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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.03.2020

Nett und gut zu lesen, aber mir fehlte der letzte Pfiff - 3,5 Sterne

Die Frauen vom Alexanderplatz
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Berlin, 1918:
Nach dem Ersten Weltkrieg, geht es in Berlin unruhig weiter und drei Frauen versuchen ihr Leben neu zu gestalten. Aber dabei geraten sie schnell an die gesellschaftlich akzeptieren Grenzen, ...

Berlin, 1918:
Nach dem Ersten Weltkrieg, geht es in Berlin unruhig weiter und drei Frauen versuchen ihr Leben neu zu gestalten. Aber dabei geraten sie schnell an die gesellschaftlich akzeptieren Grenzen, werden sie trotzdem ihre Träume verwirklichen können und ihr Glück finden?

Man lernt die drei Frauen Vera, Hanna und Fritzi kennen, abwechselnd wird ihre Geschichte während der Weihnachtstage erzählt. Die Geschichte erstreckt sich also nur über einen kurzen Zeitraum und gewährt dem Leser also nur einen kleinen Einblick in ihr Leben. Vielleicht war es dieser Aspekt, der mich am Ende nicht so ganz überzeugen konnten, denn die Geschichte hat mir ganz gut gefallen, aber es hat mir ein wenig der letzte Pfiff gefehlt. Den Damen fehlt es ein wenig an Tiefe, wobei ich Fritzi am liebsten mochte, vielleicht lag es auch daran, dass sie aus meiner Heimat kommt. Das Ende kommt dann doch recht abrupt, aber auch nicht überraschend.

Mir fällt die Bewertung nicht so ganz leicht, denn das Buch lässt sich gut und flüssig weglesen, allerdings bin ich den Figuren nie so ganz nahe gekommen und so vergebe ich hier 3,5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.11.2019

Spannend, aber am Anfang auch verwirrend - 3,5 Sterne

Nichts wird dir bleiben
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Das Leben von Thomas Kern gerät völlig aus den Fugen, nachdem er mit ansehen muss, wie eine Patientin von ihm in den Tod springt. Doch er ahnt nicht, dass das erst der Beginn seines persönlichen Albtraums ...

Das Leben von Thomas Kern gerät völlig aus den Fugen, nachdem er mit ansehen muss, wie eine Patientin von ihm in den Tod springt. Doch er ahnt nicht, dass das erst der Beginn seines persönlichen Albtraums sein wird, denn die junge Frau beschuldigt ihn des sexuellen Missbrauchs. Nachdem seine Frau und seine Tochter sich von ihm abwenden, beschließt er der Sache auf den Grund zu gehen.

Das Buch hat viele kurze Kapitel, ich glaube, ich habe noch nie ein Buch mit über 100 Kapiteln gelesen.

Man wird gleich in die Handlung reingeworfen und dann strömen gleich eine Menge Informationen auf einen herein. Und genau das, hat es mir am Anfang doch etwas schwer gemacht, in das Buch reinzukommen, denn man lernt ja noch nie jemand richtig kennen. Aber dann wurde es ein wenig ruhiger oder vielleicht habe ich mich auch einfach darangewöhnt, allerdings gab es dann auch mal wieder wenigen Stellen, die sich gefühlt etwas zogen..

Aufgrund des Beginns habe ich mit einer manchmal blutigen Sache gerechnet, aber das war nicht der Fall. Das hat mir gut gefallen, denn das brauche ich nicht unbedingt.

Während der ganzen Zeit liest sich das Buch flüssig und am Ende bleiben auch keine Fragen offen.

Für ganze 4 Sterne reicht es bei mir nicht, weil ich den Anfang etwas zu verwirrend fand, aber es gibt 3,5 Sterne für einen ansonsten spannenden Psychothriller.

Veröffentlicht am 20.09.2019

Spannend, verwirrend, gehetzt erzählt - 3,5 Sterne

ATME!
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Nile probiert nur mal kurz ein Kleid an und dann ist Ben weg! Er scheint spurlos verschwunden, doch keiner will ihr glauben. Dabei ist Ben doch Niles große Liebe!
Nile versucht alles, um Ben zu finden, ...

Nile probiert nur mal kurz ein Kleid an und dann ist Ben weg! Er scheint spurlos verschwunden, doch keiner will ihr glauben. Dabei ist Ben doch Niles große Liebe!
Nile versucht alles, um Ben zu finden, sie geht sogar zu seiner fast Ex-Frau.

Gleich von Anfang an nimmt das Erzähltempo eine hohe Fahrt auf. Nile wirkt ständig gehetzt und getrieben, man wird selbst als Leser ganz unruhig. Schnell stand für mich fest, irgendwie finde ich das Buch merkwürdig. Merkwürdig gut oder merkwürdig schlecht? Das kann ich selbst danach nicht genau beantworten.
Der Schreibstil ist gut verständlich und leicht lesbar, trotz der schnellen Erzählweise. Die Geschichte wird ausschließlich aus Niles Sicht erzählt, man befindet sich wirklich ganz dicht an ihren Gedanken. Spannung kommt durchaus auch und ist die blebt auch recht hoch, allerdings finde ich Nile auch sehr anstrengend und dieser Punkt schwächt für mich das Buch ein wenig, denn ich war öfters ganz schön genervt von ihr.

Ehrlich gesagt ist das ein Buch, das von 2 - 4 Sternen alles bietet und so gibt es von mir 3,5 Sterne, denn irgendwie hat das Buch auch etwas.

Veröffentlicht am 13.08.2019

Sehr guter Anfang und spannende Geschichte, die sich irgendwann, irgendwo verzettelt - 3,5 Sterne

Something in the Water – Im Sog des Verbrechens
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Erin und Mark sind sehr glücklich, als Mark allerdings seinen Job verliert, wird das Geld knapp und es kommen Spannungen auf. Ihre Flitterwochen verbringen die beiden auf Bora Bora. Sie genießen die gemeinsame ...

Erin und Mark sind sehr glücklich, als Mark allerdings seinen Job verliert, wird das Geld knapp und es kommen Spannungen auf. Ihre Flitterwochen verbringen die beiden auf Bora Bora. Sie genießen die gemeinsame Zeit, aber als sie eine geheimnisvolle Tasche finden, scheint sie die Lösung aller Probleme zu sein. Doch als sie wieder zurück in London sind, scheinen die Probleme erst anzufangen.

Den Anfang fand ich super! Das Buch wird durchgängig aus der Perspektive von Erin geschrieben. Gleich zu Beginn schaufelt sie ein Grab und kommt dabei mit dem Leser ins Gespräch. Da war ich mir schon ziemlich sicher, diesen Schreibstil mag ich. Der Schreibstil an sich hat mir auch eigentlich die ganze Zeit über gefallen, allerdings gibt es mehrere Schauplätze und die werden ausführlich behandelt. Und dann auf einmal dachte ich, dass es doch ziemlich langatmg wird. Die Geschichte verzettelt sich in Kleinigkeiten und wird dadurch unnötig in die Länge gezogen. Bei mir schlich sich so langsam ein Jetzt-duchhalten-und-nicht-schlappmachen-Gefühl ein.
Der Schluss kam dann doch recht schnell und hat mich ein wenig unbefriedigt zurückgelassen.

Am Ende möchte ich dem Buch 3,5 Sterne geben.

Veröffentlicht am 04.08.2019

Guter Familienroman, allerdings streckenweise etwas langatmig. 3,5 Sterne

Nächstes Jahr in Havanna
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Miami, 2017:
Marisol macht sich auf den Weg nach Kuba, in das Land ihrer Vorfahren. Dort wartet eine schwierige Aufgabe auf sie, sie soll einen Ort für die Asche ihrer Großmutter Elisa finden. Während ...

Miami, 2017:
Marisol macht sich auf den Weg nach Kuba, in das Land ihrer Vorfahren. Dort wartet eine schwierige Aufgabe auf sie, sie soll einen Ort für die Asche ihrer Großmutter Elisa finden. Während der Reise erfährt sie mehr über ihre Familie, die Kuba 1958 verlassen hat und sie stellte sich der Frage, wieviel Kuba noch in ihr steckt.

"Bei nächstes Jahr in Havanna" handelt es sich um den ersten Teil der Kuba-Saga.

Der Roman lässt sich gut lesen und hat eine tolle Geschichte, aber irgendwas hat mir hier gefehlt, dabei kann ich es nicht ganz genau festmachen und nur versuchen es zu erklären.

Der Roman wird abwechselnd aus der Sicht von Elisa und Marisol erzählt, wobei ich die Geschichte von Elisa etwas interessanter fand. Gleich zu Anfang erfährt man, dass Elisas Familie Kuba verlässt, rückblickend erfährt man, wie es dazu kam.
Eigentlich mag ich es, wenn Romane in verschiedenen Zeitebenen spielen, hier hat es mich aber ein wenig im Lesefluß gebremst. Bei der Erzählebene von Marisol hatte ich das Gefühl, dass vieles zerredet wird und ich habe lange gebraucht, um mit Marisol warm zu werden.
Die Zeiten in denen der Roman spielt sind politisch sehr unruhig, als Leser bekommt man zwar ein leichtes Gespür dafür, ich persönlich wäre aber gerne etwas mehr dabei gewesen. Da Marisol eher behütet aufwächst, weiß sie kaum etwas über die politische Lage und so ist man Leser auch immer etwas auf Abstand.

Ein guter Familienroman, allerdings empfand ich ihn streckenweise ein wenig langatmig und so vergebe ich 3,5 Sterne.