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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.08.2018

Hält leider nicht dem Niveau anderer Barbara Wood Bücher stand!

Spur der Flammen
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Als die junge Archäologin Candice an das Sterbebett ihres Professors gerufen wird, fordert er sie auf, eine mysteriöse Keilschrifttafel zu retten. Candice macht sich mit dessen Sohn, Detective Glenn Masters, ...

Als die junge Archäologin Candice an das Sterbebett ihres Professors gerufen wird, fordert er sie auf, eine mysteriöse Keilschrifttafel zu retten. Candice macht sich mit dessen Sohn, Detective Glenn Masters, auf die Suche – eine Suche, die beide in höchste Gefahr bringt. Candice und Glenn geraten in die Fänge eines rätselhaften Geheimbundes.

Die Bücher von Barbara Wood lese ich besonders gern und habe mich auch auf dieses Buch sehr gefreut. Leider kann es nicht mit ihren anderen Werken mithalten. Zum einen sind die Charaktere klischeehaft angelegt, völlig überzogen und durchaus farblos, sie sind durchweg austauschbar. Zum anderen ist die Handlung lediglich eine vorhersagbare und langatmige Aneinanderreihung von Szenen ohne Spannung.
Aber was mich am meinsten enttäuscht hat, hier hat Frau Wood versucht, einen mysteriösen Roman wie Dan Brown zu schreiben, ist aber leider an dieser Aufgabe kläglich gescheitert. Spannung kommt hier jedenfalls nicht auf und der Plot ist einfach nur unlogisch und schleppend.

Die historischen Hintergründe sind einfach nur ein bunter Haufen von alten
ägyptischen Mythen, Geheimbünden und Bibellegenden. Das lässt an "Illuminati" denken, ist aber leider inhaltlich nicht so gelungen.
Ich hatte Schwierigkeiten, dem Buch bis zum Ende zu folgen.
Schade, denn die Autorin kann es wirklich besser.


Nicht zu empfehlen, da gibt es bessere Bücher von Barbara Wood.

Veröffentlicht am 22.08.2018

Kurzweilige Reise bis nach Konstantinopel

Der Spiegelmacher
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Europa im fünfzehnten Jahrhundert. Michel Melzer, ein Spiegelmacher aus Mainz, reist in das ferne Konstantinopel, um sein Glück zu machen. Durch Zufall gelangt er dort in den Besitz einer Erfindung, die ...

Europa im fünfzehnten Jahrhundert. Michel Melzer, ein Spiegelmacher aus Mainz, reist in das ferne Konstantinopel, um sein Glück zu machen. Durch Zufall gelangt er dort in den Besitz einer Erfindung, die unermeßlichen Reichtum verspricht: das Geheimnis der künstlichen Schrift.


Dieser interessante historische Roman führt in eine eher unbekannte Welt nach Konstantinopel.
Die einzelnen Stationen der Reisen des Protagonisten Michel Melzers sind sehr farbenprächtig und faszinierend geschrieben. Man kann sich die Orte deutlich vorstellen und der Lesegenuss ist gross.

Wissenswert sind die im Roman enthaltenen Informationen über die Erfindung des Buchdrucks.
Aus China kam die Möglichkeit der Schwarzkunst nach Konstantinopel, die sich Michel Melzer zu eigen machte. Was damals noch unter Schwarzkunst lief ist nichts anderes als die Kunst des Druckens. Sie machte Schreib- und Kopierstuben überflüssig und sparte Geld und Arbeit, insofern waren nicht nur Byzantiner und Venezianer daran interessiert, sondern auch der mächtige Vatikan.
Mich hat es sehr überrascht hier von Johannes Gutenberg alias Gensfleisch zu lesen. Man darf darauf gespannt sein.
Die Handlung ist fesselnd und sie überrascht mit einigen unerwarteten Wendungen, denn Michel wird mit seinem Druckhandwerk zum Spielball von Intrigen und er muss sich erbittert gegen Anfeindungen als Magier, Hexer oder Ketzer wehren.


Philipp Vandenberg erklärt in diesem Roman das Druckerhandwerk und zeichnet ein lebendiges Bild mit den damaligen Sitten und Gebräuchen, das jeden Historienleser erfreuen wird.

Veröffentlicht am 22.08.2018

Ein Kristall reist durch die Zeit! Barbara Wood in Perfektion!

Kristall der Träume
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Mein Lieblingsbuch von "Barbara Wood" ist der "Kristall der Träume", der 2004 erstmalig erschien und im "Fischer Verlag" aufgelegt wird.


Aus Sternenstaub entstand vor 3 Millionen Jahren durch einen Meteoriteneinschlag ...

Mein Lieblingsbuch von "Barbara Wood" ist der "Kristall der Träume", der 2004 erstmalig erschien und im "Fischer Verlag" aufgelegt wird.


Aus Sternenstaub entstand vor 3 Millionen Jahren durch einen Meteoriteneinschlag ein ovaler, tiefblauer Kristall, der Kristall der Träume.
2,9 Millionen Jahre ruht er, bis eine Jägerin der Homo Sapiens ihn findet. Von nun an wird er den Menschen, die ihn besitzen, die Kraft geben, ihren Träumen zu folgen.
Der Stein wird von den ersten Menschen Afrikas immer weiter gereicht und folgt der Menschheitsgeschichte bis ins Amerika des 19. Jahrhunderts.
So gibt Barbara Wood ihren Lesern Gelegenheit, dem Kristall durch die Jahrtausende zu folgen, die Menschen auf ihrer Suche nach dem Glück zu begleiten.

Dieser Roman ist eine Aneinanderreihung von mehreren Romanteilen, eine Zeitreise, die bei den Frühmenschen anfängt und bis in die Neuzeit führt. Dabei erlebt der Leser mit dem Kristall auch eine einzigartige Reise um die Welt.
Wir begleiten die Besitzer des Kristalls und erleben wie er ihre Schicksale auf wunderbare Art und Weise beeinflusst und lenkt.
Zu Beginn des Romans gelangt Laliari in den Besitz des Kristalls und rettet ihr Volk von Neandertalern vor dem verheerenden Ausbruch eines Vulkans.

Später, zur Zeit der ersten Christen in Rom zur Zeit Neros, symbolisiert der Kristall für die Römerin Amelia den Glauben an Jesus. Die dichterische Freiheit verbindet die Autorin geschickt mit historischen Fakten, wie dem Brand des antiken Roms.

Im 16. Jahrhundert gerät die junge Deutsche Katharina in den Harem eines Sultans und drei Jahrhunderte später weist der Kristall dem jungen Leichenbestatter Matthew den Weg in den Westen Amerikas.

Die Zeitsprünge zwischen den Epochen füllt die Autorin geschickt mit den Wegen, die der Kristall nimmt. So reisen wir gemeinsam von Afrika nach Israel, Rom, Britannien, Deutschland, China, Karibik und die USA.

Für jeden Besitzer des Kristalls hat der Stein eine andere Bedeutung, aber alle lassen sich von ihm leiten und folgen ihren Träumen.

Dabei erzählt Barbara Wood in faszinierender Weise das Leben und die Besonderheiten ihrer Figuren und schildert ein buntes Kaleidoskop über die jeweiligen Sitten und Gebräuche der verschiedenen Kulturen.
Das Erzähltalent der Autorin ist beeindruckend und zieht unweigerlich mit, jede Geschichte umfasst neue Charaktere, für ein tiefes Eintauchen fehlt die Zeit, aber dennoch wird man mitgerissen vom Strudel des Erzählens und taucht ein in eine magische Reise um die Erde.

Ich kann gar nicht sagen, welche Figur und Zeitepoche mir am besten gefallen hat. Eigentlich ist gerade die Vielfalt der Charaktere das Herausragende an diesem Roman. Man lebt, lacht, weint, bangt mit den Figuren jeder Zeitspanne und ist traurig als die Reise endet.


Diese Abenteuersaga verfolgt die Geschichte der Menschheit in bester Erzählweise und bietet höchsten Lesegenuss in Perfektion. Dieser Roman ist mein Lieblingsbuch der Autorin und wird es immer bleiben.

Veröffentlicht am 22.08.2018

Fesselnde Einbruchsaufklärung mit grausamen Foltermethoden und unterhaltsamen Protagonisten!

Diridari
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Autorin "Susanne Rößner" hat nach "Fangermandl" den zweiten Teil ihrer Krimireihe um Kommissar Sauerwein und sein Team geschrieben. "Diridari" beschäftigt sich mit einer Einbruchserie und erscheint im ...

Autorin "Susanne Rößner" hat nach "Fangermandl" den zweiten Teil ihrer Krimireihe um Kommissar Sauerwein und sein Team geschrieben. "Diridari" beschäftigt sich mit einer Einbruchserie und erscheint im "Emons Verlag".

Eine unheimliche Einbruchserie beschäftigt die Kripo Rosenheim und damit Kommissar Sauerwein und sein Team. Die Ermittlungen stellt sie vor ein großes Rätsel, denn bei den Tatorten werden Fingerabdrücke eines Toten gefunden. Wie kann das sein? Dieser Fall fordert allen kriminalistischen Spürsinn und Nerven wie Drahtseile.


Nach dem gelungenen Auftakt mit Fangermandl war ich schon sehr gespannt auf den Folgeband dieser Oberbayernkrimiserie. Und ich wurde nicht enttäuscht. Es geht wieder mit gewohnt heiterem Ton der Protagonisten durch die Ermittlung, aber die Autorin schlägt auch eine härtere Gangart an, was die Verbrechen anbelangt. Hier erfindet sie ein bis aufs I-Tüpfelchen ausgeklügeltes Verbrechen und baut alles logisch und äußerst spannend aufeinander auf.

Es geht um verschiedene Einbrüche in Wohnungen, deren Bewohner verreist sind. Das Diebesgut ist hochwertiger Schmuck und teure Kunstgegenstände, die hoch versichert waren. Der Verdacht des Versicherungsbetruges liegt nah. Doch wie hängen die Fingerabdrücke des Toten mit den Fällen zusammen? Die Kripo geht vielen Hinweisen nach und entdeckt schliesslich einen Entführungsfall, bei dem der Täter äußerst brutal vorgegangen ist.

Bei den Ermittlungen wird dem Team allerhand abverlangt und der Leser gewinnt gruselige Einblicke in Forensik, Täterüberwachung und Waffenkunde. Es gibt schon abschreckende und fesselnde Szenen, die aber durch den lockeren Umgang der Protagonisten miteinander und einige lustige Dialoge und Aktionen aufgelockert werden.

So beklemmend manche geschilderte Situation auch sein mag, die bloße Unterhaltung durch die Tätersuche und die unkonventionellen Figuren überwiegt. Die Weiterentwicklung der Charaktere ist ebenfalls interessant zu verfolgen und man nimmt Anteil an ihrem Denken und Fühlen im beruflichen wie im privaten Leben.

Ein fesselnder Krimi aus Rosenheim, der Tätern und Ermittlern auf den Zahn fühlt und gut unterhält. Dabei geht es bei den Verbrechen nur um eines: Mammon, Geld oder wie der Bayer sagt, um Diridari!

Veröffentlicht am 22.08.2018

Dieser Fantasyroman verwirrt auf der ganzen Linie

Nacht ohne Sterne
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Naya ist ein Mischwesen, halb Elf und halb Mensch, und steht zwischen der Elfenwelt und der Welt der Menschen. Sie lebt in New York und hat nur zwei Freunde, die zu ihr halten: Rosa, ihre Feenfreundin ...

Naya ist ein Mischwesen, halb Elf und halb Mensch, und steht zwischen der Elfenwelt und der Welt der Menschen. Sie lebt in New York und hat nur zwei Freunde, die zu ihr halten: Rosa, ihre Feenfreundin und Jaron, der Lichtelf. Jaron soll New York vor den Machenschaften der Dunkelelfen bewahren. Doch dann wird Naya mitten hinein gezogen in den jahrhundertealten Krieg zwischen Licht und Dunkel. Dunkelelf Vidar verwirrt Naya gefühlsmäßig und sie weiß nicht mehr wem sie trauen kann und welche Ziele hier verfolgt werden.


Dieses Buch hat mir einiges abverlangt! Ich habe mich vom wunderschönen Cover blenden lassen und landete in einer Fantasygeschichte, die mich so gar nicht erreicht hat.
Am Anfang konnte ich mich noch mit den Elfen, Feen, Wölfen und Kobolden anfreunden, obwohl die Namen und ihre Anzahl mich schon gefordert haben, aber dann hat mir der bildhafte Schreibstil immer mehr Fragen aufgeworfen, anstatt sie zu klären. Immer schachtelartiger wurden die Sätze und ich fühlte mich verloren in einer Zwischenwelt, die mir völlig fremd ist.

Die Charaktere haben durchaus Potential, leider verblassten sie mit der Zeit immer mehr und gingen mir auf die Nerven. Gerade die bildhaften Beschreibungen wiederholten sich zu häufig und hinterlassen bei mir eher einen schalen Beigeschmack als Interesse. Als Beispiel sei hier nur erwähnt, wie hier "die Kälte der Glut" oder "die Hitze von Schneeflocken" beschrieben werden. Was soll das denn? Genau so unsinnig erscheint es mir, wenn "Schweigen als sanfter Flügelschlag über die Stirn streicht". Solche unlogischen Begriffskombinationen widerstreben mir zutiefst und dann erwarte ich auch nicht mehr allzu viel vom Buch.

Ich habe mich durch die Handlung gequält, wobei Handlung schon durchaus übertrieben ist. Es ist mehr ein Träumen und Sehen von Traumbildern, anstatt ein echtes Handeln. Magie wohin man nur sieht, aber leider kein echtes Agieren.

Wo blieb mein erhofftes Bild von New York, in dem sich Elfen tummeln, meinetwegen auch in einem fantasymäig ausgefochtenen Kampf zwischen Hell und Dunkel, Gut und Böse?

Ich denke schon, dass sich hier durchaus Leser auf diesen Roman stürzen und ihn begeistert lesen. Es gibt eine Liebesgeschichte, in der ein junges Mädchen sich zwischen einem guten und einem bösen Elf entscheiden muss und es gibt jede Menge fantastische Figuren, die ich gar nicht alle aufzählen könnte. Aber mir erschloss sich leider kein klares Bild des Ganzen und der verworrene Schreibstil war auch nichts für mich.

Ausschweifend geschriebener Fantasyroman, der mehr verwirrt als erklärt. Überhaupt nicht meine Art von Literatur!