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Veröffentlicht am 06.02.2024

sehr spannend!

Der dunkle Schwarm 2 - Der stille Planet
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Nachdem Atlas das Syndikat entlarvt hat, sind auf der Erde bürgerkriegsähnliche Zustände ausgebrochen. Atlas versucht die Sicherung Juliens aus dem Supercomputer zu extrahieren und eine Möglichkeit zu ...

Nachdem Atlas das Syndikat entlarvt hat, sind auf der Erde bürgerkriegsähnliche Zustände ausgebrochen. Atlas versucht die Sicherung Juliens aus dem Supercomputer zu extrahieren und eine Möglichkeit zu finden Noah sein Leben, wie er es gewohnt ist, zurückzugeben. Dabei muss sie aber feststellen, dass selbst unter den vermeintlichen Freunden eventuell nicht immer ein guter Mensch steckt. Und als Bennie, der Kopf von The Cell, plötzlich einen Mord zugibt, den er nicht begangen haben kann, fängt Atlas an zu ermitteln, teilweise mit der Hilfe von Menschen, denen sie eigentlich nicht vertrauen kann.

Das Buch setzt direkt am Ende des ersten Bands ein und man ist wieder gleich voll ins Geschehen geworfen. Ich habe ein bisschen gebraucht, bis ich wieder eingetaucht war, aber die Geschichte hat so ein hohes Tempo, dass man sehr schnell auf Stand ist. Mir hat das schnelle Tempo gut gefallen und ich habe lange mit gerätselt, was es wohl mit Bennies gefälschter Erinnerung auf sich hat. Die Auflösung fand ich dann ziemlich überzeugend und ich fand es gut, wie gezeigt wurde, dass gemeinnützige Ziele nicht immer mit legalen Methoden erreicht werden.

Alles in allem fand ich diesen zweiten Band sehr spannend und überhaupt nicht überflüssig. Am Ende ist die Dilogie in sich gut abgeschlossen und man kann das Buch zufrieden beenden. Ich kann die beiden Bücher beide empfehlen, man sollte sie vielleicht auch einfach direkt hintereinander weg lesen.

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Veröffentlicht am 05.02.2024

München 1911

Café Altschwabing
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Cläre ist in Kaufering aufgewachsen und der Tod der Mutter verhindert, dass sie wie geplant ihr Abitur ablegen kann. Doch dann verstirbt die Tante und ihr letzter Wunsch ist es, dass die Nichte in München ...

Cläre ist in Kaufering aufgewachsen und der Tod der Mutter verhindert, dass sie wie geplant ihr Abitur ablegen kann. Doch dann verstirbt die Tante und ihr letzter Wunsch ist es, dass die Nichte in München ihr Abitur macht und sich ihren Traum von einem Studium erfüllt.

Cläres Geschichte ist nur ein Teil einer sehr interessanten Familiengeschichte. Riccarda, die Lebensgefährtin von Cläres Tante Luise führt das Café Altschwabing, in denen sich Literaten, Künstler und Journalisten einfinden und über die Zukunft ihrer jeweiligen Handwerke diskutieren. Wir begegnen hier Größen wie Kandinsky und Franz Marc, Literaturnobelpreisträger Paul Heyse und den Redakteuren des Simplicissimus.

Ihre Tochter Charlotte ist freischaffende Fotografin, ihr Bruder Peter ist Ingenieur bei der AEG in Berlin. Und Cläres Bruder Max studiert Jura in München und ist Mitglied einer Studentenverbindung. Zwischen den jungen Leuten entsteht eine gewisse Dynamik, die die Lebensplanungen doch ein wenig auf den Kopf stellen.

Gerade die Männer stoßen mit ihren liberalen und eher fortschrittlichen Ansichten in ihrem Umfeld auf Unverständnis und Hass, gerade während der Marokko Krise 1911. Das Reich bereitet sich auf Krieg vor, da eckt man mit einer pazifistischen Grundeinstellung schnell an.

Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen. Es zeichnet ein gutes Bild der Gesellschaft im Kaiserreich so kurz vor dem ersten Weltkrieg. Die Autorin schafft es die wichtigsten damaligen Strömungen in der Gesellschaft darzustellen. So kommen auch die Münchner Frauenrechterinnen zu ihrem Auftritt und gerade Cläre hat es in ihrem Mathematik Studium nicht einfach.

Was mir gut gefallen hat war, dass das Buch bereits vor dem ersten Weltkrieg endet. Man weiß zwar, was auf die Protagonisten in den kommenden Jahren zukommt, aber trotzdem kann man das Buch am Ende mit einem guten Gefühl schließen und ihnen allen eine gute Zeit wünschen, bevor die Welt zu brennen beginnt.

Alles in allem war es ein sehr gut zu lesendes Buch, das wirklich eine Vielfalt an Themen abbildet. Ich kann es auf jeden Fall empfehlen.

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Veröffentlicht am 04.02.2024

schöne Familiengeschichte

Das Mädchen aus Ostpreußen
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Johanna kehrt zurück zu ihren Großeltern, ihr Leben in Köln hat sie nach einer großen Enttäuschung hinter sich gelassen. Noch weiß sie nicht wie es weiter gehen soll. Und dann findet sie heraus, dass es ...

Johanna kehrt zurück zu ihren Großeltern, ihr Leben in Köln hat sie nach einer großen Enttäuschung hinter sich gelassen. Noch weiß sie nicht wie es weiter gehen soll. Und dann findet sie heraus, dass es im Leben ihrer Großmutter wohl eine Geschichte gibt, die sie nicht kennt, aber eventuell ihr Leben über den Haufen werfen könnte.

Das Buch spielt auf zwei Zeitebenen. Einmal begleiten wir Johanna, die nach einer unglücklichen Beziehung ihr Leben überdenken muss. Auf dem Hof ihrer Großeltern versucht sie nach vorne zu schauen, muss dabei aber erst einmal mit ihrer Vergangenheit abschliessen.

In der zweiten Zeitebene begleiten wir Netti, Johannas Großmutter, die mit ihrer Familie am Ende des zweiten Weltkriegs aus Ostpreußen flüchten musste. Sie kommen in Lüneburg unter und Netti gelingt es eine Anstellung als Haushälterin bei einem britischen Offizier zu bekommen. Der ist allerdings sehr abweisend, aber die Stellung sichert das Überleben der Familie.

Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen. Gerade im Teil von Netti wird klar wie sehr die Vertriebenen haben leiden müssen. Erst haben sie ihre Heimat verloren, schreckliches auf der Flucht erlebt und wurden dann noch von der einheimischen Bevölkerung wie Menschen zweiter Klasse behandelt. Netti ist dabei eine tolle Figur, sie verliert trotz der schrecklichen Umstände nicht den Lebensmut und schafft es dabei anderen mit Freundlichkeit zu begegnen, wo ihr selbst nur Hass entgegenschlägt.

Johanna fand ich zwischenzeitlich ziemlich anstrengend. Anstatt sich den Großeltern anzuvertrauen macht sie alles mit sich aus und schafft es nicht mit den Menschen zu sprechen, die ihr am Herzen liegen. Glücklicherweise hat sie aber ein Umfeld, das damit umgehen kann und so kommt sie im Laufe des Buches doch wieder zurück in die Spur.

Der Schreibstil war toll, ich konnte mir die Gegend in beiden Teilen gut vorstellen und auch das Zeitgefühl hat in beiden Ebenen gut gepasst. Der Zeitenwechsel hat nicht gestört und man hat das Buch flüssig weggelesen. Alles in allem war es ein tolles Buch, das mich gut unterhalten hat.

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Veröffentlicht am 04.02.2024

witziger dritter Teil

Miss Merkel: Mord auf hoher See
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Angela Merkel ist es etwas langweilig in ihrer Rente. Und nachdem in Freudenstadt auch keine Morde mehr stattfinden, kann sie noch nicht mal detektivisch tätig werden. So hat sie das Krimi schreiben für ...

Angela Merkel ist es etwas langweilig in ihrer Rente. Und nachdem in Freudenstadt auch keine Morde mehr stattfinden, kann sie noch nicht mal detektivisch tätig werden. So hat sie das Krimi schreiben für sich entdeckt. Und um sich weiterzubilden macht sie nun eine Krimi Kreuzfahrt um sich etwas von den anwesenden Krimi Autoren abzuschauen. Nur das dummerweise gleich bei der ersten Veranstaltung einer der Autoren ums Leben kommt. Und so beginnt sie wieder zu ermitteln.

Dieser dritte Fall für Miss Merkel hat mir wieder gut gefallen. Er war lustig und verzwickt und die Anspielungen auf die Buchszene waren für Vielleser gut erkennbar. Der Humor hat diesmal gut gepasst und war nicht übertrieben. Das Zusammenspiel zwischen Joachim, Mike, Marie und Angela war für mich stimmig und Joachim darf diesmal auch mehr als nur daneben stehen.

Alles in allem fand ich diesen Fall sehr lustig und er hat mir von den drei bisher erschienenen Bänden am besten gefallen. So darf es meinetwegen weitergehen.

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Veröffentlicht am 02.02.2024

gelungener Abschluß

Sonnenblüte
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Breen und Keenan ziehen in ihren letzten Kampf gegen Odran. Nach der großen Schlacht müssen sie einen Weg finden dem Schrecken ein Ende zu machen. Doch bis dahin muss noch viel gelernt werden und Breen ...

Breen und Keenan ziehen in ihren letzten Kampf gegen Odran. Nach der großen Schlacht müssen sie einen Weg finden dem Schrecken ein Ende zu machen. Doch bis dahin muss noch viel gelernt werden und Breen muss ihren neu entdeckten Kräften auch trauen und sie gezielt einsetzen.

Dies ist nun der letzte Band dieser Reihe. Die Geschichte ist bei weitem nicht so actionreich, wie die Bände davor. Es gibt weniger blutige Kämpfe und Schlachten, dafür mehr persönliche Entwicklung der Figuren. Breen muss in diesem Band noch mehr lernen sich zu vertrauen und auch die diversen Beziehungen zueinander stehen im Fokus.

Mir hat das Buch wieder gut gefallen, die Beschreibungen von Talamh sind einfach toll und das miteinander der dortigen Menschen ist wunderbar beschrieben. Nur manchmal wurden mir die Zeremonien etwas zu pathetisch. Die Übersetzung war dieses mal für mich wieder gut, Faxe wurde meist einfach nur Faxe genannt und nicht mehr Hündchen.

Alles in allem war es wieder ein sehr schönes Buch aus der Feder von Nora Roberts. Ich bin gespannt was als nächstes von ihr kommen wird.

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