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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.12.2020

Kaum besser als der erste Band

Save You
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Ich habe mir die Reihe aufgrund der vielen positiven Rezensionen gekauft - ein Fehler, den ich so schnell nicht mehr begehen werde. Lange Zeit habe ich mich davor gedrückt, dieses Buch zu lesen und noch ...

Ich habe mir die Reihe aufgrund der vielen positiven Rezensionen gekauft - ein Fehler, den ich so schnell nicht mehr begehen werde. Lange Zeit habe ich mich davor gedrückt, dieses Buch zu lesen und noch länger davor, eine Rezension zu schreiben. Schlussendlich habe ich es dann doch gelesen, weil es mich vorwurfsvoll von seinem Platz aus meinem Regal angeschaut hat. Und hier kommt nun die Rezension:

Ich war positiv überrascht von der Handlung, die in diesem Buch nun doch etwas an Fahrt aufgenommen hat. Natürlich hat das Buch dies den verschiedenen Perspektiven zu verdanken, die verschiedene Handlungsstränge verfolgen. So passiert deutlich mehr als im ersten Band, aber wirklich fesseln konnte mich save you trotzdem nicht. Ich glaube, das liegt daran, dass die Kritikpunkte die ich über den ersten Band geäußert habe, auch auf den zweiten Band zutreffen.

Die Charaktere bleiben für mich blass und unnahbar, ich konnte einfach nicht mit ihnen fühlen. Für mich waren weder die Funken (erst recht nicht die Liebe) zwischen den beiden Protagonisten, noch die Trauer von James und Lydia spürbar. Mir hat einfach die Tiefe gefehlt, die die Autorin versucht hat durch die unterschiedlichen Perspektiven und die neuen Handlungsstränge zu kompensieren. Auch wenn die Autorin auf diese Art und Weise die Charaktere mehr miteinander verflechtet, so wirken mir die Probleme, denen sie gegenüberstehen und die Beziehungen, die sich zwischen ihnen bilden, zu unnatürlich und zu konstruiert. Ich hätte bei jedem neuen Problem die Augen verdrehen können, da diese irgendwann nur noch nervig waren. Und als dann zum Schluss erneut ein Cliffhanger kam, lagen meine Nerven wirklich blank. Ich kann mir schon vorstellen, wie die Story auch noch im dritten Band ausgeschlachtet wird. Für mein Empfinden zieht sie sich wie Kaugummi, indem sie verfehlt, Spannung aufzubauen. Wenn es nach mir ginge, dann hätte die Geschichte in einen Band gepasst und wäre so deutlich angenehmer zu lesen gewesen.

Den Schreibstil der Autorin finde ich okay, er ist zwar nicht besonders herausragend, aber immerhin stört er nicht den Lesefluss.

Und save us steht nun auch schon ewig in meinem Regal, aber bis jetzt konnte ich es noch nicht über mich bringen es aufzuschlagen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.12.2020

Ein Buch, dessen Abgründe dich verschlingen

Hope Forever
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Dieses Buch ist das erste, das ich je von Colleen Hoover gelesen habe. Mittlerweile ist das schon ein paar Jahre her, aber ich liebe es noch immer wie am ersten Tag.
Hopeless (dt. Hope Forever) sticht ...

Dieses Buch ist das erste, das ich je von Colleen Hoover gelesen habe. Mittlerweile ist das schon ein paar Jahre her, aber ich liebe es noch immer wie am ersten Tag.
Hopeless (dt. Hope Forever) sticht für mich aus der Masse an Büchern unglaublich hervor, vielleicht ist es sogar das Buch, das meine Liebe zu Büchern so richtig entfacht hat.

Bei diesem Roman hat alles gepasst: die Charaktere, die Liebesgeschichte, die Entwicklung, der Schreibstil, die unvorhersehbaren Tiefen und vor allem das Gefühl, das Herz gebrochen zu bekommen. Damals wusste ich noch nicht, worauf ich mich einlasse und habe mit einer schönen, durchschnittlichen Liebesgeschichte gerechnet - ein Mädchen, ein Junge, eine dunkle Vergangenheit - aber ich hatte keine Ahnung, wozu die Autorin fähig ist und was für starke Emotionen ein Buch in meinem Leserherz auslösen kann.

Heute bin ich klüger und weiß, dass Colleen Hoover mich nach jedem Buch als emotionales Wrack zurücklässt - und genau dafür liebe ich sie.

Wer nach einer leichten Liebesgeschichte für zwischendurch Ausschau hält, der ist hier falsch. Wer sich aber komplett auf ein Buch einlassen möchte, sich von dessen Abgründen verschlingen und von einer Liebe, die durch die Hölle geht, fesseln lässt, der wird hopless nicht mehr aus der Hand legen können.
Hierbei handelt es sich nicht um eine 08/15 Geschichte mit Problemen, die an den Haaren vorbeigezogen werden. Nein, dieses Buch wird dein Herz brechen.

Das einzige, das mir unerklärlich bleibt, ist der deutsche Titel – wer hat den von hopeless zu Hope Forever geändert?

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.12.2020

Das Gegenstück zu Hopeless

Looking for Hope
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Nach hopeless (dt. Hope Forever) darf natürlich auch nicht der zweite Band fehlen - und hier ist er, losing hope (dt. Looking for Hope) von Colleen Hoover.

Der Leser darf miterleben, wie Holder all die ...

Nach hopeless (dt. Hope Forever) darf natürlich auch nicht der zweite Band fehlen - und hier ist er, losing hope (dt. Looking for Hope) von Colleen Hoover.

Der Leser darf miterleben, wie Holder all die Ereignisse aus hopeless wahrgenommen und empfunden hat und dadurch werden seine Reaktionen nachvollziehbar und verständlich. Ich hatte anfangs Sorge, dass einfach nur dieselben Worte aus einer anderen Sicht wiederholt werden, aber dem ist nicht so.

Klar gibt es Überschneidungen in Dialogen, weil die logischerweise nicht geändert werden können, aber die Autorin bringt so viele neue Aspekte in die Geschichte ein, dass diese um einiges überwiegen.
So ist Leslie, Holders Schwester, eine zentrale Figur und bekommt einen eigenen Handlungsstrang, der mir das Herz (erneut) gebrochen hat.

Auch ist es interessant zu sehen, wie Sky aus Holders Blickwinkel handelt. Erschienen Skys Handlungen in hopeless selbstverständlich und Holders Handlungen unverständlich, so ist es in losing hope gerade andersherum und das ist mega spannend zu lesen.

Insgesamt macht losing hope hopeless komplett - zusammen bilden beide Blickwinkel eine runde Geschichte, die emotional kaum zu überbieten ist und die immer einen ganz besonderen Platz in meinem Leserherz hat

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.12.2020

Weder ein Liebesroman, noch ein klassischer Thriller

Verity
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Wow, Colleen Hoover hat mich mit Verity und einem neuen Genre wieder geflasht!

Was ich gut fand:
Natürlich den Schreibstil, der ist leicht und flüssig zu lesen, die Seiten sind nur so dahin geflogen. ...

Wow, Colleen Hoover hat mich mit Verity und einem neuen Genre wieder geflasht!

Was ich gut fand:
Natürlich den Schreibstil, der ist leicht und flüssig zu lesen, die Seiten sind nur so dahin geflogen. Aber auch die Idee, der Plot an sich. Ich liebe diese verdrehte Art und Weise, auf die sich die einzelnen Puzzleteile zusammenfügen und ich liebe die Abgründe der Charaktere, die jeder einzelne von ihnen dem Leser offenbart. Ich fand es mega spannend die Charaktere und ihre Geschichte mit all den Ecken und Kanten zu verfolgen und zu hinterfragen. Und das Ende erst! Das hat mich komplett umgehauen.

Verity wankt auf der moralisch grauen Achse zwischen schwarz und weiß, zwischen richtig und falsch und das finde ich genial umgesetzt.
Ich bin so froh, dass Colleen Hoover etwas Neues ausprobiert hat und sich so richtig auf die dunkle Seite getraut hat. Ganz abgesehen von diesem absolut traumhaften Cover, in das ich mich verliebt habe.

Was ich weniger gut fand:
Ich habe viel Kritik mitbekommen und ich glaube, die stammt daher, dass die Leser das Buch entweder mit der Erwartung eines Thrillers oder eines Liebesromans in die Hand genommen haben. Verity ist weder das eine, noch das andere - sondern beides. Das Buch hat Thriller Aspekte und eine Liebesgeschichte, doch ich würde sagen, dass ersteres überwiegt. Das ist auch der Grund, warum ich mich nicht ganz auf die Liebesgeschichte einlassen konnte, da ich die Charaktere angezweifelt habe und die Liebesgeschichte an sich moralisch sehr fragwürdig ist. Obwohl ich das an einem Buch eigentlich liebe, so hat dies doch einen negativen Beigeschmack an der Romantik hinterlassen.
Weiterhin hat sich das Buch vergleichsweise viel um Sex gedreht. Ich kann nachvollziehen, dass dies in diesem Fall zur Charakterbildung beigetragen hat, aber irgendwann war es mir dann doch too much.
Und gerade im zweiten Viertel hat sich das Buch gezogen, die Handlung ist einige Zeit nur vor sich hingeplätschert. Dabei hätte mich z.B. der Schreibprozess der Protagonistin und die Handlung der Buchreihe total interessiert, beides wurde leider kaum erwähnt.

Nichtsdestotrotz habe ich Verity verschlungen und kann es allein schon wegen dem Ende absolut weiterempfehlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.12.2020

Origineller Plot mit authentischen Charakteren

Maybe Someday
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Ich habe dieses Buch geliebt, als ich es das erste Mal 2016 gelesen habe. Und als ich vor ein paar Tagen ein bisschen reinlesen wollte, um eine Rezension zu schreiben, habe ich Seite um Seite verschlungen ...

Ich habe dieses Buch geliebt, als ich es das erste Mal 2016 gelesen habe. Und als ich vor ein paar Tagen ein bisschen reinlesen wollte, um eine Rezension zu schreiben, habe ich Seite um Seite verschlungen – bis ich alle 427 Seiten an einem Nachmittag durch hatte.

Maybe someday wird abwechselnd aus der Sicht von Sydney und Ridge erzählt. Sie finden durch ihre Leidenschaft für Musik zueinander, doch zwischen ihnen stehen Mauern, die keiner von beiden bereit ist, zu überwinden und die eine Beziehung unmöglich machenn.

Colleen Hoovers Charaktere sind wie immer einzigartig ausgearbeitet. Sowohl die Protagonisten als auch die Nebencharaktere haben ihre individuellen Eigenschaften, die sie dynamisch und nahbar machen. Auch falsche Entscheidungen der Charaktere wirken nicht künstlich, oder unnötig dramatisch, sondern nah, menschlich und vor allem nachvollziehbar.

Die Autorin sucht sich jedes Mal ungewöhnliche Thematiken, wie z.B. Ridges Taubheit und seinen Umgang mit der Musik, die den Plot erfrischend und neu wirken lassen. Bei Colleen Hoover habe ich nie das Gefühl, eine Geschichte mit einer durchgekauten Handlung zum x-ten Mal in unterschiedlicher Ausführung zu lesen.

Und nicht zu vernachlässigen: der Schreibstil. Für mich ist Colleen Hoovers Schreibstil einer der besten, den ich je gelesen habe. Ihre Romane sind unglaublich flüssig zu lesen, keinesfalls langatmig und bringen so viele Emotionen herüber, dass sie mich immer wieder zum Weinen bringen. Und dann blitzen manchmal Sätze hervor, die so perfekt sind, dass sie fast schon poetisch sind. Ich habe mich seit meinem ersten Colleen Hoover Buch in den Schreibstil verliebt.

Einen halben Stern Abzug gibt es dann aber doch für die moralischen Entscheidungen am Ende. Diese erscheinen wie gewohnt nachvollziehbar, dennoch empfinde ich als Leser sie als etwas problematisch.

Trotzdem: unglaublich emotional und für Romanliebhaber ein Muss!

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere