Ich liebe solche Geschenk-Bücher und besitze bereits den Vorgänger „Geborgen“ von Magdalena Fournillier. Auch diesmal gelingt es der Autorin, warmherzige Bilder mit berührenden Worten zu verbinden. ...
Ich liebe solche Geschenk-Bücher und besitze bereits den Vorgänger „Geborgen“ von Magdalena Fournillier. Auch diesmal gelingt es der Autorin, warmherzige Bilder mit berührenden Worten zu verbinden. Mir persönlich hat der Vorgänger jedoch etwas besser gefallen – die Botschaften trafen mich dort noch direkter.
„Geliebt“ steht dem Erstlingswerk qualitativ allerdings in nichts nach. Wer seinen Liebsten durch ein Buch zeigen möchte, wie wichtig er oder sie einem ist, liegt mit diesem Titel genau richtig. Die Liebe wird hier in all ihren Facetten dargestellt: die Liebe in uns selbst, zur Welt, zu anderen Menschen – und die Art, wie wir besondere Momente miteinander teilen.
Es gibt aber auch Zeilen, die den Augenblicken gewidmet sind, in denen man sich einsam, verlassen oder schlichtweg nicht geliebt fühlt. Das Buch erinnert daran, dass Liebe immer da ist – auch dann, wenn wir sie gerade nicht greifen oder spüren können. Es vermittelt, dass Liebe bedingungslos ist und man sich nie fragen muss, ob man „genug“ ist. Gleichzeitig appelliert die Autorin daran, sich in all dem nicht selbst zu verlieren.
Ein wunderschönes Buch, das man auch schon Jüngeren vorlesen kann. Der Zeichenstil ist detailreich, liebevoll und sehr natürlich.
Das Buch handelt von einem magischen Autorenwettbewerb, an dem Liv teilnimmt – ohne zu ahnen, worauf sie sich wirklich einlässt. Um zu siegen, müssen die Teilnehmer gefährliche Challenges bestehen, ...
Das Buch handelt von einem magischen Autorenwettbewerb, an dem Liv teilnimmt – ohne zu ahnen, worauf sie sich wirklich einlässt. Um zu siegen, müssen die Teilnehmer gefährliche Challenges bestehen, jede von einer der neun Musen ausgerichtet. Doch gibt es hier tatsächlich etwas zu gewinnen – oder am Ende nur zu verlieren?
Zu Beginn kam ich sehr gut in die Geschichte hinein, und spätestens mit dem Start des Wettbewerbs war ich überzeugt, dass mich hier ein wundervolles Buch erwartet. Leider ließ meine anfängliche Euphorie im weiteren Verlauf nach. Woran das lag? Vermutlich an Punkten, die andere Leser:innen vielleicht gerade lieben.
Hier meine Eindrücke:
Forcierte Lovestory & Spice: Im Mittelteil wird es deutlich schwärmerischer und expliziter. Für mich wirkte das an dieser Stelle unpassend und fast so, als hätte ich einen Zwischenschritt verpasst. Besonders forciert erschien mir das Thema Liebe durch eine Regel der Jury: Niemand darf sich ineinander verlieben, sonst droht der Ausschluss aus dem Wettbewerb. Das ließ die Liebesgeschichte für mich leider sehr konstruiert wirken.
Humor: Der Humor der Autorin ist grundsätzlich großartig, aber etwas überbordend. Er zieht sich konsequent durch fast jede Seite – so sehr, dass er für mich irgendwann an Wirkung verlor und stellenweise eher störte. Dadurch ging in manchen Szenen der nötige Ernst verloren, der der Geschichte mehr Facettenreichtum verliehen hätte.
Vorhersehbarkeit: Nach Beginn des Wettbewerbs gab es für mich nur noch wenige echte Überraschungen.
Viel Action, wenig Tiefe: Mir fehlten ruhigere Momente, um der Handlung und den Figuren mehr emotionale Tiefe zu verleihen.
Insgesamt hatte ich das Gefühl, eher von außen zuzusehen, statt wirklich in die Geschichte einzutauchen. Obwohl viele Leser:innen das Buch lieben und es sogar als neues Lieblingsbuch bezeichnen – was ich aufgrund einiger kreativer Ideen durchaus nachvollziehen kann – blieb für mich persönlich der Funke aus.
Als ich von diesem Set erfuhr, wusste ich direkt, dass ich es haben muss – und bin nach wie vor begeistert von der Grundidee, Archetypen mit Innerer-Kind-Arbeit zu verbinden. Beim Legen merke ich deutlich, ...
Als ich von diesem Set erfuhr, wusste ich direkt, dass ich es haben muss – und bin nach wie vor begeistert von der Grundidee, Archetypen mit Innerer-Kind-Arbeit zu verbinden. Beim Legen merke ich deutlich, dass es genau das Set ist, das ich im Moment brauche.
Gestalterisch gefallen sie mir sehr gut: Der Stil ist dunkel, geheimnisvoll und voller kleiner Details. Sie liegen angenehm in der Hand und wirken insgesamt stimmig. Was mich allerdings etwas stört, ist der Einsatz von KI bei der Gestaltung – bei manchen Karten merkt man einfach, dass sie dadurch leicht unstimmig wirken. Trotzdem sind die Motive schön anzusehen und transportieren die gewünschte Stimmung. Man merkt, dass sie trotz KI-Nutzung nicht "auf die Schnelle" entstanden sind.
Etwas enttäuscht war ich von der Materialqualität. Im Vergleich zu anderen Decks, auch zwei weiteren aus demselben Verlag, wirken sowohl Karten als auch Box weniger stabil. Das finde ich schade, denn bei häufigem Gebrauch nutzt sich so ein Deck natürlich schneller ab. Ich bin daher etwas unsicher, wie langlebig die Karten auf Dauer sein werden.
Inhaltlich überzeugt mich das Set aber voll und ganz. Schon die erste Legung hat bei mir Themen berührt, die immer wiederkehren – aber auch Bereiche gezeigt, die ich bereits positiv transformieren konnte. Das hat mich sehr berührt und motiviert, weiter mit dem Deck zu arbeiten.
Das Booklet ist liebevoll gestaltet und hochwertig. Es erklärt kurz und klar die Grundlagen der Inneren-Kind-Arbeit sowie die Rolle des „Inneren Jugendlichen“. Auch ohne Vorkenntnisse kann man damit gut einsteigen. Die einfachen Legesysteme sind verständlich beschrieben, und die Texte zu den Karten laden wirklich zum Reflektieren ein. Ein kleines Plus wäre noch ein Inhaltsverzeichnis mit Seitenzahlen gewesen – das würde die Orientierung erleichtern.
Fazit: Eine wundervolle Idee, die inhaltlich stark und inspirierend umgesetzt wurde.
Thema und Aufbau sind top – nur die Qualität von Karten und Box dürfte gerne etwas hochwertiger sein. Ich hoffe, dass sie trotzdem lange halten, denn ich werde sie sicher noch oft zur Hand nehmen.
Gleich die ersten beiden Kapitel haben mich völlig gepackt. Nhika, die Protagonistin, schlägt sich als Betrügerin durch und nutzt ihre Gabe hauptsächlich zu ihrem eigenen Vorteil – bis sie in einem schwachen ...
Gleich die ersten beiden Kapitel haben mich völlig gepackt. Nhika, die Protagonistin, schlägt sich als Betrügerin durch und nutzt ihre Gabe hauptsächlich zu ihrem eigenen Vorteil – bis sie in einem schwachen Moment die schwerkranke Frau eines Mannes heilt, der sie daraufhin verrät. Sie wird gefangen genommen und soll verkauft werden.
Schließlich wird sie von einem Mädchen erworben, das sich als Erbin einer wohlhabenden Familie entpuppt. Auf dem Congmi-Anwesen soll Nhika helfen, einen Mann aus dem Koma zu heilen, doch ihre Gabe ist nicht stark genug ausgeprägt. Trotz ihrer Gefangenschaft lebt sie dort vergleichsweise gut – sie hat Komfort, den sie sich sonst nie leisten könnte, und Zugang zu zahlreichen Büchern. Diese neue Umgebung gibt ihr die Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln. Gleichzeitig verdichten sich die Geheimnisse um die Familie Congmi, besonders nach der Beerdigung des Familienvaters. Es wird schnell klar, dass einer der Gäste möglicherweise dessen Mörder ist.
Ven Kochin, eine weitere Schlüsselfigur, tritt hier erstmals deutlicher in Erscheinung. Er scheint Nhikas wahre Identität zu erahnen, was ihr gefährlich werden könnte. Ich war gespannt, wie sich die Handlung weiterentwickelt und welche Rolle Kochin noch spielt – insbesondere, da Nhika unbedingt vermeiden muss, als Bloodcarver erkannt zu werden. Etwas irritierend fand ich lediglich die Benennung der Orte nach asiatischen Sternzeichen, da dieser Aspekt in diesem Band keine tiefere Bedeutung zu haben scheint.
Zwischendurch ließ die Spannung für mich etwas nach. Es entstehen zwar neue Rätsel, und Nhika findet langsam ihren Platz auf dem Anwesen, doch insgesamt fehlte mir ein wenig der Schwung des sehr starken Einstiegs. Trotzdem bleibt die Geschichte interessant, vor allem durch die detaillierte Beschreibung von Nhikas Gabe und ihren Grenzen. Die Autorin hat Biologie studiert und dieses Wissen detailreich in die Darstellung des „Sänftigens“ einfließen lassen. Besonders faszinierend ist, wie präzise beschrieben wird, auf welche Weise Nhika Menschen heilen – oder auch verletzen – kann. Die Verknüpfung von wissenschaftlichen Elementen mit fantastischen Motiven macht das Werk zu einem gelungenen Beispiel wissenschaftlicher Fantasy, einem Genre, das die Autorin sichtlich beherrscht.
Trotz einiger Längen liest sich das Buch angenehm und mit emotionaler Tiefe. Es behandelt Themen wie Verlust, Vertrauen, Manipulation und Vorurteile. Der Stil ist eher ruhig und weniger actionreich, dafür stark auf die innere Entwicklung und Dynamik der Figuren fokussiert. Auch die Romantik spielt eine eher zurückhaltende Rolle und entsteht sanft statt abrupt – was ich persönlich sehr gelungen finde.
Nhika ist eine Figur, in die ich mich sehr gut hineinversetzen konnte. Sie wirkt nach außen stark, ist aber innerlich verletzlich – ein Charakter, der großes Identifikationspotenzial bietet, besonders für Menschen, die sich „anders“ fühlen oder selten wirklich angenommen. Auch Kochin fügt sich gut in dieses Muster ein.
Die Congmis verkörpern dabei keine offene Ablehnung, sondern vielmehr die vorsichtige Skepsis einer Gesellschaft gegenüber dem Unbekannten. Sie behandeln Nhika mit einer gewissen Distanz, nicht aus Bosheit, sondern aus tief verwurzeltem Misstrauen gegenüber dem, was sie nicht verstehen – in diesem Fall einer Heartsooth, wie sie sich selbst nennt, während die Außenwelt ihre Art abwertend Bloodcarver nennt. Diese Dynamik lässt sich wunderbar auf reale gesellschaftliche Themen übertragen – etwa auf den Umgang mit queeren, neurodivergenten oder anderweitig „außerhalb der Norm“ stehenden Menschen.
Die gesellschaftskritischen Untertöne sind bemerkenswert realitätsnah und lassen sich fast 1:1 auf unsere heutige Welt übertragen, insbesondere in Bezug auf Machtstrukturen, Ausgrenzung und soziale Ungerechtigkeit.
Zum Ende hin wird die Geschichte zunehmend düster und deutet auf einen deutlich ernsteren zweiten Band hin, der viele moralische und ethische Abgründe aufgreifen könnte. Schon in diesem Teil werden philosophische Fragen zu Leben und Tod angedeutet, die dem Buch eine nachdenkliche Tiefe verleihen.
Fazit:
Das Buch bietet eine gelungene Mischung aus Spannung, Emotionalität und gesellschaftlicher Tiefe – mit kleineren Schwächen im Mittelteil, aber einem eindrucksvollen und nachhallenden Ende. Besonders für Leser*innen, die komplexe Figuren, moralische Fragestellungen und fein verwobene, tiefsinnige Fantasygeschichten schätzen, ist dieser Roman absolut empfehlenswert.
Ich habe bisher nur wenige Kochbücher gefunden, die mich wirklich überzeugen konnten, da viele für meinen Geschmack zu unübersichtlich sind: redundanter Text, verschachtelte Erklärungen und eine ...
Ich habe bisher nur wenige Kochbücher gefunden, die mich wirklich überzeugen konnten, da viele für meinen Geschmack zu unübersichtlich sind: redundanter Text, verschachtelte Erklärungen und eine unlogische Reihenfolge machen das Nachkochen oft unnötig kompliziert. Restlos zufrieden bin ich bisher nur mit den Rezeptkarten und Büchern von HelloFresh.
Dieses Buch hier hat mich jedoch positiv überrascht. Zwar könnte die Struktur stellenweise noch verbessert werden – Zutaten könnten im Text stärker hervorgehoben und manche Beschreibungen präziser formuliert sein – dennoch sind die einzelnen Schritte verständlich erklärt und insgesamt gut nachvollziehbar.
Die Unterteilung in Frühstück, Mittag- und Abendessen ist eine nette Idee, für mich aber nicht zwingend notwendig. Manche Zutaten sind eher hochpreisig oder in ländlicheren Gegenden schwer zu bekommen, lassen sich aber in den meisten Fällen durch kostengünstigere Alternativen ersetzen. Grundsätzlich bleibt alles umsetzbar und preislich akzeptabel.
Die eingestreuten Fun-Facts zu den Essgewohnheiten der Deutschen sind interessant, auch wenn ich mich darin persönlich nicht wiedergefunden habe. Für meinen Alltag wird das Buch eher eine Ergänzung als ein Standardwerk sein, da es mir textlich insgesamt etwas sperrig ist.
Optisch und vom Layout her ist es allerdings sehr gelungen. Bisher habe ich nur wenige Rezepte ausprobiert, die waren aber problemlos umsetzbar.