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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.03.2021

Kurweilig, spannend und sehr unterhaltsam - ein faszinierender zweiter Band!

Midnight Chronicles - Blutmagie
3

„Midnight Chronicles - Schattenblick“ war für mich das Jahreshighlight 2020 und zugleich der Auftaktband einer sechsteiligen Reihe der beiden Autorinnen Laura Kneidl und Bianca Iosivoni.
Ich war schon ...

„Midnight Chronicles - Schattenblick“ war für mich das Jahreshighlight 2020 und zugleich der Auftaktband einer sechsteiligen Reihe der beiden Autorinnen Laura Kneidl und Bianca Iosivoni.
Ich war schon sehr gespannt auf „Midnight Chronicles – Blutmagie“ und um es gleich vorneweg zu nehmen: Ich fand den zweiten Band fast noch einen Tick besser als den ersten Band.

Cain und Warden waren Kampfpartner und haben sich bedingungslos vertraut. Doch ein unvorhergesehenes Ereignis und dessen Folgen haben die beiden entzweit und sie haben sich seit über drei Jahren nichts mehr zu sagen. Warden ist auf der Jagd nach dem Vampirkönig Isaac und nachdem immer mal wieder Hunter spurlos verschwinden, bleiben Cain und Warden keine andere Wahl, als wieder zusammen auf die Jagd zu gehen. Doch kann das verlorene Vertrauen wiederhergestellt werden? Können sich die beiden aufeinander verlassen? Denn jeder Fehler führt unweigerlich zu großer Gefahr, wenn nicht zum Tod.

Da die Geschichte aufeinander aufbaut, ist es empfehlenswert mit „Midnight Chronicles – Schattenblick“ zu beginnen, um die Zusammenhänge einfach besser verstehen zu können.

Der Schreibstil ist locker-leicht, flüssig und mitreißend. Das Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt, was am Schreibstil sowie am faszinierendem Plot und einer interessanten Fantasy-Welt liegt, in die man gut eintauchen kann.
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Cain und Warden erzählt, was dem Leser einen guten Einblick in deren Gedanken - und Gefühlswelt gibt.

Was mir gut gefallen hat, war die Entwicklung, die Cain und Warden durchlaufen haben. Die war glaubwürdig und authentisch und hat mir die Figuren der beiden noch ein bisschen näher gebracht. Wardens Handlungsweisen habe ich so nach und nach verstanden und ich habe ihn mit jedem Kapitel ein Stückchen mehr ins Herz geschlossen. Cain hingegen fand ich von Anfang an sympathisch.
Die Autorin hat geschickt mit Rückblenden die Vergangenheit der beiden Stück für Stück aufgearbeitet.
Aber auch die Nebencharaktere sind liebevoll und abwechslungsreich gezeichnet. Mein heimlicher Favorit ist der Todesbote Kevin, der ein ums andere Mal für Erheiterung sorgt.

Die Story ist abwechslungsreich, es gibt Kapitel, in denen es ruhiger zugeht, es gibt aber auch Kapitel, die sehr actionreich sind und dann gibt es welche, die einfach unheimlich emotional sind. Die Mischung ist perfekt und die Spannung nimmt gegen Ende extrem zu. Es gibt Dinge, die bedingt vorhersehbar waren, doch es gibt viel mehr Aktionen, mit denen ich so nie gerechnet hätte. Das zusammen macht dieses Buch zu einer äußerst kurzweiligen Lektüre.

Was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat, war der im Hintergrund verlaufende Handlungsstrang um Roxy und Shaw. Man verliert nicht aus den Augen, dass Roxy die Zeit davonläuft.
Trotz der verschiedenen Handlungsstränge verliert man das Geschehen und die Personen nicht aus den Augen und das obwohl die Welt mittlerweile etwas umfangreicher geworden ist.

Fazit:
Insgesamt ein total kurzweiliger, spannender und emotionaler zweiter Band, der den Leser voller Vorfreude und Spannung auf Band 3 zurücklässt. Das Warten hat begonnen…….

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Fantasy
Veröffentlicht am 01.03.2021

Interessantes Setting - doch es gab einige Längen

Touch of Ink, Band 1: Die Sage der Wandler (Fesselnde Gestaltwandler-Romantasy)
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Für mich war es das erste Buch von Stefanie Lasthaus. Der Klappentext hat mich interessiert und das Cover ist ein echter Blickfang – das gefällt mir richtig gut.
Solange sie denken kann, hat Quinn ein ...

Für mich war es das erste Buch von Stefanie Lasthaus. Der Klappentext hat mich interessiert und das Cover ist ein echter Blickfang – das gefällt mir richtig gut.
Solange sie denken kann, hat Quinn ein Tattoo im Nacken, das wunderschön ist, aber niemand weiß, was es zu bedeuten hat.
Quinn bewirbt sich als Erstsemester an der Vancouver Island University für einen Job, den sie unbedingt haben möchte. Ihre Chancen stehen gut, bis Nathan auftaucht und ihr den Job vor der Nase wegschnappt. Sie ist von Nathan fasziniert und freundet sich mit ihm an.
Dann gibt es da auch noch die Blaise-Geschwister an der Uni, hier offensichtlich viel zu sagen haben, aber Nathan nicht mögen.
Was hat es mit den Attacken und Visionen auf sich, die Quinn immer häufiger hat?

Der Schreibstil der Autorin ist eigentlich locker-leicht und die Geschichte lässt sich gut lesen. Doch während der ersten 150 Seiten plätschert diese so dahin und ich war die ganze Zeit gespannt, wann denn nun etwas Spannendes oder Aufregendes passiert. Da waren mir einfach zu wenige Emotionen im Spiel und das Ganze hätte man durchaus abkürzen können. Es fühlte sich teilweise wie die Aneinanderreihung von Ereignissen an und für mich kam erst ab der Hälfte des Buches eine leichte Spannung auf.
Das fand ich sehr schade, denn bis dahin gab es einige Längen in der Story. Ab der Mitte hat sich die Spannung leicht gesteigert und gegen Ende wurde es rasant und es kam das, worauf ich die ganze Zeit gewartet habe.

Die Story ist abwechselnd aus Sicht der beiden Protagonisten Quinn und Nathan geschrieben, wobei Quinn eindeutig die höheren Anteile hat.
Sowohl Quinn als auch Nathan waren mir von Anfang an sympathisch. Quinn ist stark, ehrlich und hat keine Angst vor Gefahr. Nathan dagegen fand ich interessant und einen Tick geheimnisvoll. Doch es fiel mir schwer, eine Verbundenheit mit den Protagonisten zu empfinden, was wahrscheinlich daran lag, dass die Story für mich zu wenig emotional geschrieben war.

Aber ich will mich nicht nur beschweren, denn es gibt auch positive Seiten. Das Konstrukt bzw. das Konzept der Wandler sowie der historische Hintergrund dazu, hat mich positiv überrascht und überzeugt. Und das fulminante Ende hat wirklich viel Boden gutgemacht.

Fazit:
Eine durchaus interessante Grundidee. Die Story stürmt mit einigen Längen auf ein fulminantes Ende zu und macht neugierig auf den nächsten Band!

Veröffentlicht am 08.02.2021

Eine absolut gelungene Fortsetzung

Pros & Cons: Wesley
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Nachdem ich den ersten Band gelesen hatte, habe ich mich auf „Pros & Cons: Wesley“ sehr gefreut. Und im Gegensatz zum ersten Band, findet man diesmal sehr schnell in die Story. Das liegt sicher auch daran, ...

Nachdem ich den ersten Band gelesen hatte, habe ich mich auf „Pros & Cons: Wesley“ sehr gefreut. Und im Gegensatz zum ersten Band, findet man diesmal sehr schnell in die Story. Das liegt sicher auch daran, dass bei „Pros & Cons: Steele“ erstmal alle Charaktere nach und nach vorgestellt wurden – hier kennt man sie bereits. Und man weiß, dass Charlie etwas gegen die fünf Männer in der Hand hat, mit dem sie erpresst werden, damit sie Charlies Fälle lösen.
Ein interessanter Ansatz und das mit fünf Männern, die einiges auf dem Kasten haben und dann auch noch so heiß sind.

Der Schreibstil von A.E. Wasp ist locker-leicht, flüssig und es gibt humorvolle Dialoge, was einen großen Lesespaß verspricht.

Nachdem wir im letzten Band Steele und Breck näher kennenlernen durften, wurden diesmal der Focus auf Wesley und Danny gelegt, denn diesmal bekommt Wesley einen Umschlag von Charlies Anwältin.
Den nerdigen Wesley fand ich sympathisch, so wie er nach und nach aufgetaut ist. Danny dagegen muss man einfach von Anfang an ins Herz schließen. Seine Figur habe ich sehr geliebt. Ihn hat die Autorin mit besonders viel Tiefe gezeichnet und man erfährt nach und was ihm in seinem jungen Leben widerfahren ist.
Der nerdige Wes leidet etwas unter seinem eigentlich noch jungem Alter, denn in Dannys Gegenwart fühlt er sich irgendwie alt. Und auch sonst erhält man kurze Einblicke in Wesleys Vergangenheit.

Die Story wird abwechselnd aus der Sicht der beiden erzählt. Der Fall ist nicht auf den ersten Blick zu lösen. Um dem vermeintlichen Täter auf die Spur zu kommen, ermittelt die Truppe auf einer privaten Luxusinsel. Die einen als Gäste des Luxus-Resorts, die anderen als einfache Angestellte.
Während die Truppe auf der Insel nach Hinweisen sucht, tanzen Wes und Danny umeinander herum. Es war herrlich mitanzusehen, wie sie sich gegenseitig anziehen, die Anziehungskraft aber doch nicht zugeben wollen. Und dass Wes so herrlich eifersüchtig sein kann hätte ich von ihm gar nicht erwartet.

Die fünf Männer kommen dem Täter näher und näher. Der Fall ist spannend und actionreich und ich habe direkt mitgefiebert. Genauso wie ich mit Wesley und Danny mitgefiebert habe – die zwei sind aber auch heiß.
Das trifft auch auf den Rest der Truppe zu – und Leo als Barkeeper hat definitiv meine Aufmerksamkeit erlangt.
Ich fand es schön zu sehen, wie sich die Truppe der fünf Männer, die sich vorher nicht kannten, von Band zu Band mehr zusammenfindet.

Fazit:
Die Story besticht durch Action, Spannung, tollen Charakteren, heißen Szenen und einem faszinierenden Humor – für mich eine absolut gelungene Mischung, von der ich bitte mehr will! Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Band.

Veröffentlicht am 30.01.2021

Werwölfe und Vampire oder Adrian und Lucian

Wolfsnächte - Der Sturm in dir
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In letzter Zeit habe ich ein paar Bücher aus dem Omegaverse gelesen und ich muss gestehen, dass mich hier der Klappentext neugierig gemacht hat. Die Autorin Elfi Jäger kannte ich bisher nicht, aber ich ...

In letzter Zeit habe ich ein paar Bücher aus dem Omegaverse gelesen und ich muss gestehen, dass mich hier der Klappentext neugierig gemacht hat. Die Autorin Elfi Jäger kannte ich bisher nicht, aber ich war von ihrem Schreibstil positiv überrascht. Dieser ist flüssig und mitreißend und Spannung war schon im Prolog da. Die Sprache ist recht einfach gehalten, aber das hat mir nichts ausgemacht und so sind die Seiten nur so dahingeflogen.

Der Leser taucht in eine Welt von Gestaltwandlern ein, in denen es Werwölfe, Vampire und Magier gibt. Lucian ist ein junger Omega, der nicht ganz so unterwürfig ist, wie er sein sollte und von den Alphas in seinem Haushalt nicht immer gut behandelt wird, was ihn aber nicht weiter daran hindert, sich zu widersetzen. Der Sohn seines Packs, Ravi macht ihm das Leben schwer. Dann zieht auch noch der Halbbruder Adrian ein, ebenfalls ein Alpha, doch ein Wolf-Vampir-Hybrid, der bisher bei seinem Vater gelebt hat. Er hat von Lucian gleich eine vorgefasste Meinung, ohne die Gegebenheiten zu hinterfragen.

Die Charaktere sind gut entworfen, aber der eine oder andere hätte durchaus noch etwas mehr an Tiefe vertragen. Es gibt Figuren, die sind sympathisch und andere, die man nicht so gerne mag, was aber durchaus reizvoll im Zusammenspiel ist.

Ich wäre Ravi öfter mal gerne an die Gurgel gesprungen, genauso wie seinem Vater. Beide lassen ihr Alphagehabe heraushängen und nehmen nicht sonderlich viel Rücksicht auf die Gefühle der Omegas.
Was mir dagegen echt gut gefallen hat, war Adrians Entwicklung. Er kam anfangs etwas arrogant rüber, aber ich habe ihn im Laufe der Story echt ins Herz geschlossen - ebenso wie die beiden Omegas.

Man merkt beim Lesen direkt, dass es zwischen Lucian und Adrian knistert, doch die beiden brauchen eine ganze Weile, um das selber festzustellen.

Das Verhalten einiger Charaktere war nicht immer nachvollziehbar und manche Verhaltensmuster von Protagonisten haben auf Dauer etwas genervt, trotzdem hat sich das Buch gut lesen lassen.

Die Handlung hatte spannende Stelle, war teilweise vorhersehbar, doch dann kamen ab und zu Wendungen, mit denen ich so nicht gerechnet habe - insgesamt eine gute Mischung. Es gab beim Lesen kurze Längen, doch in der Gesamtschau war die Story unterhaltsam und man sollte sich bewusst sein, dass eine Portion Erotik mit an Bord ist.

Fazit:
Ein toller Schreibstil mit einem guten Setting und einer meist spannenden Handlung. Insgesamt eine tolle Gestaltwandlerstory mit kleinen Schwächen – von mir gibt’s eine Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 28.01.2021

Ein guter Abschluss der Serie

Shadowscent - Die Krone des Lichts
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Ich hatte mir den ersten Band als Hörbuch angehört und wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Deswegen dachte ich mir, nichts wie auf nach Aramtesch ins Reich der Düfte zu Rakel und Ash. Auf Ash war ...

Ich hatte mir den ersten Band als Hörbuch angehört und wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Deswegen dachte ich mir, nichts wie auf nach Aramtesch ins Reich der Düfte zu Rakel und Ash. Auf Ash war ich besonders gespannt, da ich nach dem Ende des letzten Bandes keine Ahnung hatte, was aus ihm geworden ist.

Vorweg: Es ist ungefähr ein Jahr her, dass ich Band eins gelesen habe und nach dieser Zeit war mir der Inhalt des Vorgängerbandes einfach nicht mehr präsent. Es wäre schön gewesen, wenn man zu Beginn eine kurze Zusammenfassung hätte lesen können. So habe ich mich etwas schwer getan, in die Geschichte zu kommen und es dauerte schon ein paar Kapitel, bis ich dann so nach und nach mit der Welt von Aramtesch und ihren Eigenheiten warm wurde.
Doch sobald ich an diesem Punkt angekommen war, konnte ich mich voll auf Shadowscent einlassen.

Rakel hat es geschafft Nisai zu retten, doch hat er deutlich mit den Folgen der Vergiftung zu kämpfen. In Nisais Abwesenheit hat sein Bruder die Gelegenheit ergriffen, um den Thron zu besteigen. Doch nun bedroht eine furchtbare Krankheit die Stadt und das Reich, weshalb sich Rakel und Nisai mitsamt Gefolge auf den Weg machen, um die Welt zu retten. Dabei wird Rakel unverhofft mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Ash dagegen kämpft einen ganz anderen Kampf, den er wird von Zoster gefangen gehalten, damit dieser mit ihm experimentieren kann.
Gelingt es die Welt von Aramtesch zu retten?

Der Schreibstil der Autorin ist locker-leicht und eingängig, sodass sich das Buch an und für sich gut lesen lässt. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Rakel, Ash und nun neu Luz erzählt.
Mit Luz hatte ich so meine Schwierigkeiten, denn ich konnte mit ihr als Figur nicht viel anfangen. Ihre Passagen waren durchaus spannend, daran lag es nicht und sie war mir auch nicht sonderlich sympathisch, doch das ist auch nichts, was mich normalerweise an einem Buch stört. Aber irgendwie waren Luz und ihre Motive für mich nicht wirklich greifbar. Beispiel: In der einen Minute, versucht sie Ash umzubringen und als dann andere Personen auftauchen, ist dann alles vergessen und vorbei.

Die Charaktere waren meist gut ausgearbeitet, aber bei einigen fehlte mir die innere Stärke und die Charakterfestigkeit. Nisais Persönlichkeit hat sich durch die Vergiftung verändert, was durchaus plausibel scheint. Doch hat mir die Verbundenheit, die Nisai und Ash im ersten Band miteinander teilten, tatsächlich gefehlt. Ich fand es sehr schade, dass Nisai nicht um Ash gekämpft hat und habe Nisais Umgang mit Ash einfach nicht gutheißen können, aber das ist mein persönliches Empfinden.
Die Autorin hatte gute Ideen, aber sie hätte die Umsetzung etwas tiefer und bildhafter gestalten können. Man hat zwar ein Bild der Welt, aber dieses war vor meinen Augen nicht immer detailliert.

Die Handlung ist meist spannend und je weiter man liest, desto mehr taucht man ein, aber halt nicht vollständig. Zwischendurch gibt es die ein oder andere Länge in der Geschichte, in der nicht sehr viel passierte.
Das Ende war hat für mich gepasst, auch oder vielleicht gerade deswegen, weil es mal anders war, doch das ist für mich in Ordnung.

Fazit:
P.M. Freestone hat eine interessante Welt mit lebendigen Charakteren und ungewöhnlichen Schauplätzen geschaffen. Ich kann durchaus beide Teile empfehlen, auch wenn ich mir von Band 2 etwas mehr erwartet hätte – 3,5 Sterne