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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.09.2025

Das Mal des Phoenix

Nightblood Prince
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Die von Molly X. Chang erschaffene Welt hat mich sofort neugierig gemacht. Auch wenn ich mir stellenweise noch etwas mehr Hintergrund gewünscht hätte, war der Aufbau atmosphärisch und spannend. ...

Die von Molly X. Chang erschaffene Welt hat mich sofort neugierig gemacht. Auch wenn ich mir stellenweise noch etwas mehr Hintergrund gewünscht hätte, war der Aufbau atmosphärisch und spannend. Besonders die Idee der Prophezeiung hat mir gefallen: Fei ist nicht einfach nur eine Frau, die aus politischen Gründen verheiratet werden soll – in ihr ruht eine Macht, die ihren Gemahl zum Kaiser aller Kaiser machen könnte.

Gleichzeitig wird deutlich, dass Fei selbst von düsteren Visionen geplagt ist und mit der Vorstellung, Prinz Shiwang zu heiraten, wenig anfangen kann. Auch wenn er sich um sie bemüht, bleibt ihre Rolle als Frau in dieser Welt eine untergeordnete. Sehr interessant fand ich hingegen die Dynamik zwischen ihr und dem Herrscher des verfeindeten Königreichs, die für eine ganz andere Spannung sorgt.

Die Geschichte überzeugt mit Tiefe, einem angenehmen Erzählstil und einigen gelungenen Wendungen. Dennoch gibt es auch Längen, die es mir nicht immer leicht gemacht haben, dranzubleiben. Trotzdem hat das Buch es geschafft, meine Neugier immer wieder neu zu entfachen und mich auf die Fortsetzung gespannt zu machen.

Fazit: Nightblood Prince bietet eine faszinierende Mischung aus Magie, Prophezeiung und politischen Intrigen. Trotz kleiner Schwächen lohnt es sich, dranzubleiben – denn die Geschichte belohnt mit Spannung und macht Lust auf mehr.

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Veröffentlicht am 05.09.2025

Wie ein Schnellzug durch eine Traumwelt

Water Moon
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Cozy Fantasy aus Japan ist gerade ziemlich im Trend – und mit "Water Moon" ist nun auch ein längerer Roman ins Deutsche übersetzt worden. Schön fand ich, dass die Geschichte nicht episodenhaft erzählt ...

Cozy Fantasy aus Japan ist gerade ziemlich im Trend – und mit "Water Moon" ist nun auch ein längerer Roman ins Deutsche übersetzt worden. Schön fand ich, dass die Geschichte nicht episodenhaft erzählt wird, sondern man dieselben Figuren durchgehend begleitet. Ganz so cozy bleibt es allerdings nicht: Zwischendurch wird es auch mal düster oder sogar unheimlich. Besonders das kleine Pfandhaus, in dem man bereute Entscheidungen gegen Seelenfrieden eintauschen kann, hat mich sofort an mein liebstes KDrama Mystic Pop-Up Bar erinnert.



Was mir leider gefehlt hat, war die liebevolle Zeichnung der Charaktere. Kei und Hana waren praktisch sofort verliebt, während ich als Leserin noch in ihrer Kennenlernphase hing – da wurde der Schritt von Freundschaft zu Beziehung einfach übersprungen. Haruto, der erst recht spät auftaucht, wirkte auf mich noch am greifbarsten. Mit „Love at first sight“ tue ich mich generell schwer, deswegen wirkte die Entwicklung für mich ein bisschen karikaturhaft.



Die Welt selbst steckt voller spannender Ideen: Pfützen, durch die man in andere Sphären springt, Räume wie Züge, gefaltete Zeit … einiges davon fand ich richtig schön und originell. Aber kaum wurde etwas eingeführt, ging es auch schon weiter. Statt Raum zu geben, wurde Idee an Idee gereiht – fast wie eine Fahrt im Schnellzug durch ein Bilderkarussell. Auf Dauer war das für mich eher ermüdend.



In meiner Leserunde kam Water Moon übrigens sehr gut an, und ich verstehe auch, warum. Es ist kreativ, atmosphärisch und hat manchmal fast etwas Meditatives. Für mich hätte die Geschichte aber einfach mehr Ruhe gebraucht, um wirklich zu wirken. Als Anime-Film oder Serie könnte ich mir das Ganze sogar noch besser vorstellen, weil dort die einzelnen Szenen mehr Zeit bekämen. So bleibt für mich eine tolle Grundidee, die in ihrer Umsetzung zu hastig und überladen erzählt ist.



Fazit:

Innovativ und fantasievoll, aber auch chaotisch und manchmal anstrengend. Wer sich gern von einer sprunghaften Traumwelt treiben lässt, wird wahrscheinlich begeistert sein. Wer lieber tiefer in Charaktere und Ideen eintaucht, könnte sich wie ich ein bisschen gehetzt fühlen.

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Veröffentlicht am 01.09.2025

Süße Träume

Die kleine Spinne Widerlich freut sich auf ihr Bettchen
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Die beliebte Kinderbuchreihe Die kleine Spinne Widerlich von Diana Amft ist um einen neuen Band gewachsen: Die kleine Spinne Widerlich freut sich auf ihr Bettchen. Schon der Titel verrät, worum es diesmal ...

Die beliebte Kinderbuchreihe Die kleine Spinne Widerlich von Diana Amft ist um einen neuen Band gewachsen: Die kleine Spinne Widerlich freut sich auf ihr Bettchen. Schon der Titel verrät, worum es diesmal geht – ums Einschlafen.

Wer die Abenteuer der kleinen Spinne und ihrer Familie noch nicht kennt, hat definitiv etwas verpasst. Denn während viele Menschen Spinnen mit Angst oder Ekel verbinden, wecken diese liebevoll vermenschlichten Charaktere ausschließlich Sympathie. Unterstützt wird das durch die detailreichen, warmherzigen Illustrationen, an denen man sich kaum sattsehen kann.

In dieser Geschichte klagt die kleine Spinne über Einschlafprobleme und wendet sich zunächst an ihre Mama. Auf ihrer Suche nach einer Lösung fragt sie dann auch andere bekannte Figuren aus der Reihe nach ihren persönlichen Einschlafritualen. Jeder hat dabei seinen ganz eigenen Weg, und am Ende findet auch die kleine Spinne entspannt in den Schlaf.

Die Erzählung ist ruhig und sanft gehalten. Besonders schön: Keiner der Tipps wird als einzig richtige Lösung dargestellt. Stattdessen werden verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt, die kindgerecht vermitteln, dass jeder seinen eigenen Weg finden darf – ganz ohne Druck.

Ein zusätzliches Highlight ist das beiliegende Türschild – eine süße Idee, die Kinder sicher begeistert. Solche kleinen Aufmerksamkeiten finden sich auch in anderen Bänden der Reihe wieder. Außerdem lädt in diesem Band ein kleines Suchspiel zum Mitmachen ein: Auf jeder Seite versteckt sich eine Ameise, die entdeckt werden möchte. Das sorgt für extra Freude beim gemeinsamen Anschauen und Lesen.

Fazit: Ein einfühlsames, interaktives und wunderschön illustriertes Buch, das Kindern sanft beim Einschlafen hilft, Eltern Inspiration für abendliche Rituale bietet und durch liebevolle Extras noch mehr Spaß bereitet.

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Veröffentlicht am 25.08.2025

Über alle Konventionen hinweg

Mein Name ist Emilia del Valle
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Das Cover zu "Mein Name ist Emilia Del Valle" von Isabel Alende gefällt mir sehr gut. Ich mag eher seltener Cover mit Personen vorne drauf, aber hier wird es künstlerisch und als Symbol für Aufbruch ...

Das Cover zu "Mein Name ist Emilia Del Valle" von Isabel Alende gefällt mir sehr gut. Ich mag eher seltener Cover mit Personen vorne drauf, aber hier wird es künstlerisch und als Symbol für Aufbruch und Freiheit gesetzt. Die Wellen, Wolken und Vögel im Hintergrund heben dies zusätzlich hervor.

Dieser Roman ist der erste, den ich von der Autorin je gelesen habe. Sie schreibt sehr detailliert und manchmal gibt es dadurch einige Längen. Nichts desto trotz konnte mich die Geschichte begeistern. Ich mochte Emilia und konnte ihren Drang zum Schreiben selbst nachvollziehen. Es muss hart gewesen sein für das Ausleben seiner Leidenschaft zunächst ein Pseudonym verwenden zu müssen. Irgendwann durfte sie für eine Zeitung auch ohne das Pseudonym schreiben, aber dahinter steckt ein harter Kampf. Etwas, das Männer einfach direkt ohne große Leistung gesurft hätten.

Die Romanze hätte es für mich nicht gebraucht. Interessant waren die Einblicke nach Chile zur Zeit des Bürgerkriegs im 19.Jahrhundert. Darüber wusste ich bisher fast gar nichts.

Insgesamt ein sehr guter Roman, wenn man gewillt ist ein paar Längen und ausführliche Beschreibungen in Kauf zu nehmen.

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Veröffentlicht am 20.08.2025

Das Schicksal liegt in deiner Hand... oder nicht?

How to Fight Fate: Ist es wahre Liebe, wenn das Schicksal den Seelenpartner vorherbestimmt? Enemies-to-Lovers-Romantasy Young Adult Buch ab 14 Jahren mit Farbschnitt nur in der 1. Auflage (Fate Dilogie, Bd. 1)
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Der Roman lebt von einem liebevoll und einzigartig gestalteten Worldbuilding. Zu Beginn begleiten wir Kiana bei einer Seelenzeremonie, bei der ihr ein Seelenpartner zur Seite gestellt wird – von den Göttern ...

Der Roman lebt von einem liebevoll und einzigartig gestalteten Worldbuilding. Zu Beginn begleiten wir Kiana bei einer Seelenzeremonie, bei der ihr ein Seelenpartner zur Seite gestellt wird – von den Göttern so gewollt, und doch wirkt es eher wie eine Zwangsehe. Die Alternative bedeutet allerdings, in den Krieg zu ziehen.
Nachdem Kianas Partner getötet wird, wächst sie an der Seite von Tyron und Nevin zur Schicksalsbrecherin heran.

Zwischen Tyron und Kiana herrscht von Anfang an eine dynamische Spannung, die sich in vielen Wortgefechten zeigt. Gleichzeitig entwickelt sich eine langsame Verbindung, die so gar nicht vom Schicksal vorgesehen war. Auch Nevin wuchs mir ans Herz und bildet mit seinem liebevollen Wesen einen schönen Kontrast zu dem eher zynischen Tyron.

Immer wieder stellt sich die Frage: Wie wichtig ist es eigentlich, einen Partner fürs Leben zu haben? Können wir nicht auch allein unser Glück finden? Da ich persönlich eher asexuell und aromantisch bin, empfand ich diese Herangehensweise erfrischend anders. Durch Nevin wird zudem angedeutet, dass nicht jeder eine romantische Beziehung für sich braucht.

Das Buch endet mit einem fiesen Cliffhanger, und ich bin sehr gespannt auf den zweiten Band.

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