Not my darling
Not your DarlingDie 50er-Jahre finde ich ja sehr spannend und insbesondere die Entwicklung des Films in dieser Zeit klang nach einem vielversprechenden Thema.
Der Einstieg fiel mir leicht – der Text liest sich flüssig ...
Die 50er-Jahre finde ich ja sehr spannend und insbesondere die Entwicklung des Films in dieser Zeit klang nach einem vielversprechenden Thema.
Der Einstieg fiel mir leicht – der Text liest sich flüssig und ohne große Schwierigkeiten. Allerdings wirkte der Stil bereits zu Beginn recht schlicht, fast wie eine frühe Version vor dem letzten Feinschliff.
Dieses Gefühl verstärkte sich leider im weiteren Verlauf sowohl bei der Geschichte als auch bei den Charakteren.
Die Figuren blieben für mich unnahbar, sehr eindimensional und vorhersehbar – leider oft klischeehaft gezeichnet. Wirklich ins Herz schließen konnte ich niemanden.
Die Handlung begann spannend und war anfangs unvorhersehbar, sodass ich neugierig war, wohin sie führen würde. Doch mir fehlte die Tiefe. Die Geschichte wirkte zunehmend oberflächlich und gehetzt. Es schien, als wolle sie immer mehr Themen aufgreifen, als ursprünglich erwartet, doch genau das ließ sie für mich noch blasser erscheinen.
Der Plottwist bzw. die Auflösung war zwar überraschend, löste bei mir jedoch kaum etwas aus. Ja, es war unerwartet – aber leider nicht genug, um das Buch für mich zu retten.
Die behandelten Themen, insbesondere der Umgang mit Frauen in dieser Zeit, die gesellschaftlichen Erwartungen und das Verschweigen unbequemer Wahrheiten, hätten viel Potenzial gehabt. Doch dieses wurde aus meiner Sicht nicht ausreichend genutzt.