damit ich auch nicht spoilere.

Inhalt:
Wer das Buch gelesen hat, wird sehen, wie schwer es ist, hierbei nicht zu spoilern. Julian habt ein sehr großes Geheimnis, auf das sich die Spannung des ganzen Buches aufbaut. Leider hatte ich noch vor der hundertsten Seite eine Vermutung, was das sein könnte und dadurch hat sich das Buch sehr gezogen. Aufgelöst wurde nämlich erst gegen Ende des Buchs und das auch noch viel zu kurz, während zwischendrin gefühlt kaum etwas passiert.
Das ist ein weiterer Kritikpunkt: Ich mochte es nicht, dass genau diese eine Sache die Spannung des gesamten Buchs ausgemacht hat. Klar verstehe ich, das Julian sein Geheimnis bewahren wollte, aber das Buch bauscht dieses Geheimnis meiner Meinung nach noch weiter auf. Ich hätte es gut gefunden stattdessen noch mehr darüber zu lesen, wie Micahs und Julians Verhältnis ist, nachdem es rauskommt. Ich bin nicht komplett unerfahren mit diesem Thema, auch wenn es mich persönlich nicht betrifft, aber trotzdem hätte ich an Micahs Stelle eine Millionen Fragen an Julian gehabt. Außerdem hätte ich mich gefreut, wenn auf „das Thema“ insgesamt noch mehr bzw. anders eingegangen wäre. Allerdings finde ich, dass die Autorin als nicht Betroffene trotzdem sehr authentisch darüber geschrieben und nichts falsch oder übertrieben dargestellt hat.
Übrigens hat Laura Kneidl selbst bei einer Lesung gesagt, dass das Buch nicht über „das Thema“ sein soll, sondern einfach nur ein Buch ist, in dem das Thema vorkommt. Das erklärt zwar ein bisschen, warum nicht noch weiter darauf eingegangen wurde, allerdings widerspricht es sich extrem damit, dass es der Wendepunkt ist, auf dem sich das ganze Buch aufbaut.

Schreibstil:

Laura Kneidl ist nicht grundlos meine Lieblingsautorin. Ich liebe ihren Schreibstil einfach und er geht runter wie Öl. Obwohl sich das Buch meiner Meinung nach in der Mitte ziemlich gezogen hat, war es flüssig und angenehm zu lesen.

Charaktere:

Das Erste, was mir aufgefallen ist, ist, dass Laura Kneidl irgendwie zu versuchen scheint, so viele Diversitäten in ein Buch zu packen. Es gibt einen schwulen Bruder, eine muslimische Freundin, einen schwarzen Mitbewohner und eine Teenieschwangerschaft. Auch das Thema Übergewicht wurde nicht ausgelassen. Nur noch Mental Health Probleme fehlen auf ihrer Checkliste.

Die Protagonistin Micah wirkt auf mich ein bisschen unsympathisch. Sie ist das Bild einer verwöhnten kleinen Göre (sorry, dass das jetzt so drastisch formuliert ist), die sich bei allem auf ihre Eltern verlässt. Ohne die finanzielle Unterstützung ihrer Familie wäre sie ziemlich aufgeschmissen. Und auch wenn sie sich kleineren rebellischen Aktionen widmet, macht sie eigentlich immer nur das, was ihren Eltern in den Kram passt. Da hätte Sage aus „Berühre mich. Nicht.“ etwas mehr abfärben können.

Julian mag ich sehr, sehr gerne und ich kann auch verstehen, dass er sein Geheimnis für sich behält, schließlich hat er schlechte Erfahrungen gemacht. Allerdings hätte ich mir schon gewünscht, dass er Micah etwas mehr vertraut.

Aliza ist für mich als Charakter etwas flach geblieben. Alles was man so wirklich über sie erfährt, ist dass sie Muslima ist und einen recht erfolgreichen Foodblog betreibt. Da hätte ich mir etwas mehr gewünscht, sonst hätte man sie aus dem Buch genauso gut raus lassen können, aber Someone New ist ja zum Glück nicht das Letzte, was wir von ihr gehört haben...
Sie hat auf jeden Fall das Potential ein interessanter Charakter zu werden.

Auri und Cassie sind ein super süßes Pärchen (oder eben noch nicht ganz). Bei den Beiden fand ich es sehr interessant, dass eine Beziehung zwischen einer Weißen und jemanden mit anderer ethnischen Herkunft (das bezieht sich meiner Meinung nach auch auf Asiaten, etc.) noch immer so ein Thema zu sein scheint. Ich habe mir da bisher nie Gedanken drüber gemacht, aber sehe sehr wohl ein, dass das für viele noch immer zu Problemen oder blöden Blicken führt. Erst Recht in den USA, wo dieses Buch ja spielt. Sehr, sehr schade wenn ihr mich fragt, denn die beiden wären ein tolles Pärchen. Deshalb freue ich mich schon sehr auf die Entwicklung in Someone Else, in dem die beiden die Hauptpersonen sein werden.

Micahs Bruder Adrien war ein Rätsel für mich. Ich kann absolut verstehen, dass er den Kontakt zu seiner Familie abbricht, wenn die so offensichtlich homophob sind, aber dass er auch seine Schwester einfach so ignoriert finde ich grausam. Sie macht sich Sorgen und schreibt ihm immer und immer wieder und er ignoriert sie trotzdem weiter absichtlich! Und das obwohl sie angeblich eine so gute Beziehung zueinander hatten. Kein Wunder, dass Micah an sich zweifelt und auch verzweifelt.

Zu guter Letzt: Lilly. Sie war mir überaus sympathisch. Ich liebe es wie sehr sie sich für ihre Familie aufopfert und einfach alles für ihren Sohn Lincoln und auch für Tanner tut. Schade jedoch, dass sie so an sich zweifelt. Ich kann es sehr gut nachvollziehen, wie unwohl sie sich in ihrem Körper fühlt, aber dass sie so an Tanner zweifelt hat mein Herz sehr bluten lassen. Man sieht, dass er sie über alles liebt. Und sie hat trotzdem Angst, dass er sie verlässt, nur weil er etwas weiter weg wohnt. Und weil sie, ihrer Meinung nach zu dick ist. Unter anderem deshalb versucht sie ins Fitnesstudio zu gehen, während sie parallel ihren Schulabschluss macht. Klingt noch gar nicht so extrem, aber wenn man dann mitkriegt, dass sie sich nicht traut etwas Bestimmtes zu Essen, dann finde ich das schon sehr krass. Gut dargestellt aber trotzdem extrem. Lilly tut mir tatsächlich ein bisschen Leid, und das obwohl sie so einen tollen Freund und Sohn hat.

Cover:

Das Cover finde ich wunderschön. Sonderlich viel mehr muss man da meiner Meinung auch gar nicht zu sagen, allein wegen dem Cover ist das Buch den Kauf wert gewesen. Die Farbgebung gefällt mir extrem gut und auch die Zeichnungen in der Special Edition finde ich großartig.

Fazit:

Insgesamt finde ich es sehr gut, dass in einem Mainstream-Buch (wie ich es liebevoll nenne) über ein solches Thema geschrieben wird, da man da sonst eher selten von liest. Allerdings zieht sich das Buch meiner Meinung nach etwas und hat sowohl da, als auch bei den Charakteren seine Schwächen. Dennoch werde ich die beiden weiteren Bände mit Freude lesen und hoffe, dass die wieder so gut werden, wie ich es von Laura Kneidl gewohnt bin.
Insgesamt gebe ich dem Buch 3 von 5 Sternen.

Wenn ihr Lust habt Euch mit mir zu dem Buch oder andere auszutauschen, dann schreibt mir gerne auch bei Instagram.

Veröffentlicht am 12.05.2019

Klang vielversprechend, konnte mich aber nicht überzeugen

Elite
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So, jetzt kommt nun endlich die Rezension zu Elite. Gott, habe ich das lange vor mich hergeschoben.

Inhalt:

Die grundsätzlichen Themen, mit dem sich dieses Buch befasst, finde ich sehr interessant. Es ...

So, jetzt kommt nun endlich die Rezension zu Elite. Gott, habe ich das lange vor mich hergeschoben.

Inhalt:

Die grundsätzlichen Themen, mit dem sich dieses Buch befasst, finde ich sehr interessant. Es geht um Homophobie, Sexismus und auch um den Unterschied zwischen Arm und Reich. Alles in allem, hat es der Autor meiner Meinung nach auch geschafft, dass sich de Leser mit den Themen beschäftigt, allerdings nicht auf die richtige Art und Weise. Oft genug habe ich mich über das Buch aufgeregt und mir sogar gedacht: „da hätte ich aber Einiges anders geschrieben“. Die Schule und alle Schüler und Lehrer werden sehr einseitig schlecht dargestellt und es wird nie eine andere Seite aufgezeigt. Alles ist sehr klischeehaft und eher übertrieben dargestellt, wodurch ich mich emotional mehr davon distanziert habe, als dass es mich gepackt hat. Ein Buch muss nicht unbedingt actionreich oder super spannend sein, aber man sollte es nicht aus der Hand legen wollen. Bei dem Buch war es eher das Gegenteil, ich musste mich dazu zwingen weiterzulesen.

Schreibstil:

Der Schreibstil von Brendan Kiely ist sehr gewöhnungsbedürftig. Ich hatte ehrlich gesagt ein bisschen das Gefühl, dass er sich gerne reden hört. Die Beschreibungen der Spiele waren sehr ausführlich und es kam durchaus auch vor, dass sich ein Satz über eine halbe Seite erstreckt. Seine Wortwahl war abwechslungsreich, manchmal gar exotisch und sogar ein bisschen poetisch. Leider trotzdem überhaupt nicht so, dass man weiter lesen wollte. Und leider schließt sich poetisch auch nicht mit Gefühllosigkeit aus. Trotz der extrem emotionalen Themen die angesprochen werden hat mich dieses Buch völlig kalt gelassen.

Charaktere:

Die Charaktere sind für mich sehr flach geblieben. Nur von James erfährt man über seine Vergangenheit und seine Gefühle, aber bei den anderen Charakteren wir immer nur auf einen einzigen Punkt der Fokus gelegt. Javi ist schwul, aber mal abgesehen von der knappen Erwähnung seiner Familie, erfährt man sonst kaum etwas über ihn. Auch über Jules Familie tappt man ziemlich im Dunkeln. Dafür wird ihre feministische Einstellung in jeden zweiten Satz erwähnt.
Ja, ich weiß, dass das das Hauptthema des Buches ist, aber das hätte man auch unterschwelliger darstellen können.
Aileen war ebenfalls ein total flacher Charakter. Der einzige Fokus bei ihr lag auf ihrer sexuellen Vergangenheit mit diversen Jungs dieser Schule.
Ja, selbst Freddie hatte nur eine einzige Funktion: der Böse. Nie war er in einer „normalen Situation“ sondern diente immer nur dazu, sexistische Parolen rauszulassen. Er ist das komplette Gegenteil zu James, der durch und durch ein lieber Kerl zu sein scheint. Zwar finde ich es gut, dass mal nicht der typische Bad Boy Protagonist ist, dafür lässt es Brendan Kiely so erscheinen als wäre er der einzige gute Kerl weltweit. Oder zumindest an dieser Schule, von Javi mal abgesehen, aber der ist ja schwul und kann somit vermutlich nach Ansicht des Autors gar nicht sexistisch sein.
Was ich dafür sehr gut fand war, dass James und Jules nicht zusammengekommen sind, wie man es normalerweise von beiden Protagonisten erwarten würde.

Cover:

Dass der Titel an die spanische Fernsehserie Elite erinnert, dürfte jedem aufgefallen sein. Allerdings erinnert mich auch das Cover total an diese Serie. Die schuluniformen sehen genauso aus und ich wurde sogar gefragt, ob es das Buch zur Serie ist. Ist es nicht!
Das ist zwar nicht grundsätzlich schlecht, sollte aber meiner Meinung nach erwähnt werden.

Fazit:

Das Buch hatte gute Ansätze und hat sogar recht vielversprechend angefangen. Leider hat es stark nachgelassen und nicht gut dazu beigetragen Themen wie Sexismus mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Weder die Charaktere, noch Schreibstil oder Inhalt konnten überzeugen, weshalb ich dem Buch leider nur zwei von fünf Sternen geben kann. Hätte ich das Buch nicht für eine Leserunde ´gelesen, hätte ich es abgebrochen.

Veröffentlicht am 11.02.2018

Tolles Buch, aber kommt nicht an den ersten Band ran!

Verliere mich. Nicht.
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Nach Berühre mich. Nicht. hatte ich bereits den starken Drang mal „meinen Senf zu einem Buch abzugeben“. Es gab bisher selten ein Buch zu dem ich so eine starke Meinung hatte. Umso mehr habe ich mich ...


Nach Berühre mich. Nicht. hatte ich bereits den starken Drang mal „meinen Senf zu einem Buch abzugeben“. Es gab bisher selten ein Buch zu dem ich so eine starke Meinung hatte. Umso mehr habe ich mich also über die Gelegenheit gefreut, diese zum zweiten Band äußern zu dürfen.

Allen voran ein paar Eckdaten. Das Buch hat 480 Seiten, kostet 12,90 € und gehört zu dem New Adult Genre. Es ist im LYX-Verlag am 26. Januar 2018 erschienen und ist sowohl der Nachfolger von Berühre mich. Nicht. als auch der Abschluss dieser Dilogie.
Nachdem das erste Buch mit einem großen Cliffhänger geendet hat, war ich sehr gespannt wie die Geschichte weitergeht. Ich habe sehr mit der Geschichte mitgefiebert und der zweite Teil ging für mich vielversprechend los. Das Buch fing mit den Spannungen, die noch zwischen Sage und Luca bestehen an. Jedoch war die Weiterentwicklung der Charaktere nicht immer ersichtlich. Immer wieder nähern sich die beiden einander an, nur um sich wieder gegenseitig wegzustoßen. Es war gleichzeitig wunderschön und zum Haare raufen, aber irgendwann denkt man sich nur noch, dass sie sich nun endlich aussprechen sollten. Ich habe das Gefühl, dass viel zu viel Arbeit in dieses Hin und Her, das sich trotz allen Problemen in der Realität viel schneller erledigt hätte. Das kann man Laura Kneidl dank ihrem tollen Erzählstil trotzdem verzeihen, denn ich hatte nie das Gefühl nicht mehr weiterlesen zu wollen. Genauso sollte ein Buch meiner Meinung nach sein. Das Problem war meiner Meinung nach nicht, dass alles künstlich verkompliziert wurde, sondern dass das Ende dafür vergleichsweise viel zu schnell kam. Ich hätte mir sehr gewünscht, dass da ein größerer Fokus drauf gelegen hätte. Das Ende kam nicht nur zu schnell, sondern auch viel zu einfach. Innerhalb weniger Seiten passiert viel zu viel auf einmal. Gerade wo sich Sage am Anfang immer mehr Probleme in den Weg stellen, teilweise auch einfach weil sie selbst alles zu sehr verkompliziert, wirkt das zu simpel. Auf einmal überwindet sie plötzlich ihre Vergangenheit. Dies würde ich jedoch eher als schleichenden Prozess sehen, wodurch die Handlung an Glaubhaftigkeit verliert. Auch finde ich es sehr schade, dass Laura Kneidl in diesem band zwar liebevoll auf die Nebencharaktere eingeht, am Ende jedoch nicht darauf eingeht, wie es für sie weiter geht. Einen kleinen Lichtblick bietet jedoch ihr Statement: „Ich kenn ihre Geschichten und weiß, wie es mit ihnen weitergeht. Mir ist bekannt, dass ein paar Leser*innen nicht ganz glücklich mit den offenen Fragen sind, aber ich finde, dass gehört einfach zum Leben dazu. Es geht immer weiter und es gibt auch nie einen 100%igen Abschluss. Vielleicht werde ich die Fragen irgendwann beantworten!“ Das klingt für mich, als könnten wir hier auf ein Spin-Off hoffen.

Eine weitere Sache, die von vielen negativ kommentiert wurden, sind die banalen, fast langweiligen Settings, in denen Laura Kneidl die Handlung oft darstellt. Diesen Meinungen muss ich widersprechen, denn aufgrund von Sages Angststörungen kann sie die Handlung ja schlecht auf einem Konzert stattfinden lassen. Trotz dieser Tatsache schafft sie es den Leser in einer Situation wie den Schrank ausmisten zu unterhalten.

Fazit: Der zweite Band kommt für mich in keinster Weise an den Ersten ran, dennoch mag ich auch diesen gerne. Man kann mitfiebern und mitweinen und genauso muss ein Buch für mich sein. Luca ist definitiv ein absoluter Traumtyp und auch wenn man Sage nicht immer vollkommen versteht, bleibt er an ihrer Seite. Ja es gibt einige Dinge die man verbessern hätte können, aber es gibt einfach kein Buch mit dem man jeden Mensch auf dieser Erde glücklich machen wird. Trotz allem ist dieses Buch eine absolute Lese- und auch Kaufempfehlung und ich habe es definitiv nicht zum letzten Mal gelesen. Ich gebe dem Buch vier von fünf Sternen.