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Veröffentlicht am 13.09.2019

Spannendes Szenario mit einem für Jugend-Dystopien typischen Aufbau, aber mit Tiefgang durch ethische und moralische Fragen, die sich ergeben

Eve of Man (I)
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Eve ist das letzte Mädchen, das auf natürlichem Weg nach über 50 Jahren endlich wieder geboren wurde. Auf ihr lastet der Fortbestand der Menschheit. Sie wächst isoliert in einem "Turm" abgeschottet vom ...

Eve ist das letzte Mädchen, das auf natürlichem Weg nach über 50 Jahren endlich wieder geboren wurde. Auf ihr lastet der Fortbestand der Menschheit. Sie wächst isoliert in einem "Turm" abgeschottet vom Rest der Welt auf unter Wissenschaftlern und diversen "Müttern" auf, die sie erziehen und lehren. Holly, ein Hologramm, ist ihre einzige Freundin, die von drei jungen Männern ferngesteuert wird. Einer von ihnen ist Bram, Sohn des leitenden Wissenschaftlers Dr. Wells.
Im Alter von 16 Jahren ist es so weit. Eve soll aus drei idealen Kandidaten ihren Partner aussuchen, mit dem die Wiedergeburt gefeiert werden soll. Dabei trifft sie Bram persönlich und verliebt sich in ihn, der sie seit Jahren besser als jeder andere kennt. Eve gerät ins Grübeln, möchte ein freies Leben, keinen fremden Kandidaten als Vater ihrer Kinder und keine künstliche Befruchtung. Sie ist der Überzeugung, dass der Menschheit und der Natur am meisten geholfen ist, wenn sie auf natürlichem Weg und aus Liebe Nachkommen zeugen kann. Doch die mächtige Organisation AFM möchte genau dies verhindern.

"Eve of Man - Die letzte Frau" ist der Auftakt einer Trilogie von Giovanna und Tom Fletcher. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive von Eve bzw. Bram erzählt. Beides sind junge Charaktere, die sich im Laufe des Romans weiterentwickeln und sich von gutgläubigen und angepassten Teenagern zu nachdenklichen Menschen entwickeln, die für ihre Ideale mutig kämpfen. Der Wandel vollstreckt sich, als die beiden die Liebe zueinander entdecken, an den Motiven der AFM zu zweifeln beginnen und erkennen, dass es bei dem Projekt "Eve of Man" nicht nur um den Erhalt der Menschheit geht, sondern um deren Kontrolle und Machterhalt.

Es handelt sich um eine Dystopie, deren Grundidee mich neugierig gemacht hat und die ein Szenario aufbaut, das durchaus realistisch sein könnte. Die Menschheit hat die Natur soweit zugrunde gerichtet, dass der Meeresspiegel gestiegen ist und ganze Städte überschwemmt sind. Immer weniger Mädchen wurden über die Jahre hinweg geboren, bis das Y-Chromosom soweit dominierte, dass gar keine Mädchen mehr zur Welt kamen. Die Wissenschaft forschte und blieb rat- und machtlos - bis Eve auf natürlichem Weg überraschend zur Welt kam und als Wiedergeburt der Menschheit galt.
Interessant ist Eves Leben im "Turm" dargestellt und wie sie heranreift bis sie die Geschlechtsreife erreicht hat.
Sodann entwickelt der Roman eine Dynamik, Gut und Böse offenbaren sich, so dass die Zukunftsaussichten für Eve und ihre Nachkommen trostlos und menschenunwürdig wirken. Pläne werden geschmiedet und ein schier aussichtsloser Kampf geführt, um die düsteren Pläne der AFM zu vereiteln.
Der Aufbau des Jugendromans ist damit so wie man ihn von typischen Dystopien kennt, weshalb sich der Roman wenig überraschend entwickelt. Dennoch ist der Auftakt der Trilogie interessant und unterhaltsam zu lesen und besticht zudem durch die moralischen und ethischen Fragen, die aufgeworfen werden, und ist damit für mich ein gelungener erster Band, der neugierig auf die Fortsetzung der Trilogie macht.

Veröffentlicht am 11.09.2019

Roman über die Entfremdung zweier sich liebender Schwestern, Familiengeheimnisse und die Rolle der Frau sowie den Aufbau eines neuen Lebens

Die sieben oder acht Leben der Stella Fortuna
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Stella Fortuna wird kurz nach Ende des Ersten Weltkriegs im Januar 1920 in einem Dorf in Kalabrien geboren. Sie wird schon in ihrer Kindheit zu etwas Besonderen, denn durch Unglücksfälle wäre sie schon ...

Stella Fortuna wird kurz nach Ende des Ersten Weltkriegs im Januar 1920 in einem Dorf in Kalabrien geboren. Sie wird schon in ihrer Kindheit zu etwas Besonderen, denn durch Unglücksfälle wäre sie schon beinahe drei- oder viermal verstorben. Verschwörungstheorien werden laut, dass der "Böse Blick" auf Stella laste.
In einem Dorf, in dem die Frauen in der Zeit des Heranwachsens von Stella oft auf sich allein gestellt sind, da die Männer als Arbeiter abgewandert sind und sich später im Zweiten Weltkrieg als Soldaten verpflichtet haben, muss Stellas Mutter Assunta vier Kinder alleine großziehen. Ihr Mann Antonio ist nach Amerika ausgewandert und kommt immer nur kurze Zeit zu Besuch, die die Schwangerschaften Assuntas dann zur Folge haben. Stella muss die sexuellen Übergriffe ihres Vaters auf ihre Mutter sowie die beschwerlichen Geburten als kleines Mädchen miterleben und hat sich geschworen, niemals selbst zu heiraten.

Stella entwickelt sich zu einer jungen Frau voller Widerworte, die sich letztlich aber nicht dagegen wehren kann, kurz vor Eintritt Amerikas in den Zweiten Weltkrieg nach Amerika auszuwandern. Halt gibt ihr stets ihre jüngere Schwester Cettina, die sie sehr liebt und auch beschützen möchte.
In Amerika müssen die jungen Frauen Fuß fassen, eine fremde Sprache lernen und für ihre Familie das Einkommen mitverdienen, erkennen aber auch die Vorzüge des weitaus fortschrittlicher entwickelten Landes.
Stellas andauernder Kampf für ihre Unabhängigkeit provoziert nicht nur ihren Vater und weckt seinen Zorn, sondern führt auch zur Entfremdung von ihrer Schwester. Im betagten Alter von über neunzig Jahren werden die beiden Schwestern über Jahrzehnte hinweg kein Wort miteinander gesprochen haben.

"Die sieben oder acht Leben der Stella Fortuna" erzählt, wie es zur Entfremdung der Schwestern kommen konnte und ob am Lebensende eine Versöhnung möglich wird.

Es ist eine Familiensaga, die ein ganzes, bewegtes Leben schildert. Der Name Stella Fortuna bedeutet Glücksstern, aber schon der Titel des Romans deutet darauf hin, dass Stella durch ihre zahlreichen Nahtoderfahrungen nicht immer Glück hatte - oder ist es dagegen Glück, dass sie sieben- oder achtmal überlebt hat?

Der Roman ist angelehnt an die Familiengeschichte der Autorin und wirkt trotz der mysteriösen, lebensgefährdenden Vorfälle glaubhaft und authentisch. Das Leben zwischen Erstem und Zweitem Weltkrieg in Kalabrien sowie nach Ende des Zweiten Weltkriegs in Conneticut wird anschaulich und sehr lebendig beschrieben.
Stella ist eine beeindruckende Frau, die für ihre Unabhängigkeit und Freiheit kämpft und ungeachtet gesellschaftlicher Konventionen ihren Weg gehen wird. Sie ist ein vielschichtiger Charakter, der nicht nur als schön und klug dargestellt wird, sondern vor allem auch unheimlich stur und eigensinnig.
Es ist ein Roman über die Entfremdung zweier sich liebender Schwestern, über Familiengeheimnisse und die Rolle der Frau sowie den Aufbau eines Lebens in einer neuen, unbekannten Welt, der sich über ein ganzes Jahrhundert von Italien bis in die USA erstreckt und durchweg fesselnd geschrieben ist. Hass, Wut, Neid und Vergeltung haben dabei einen fast schon mythischen Anteil, der an Aberglaube grenzt.

Veröffentlicht am 09.09.2019

Angst und Schrecken während der Besatzungszeit in Norwegen - aufwühlender Roman über die Taten der Rinnan-Bande

Vergesst unsere Namen nicht
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Simon Stranger hat mit "Vergesst unsere Namen nicht" einen Teil der Familiengeschichte seiner Frau aufgeschrieben. Ihre Familie lebte in dem Haus der berüchtigten Rinnan-Bande, einer Gruppe von Norwegern ...

Simon Stranger hat mit "Vergesst unsere Namen nicht" einen Teil der Familiengeschichte seiner Frau aufgeschrieben. Ihre Familie lebte in dem Haus der berüchtigten Rinnan-Bande, einer Gruppe von Norwegern die zur Zeit des Zweiten Weltkrieges mit den deutschen Nationalsozialisten kollaborierten und in dem Haus vermeintliche Widerstandskämpfer gefangen hielten, folterten und töteten.

Der Roman beginnt mit der Kindheit und Jugend Henry Rinnans und wie es 1940 zur Zusammenarbeit mit den deutschen Besatzern gekommen ist. Als Kind war Henry dem Mobbing seiner Klassenkameraden ausgesetzt und auch als Jugendlicher fand er keinen Anschluss und wurde auch aufgrund seiner geringen Körpergröße nicht ernst genommen. Von Minderwertigkeitskomplexen geplagt und die Schuld an seinen ärmlichen Lebensverhältnissen allen anderen gebend, entwickelte er einen unkontrollierbaren Hass auf Menschen. Rinnan hatte deshalb auch kein schlechtes Gewissen, Juden, Kommunisten und Gegner der Deutschen zu verraten. Als Agent Lola fand er endlich die jäh vermissten Anerkennung und baute er eine Sonderabteilung der Gestapo auf.

Wie unmenschlich grausam die Bande vorging und wie menschenverachtend brutal und erschreckend skrupellos Henry Rinnan agierte, schildert der Autor schonungslos.
In einem zweiten Erzählstrang, der ungefähr zehn Jahre später handelt, beschreibt Simon Stranger, wie Gerson und Ellen Komissar in das Haus der Rinnan-Bande in Trondheim zogen und wie massiv die Jüdin Ellen, die an der Entscheidung für den Umzug nicht beteiligt war, unter der Geschichte des Hauses leidet.

Der Autor stellt mit der Geschichte beide Seiten dar: Opfer und Täter des Zweiten Weltkriegs. Der Aufbau des Romans ist dabei ungewöhnlich. Jedes Kapitel beginnt mit einem Buchstaben des Alphabets und einzelnen Worten, die den jeweiligen Anfangsbuchstaben haben.

"A wie Anklage. A wie Aussage. A wie Arrest. A wie alles, was verschwinden und in Vergessenheit fallen wird. Alle Erinnerungen und Gefühle."

Dieser nüchterne Erzählstil zu Beginn der Kapitel wirkt bedrohlich und beklemmend und unterstützt die folgende Beschreibung der Gräueltaten eindringlich.
Es ist ein Roman über die Schrecken der Nationalsozialisten, beispielhaft dargestellt anhand der Biografie einer der verhasstesten Figuren der norwegischen Geschichte. Dabei wird deutliche, welche Folgen Demütigungen, fehlende Selbstreflexion und eine unbändige Wut haben können. Gleichzeitig ist der Roman ein Appell, zu vergeben und das Vergangene zu akzeptieren, hinter sich zu lassen und hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken und das Leben zu feiern.

Veröffentlicht am 07.09.2019

Unbequemer Roman über eine ungesunde Freundschaft, der eine Faszination erzeugt und mit Sogwirkung geschrieben ist

Dunkelgrün fast schwarz
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Moritz und Raffael sind in einem Dorf in der Nähe Salzburgs aufgewachsen und haben sich im Kindergartenalter angefreundet. Als Kinder und Jugendliche sind sie unzertrennlich, auch wenn Moritz' Mutter Marie ...

Moritz und Raffael sind in einem Dorf in der Nähe Salzburgs aufgewachsen und haben sich im Kindergartenalter angefreundet. Als Kinder und Jugendliche sind sie unzertrennlich, auch wenn Moritz' Mutter Marie die Freundschaft missbilligt. In ihren Augen ist Raffael ein "Arschlochkind", das ihrem Sohn nicht gut tut. Als Johanna als Neue in die Klasse der beiden kommt, wird aus der Jungenfreundschaft ein Dreiergespann und Moritz spürt das Ungleichgewicht in der Freundschaft noch deutlicher.
16 Jahre später sucht Raffael Moritz überraschend auf und nistet sich regelrecht in der Wohnung von ihm und seiner Freundin ein. Als dann auch noch Johanna vor der Tür steht, wird die Vergangenheit noch einmal aufgerollt und Moritz in seinem Glauben an die Freundschaft erschüttert.

Der Roman wird aus der Sicht von drei Charakteren geschildert: Kindheit und Jugend der Freunde in den 1980er- und 1990er-Jahren aus den Perspektiven von Marie und Moritz sowie in der Gegenwart aus den Perspektiven von Johanna und Moritz. Die Perspektiven wechseln dabei nicht zu häufig, so dass man sich gut auf einen Charakter einlassen kann, auch wenn die Autorin in den Zeiten sprunghaft hervorgeht. Dies trägt jedoch zur Spannung bei, da somit immer wieder kleine Cliffhanger entstehen.

Es ist eine Geschichte über eine ungleiche Freundschaft, in der nur einer das Sagen hat: Raffael. Er ist von Kleinauf geschickt darin, andere Menschen für sich einzunehmen und zu manipulieren. Dabei schreckt er auch vor Gewalt und Erpressung nicht zurück. Eltern und Lehrer sind machtlos dagegen und auch Moritz kommt nicht von ihm los, selbst als er erkennt, dass Raffaels Freundschaft eher fragwürdig ist.
Moritz ist ein sensibler Mensch, ein Kind, das Farben sieht und später Künstler werden möchte und braucht die Freundschaft, um nicht einsam zu sein.
Marie war ungewollt mit Moritz schwanger, hat früh geheiratet und musste notgedrungen von Wien aufs Land ziehen. Dort findet sie kaum Anschluss, nur zu Raffaels Mutter Sabrina hat sie Kontakt, fühlt sich von deren Ehemann angezogen.
Johanna hat ihre Eltern verloren, ist eine Waise, die voller Wut steckt und sich untertänig an Raffael klammert.

"Dunkelgrün fast Schwarz" ist in unbequemer Roman, der von einer ungesunden Freundschaft und den Folgen erzählt. Während Raffaels Einfluss als Kind vergleichsweise harmlos, steigert sich sein Verhalten mit dem Heranwachsen, was aber erst am Ende des Romans in Gänze deutlich wird. Hier tun sich Abgründe auf, vor allem als auch noch Johannas Rolle zutage tritt, jahrelange Lügen aufgedeckt werden und Moritz sein bisheriges Leben in Frage stellen muss.

Der Roman ist spannend und unvorhersehbar geschrieben, und auch wenn ich vor allem die Abschnitte aus Johannas Sicht ungern gelesen habe, weil mir nicht vorstellen wollte, wie sich eine junge Frau so erniedrigen kann, entwickelte der Roman vor allem auch durch die Wortgewalt der Autorin eine unheimliche Faszination und Sogwirkung.

"Ich hätte Raffael abbrechen müssen wie einen faulenden Ast, an dem der gesamte Baum krankt. Nun taumeln wir alle durch dieses Labyrinth aus Fäden und bluten aus unsichtbaren Wunden."

Veröffentlicht am 06.09.2019

Psychothriller über das Verschwinden eines Kindes erzählt, wie man ähnlich schon zuhauf gelesen hat - mäßig spannend und ohne Nervenkitzel

Die Freundin
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Harriet Hodder lässt zum ersten Mal in ihrem Leben ihre vierjährige Tochter Alice von jemand als ihr und ihrem Mann beaufsichtigen. Ihre beste und einzige Freundin Charlotte Reynolds soll während eines ...

Harriet Hodder lässt zum ersten Mal in ihrem Leben ihre vierjährige Tochter Alice von jemand als ihr und ihrem Mann beaufsichtigen. Ihre beste und einzige Freundin Charlotte Reynolds soll während eines Schulfestes auf Alice aufpassen. Diese lässt sie nur einen Moment aus den Augen und bleibt nur mit ihren drei eigenen Kindern zurück. Alice ist spurlos verschwunden. Ein Entführer meldet sich trotz Aufrufe in den Medien nicht, es gibt keinen Hinweis auf das kleine Mädchen.
Harriet ist verzweifelt und zieht sich noch weiter zurück. Sie bricht den Kontakt zu Charlotte ab, die sich schwere Vorwürfe macht, von Freunden und Nachbarn geschnitten und von der Presse massiv bedrängt wird.

Der Thriller erzählt zunächst "Charlottes Geschichte" und anschließend "Harriets Geschichte", wobei in jeweils beiden Versionen die Perspektiven beider Frauen berücksichtigt werden. Der erste Teil handelt von Verschwinden Alices und den zwölf Tagen danach, der zweite Teil setzt danach an.

Schon früh ist klar, wer in dem Roman der Böse ist und dass etwas in der Ehe zwischen Harriet und Brian nicht stimmt. Brian ist sehr besitzergreifend und kontrollierend, während man bei Harriet nicht sicher sein kann, ob sie unter Depressionen und psychischen Problemen leidet oder ob das nur von Brian suggeriert wird.
Aufgrund der offensichtlichen Einteilung in Gut und Böse fand ich den Thriller nur mäßig spannend. Dass es keinerlei Forderung eines Entführers gibt und die Polizei den Fokus ausschließlich auf die beiden Familien Reynolds und Hodder legt und auch nur die beiden Frauen zu verhören scheint, trägt auch nicht zu einer Erhöhung der Spannung bei.

"Die Freundin" ist ein unblutiger Psychothriller, der die Geschichte eines verschwundenen Kindes erzählt, wie man sie in ähnlicher Art und Weise schon zuhauf gelesen hat. Bei mir sorgte er für keinerlei Nervenkitzel, war jedoch zumindest schlüssig und nachvollziehbar erzählt.