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Veröffentlicht am 13.04.2020

Kostbare Erlebnisse in einem besonderen kleinen Haus

Kleines Haus mit offenen Türen
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Die holländische Familie ten Boom rettet im Dritten Reich vielen Juden das Leben. In diesem Buch erzählt Corrie ten Boom von ihren ersten fünfzig Lebensjahren. Dabei beeindruckt vor allem das wunderbare ...

Die holländische Familie ten Boom rettet im Dritten Reich vielen Juden das Leben. In diesem Buch erzählt Corrie ten Boom von ihren ersten fünfzig Lebensjahren. Dabei beeindruckt vor allem das wunderbare Glaubensbeispiel ihrer Eltern.

Als schwächliches Kind in eine große Uhrmacherfamilie hineingeboren, ist Corrie als Kind schüchtern und zurückhaltend. Schon früh weiß sie, dass sie mit Jesus leben will. In ihrem Zuhause leben nicht nur ihre Eltern und Geschwister, sondern auch mehrere Tanten. Und obwohl die Einnahmen kaum für die große Familie reichen, freut sich ihre Mutter immer über weitere Gäste am Tisch. Corries Vater ist nicht nur ein bekannter Uhrmacher, er gibt außerdem verschiedene Schriften für das Uhrenhandwerk heraus und ist stadtbekannt als liebevoller, gütiger Mensch.

Corrie bleibt auch nach ihren Jugendjahren Zuhause. Zuerst kümmert sie sich um den Haushalt und unterrichtet in einer Schule, später wird sie Uhrmacherin. Neben der Arbeit organisiert sie Treffen und Ausflüge für junge Mädchen. Sie möchte ihnen in den wichtigen Jugendjahren gute Werte weitergeben und den Glauben vermitteln. Außerdem nimmt die Familie einige Jugendliche auf, deren Eltern in fernen Ländern als Missionare tätig sind.

Corrie erzählt hier aus ihrem Alltag in diesem kleinen, besonderem Haus in Holland. Sie beschreibt die Bewohner, sie erzählt von Erfolgen und Niederlagen, und sie gibt immer wieder Weisheiten weiter, die sie von ihren Eltern gelernt hat. Für die Familie ist der Einsatz für andere selbstverständlich. Sie lassen sich von Gott führen und wissen sich geborgen in seiner Hand. Corries Erlebnisse und die Weisheit ihrer Eltern sind ihr eine große Stütze in der schweren Zeit im Konzentrationslager.

Es tut einfach gut dieses Buch zu lesen, in dem nicht nur Corries Eltern wertschätzend beschrieben werden, sondern vor allem Gott, dem die Familie dient, gerühmt wird. Der Gehorsam der Eltern und ihr Einsatz für andere ist vorbildlich. Der Leser sieht, dass es glücklich macht und lohnenswert ist anderen zu helfen, auch wenn dafür die eigene Bequemlichkeit oder gar Sicherheit geopfert werden muss. Es ist beeindruckend die Grundlage von Corries Glaubensmut kennenzulernen. Sehr schön sind auch die Bilder von Corrie und ihrer Familie.

Fazit: Wie bei einer Perlenkette, reiht sich in diesem Buch ein kostbares Erlebnis an das andere. Von den Vorbildern in Corries Familie kann der Leser lernen wie ein gottgefälliges Leben praktisch aussieht. Ein wunderbares Buch, das sehr empfehlenswert ist!

Veröffentlicht am 11.04.2020

Umgeben von Rassismus: Drei starke Frauen gehen ihren Weg

Wir hofften auf bessere Zeiten
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Elisabeth ist eine ehrgeizige Journalistin. Sie setzt alles ein auf ihrer Jagd nach einer guten Geschichte. Zu gern wüsste sie mehr über die großen Rassenunruhen im Jahr 1967 in ihrer Heimatstadt, Detroit. ...

Elisabeth ist eine ehrgeizige Journalistin. Sie setzt alles ein auf ihrer Jagd nach einer guten Geschichte. Zu gern wüsste sie mehr über die großen Rassenunruhen im Jahr 1967 in ihrer Heimatstadt, Detroit. Als ein Unbekannter ihr von einer Schachtel mit Originalfotos dieser Unruhen erzählt, will sie diese unbedingt sehen. Dafür soll sie aber eine ihr unbekannte Großtante aufsuchen, der die Fotos eigentlich zustehen.

Da Elisabeth ungerechterweise gerade ihren Arbeitsplatz verloren hat, hat sie Zeit für einen ausgedehnten Besuch bei dieser älteren Frau, Nora. Nach und nach erfährt sie Teile ihrer bewegten Familiengeschichte. Für Elisabeth rücken die Bilder bald in den Hintergrund, denn ihre Großtante wächst ihr ans Herz, und die Familiengeschichte verändert ihr Leben.

Diese Geschichte wird abwechselnd in drei Zeitebenen erzählt. Dabei greifen die Geschichten ineinander und beantworten aufgeworfene Fragen der anderen Zeitepochen.

Zur Zeit des amerikanischen Bürgerkriegs am Ende des 19. Jahrhunderts muss die schwangere Mary ein großes Anwesen allein verwalten, da ihr Mann in den Krieg zieht. Diese mutige Frau bietet entflohenen Sklaven ein Zuhause, und leistet auf diese Weise ihren Beitrag im Kampf für die Gleichheit aller Menschen. In ihrer Umgebung stößt sie dafür auf starken Widerstand.

Nora kommt aus einem wohlhabenden Elternhaus. Auch wenn ihre Familie gegen Rassismus ist, kommt es für sie nicht in Frage, dass Nora einen Schwarzen heiratet. Nora gibt für ihre Liebe alles auf, doch bei den Detroiter Rassenunruhen im Jahr 1967 verliert sie alles.

Elisabeth lernt Nora fünfzig Jahre später kennen. Zu gern wüsste sie, was Nora alles erlebt hat, aber Nora spricht nicht gern darüber. Und manchmal scheint es als wären ihren Gedanken nicht mehr ganz klar, denn sie spricht von ihrem längst verschwundenen Mann so als wäre er noch da.

Am Anfang fällt es schwer in die Geschichte hineinzukommen, denn es werden eigentlich drei Geschichten erzählt, und es dauert, bis die Charaktere wirklich greifbar werden. Doch schon bald werden die Zusammenhänge zwischen den Geschichten klar, und das Buch wird so spannend, dass es schwerfällt es zur Seite zu legen. Auch wenn dieses Buch in einem christlichen Verlag erscheint, spielt der christliche Glaube aber eher eine untergeordnete Rolle.

Der Leser sieht, wie sich der Rassismus im Laufe der Zeit verändert hat, aber doch bis zum heutigen Tag präsent ist. Das spiegelt leider die Wirklichkeit dieser amerikanischen Großstadt wider. Die Geschehnisse sind teilweise tragisch, aber es ist wichtig, dass Geschichten wie diese erzählt werden, damit aus dem Vergangenem gelernt wird.

Fazit: Ein berührendes und spannendes Buch über den Rassismus in Amerika, das drei mutige Frauen porträtiert, die sich trotz Widerstände zu ihren Überzeugungen bekennen.

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Veröffentlicht am 09.04.2020

Eine uralte Kunst neu entdeckt

Körbe
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Dieses wunderschöne Buch bringt dem Leser eines der ältesten Handwerkskünste der Welt nahe. Die Autorin wächst in Paris auf, aber sie stammt aus Senegal in Westafrika. Bei den jährlichen Besuchen der Familie ...

Dieses wunderschöne Buch bringt dem Leser eines der ältesten Handwerkskünste der Welt nahe. Die Autorin wächst in Paris auf, aber sie stammt aus Senegal in Westafrika. Bei den jährlichen Besuchen der Familie in ihrer Heimat beobachtet die Autorin fasziniert wie Frauen aus Gräsern und anderen Materialien kunstvolle Körbe flechten. Mit der Zeit erwächst die Idee solche Körbe und andere Haushaltsartikel auf dem europäischen Markt anzubieten. So entsteht die erfolgreiche Firma „La Basketry“. Auf diese Weise werden nicht nur senegalische Familien unterstützt, der Kunde erhält zudem ein wunderschönes, handgemachtes Produkt.

Aber diese Kunst ist gar nicht so schwer zu erlernen, wie dieses Buch zeigt. Die Autorin ist überzeugt, dass jeder das Flechten lernen kann. Die Materialhinweise und Anleitungen in diesem Buch sind ausführlich und verständlich. Neben hilfreichen Erklärungen gibt es auch immer wieder Bilder der einzelnen Arbeitsschritte.

Die Materialien sind sehr unterschiedlich, so werden beispielsweise bunte Scoubidou-Bänder, Baumwollkordel, Peddigrohr oder Juteschnur verwendet. Am Anfang jedes Kapitels erfährt der Leser viel Wissenswertes über das verwendete Material. Nach einfachen Projekten zum Üben, kann sich der Leser dann an komplizierte Gegenstände wagen. So entstehen Körbe, Taschen, Untersetzer, Blumenampeln, Lampenschirme und viel mehr. Die Techniken sind so unterschiedlich wie die Materialien; es wird geflochten, gewebt, und bei manchen Projekten sogar mit der Nähmaschine genäht.

Die Bilder sind wunderschön gestaltet, und die Erklärungen so ausführlich, dass man sich das Projekt tatsächlich zutraut. Dabei gibt es unzählige Variationsmöglichkeiten, die sich leicht verwirklichen lassen – ob in Bezug auf Farbe und Design oder Größe.

Fazit: Ein sehr schönes Buch für Bastler, die eine neue und zugleich uralte Kunst erlernen wollen. Die Gestaltung des Buchs ist sehr ansprechend und die Projekte werden gut erklärt. Sehr zu empfehlen!

Veröffentlicht am 08.04.2020

Natürlich sauber

Simply Clean für ein gesundes Zuhause
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Hauptsache sauber und keimfrei, so denken wir oft. Dabei ist uns oft nicht bewusst, wie schädlich Putzmittel sein können; nicht nur für die Umwelt, sondern auch für unsere Gesundheit.

Voller Schrecken ...

Hauptsache sauber und keimfrei, so denken wir oft. Dabei ist uns oft nicht bewusst, wie schädlich Putzmittel sein können; nicht nur für die Umwelt, sondern auch für unsere Gesundheit.

Voller Schrecken sieht die Autorin dieses Buchs einmal, wie ihr Kind sich großzügig mit einem Putzspray einnebelt. Zum Glück geschieht ihrem Kind nichts, aber dieses Erlebnis öffnet ihr die Augen dafür, wie schädlich viele Putzmittel sind. Sie beschäftigt sich mit den Inhaltsstoffen von Putz- und Pflegemitteln und sucht gesündere Alternativen. Das Ergebnis findet sich in diesem Buch.

Zuerst möchte die Autorin ihren Lesern bewusst machen, welche Gesundheitsrisiken in ihren Haushalten lauern, ob es Allzweckreiniger, Spülmittel oder Handseife ist. Dann fordert sie ihre Leser auf sich radikal von all diesen Mitteln zu trennen. Doch sie zeigt Verständnis, wenn das zu schwer fällt, denn so ging es ihr auch. Aber aus ihrer jetzigen Perspektive meint sie, ein schneller Wechsel ist besser.

Als Nächstes geht die Autorin mit ihren Lesern Raum für Raum durch das Haus. Für Küche, Bäder, Schlafzimmer, Wohnräume und andere Zimmer gibt sie jeweils detaillierte Vorschläge, wie ausgemistet und sauber gemacht werden kann. Zu jedem Raum gibt sie auch mehrere Rezepte weiter. Grundlagen sind oft einfache und natürliche Mittel, wie Essig oder Kernseife. Manche Zutaten sind jedoch vermutlich in Deutschland teurer und schwerer zu finden als in Amerika, der Heimat der Autorin.

Am Ende des Buchs gibt die Autorin noch hilfreiche Tipps, wie mit wenig Aufwand der Haushalt immer sauber und ordentlich sein kann. Die wichtigsten Hausarbeiten werden auf die Wochentage aufgeteilt. Damit ist der Zeitaufwand überschaubar, und selbst bei außergewöhnlichen Ereignissen, wie eine Magen-Darm-Grippe, kann das Versäumte schnell aufgeholt werden.

Trotz der vielen nützlichen Informationen ist dieses Buch schnell gelesen. Die Autorin ist wie eine gute Ratgeberin, die mit ihren Lesern durch das Haus geht und liebevolle Vorschläge gibt. Der Leser wird sicher nicht alle Tipps beherzigen, denn die Autorin scheint wirklich sehr viel Wert auf Sauberkeit zu legen, zum Beispiel mit ständigem Staubsaugen oder täglichem Waschen. Schade ist auch, dass das Buch nicht stärker den deutschen Lesern angepasst wurde, was Forschungsergebnisse, vor allem aber Produktempfehlungen betrifft. Aber trotz dieser geringfügigen Mängel, ist dieses Buch wirklich empfehlenswert. Es ist mit Sicherheit wichtig sich bewusst zu machen, mit welchen Mitteln wir uns im Haushalt täglich umgeben.

Fazit: Gut geschrieben und mit vielen wertvollen Informationen schafft dieses Buch nicht nur ein Bewusstsein für ungeeignete Putz- und Pflegemittel, sondern gibt dem Leser auch gleich viele Rezepte an die Hand, um kostengünstige und einfache Alternativen herzustellen. Sehr zu empfehlen!

Veröffentlicht am 07.04.2020

Schöne Bastelideen aus Verpackungen und anderem Abfall

Mein großes Bibel-Bastelbuch
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Dieses hochwertige Buch, mit seinem festen Pappeinband und den leuchtenden bunten Bildern, ist sehr ansprechend gestaltet. Es ist ein Buch, in dem Kinder sicher gerne blättern, um das nächste Bastelprojekt ...

Dieses hochwertige Buch, mit seinem festen Pappeinband und den leuchtenden bunten Bildern, ist sehr ansprechend gestaltet. Es ist ein Buch, in dem Kinder sicher gerne blättern, um das nächste Bastelprojekt zu suchen.

Es gibt insgesamt knapp fünfzig Projekte, die nachgebastelt werden können. Die Bastelarbeiten passen zu biblischen Geschichten. Dabei gibt es fünf Schwerpunkte: die Schöpfung, Noah und die Tiere, Mose, Weihnachten und Jesus.

Es sind vor allem Tiere und Figuren, die gebastelt werden. Die Materialien sind günstig und das meiste hat man vermutlich schon Zuhause. Klopapierrollen, Eierschachteln, Safttüten und andere Wegwerfartikel werden zuerst bemalt. Nach einer Trockenzeit werden Augen, Arme, Beine und so weiter aufgeklebt, und schon ist die Bastelarbeit fertig. Das Buch enthält keine Vorlagen zum Abpausen, aber die Projekte sind so einfach gehalten, dass das nicht unbedingt nötig ist.

Auch wenn Mitarbeiter hier Ideen finden für Kinderstunden und Freizeiten, lässt sich alles auch alleine von geübten Kindern nacharbeiten. Da auch die fertigen Projekte eher einfach sind, dürfte dieses Buch eher jüngere Kinder interessieren, vielleicht bis zu einem Alter von etwa zehn Jahren. Malen und Klecksen muss man mögen, und eine Trockenzeit muss eingerechnet werden, denn die Verpackungen und andere Materialien werden immer zuerst bemalt.

So schön das Buch auch ist, es wird nicht unbedingt seinem Titel gerecht, weil es nur zu wenigen biblischen Geschichten eine Bastelarbeit gibt. Die meisten Bastelarbeiten haben nicht wirklich mit einer biblischen Geschichte zu tun, zum Beispiel die vielen Tieren, die zur Arche passen.

Fazit: Ein schönes Buch mit einfachen Bastelideen, das mit der Aufwertung von Abfallprodukten beeindruckt. Auch wenn es weniger hilfreich ist für Mitarbeiter, die ein passendes Projekt zur biblischen Geschichte suchen, ist es empfehlenswert, um einfach etwas Schönes aus Klopapierrollen und ähnlichem herzustellen.

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