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Veröffentlicht am 28.01.2026

Ich hatte nicht erwartet, dass mir dieses Buch so gut gefallen würde.

Königsschwur
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Königsschwur hat mich wirklich positiv überrascht. Man findet zu Beginn schnell in die Geschichte hinein, auch wenn der Schreibstil zunächst etwas gewöhnungsbedürftig ist – besonders, wenn man nicht oft ...

Königsschwur hat mich wirklich positiv überrascht. Man findet zu Beginn schnell in die Geschichte hinein, auch wenn der Schreibstil zunächst etwas gewöhnungsbedürftig ist – besonders, wenn man nicht oft Bücher dieses Genres liest. Gerade dieser Stil ist jedoch sehr bildlich, wodurch man sich die Szenen, von den Schiffspassagen bis hin zu den Wanderungen, hervorragend vorstellen kann.

Die Geschichte enthält einen Plottwist rund um einen Charakter an Yarvis Seite, den ich zwar von Anfang an vermutet hatte, dennoch gab es viele unerwartete Wendungen – besonders gegen Ende.

Yarvi ist ein außergewöhnlich gut geschriebener Hauptcharakter. Vom einfachen Jungen in der Ausbildung zum Gelehrten wird er plötzlich König von Gettland, und als Leser*in ist man erstaunlich stolz auf ihn, wenn er Hindernisse überwindet und eigene Lösungen findet. Auch die Nebenfiguren sind sehr gelungen, insbesondere Yarvis Gefährten, die gemeinsam eine ungewöhnliche, aber spannende Gruppe bilden.

Das Buch hatte für mich deutliche Game-of-Thrones-Vibes, was mir sehr gefallen hat, da ich sonst nicht oft zu solchen Geschichten greife.

Ein kleiner Makel sind meiner Meinung nach jedoch die Namen und Konstellationen der Charaktere. Die Orts- und Personennamen sind recht ungewöhnlich, wodurch man anfangs leicht durcheinanderkommt. Auch die Rollenverteilungen rund um Mutter, Vater und Gelehrte hätten zu Beginn etwas klarer erklärt werden können.

Trotzdem hat mir das Buch rückblickend sehr gut gefallen. Wer einen mittelalterlichen Fantasyroman mit wenig Romantik, dafür aber starker Charakterentwicklung sucht, dem kann ich Königsschwur definitiv empfehlen.

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Veröffentlicht am 25.01.2026

Hat mir sehr gut gefallen, Unterhaltung pur

A Fire in the Sky - Feuerschwur-Chroniken, Band 1
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Ich habe es gelesen. War es perfekt? Nein. Aber ich mochte es, weil es anders war und nicht wie die typischen Fantasy-Liebesromane, die es derzeit wie Sand am Meer gibt.
Es hat mir viel besser gefallen, ...

Ich habe es gelesen. War es perfekt? Nein. Aber ich mochte es, weil es anders war und nicht wie die typischen Fantasy-Liebesromane, die es derzeit wie Sand am Meer gibt.
Es hat mir viel besser gefallen, als ich gedacht hatte. Ich hatte so gemischte Dinge darüber gehört. Aber es war wirklich gut. Der Schreibstil ist gut, aber es könnte noch eine weitere Überarbeitung durch einen Lektor vertragen. Es gibt einfach sehr viele Wiederholungen von Gedanken, Erklärungen und dem Hauptkonflikt, was das Tempo ein wenig beeinträchtigt. Was die Romantasy angeht, ist es nichts Bahnbrechendes, aber die Handlung macht Spaß und Entertainment ist da. Eine der Enthüllungen habe ich vorausgesehen, aber die gegen Ende habe ich überhaupt nicht kommen sehen. Der Plottwist ist gut gelungen.
Mir hat gefallen, wie temporeich das Buch vor allem am Anfang war. Man braucht nicht lange, um in die Geschichte reinzukommen, und Tamsyn und ihr Charakter haben da stark geholfen.
Ich bin jetzt sehr gespannt auf Band 2 und freue mich darauf, die Reihe fortzusetzen.

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Veröffentlicht am 24.01.2026

Starke Themen, aber ein zäher Mittelteil

What Lies Beyond the Veil - Das Herz der Fae
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Es scheint, dass dies eines dieser Bücher ist, die man entweder lieben oder hassen muss. Ich sehe, dass die Leute es entweder als eines der besten Bücher oder als eines der schlechtesten Bücher bezeichnen, ...

Es scheint, dass dies eines dieser Bücher ist, die man entweder lieben oder hassen muss. Ich sehe, dass die Leute es entweder als eines der besten Bücher oder als eines der schlechtesten Bücher bezeichnen, die sie 2026 gelesen haben. Für mich waren der Anfang und das Ende wirklich gut ... aber der Mittelteil war ein großes, langweiliges Durcheinander. Ich fand die Überlieferungen, die Liste der Gottheiten und das Glossar an sich toll, aber es war doch zu viel Info-Input nur um diesen dann stückchenweise aufzugreifen. Die ersten Kapitel waren sehr spannend und man merkt wie stark diese Sekten-Mentalität in den Bürgern von Mistfell steckt. Viele Bücher beschäftigen sich allgemein mit sexueller Ausbeutung, aber nur wenige mit der Kultur der Reinheit und ihren Auswirkungen. Nachdem alle im Wald herumrennen und der Schleier sich lüftet, geraten die Dinge aus den Fugen. Der Kern des Buches konnte mich jedoch nicht überzeugen, da Estrella und Caelum zum 500sten Mal die gleichen Dialoge und Argumente haben. Der Mittelteil hätte nur zwei oder drei Kapitel lang sein sollen, und das Ende hätte der Ausgangspunkt für den Großteil des Buches sein sollen. Insbesondere die Informationen über die Götter die in einem Kapitel erwähnt werden. Info-dumping und dann nichts mehr. Auch die Liebesgeschichte wirkte ziemlich überstürzt. Zweifellos haben viele die anzüglichen Stellen geschätzt, aber die weibliche Hauptfigur wechselte sehr schnell von ängstlich und misstrauisch zu „ICH LIEBE DICH“. Die Chemie zwischen den beiden konnte ich null spüren und Caelums Alpha Male verhalten hat mich einfach nur genervt....
Ich weiß nicht so recht ob ich irgendwann den nächsten Band lesen werden, da meinerseits auch nicht wirklich Interesse besteht. Ja das letzte Kapitel war toll .... aber der Rest des Buches leider nicht so arg.

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Veröffentlicht am 16.01.2026

War ok

Gruselkabinett - Folge 117
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An einem Wintermorgen 1611 verliebt sich der junge ungarische Edelmann Emmerich Kemen im Wiener Stephansdom in die schöne Gräfin Elisabeth Báthory, trotz düsterer Gerüchte über ihre Grausamkeit. Geblendet ...

An einem Wintermorgen 1611 verliebt sich der junge ungarische Edelmann Emmerich Kemen im Wiener Stephansdom in die schöne Gräfin Elisabeth Báthory, trotz düsterer Gerüchte über ihre Grausamkeit. Geblendet von seiner Liebe folgt er ihrer Einladung auf ihr abgelegenes Schloss in den Karpaten.

Ich kannte die Legende vorher noch nicht und dachte zu 90% der Geschichte dass es sich um eine Vampirgeschichte handelt.... ich denke das liegt einfach an allen bisher gehörten Gruselkabinett-Folgen.

Die Folge hat mir ganz gut gefallen. Eine Stunde spannende Unterhaltung und eine mysteriöse alte Frau der es Spaß macht Bedienstete zu quälen- Hier muss ich sagen dass einige der Szenen doch schwer zu hören waren weil sie doch etwas grausam sind.
Alles in allem zwar nicht meine Lieblingsfolge aber trotzdem spannend.

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Veröffentlicht am 15.01.2026

Gute Idee, lange Umsetzung

Der Turm der Welt
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Ich tue mich ein bisschen schwer damit, meine Meinung zu diesem Buch in Worte zu fassen. Der Anfang war für mich ehrlich gesagt ein ziemlich harter Brocken. Die erste Hälfte ist voll mit unzähligen Figuren, ...

Ich tue mich ein bisschen schwer damit, meine Meinung zu diesem Buch in Worte zu fassen. Der Anfang war für mich ehrlich gesagt ein ziemlich harter Brocken. Die erste Hälfte ist voll mit unzähligen Figuren, vielen französischen Namen und verschiedenen Handlungssträngen. Ein Personenverzeichnis hätte hier wirklich geholfen. Man merkt schnell, dass es in Richtung großer historischer Roman wie Ken Follett gehen soll, bei dem am Ende alles irgendwie zusammenläuft. Die Idee rund um die Weltausstellung fand ich auch spannend, allerdings hatte ich mir von der Umsetzung etwas mehr erhofft.

Ab der zweiten Hälfte wurde das Buch für mich deutlich interessanter, vor allem das Ende. Dort hat der Autor die verschiedenen Fäden ziemlich raffiniert zusammengeführt, was mir gut gefallen hat. Trotzdem ist das Buch mit fast 700 Seiten ein echter Brocken, und ich habe fast zwei Monate zum Lesen gebraucht. Das lag nicht nur am Umfang, sondern auch an einigen Handlungssträngen, die mich leider nicht wirklich packen konnten.

Ich hätte mir außerdem gewünscht, dass Friedrich stärker als Hauptfigur im Mittelpunkt steht, statt nur einer von vielen Charakteren zu sein. Sehr gelungen fand ich dagegen die Atmosphäre: Das Paris des späten 19. Jahrhunderts wird lebendig und detailreich beschrieben, sowohl die Gesellschaft als auch die Schauplätze. Insgesamt ist Der Turm der Welt ein interessanter historischer Roman, auch wenn ich persönlich mit dem Ende nicht ganz zufrieden war und mir etwas anderes erhofft hatte.

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