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Veröffentlicht am 17.02.2025

Schwer einzuordnen

Die schönere Lüge
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Lange ist es her, dass es mir so schwerfiel, eine Rezension zu einem Buch zu schreiben. Das Cover und der Titel haben mich sofort angesprochen, und auch der kurze Klappentext weckte meine Neugier. Den ...

Lange ist es her, dass es mir so schwerfiel, eine Rezension zu einem Buch zu schreiben. Das Cover und der Titel haben mich sofort angesprochen, und auch der kurze Klappentext weckte meine Neugier. Den ausführlicheren Text im Inneren habe ich hingegen erst sehr spät gelesen – warum auch immer.

Ich hatte keinerlei Erwartungen an das Buch, doch schon zu Beginn fragte ich mich: Was lese ich hier? Wohin soll das führen? Tatsächlich wurde mir das Ziel erst sehr, sehr spät klar – was aber überraschenderweise ziemlich unterhaltsam war.

Man begleitet eigentlich drei Frauen und nicht nur die beiden Freundinnen, die Filme drehen. Filmproduktion spielt eine zentrale Rolle, und anfangs fand ich die detaillierten Beschreibungen spannend – doch irgendwann verlor sich das Buch für meinen Geschmack zu sehr in technischen Details. Deutlich besser gefiel mir die Nebenhandlung rund um eine Frau, die Telefonate mit berühmten Filmgrößen führt. Diese Szenen haben mir über die teils zähen Passagen hinweggeholfen.

Die drei Frauen blieben für mich insgesamt recht distanziert – alle auf ihre Weise undurchsichtig und schwer greifbar. Besonders Meadow, die zwar exzentrisch wirkt, aber dabei auch künstlich und aufgesetzt erscheint. Kurz gesagt: Es fiel mir schwer, eine emotionale Verbindung zu den Charakteren aufzubauen.

Die Handlung selbst ist stellenweise unübersichtlich und nicht immer klar zeitlich einzuordnen, schafft es aber dennoch, unterhaltsam zu bleiben. Ab dem Moment, in dem Haupt- und Nebenstrang zusammenlaufen, wird es auf jeden Fall interessanter – allerdings passiert das erst im letzten Drittel.

Ein wirkliches Fazit fällt mir schwer. Das Buch hat Längen, aber auch unterhaltsame Passagen. Und selbst nach mehreren Tagen frage ich mich noch immer: Was habe ich da eigentlich gelesen? Also kann ich nur anraten: Falls es dir in die Hände fällt – einfach mal ausprobieren!

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Veröffentlicht am 05.02.2025

Langatmig, aber gutes Finale

Nevernight - Das Spiel
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Der Einstieg fiel mir sehr leicht – durch die Charaktervorstellung wird gleichzeitig Band eins kurz zusammengefasst. Dadurch ist eine längere Pause zwischen den Bänden nicht allzu schlimm.

Besonders gelungen ...

Der Einstieg fiel mir sehr leicht – durch die Charaktervorstellung wird gleichzeitig Band eins kurz zusammengefasst. Dadurch ist eine längere Pause zwischen den Bänden nicht allzu schlimm.

Besonders gelungen fand ich erneut den Mix aus Rückblenden und Gegenwart zu Beginn, die sich immer mehr annähern, bis die Handlung etwa ab der Hälfte nur noch in der Gegenwart spielt.

Die Story ist anfangs spannend und packend, verliert dann aber ab der Mitte deutlich an Tempo. Die langen, zähen Passagen hätten gut um 150 bis 200 Seiten gekürzt werden können. Besonders die ausführlichen 🌶️ Szenen hätten nicht unbedingt sein müssen. Zudem habe ich Herr Freundlich und Eclipse etwas vermisst – sie waren insgesamt zu passiv.

Mia als Charakter mag ich nach wie vor sehr. Ihre Entwicklung von impulsiv zu reflektierend fand ich interessant. Auch die neuen Figuren fügen sich gut ein, sorgen für Abwechslung und haben jeweils ihren eigenen Reiz. Furian war für mich das absolute Hassobjekt – großartig umgesetzt, denn eigentlich möchte man ihn die ganze Zeit nur schütteln.

Das Finale zieht sich anfangs ebenfalls etwas, doch wer durchhält, wird mit einigen Überraschungen belohnt, die die zähen Passagen schnell wieder wettmachen. Manche Wendungen habe ich kommen sehen – da wurde einfach zu deutlich Vorarbeit geleistet –, andere hingegen haben mich völlig überrascht.

Jetzt bin ich sehr gespannt auf das große Finale. Bisher kann ich beide Bände auf jeden Fall empfehlen!

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Veröffentlicht am 03.02.2025

Muss man gelesen haben

Piranesi
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Ein fantastischer Roman – bildgewaltig und sprachlich exzellent.

Der Einstieg war zunächst etwas verwirrend: die Tagebucheinträge warfen mich mitten in die Handlung, und das ungewöhnliche Setting stiftete ...

Ein fantastischer Roman – bildgewaltig und sprachlich exzellent.

Der Einstieg war zunächst etwas verwirrend: die Tagebucheinträge warfen mich mitten in die Handlung, und das ungewöhnliche Setting stiftete noch mehr Verwirrung. Doch gleichzeitig weckte es eine solche Neugier auf die Charaktere und die Geschichte, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.

Sprachlich ist es einfach grandios – präzise, fließend und mitreißend. Es liest sich wie weiche Butter und hat mich völlig vereinnahmt.

Die Handlung ist komplex – man rätselt ständig über den Hintergrund und darüber, wie der Protagonist ins Haus gelangt ist. Nach und nach entfaltet sich die Geschichte, und ich hätte tatsächlich noch länger in diesen faszinierenden Räumen mit Piranesi verweilen können.

Die Bilder, die das Buch im Kopf entstehen lässt, sind beeindruckend: Wasser, Vögel, Statuen, endlose Treppen. Alles ist genial beschrieben – fantastisch sowohl sprachlich als auch inhaltlich.

Die Auflösung ist nicht vollständig, sie lässt Raum für Spekulationen darüber, was eigentlich passiert ist. Für mich macht gerade das den Reiz aus – die Frage, wie sich die menschliche Psyche in solchen Umständen verhält.

Selten habe ich etwas Vergleichbares gelesen. Ich bin absolut begeistert und kann das Buch wirklich jedem empfehlen, der gerne liest.

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Veröffentlicht am 03.02.2025

Braucht Zeit

Sonderedition: Buchenleben
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Von Peter Wohlleben habe ich bereits mehrere Bücher gelesen und fand es immer spannend, Neues über den Wald zu erfahren. Daher war ich besonders gespannt auf sein aktuelles Werk.

Dieses Mal ist es eher ...

Von Peter Wohlleben habe ich bereits mehrere Bücher gelesen und fand es immer spannend, Neues über den Wald zu erfahren. Daher war ich besonders gespannt auf sein aktuelles Werk.

Dieses Mal ist es eher ein Roman als ein reines Sachbuch – und trotzdem lernt man einiges dazu.

Ich mag seinen Schreibstil sehr. Er ist zugänglich und macht es leicht, am Ball zu bleiben. Der Anfang hat mir besonders gut gefallen: abwechslungsreich und mit viel Witz. Es hat mir Spaß gemacht, zu rätseln, welche Waldbewohner hinter den fantasievollen Umschreibungen stecken. So werden etwa Pilze, Rehe und andere Tiere des Waldes auf kreative Weise beschrieben.

Ab etwa der Hälfte zog sich die Geschichte für mich jedoch etwas. Die Handlung kam nicht richtig voran, und die ständigen Umschreibungen wurden mir mit der Zeit etwas zu viel. „Brauner Tod“ konnte ich irgendwann einfach nicht mehr lesen.

Sehr gut gefallen haben mir die fachlichen Begleittexte zu jedem Kapitel. Ich habe sie nicht direkt nach dem jeweiligen Abschnitt gelesen, sondern erst am Ende – eben so, wie man ein Buch klassisch von vorne bis hinten liest (der innere Monk lässt grüßen).

Die Grundidee des Buches finde ich wirklich gelungen, und in vielen Punkten wurde sie auch gut umgesetzt. Vielleicht hätte ich mir einfach mehr Pausen beim Lesen gönnen sollen, damit es mir noch besser gefallen hätte. Trotzdem kann ich es empfehlen – es bietet wunderbare Einblicke und zeigt eindrucksvoll, wie wichtig jeder einzelne Baum ist.

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Veröffentlicht am 30.01.2025

Sehr guter Auftakt

Der Flug der Drachenreiter
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Auf dieses Buch habe ich mich sehr gefreut, denn der Klappentext versprach genau die Art von Fantasy, die ich liebe – mit einer fesselnden Geschichte, interessanten Charakteren und natürlich Drachen. Auch ...

Auf dieses Buch habe ich mich sehr gefreut, denn der Klappentext versprach genau die Art von Fantasy, die ich liebe – mit einer fesselnden Geschichte, interessanten Charakteren und natürlich Drachen. Auch das Cover hat sofort meine Neugier geweckt.

Und ich wurde nicht enttäuscht! Der Einstieg in die Geschichte fiel mir unglaublich leicht, und schon ab der ersten Seite war ich gefesselt. Zwar beginnt die Handlung eher gemächlich, und man fragt sich ständig, wann der erste große Twist kommt, doch langweilig wird es dabei nie.

Der Schreibstil hat mir besonders gut gefallen. Die Geschichte liest sich flüssig, ohne Stolpersteine oder unnötig verschachtelte Sätze. Die Spannung bleibt durchgehend erhalten, und es gibt kaum Längen.

Das Worldbuilding geschieht ganz natürlich nebenbei und wirkt stimmig. Es gibt viele faszinierende Geschöpfe, ein interessantes Magiesystem und abwechslungsreiche Landschaften, die bereits im ersten Band zur Vielfalt der Welt beitragen.

Jai als Hauptprotagonist hat mir sehr gefallen. Er hat glaubwürdige Schwächen und trifft nachvollziehbare Entscheidungen. Ich habe ihn schnell ins Herz geschlossen und mit ihm mitgefiebert. Auch die anderen Charaktere fand ich gelungen – besonders die Antagonisten, die großes Potenzial haben und bereits eine eindrucksvolle Kostprobe davon gegeben haben.

Die Handlung entwickelt sich gut. Wie bereits erwähnt, beginnt sie eher ruhig, was aber eine starke Verbindung zur Welt und zu Jai ermöglicht. Die Twists sind mal überraschend, mal vorhersehbar – eine gute Mischung.

Einziger Kritikpunkt für mich ist die große Ähnlichkeit zu Eragon. Ab dem Moment, in dem das Drachenei ins Spiel kommt, sind die Parallelen unübersehbar. Das hat mich eine Weile gestört, doch zum Glück nimmt die Geschichte später eine eigene Richtung. Ich hoffe sehr, dass das auch im zweiten Band so bleibt und sich die Handlung nicht doch wieder zu sehr an Eragon anlehnt.

Alles in allem hatte ich großen Spaß mit diesem Buch. Endlich mal wieder klassische, gut geschriebene Fantasy! Der Autor versteht sein Handwerk, und ich freue mich schon sehr auf den nächsten Band – der hoffentlich zeitnah kommt.

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