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Veröffentlicht am 25.04.2026

es geht weiter

Das verborgene Glück
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Viktoria und Fabrizio sind nun seit geraumer Zeit ein Paar und während sie die Pension Hortis leitet versucht er sein Weingut am leben zu erhalten. Doch das Leben in zwei Ländern, noch dazu unverheiratet ...

Viktoria und Fabrizio sind nun seit geraumer Zeit ein Paar und während sie die Pension Hortis leitet versucht er sein Weingut am leben zu erhalten. Doch das Leben in zwei Ländern, noch dazu unverheiratet birgt seine Tücken. Und dass es immer noch Menschen gibt, die ihnen das Glück nicht gönnen, macht es nicht einfacher. So kämpfen sie beide um das was sie lieben.

Die Zusammenarbeit mit Melitta funktioniert mittlerweile recht gut und gemeinsam haben Viktoria und sie die Pension erfolgreich gemacht. Doch die politischen Spannungen machen den beiden das Leben schwer und trifft auch die Mitarbeiter der Pension.

Charlotte Lyne erzählt hier mit ihrem eigenen Schreibstil die Fortsetzung der Geschichte von Viktoria und Fabrizio weiter. Sie können nicht ohne einander, aber Viktoria ist nicht bereit zu heiraten und die Pension aufzugeben und Fabrizio will immer noch unbedingt das Weingut retten. Doch sein Bruder Crispino ist nicht wie vermutet in Amerika, sondern intrigiert gegen seinen Bruder und auch gegen Viktoria um an das ihm vermeintlich zustehende Erbe zu bekommen.

Ich mochte das Buch wieder gerne, auch wenn ich Crispinos Hass streckenweise fast unerträglich fand. Die Figuren sind alle sehr eigen, wie man es aus den Büchern der Autorin kennt. Die Gegend ist toll beschrieben und das Kopfkino läuft von Anfang an. Die Charaktere sind sehr unterschiedlich und nicht einfach nur schwarz oder weiß.

Ich kann das Buch durchaus empfehlen, wenn man sich auf den Schreibstil einlassen kann.

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Veröffentlicht am 20.04.2026

Gemeinschaft

Das Geheimnis unseres Sommers
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Milly kämpft mit ihrem Alltag. Die Scheidung von ihrem Ex-Mann war schmerzhaft und sie tut alles, damit ihre Tochter möglichst unbelastet davon bleibt. Doch dabei bleibt sie selbts auf der Strecke und ...

Milly kämpft mit ihrem Alltag. Die Scheidung von ihrem Ex-Mann war schmerzhaft und sie tut alles, damit ihre Tochter möglichst unbelastet davon bleibt. Doch dabei bleibt sie selbts auf der Strecke und ihre beste Freundin Nicole hat sie in der schwersten Zeit in ihrem Leben einfach geghosted. Das hat sie fast mehr verletzt, als der Betrug ihres Mannes.

Nicole wiederum hat ihr Leben als Filmstar nicht mehr im Griff. Längst ist ihr Privatleben nicht mehr privat und ihre schauspielerische Leistung ist nicht mehr interessant, nur ihr Priavtleben scheint noch für die Presse im Vordergrund zu stehen. Da flüchtet sie sich zu ihrer besten Freundin, in der Hoffnung dass diese ihr helfen kann. Und dass ihre Beziehung vielleicht noch zu retten ist.

Sarah Morgan schafft es in einem bezaubernden Setting eine Geschichte zu erzählen, in der es neben der persönlichen Entwicklung der Protagonisten auch um ein Thema geht, das in dieser Zeit recht wichtig geworden ist, der Umgang mit sozialen Medien, besonders in Verbindung mit Prominenz. Nicole kann ihr normales Leben nicht mehr leben, da sie komplett unter Beobachtung steht und jede Aktion sofort kommentiert wird.

Schön fand ich aber auch Millys Geschichte. Selbst vom Vater verlassen versucht sie alles ihrer Tochter den Kontakt zu deren Vater weiter möglichst Urteilsfrei zu ermöglichen. Dabei merkt sie gar nicht wie sie ihre eigenen Bedürfnisse völlig ignoriert und damit einen Abschluss dieses Lebensabschnitts verhindert.

Die Liebe kommt auch nicht zu kurz und auch Millys Mutter bekommt ihren Platz in der Geschichte. Die Gemeinschaft die dabei entsteht ist wirklich schön.

Ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen. Es ist ein schöner Zeitvertreib mit einer zeitgemässen Geschichte.

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Veröffentlicht am 19.04.2026

Unterstützung

Sommer, Glück und Ringelblumen
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Sophia hat von ihrem Onkel den Blumenladen geerbt und kommt gerade so über die Runden. Allerdings muss sie demnächst ihre Brüder auszahlen und dafür reicht das Geld nicht. Doch der Auftrag landesweit Blumenmessen ...

Sophia hat von ihrem Onkel den Blumenladen geerbt und kommt gerade so über die Runden. Allerdings muss sie demnächst ihre Brüder auszahlen und dafür reicht das Geld nicht. Doch der Auftrag landesweit Blumenmessen auszustatten, überfordert Sophia eigentlich, ist sie doch Autistin und kommt nicht gut mit ungewohnten Umgebungen zurecht.

Blade hat seinen Job aufgegeben, um seine an Demenz erkrankte Mutter zu pflegen. Diese bittet ihn eindringlich in Schweden nach Sven zu suchen, ihrer großen Liebe, die sie vor vielen Jahren an einer Bushaltestelle versetzt hat. In Schweden angekommen trifft er auf Sophia und durch einen Zufall gehen die beiden gemeinsam in seinem Leihwohnmobil auf Reisen. Dabei lernt Sophia, dass es auch Menschen gibt, die sie so nehmen wie sie eben ist.

Ich muss sagen, dass ich von diesem Buch sehr überrascht worden bin. Die Protagonisten sind sehr eigen, aber auch sehr liebenswert. Anfangs habe ich mich schwergetan in Sophias Welt einzutauchen, aber das hat sich recht bald gelegt. Und dann ist sie mir richtig ans Herz gewachsen und ich habe mich sehr gefreut, dass sie bald einen Unterstützerkreis gefunden hat, der nicht an ihr rumkrittelt, so wie es ihre Familie jahrelang getan hat. Und auch der Erzählstrang in England war einfach toll, da man hier den unterschiedlichen Umgang von Menschen mit Demenzkranken sieht.

Das Buch ist vor allem aus den Sichtweisen von Sophia, Blade und Edith, Blades Mutter, geschrieben. Bei Edith wechselt die Autorin in die Ich-Perspektive, was wirklich gut passt, da Edith mit ihrer Erkrankung auch innerlich kämpft und daher die Innenperspektive auch wichtig ist.

Ich fand das Buch ausgesprochen gut. Ich mochte die Protagonisten und konnte gut mit allen mitfühlen. Und ich hatte immer Bilder vor Augen. Besonders schön fand ich, wie sich am Ende eine Gemeinschaft bildet, die sich gegenseitig unterstützt und allen das Leben verbessert. Es ist ein wirklich positives Buch, dass sehr schön mit den Themen Autismus und Demenz umgeht. Daher auf jeden Fall eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 14.04.2026

Immer kritisch bleiben

Die KI kann mich mal
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Die KI ist in aller Munde gefühlt alles dreht sich derzeit um dieses Thema. Doch was bedeutet die KI denn überhaupt und was kann sie? Und was eben nicht? Die Autorin erklärt in einer schönen, auch für ...

Die KI ist in aller Munde gefühlt alles dreht sich derzeit um dieses Thema. Doch was bedeutet die KI denn überhaupt und was kann sie? Und was eben nicht? Die Autorin erklärt in einer schönen, auch für nicht Technik affine Menschen gut verständlichen Sprache, wie KI unser Leben bereits beeinflusst und wie man sie am besten einsetzen kann.

Ich fand das Buch ausgesprochen interessant und habe einige schöne Anregungen für mich mitgenommen. Gut gefallen hat mir aber auch, dass die Autorin gut erklärt, was man mit KI eben nicht erreichen kann. Und wo die Gefahren denn wirklich liegen. Sie beleuchtet den Einfluss auf die Arbeitswelt und auch auf die Schule. Gerade hier läuft das ganze schon wieder einmal Gefahr nicht entsprechend mit einbezogen zu werden.

KI ist mehr als eine Bedrohung, sinnvoll eingesetzt ist sie ein Werkzeug, mit dem man seine Ziele schneller erreichen kann. Allerdings gilt hier wie bei jedem Werkzeug: Es muss schon dafür eingesetzt werden, für das es gemacht wurde. Schließlich kann mit einem Hammer auch kein Brett sägen. Aber hervorragend Fenster zertrümmern 😉 So birgt die KI große Chancen aber eben auch entsprechende Gefahren.

Ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen. Man bekommt Ideen, wie man dieses Werkzeug im eigenen Alltag, sei es beruflich oder privat, sinnvoll einsetzen kann. Es werden Chancen und Risiken aufgezeigt und das wichtigste überhaupt was man hier lernen kann: Immer misstrauisch bleiben und nicht alles glauben was man da ausgespuckt bekommt.

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Veröffentlicht am 07.04.2026

wohltuende Auszeit

Der Wind in unseren Segeln
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Holly ist etwas unzufrieden mit ihrem Leben. Nachdem sie Rixa kennengelernt hat und ein Teil bei der Suche nach Flömers Flaschenschiffen war, fragt sie sich beim Anblick des Klabautermanns in ihrem Schiff, ...

Holly ist etwas unzufrieden mit ihrem Leben. Nachdem sie Rixa kennengelernt hat und ein Teil bei der Suche nach Flömers Flaschenschiffen war, fragt sie sich beim Anblick des Klabautermanns in ihrem Schiff, ob sie ihre Wünsche wirklich erfüllt hat. Auch Reent ist unzufrieden mit seinem Leben und möchte nach langer Abwesenheit eigentlich wieder Teil des Gulfhofs seiner Familie sein. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach dem letzten verschollenen Schiff und ihren Träumen.

Mit diesem Band geht die Glückshafen Reihe von Patricia Koelle zu Ende. Holly und Reent sind diejenigen, die das letzte der Flaschenschiffe die Flömer hinterlassen hat, suchen. Dabei müssen die beiden sich auch klar werden, wie es mit ihrem Leben weitergeht. Wie immer ist die Geschichte der beiden in die Rahmenhandlung perfekt eingebettet. Man trifft auf altbekannte Gesichter und freut sich darüber, dass alles zu einem runden Ende kommt. Nicht nur für die beiden, sondern auch für den Gulfhof und seine Bewohner, die mir sehr ans Herz gewachsen sind.

Für mich war dieses Buch wieder wie Erholung zum Lesen. Es tut in heutigen Zeiten einfach gut von funktionierenden Gemeinschaften zu lesen und von Menschen, die nicht laut und ungelenk durch die Welt stolpern. Hier geht es immer auch um den Einklang mit der Natur und einem Leben, dass die Bedürfnisse des einzelnen ernst nimmt, ohne dabei andere Menschen einfach zu ignorieren.

Ich kann auch diesen Band der Reihe wieder empfehlen. Es ist einfach schön Patricia Koelle in ihre Welt zu folgen und immer wieder neue Menschen und Facetten darin kennenzulernen. Ich freue mich sehr, dass die Autorin wohl schon an einer neuen Reihe arbeitet, die ich sicher auch wieder mit großem Vergnügen lesen werde.

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