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Veröffentlicht am 30.04.2025

WAS war das ?!

Die Bibliothek am Mount Char
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Ich hatte mich so auf diesen Roman gefreut, denn der Klappentext klingt so skurril und sonderbar, dass ich unbedingt wissen wollte, was dahinter steckt. Einerseits kann ich verstehen, dass einige Leser ...

Ich hatte mich so auf diesen Roman gefreut, denn der Klappentext klingt so skurril und sonderbar, dass ich unbedingt wissen wollte, was dahinter steckt. Einerseits kann ich verstehen, dass einige Leser so begeistert sind, andererseits konnte ich mit der Art und Weise des Erzählstils einfach nichts anfangen.

Denn diese Mischung aus Sci-Fi, Horror und Dystopie arbeitet in erster Linie mit Metaphern, Symbolen, Allegorien und auf der Metaebene. D. h. der Leser muss die ganze Zeit das geschriebene Wort interpretieren, um einen Bezug zur Wirklichkeit zu bekommen, was jetzt eigentlich mit den ganzen verschiedenen Szenen gemeint sein könnte.

Es ist mir nur zum Teil gelungen und irgendwann war es mir auch zu blöd, zu langweilig und zu anstrengend. Der Schreibstil des Autors hat immerhin dafür gesorgt, dass ich es durchgezogen und nicht abgebrochen habe, denn ich wollte schon irgendwie wissen, wie es ausgeht.

Es gibt definitiv viele brutale und befremdliche Szenen, sowie eigenartige Protagonisten, die der sog. „Vater“ seine Kinder nennt und als Bibliothekare in die Lehre schickt. Jedes Kind wird einem der 12 Kataloge zugeordnet und darf keinesfalls über den Inhalt mit den anderen sprechen. Als eines Tages Vater spurlos verschwindet, versuchen sie herauszufinden, was geschehen ist.

Allerdings ist es aufgrund eines Kraftfelds nicht mehr möglich, den Ort Garrison Oaks, wo sich die Bibliothek befindet, zu betreten. Sie benötigen einen Menschen, der für sie die Gegend auskundschaftet. Gleichzeitig droht große Gefahr von militärischer und politischer Seite, denn der Präsident befiehlt, die gesamte Familie auszulöschen.

Dieser Roman ist ein einziger Fiebertraum, bei dem ich nur mit dem Kopf schütteln kann und mich permanent gefragt habe, was zum Teufel ich hier eigentlich gerade lese?! Das Buch ist jedenfalls sofort wieder ausgezogen, auch wenn es optisch echt schön ist.

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Veröffentlicht am 30.04.2025

Unterhaltsamer, harter Thriller mit fiesen Kerlen und einer starken Protagonistin.

Devil's Kitchen
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Ein wirklich gut geschriebener, kurzweiliger und spannender Thriller mit einer authentischen Bad-Ass Protagonistin, von der ich durchaus in Zukunft gerne noch mehr lesen wollen würde. Die Story gibt es ...

Ein wirklich gut geschriebener, kurzweiliger und spannender Thriller mit einer authentischen Bad-Ass Protagonistin, von der ich durchaus in Zukunft gerne noch mehr lesen wollen würde. Die Story gibt es auf jeden Fall her, aus Andy Nearland eine Reihe zu machen.

Andy hat eine sehr bewegte Vergangenheit hinter sich und verfügt über so einige Talente, wegen denen sie bereits in jungen Jahren die Aufmerksamkeit des FBI auf sich gezogen hat. Sie wird immer dann engagiert, wenn es darum geht, sich irgendwo als verdeckte Ermittlerin einzuschleusen und in rechtlichen Grauzonen zu bewegen.

Ben, Matt, Jack und Engo sind Mitglieder der eingeschworenen Feuerwehrtruppe „Engine 99“, die zusammen so einige krumme Dinger drehen. Sie legen Brände, um unbemerkt den Tatort zu manipulieren und auszurauben. Auch helfen sie gegen Bezahlung beim Versicherungsbetrug.

Als eines Tages Bens Freundin Luna und ihr kleiner Sohn Gabriel spurlos verschwinden, befürchtet er, dass seine Truppe dahinter stecken könnte und wendet sich an die Polizei. Wenn diese ihm hilft, die Vermissten aufzuspüren, liefert er „Engine 99“ ans Messer.

Das FBI wird eingeschaltet und schleust Andy in das toxische, männerdominierte New Yorker Fire Department ein. Während Andy in erster Linie Ben helfen will, hat ihr Vorgesetzter Anthony einen besseren Plan: den Polizistenmord aufklären, an dem seiner Meinung nach genau diese Feuerwehrtruppe schuld ist. Anthony will nicht nur befördert werden, sondern auch als Held dastehen.

Immer wieder gefährdet er mit seinen Entscheidungen die Ermittlungen, vor allem als er bemerkt, dass Andy Gefühle für Ben entwickelt. Matt und Engo werden misstrauisch und stellen Andy brutal auf die Probe, ob sie ein Spitzel ist oder nicht. Schließlich steht der nächste große Coup bereits an.

Mir hat dieses ganze Feuerwehr- und Brandsetting in New York sehr gut gefallen. Die Männer waren sehr fies, einschüchternd und frauenverachtend, wodurch die Geschichte sehr realistisch und dynamisch war. Die Lovestory läuft nur nebenbei, hier geht es wirklich vordergründig um Macht, Gewalt und Intrigen.

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Veröffentlicht am 30.04.2025

Sie kann es einfach: Penelope Douglas ist die Queen of Dark Romance.

Five Brothers – Wen würdest du lieben, wenn du keine Angst hättest?
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Was soll ich sagen? Sie kann es einfach. Keine Ahnung, wie Penelope Douglas das immer wieder hinbekommt, ein so geniales wie einfaches Setting zu erschaffen, mit Charakteren, die unter die Haut gehen. ...

Was soll ich sagen? Sie kann es einfach. Keine Ahnung, wie Penelope Douglas das immer wieder hinbekommt, ein so geniales wie einfaches Setting zu erschaffen, mit Charakteren, die unter die Haut gehen. Es gibt schon relativ viel guten Spice, aber auf die über 550 Seiten verteilt in der perfekten Dosis und so gekonnt platziert, dass es nie langweilig oder übertrieben wird.

Im Vordergrund steht die Handlung und NICHT der Sex, auch wenn man bei dem Titel zunächst das Gegenteil vermuten könnte. Krisjen Conroy lebt in St. Carmen, dem Viertel der Reichen und Schönen. Nicht weit entfernt, in den Sümpfen von Sanoa Bay, sind die Arbeiter und einfachen Leute ansässig, angeführt von den sog. Tryst Six Brüdern.

Sie kümmern sich um alles und jeden, betreiben ein Restaurant, haben eine Autowerkstatt und leben gemeinsam in einem Haus zusammen. Mit einem der Brüder hat Krisjen seit ein paar Monaten eine Affäre und geht bei ihnen ein und aus. Sie fühlt sich wohl und findet dort die Geborgenheit, die sie Zuhause vergeblich sucht.

Doch nicht jeder ist begeistert davon, eine Saint bei sich zu haben. Als sie anfängt, sich um die Brüder und ihr Haus zu kümmern und im Restaurant auszuhelfen, wächst sie den Männern jedoch immer mehr ans Herz und kommt jedem von ihnen immer näher. Bis auf einen, der nicht gerettet werden und nichts mit ihr zu tun haben will. Vorerst jedenfalls.

Des Weiteren wollen skrupellose Stadtmitglieder das Gebiet der Brüder kaufen, um es anderweitig zu bebauen. Und Krisjens Mutter arrangiert bereits eine Ehe für ihre Tochter, die der Familie Wohlstand und Prestige einbringen soll. Aber Krisjen will etwas anderes und sich vor allem nicht von den Jaegers jenseits der Bahngleise fernhalten.

Diese Dark Romance ist tiefgründig, herzzerreißend, spannend und einfach schön. Krisjens Gefühle und Handlungen sind total authentisch und nachvollziehbar und vermutlich hätte sich jede Frau in die Jaegers verliebt.

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Veröffentlicht am 30.04.2025

Kein Highlight, aber ein durchaus guter Thriller, der einen permanent auf die falsche Fährte lockt.

Während du schläfst
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Ein guter, empfehlenswerter Thriller, der einen permanent, bis zum Schluss, auf eine falsche Fährte lockt und dafür sorgt, dass man als Leser/in nie weiß, wer denn nun der/die Täter/in ist. Genau so soll ...

Ein guter, empfehlenswerter Thriller, der einen permanent, bis zum Schluss, auf eine falsche Fährte lockt und dafür sorgt, dass man als Leser/in nie weiß, wer denn nun der/die Täter/in ist. Genau so soll es sein.

Es gibt viele Protagonisten, die jeweils ihre eigenen Geheimnisse im Verborgenen am Laufen haben, wodurch es zu Verstrickungen, Intrigen, Lügen und falschen Behauptungen kommt.

Tara verbringt einen gemütlichen Abend bei ihrem Nachbarn Lee. Sie trinken Wein und unterhalten sich. Tara wacht am nächsten Morgen in Lees Bett auf. Neben einer Leiche. Denn Lee wurde erstochen. Was ist passiert?!

Tara hat einen Filmriss, kann sich an nichts mehr erinnern, läuft nach Hause und verschweigt aus Angst den Vorfall. Schließlich war sie es nicht und will nicht ins Visier der Polizei geraten.

Als die Ermittlungen anlaufen, wird die Situation immer heikler, denn irgendwann werden nicht nur ihr Ehemann Noah, sondern vor allem auch ihre Tochter Rosie verdächtigt.

Zu Recht, denn einige Angaben und Aussagen stimmen nicht überein und werden widerlegt. Tara schweigt weiterhin und verdächtigt ihrerseits einen Lehrerkollegen, der sie seit geraumer Zeit stalkt und bedrängt.

Im Laufe der Zeit kommt so Einiges ans Tageslicht, was Tara an ihrer Tochter zweifeln lässt. Schließlich ist sie eine notorische Lügnerin.

Die Nachbarn fangen an, die Familie zu meiden. Es wird getuschelt, verleumdet und Gerüchte verbreitet. Immerhin hält ein Detective zu Tara.

Dieser Thriller hatte genau die richtige Seitenlänge und war nie langweilig. Es war jetzt zwar kein Highlight oder etwas Besonderes, aber eine nette Unterhaltung für zwischendurch.

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Veröffentlicht am 25.04.2025

Ein empfehlenswerter Thriller mit einer zugegeben etwas übertriebenen Racheengel-Story.

Sie sieht, was du tust
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Ein durchaus gut geschriebener, morbider und spannender Thriller mit einem unerwarteten Twist, der nur leider aufgrund des Racheengel-Themas etwas unglaubwürdig und übertrieben auf mich gewirkt hat.

Unsere ...

Ein durchaus gut geschriebener, morbider und spannender Thriller mit einem unerwarteten Twist, der nur leider aufgrund des Racheengel-Themas etwas unglaubwürdig und übertrieben auf mich gewirkt hat.

Unsere Hauptprotagonistin Mercy Lake geht nach einem schlimmen Erlebnis nicht nur nur noch nachts raus, sondern observiert zudem verschiedene Menschen in ihrem Wohnort Crannerʼs Ford.

Sie weiß alles über diejenigen, die ein Doppelleben führen und ihre Ehefrauen betrügen und misshandeln, die sich nicht um ihre Angehörigen im Altersheim kümmern, Behinderte und Außenseiter schlecht behandeln oder auch Tiere quälen. Durch verschiedene Aktionen und Maßnahmen hilft sie den Schwachen und Unterdrückten und versucht die Täter zu entlarven.

Irgendwann begegnet sie Louis und entdeckt in seinen Augen eine Art Seelenverwandtschaft. Auch er glaubt nicht an Zufälle, sondern an Karma und unterstützt Mercy bei ihrem Kampf um Gerechtigkeit. Aber Louis sind die Strafen weder hart noch einschüchternd genug und so entwickelt sich eine sehr brutale Dynamik, aus der Mercy irgendwann nicht mehr aussteigen kann.

Vor allem auf ein ganz bestimmtes Haus und ihre Bewohner hat sie es seit Jahren besonders abgesehen. Aber dann entdeckt sie ein fürchterliches Geheimnis und die Situation eskaliert.

Die Idee an sich war nicht schlecht, aber hier und da fehlte mir etwas zu einem richtigen Highlight. Trotzdem kann ich diesen Thriller durchaus empfehlen.

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