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Veröffentlicht am 01.04.2019

Law of Attraction

Law of Attraction
4 0

Im Rahmen einer Leserunde durfte ich das Buch „Law of Attraction“ von Annie Williams lesen. Die Leseprobe hat mich neugierig gemacht und ich war sehr gespannt auf die „Office-Romance“.

Es war mein erstes ...

Im Rahmen einer Leserunde durfte ich das Buch „Law of Attraction“ von Annie Williams lesen. Die Leseprobe hat mich neugierig gemacht und ich war sehr gespannt auf die „Office-Romance“.

Es war mein erstes Buch der Autorin.

Dank einer unerwarteten Erbschaft hat Lianna alle Brücken hinter sich abgebrochen und stellt ihr Leben auf Neubeginn. Ein neuer Job, eine neue Stadt, neue Freunde – neues Leben.

Der Einstieg als Sekretärin bei einer angesehenen Anwaltskanzlei gelingt ihr und sie ist hoffnungsvoll, dass auch der restliche Neustart ähnlich gut gelingt.
An ihrem Arbeitsplatz macht Lianna bald Bekanntschaft mit dem Anwalt Darren de Best. Der ehrgeizige Rechtsanwalt ist erfolgreich, ehrgeizig, gilt als eiskalt, sehr anspruchsvoll und verschleißt eine Sekretärin nach der anderen. Keine hält es länger mit ihm aus und von seinem guten Aussehen abgesehen findet Lianna wenig Gutes an Darren.
Der Zufall will es, dass Lianna als Assistentin bei Darren einspringen muss und trotz ihrer tollpatschigen Art gelingt es ihr Eindruck zu hinterlassen.

So kreuzen sich die Wege der Beiden zukünftig öfter und die junge Frau kann ab und an einen selten Blick hinter die eiskalte Fassade von Darren werfen. Aber reicht das für eine Liebesziehung und was geschieht, als Lianna unerwartet doch noch von ihrer Vergangenheit eingeholt wird?

Lesemäßig bin ich wirklich schnell und unkompliziert in die Geschichte eingestiegen und dank eines flüssigen Schreibstils, der einen packt und mitnimmt, sind die digitalen Buchseiten nur so vorbei geflogen.

Alles in allem ist mir die Geschichte mit ihren Figuren zu sehr an der Oberfläche geblieben. So läuft die erste Hälfte des Buchs nach dem Muster: „Man arbeitet, man geht auf schicke Partys, die aber auch mit der Arbeit zu tun haben, man arbeitet, Darren vergrault eine Sekretärin, Lianna springt ein, man arbeitet, man geht auf eine Party, Darren vergrault die nächste Sekretärin, Lianna springt ein, man arbeitet, man geht…“ ab.
Viele Szenen haben etwas „holterdipolter“-mäßiges an sich, d. h. immer wieder hat mir die Handlung bei den verschiedensten Szenen bevor ich zwei Mal blinzeln konnte sinnbildlich gesprochen die Tür vor der Nase zugehauen. Zu einem harmonischen Miteinander haben die Geschichte und ich so leider nicht gefunden.

An sich sind Lianna und Darren sympathische Figuren, die mich aber nicht 100 %ig für sich einnehmen konnten.

Die emotionale Entwicklung bzw. das romantische Miteinander der beiden Protagonisten spielt eine sehr kleine Rolle und hat mich leider so gar nicht gepackt. Ich bin zwar auch kein Fan von Liebesszenen, die sich über Kapitel und gefühlte hundert Seiten hinweg ziehen, aber so „quickiemäßig“ wie hier, muss es dann auch nicht abgehandelt werden.

Auch wenn es angesichts meiner Kritikpunkte vielleicht seltsam anmutet, habe ich das Buch dank des angenehmen Schreibstils als recht unterhaltsam zu lesen empfunden, nur meine Erwartungen an eine romantische „Office Romance“ konnte die Geschichte leider nicht erfüllen.

Von mir gibt es 3 Bewertungssterne!

Veröffentlicht am 04.04.2019

True North

True North - Wo auch immer du bist
3 0

Mit „True North – Wo auch immer du bist“ startet die Vermont-Reihe von Sarina Bowen. Ich durfte das Buch im Rahmen einer Leserunde lesen.

Audrey Kidder hat bisher in ihrem Leben noch nicht wirklich viele ...

Mit „True North – Wo auch immer du bist“ startet die Vermont-Reihe von Sarina Bowen. Ich durfte das Buch im Rahmen einer Leserunde lesen.

Audrey Kidder hat bisher in ihrem Leben noch nicht wirklich viele Erfolge vorzuweisen. Ihr großer Traum Köchin zu werden und ein eigenes Restaurant zu eröffnen scheint unerreichbar und doch hält sie verbissen daran fest. Nach ihrem letzten Missgeschick ist ihr Arbeitgeber mehr als gewilligt sie endgültig los zu werden, aber eine letzte Chance soll Audrey noch kriegen: In Vermont soll sie bei Bio-Farmern Waren für die exklusiven Restaurants beschaffen.

Nach dem viel zu frühen Tod des Vater hat Griffin Shipley die Farm der Familie übernommen und versucht damit den Lebensunterhalt für seine Mutter und die jüngeren Geschwister zu sichern. Das Dasein als Bio-Farmer ist ein hartes Brot und so bleibt Griffin nicht wirklich viel Zeit für ein Privatleben.

Als eines Tages Audrey mit ihrem Auto gerade in seiner Auffahrt stecken bleibt und er in der jungen Frau seinen Schwarm aus der Collegezeit erkennt, flirrt die Luft und Erinnerungen werden wach.

Unter den Apfelbäumen von Vermont erwachen lang unterdrückte Gefühle und zwischen beruflichen Verpflichtungen und persönlichen Zukunftsträumen müssen Audrey und Griffin entscheiden, ob es eine gemeinsame Zukunft geben kann.

Die Autorin hat mich mit ihrem flüssigen Schreibstil sofort in den Bann der Geschichte gezogen. Mit Audrey und Griffin hat die Handlung sympathische Charaktere, denen man gerne durch die Buchseiten folgt. Beide Protagonisten stehen fest zu ihrer jeweiligen Zukunftsplanung und sehen anfangs trotz aller Sympathie füreinander keine gemeinsame Zukunft ohne das einer von ihnen komplett auf seine Zukunftsträume verzichten müsste. Die Schritte hin zu einem gemeinsamen Weg sind gefühlvoll und zugleich realistisch beschrieben, was mir gut gefallen hat.
Die Nebenfiguren sind liebevoll gestaltet und besonders Griffins Familie ist hier hervor zu heben. Die Szenen in der Familienküche, wo Audrey ihre Liebe zum Kochen auslebt, sind so lebhaft beschrieben, dass man die Töpfe direkt brodeln hört und die unterschiedlichen Aromen fast zu riechen glaubt.

Ein wirklich schöner Einstieg in eine neue Reihe, von der ich mir den 2. Band schon vorgemerkt habe.

Veröffentlicht am 04.04.2019

Victorian Rebels - Mein dunkles Herz

Victorian Rebels - Mein schwarzes Herz
4 1

Im Rahmen einer Vorab-Wunschleserunde durfte ich „Victorian Rebels – Mein schwarzes Herz“ von Kerrigan Byrne lesen. Es war mein erstes Buch der Autorin.

Mit „Mein schwarzes Herz“ startet die Reihe „The ...

Im Rahmen einer Vorab-Wunschleserunde durfte ich „Victorian Rebels – Mein schwarzes Herz“ von Kerrigan Byrne lesen. Es war mein erstes Buch der Autorin.

Mit „Mein schwarzes Herz“ startet die Reihe „The Victorian Rebels“ und für September 2018 und Januar 2019 stehen bereits die Folgebände in den Startlöchern.

Farah Mackenzie arbeitet als Sekretärin bei Scotland Yard und sie ist es gewöhnt im Rahmen ihrer Tätigkeit mit dem Abschaum aus Londons Unterwelt konfrontiert zu werden. Doch dieses Verhör unterscheidet sich von allen bisherigen. Der berüchtigte Dorian Blackwell, der sich an die Spitze der Londoner Halbwelt empor geschwungen hat, jagt ihr mit seinem eindringlichen Blick Schauder über den Rücken.

Kurz darauf entführt Dorian Blackwell Farah nach Schottland. Angeblich ist ein Kopfgeld auf sie ausgesetzt und er will sie nur beschützen. Aber hat er wirklich nur ihren Schutz im Sinn und warum weckt der düstere, verletzte Mann so ungewohnte Gefühle in Farahs Brust? Hat sie die Erinnerung an ihre erste Liebe nicht genug geschmerzt? Nie wieder wollte sie solche Gefühle zulassen.

Der historische Liebesroman kann mit gut ausgearbeiteten Charakteren punkten, die ihre Geheimnisse erst nach und nach preisgeben. Hat man als Leser auch die ein oder andere Vermutung, so spannt einen die Autorin in vielerlei Hinsicht doch auf die Folter und lässt mich beim Schmökern rätseln.
Besonders Farah gefällt mir als Charakter, wenn ich auch anfangs mit ihrer vermeintlichen Nachgiebigkeit zu kämpfen hatte. Sie spielt ihre Stärke auf einer anderen Ebene aus und daran musste ich mich beim Lesen erst gewöhnen.

Die Handlung hat einige spannende Wendungen und Hindernisse im Gepäck, die für mich nach einem an für sich spannenden Einstieg mit ihrer Lösung viel zu schnell verpuffen. Das hätte man für mich etwas besser einbauen können.

Mit Dorian, dem männlichen Hauptprotagonisten hatte ich über weite Teile des Buches etwas zu kämpfen. Ich schwankte beständig zwischen Sympathie und Antipathie, aber schlussendlich konnte er mich dann doch für sich gewinnen.

Die etwas düstere Atmosphäre und das Setting der Geschichte in Londoners Halbschatten hat mir gut gefallen, wenn man das Ganze für meinen persönlichen Geschmack auch noch etwas stärker in den Vordergrund hätte rücken können.

Alles in allem ist „Mein dunkles Herz“ ein recht unterhaltsames Debüt, dass Lust auf die Folgebände macht und von mir 3 Bewertungssterne bekommt.

Veröffentlicht am 11.09.2017

Die Bibliothek der flüsternden Schatten - Bücherstadt

Die Bibliothek der flüsternden Schatten - Bücherstadt
3 0

Im Rahmen einer Vorab-Leserunde durfte ich das neuste Buch von Akram El-Bahay lesen. Seit seiner Trilogie über die Flammenwüste hat mich der Autor komplett in seinen Bann gezogen und ich halte gebannt ...

Im Rahmen einer Vorab-Leserunde durfte ich das neuste Buch von Akram El-Bahay lesen. Seit seiner Trilogie über die Flammenwüste hat mich der Autor komplett in seinen Bann gezogen und ich halte gebannt nach jedem neuen Werk von ihm Ausschau. So hatte ich „Die Bibliothek der flüsternden Schatten – Bücherstadt“ schon früh erspäht und mir den Erscheinungstermin dick im Kalender angestrichen. Als sich die Chance zur Leserunde bot, habe ich natürlich sofort mein Glück versucht und durfte mich glücklicherweise zu den Auserwählten zählen, die mitlesen durften.

„Die Bibliothek der flüsternden Schatten – Bücherstadt“ markiert den Auftakt zu einer neuen Trilogie des Autors.

Sam war sein ganzes bisheriges Leben ein Dieb und nach seinem letzten Einbruch möchte er nun ein neues Leben beginnen. Dieses könnte nicht gegensätzlicher als sein bisheriges sein, den sein Weg führt ihn ausgerechnet in den Königspalast von Mythia und dort möchte er sich der Palastwache anschließen. Man macht ihn zum Wächter in der Bücherstadt, der riesigen Bibliothek unterhalb der Stadt.
Anfangs kann Sam, der selbst nicht lesen kann, seinem Wachdienst wenig Positives abgewinnen, aber er macht schnell die Erfahrung, dass die langen Gänge der Bibliothek manches Geheimnis bergen und nicht alle sind von der harmlosen Sorte.

Von der ersten Seite an wurde ich willkommen geheißen und das Buch hat seine sinnbildlichen Arme um mich gelegt und mich mit jedem Herzschlag der Geschichte tiefer in seinen Bann gezogen. Es hat große Überwindung gekostet zum Ende der von der Leserunde vorgegebenen Abschnitte aus der Handlung aufzutauchen und ein kurzes Feedback zu geben.

Ich weiß gar nicht, was mich mehr begeistert hat…
…die unglaublich spannende Handlung, die an die Buchseiten fesselt,
…der mitreißende Schreibstil, der beim Lesen lebendige Bilder in die Luft zaubert,
…die überraschenden und fantasievollen Wendungen, die den Atem stocken lassen,
…die liebevoll gezeichneten Figuren, die mich sofort für sich eingenommen haben oder das zauberhafte Setting mit der Bücherstadt. Man spürt beim Lesen den Pulsschlag der Bibliothek, riecht den Staub zwischen den Büchern, hört das Flüstern der Buchseiten und staunt über die Geheimnisse im Schatten.

Wenn man beim Lesen die Welt um sich herum vergisst und die Zeit still zu stehen scheint, dann wurde man von Akram El-Bahay entführt.

Leider gibt es nicht mehr als 5 Bewertungssterne und ich warte heute schon sehnsüchtig auf den nächsten Teil der Trilogie.

Veröffentlicht am 03.04.2019

Weil es Liebe ist

Weil es Liebe ist
1 0

Schon auf der Frankfurter Buchmesse im Herbst 2018 habe ich einen kleinen Blick auf das neue Werk „Weil es Liebe ist“ vom Autorenduo Christina Lauren werfen dürfen. Eine Leseprobe hat mich neugierig gemacht ...

Schon auf der Frankfurter Buchmesse im Herbst 2018 habe ich einen kleinen Blick auf das neue Werk „Weil es Liebe ist“ vom Autorenduo Christina Lauren werfen dürfen. Eine Leseprobe hat mich neugierig gemacht und so „musste“ das Buch sofort nach seinem Erscheinen gelesen werden.

Holland Bakker lebt in New York, ist Mitte Zwanzig und jobbt am Broadway in einer Musicalproduktion ihres Onkels. Ihre Wohnung und auch ihren Job verdankt sie der Unterstützung ihrer beiden Onkel, die Holland von Herzen liebt. Sie ist nicht wirklich zufrieden wie ihr Leben läuft und kann sich doch nicht so recht zu etwas Anderem aufraffen.
Ein Highlight auf ihrem Arbeitsweg ist der attraktive Straßenmusiker Calvin, der an mehreren Tagen der Woche am U-Bahnhof Gitarre spielt. Holland fühlt sich von der Musik jedes Mal wie verzaubert.

Verschiedene Ereignisse führen dazu, dass sich Holland und Calvin bald eine Wohnung und ein Leben teilen, aber die Gründe dafür sind nicht wirklich romantisch und als sich dann echte Gefühle einmischen, wird es endgültig kompliziert.

Ich habe die Geschichte innerhalb von wenigen Tagen verschlungen und mich dabei gut unterhalten gefühlt.
Der Liebesroman ist dank eines verständlichen Schreibstils gut zu lesen und die Seiten fliegen nur so dahin.

Mit Holland und Calvin haben die Autorinnen sehr sympathische Protagonisten geschaffen, die sich schnell meine Zuneigung erobert haben.
Holland ist, obwohl sie schon Mitte Zwanzig ist, noch nicht so wirklich in ihrem Leben angekommen und weiß auch nicht so recht, in welche Richtung sie sich bewegen soll oder will. So treibt sie etwas durch ihre Tage und ist nicht wirklich unzufrieden, aber auch nicht zufrieden.
Mit diesem Aspekt von Holland haben die Autorinnen für mich einen Punkt beschrieben, den ich in den letzten Jahren bei vielen jungen Leuten beobachten kann und der mich bisher immer reichlich ratlos zurückgelassen hat, da ich selbst so eine Phase nie erlebt habe. Mit Holland und ihren Gedanken, Gefühlen zu diesem Thema komme ich näher an das Ganze heran und spüre, dass ich ein wenig mehr Verständnis entwickle.

Calvin ist das Gegenteil von Holland und steht viel mehr in seinem Leben, wusste schon immer, was er einmal machen will, geht allerdings mit den Hindernissen, die ihm begegnen nicht immer besonders klug um. Manche dieser Entscheidungen fallen ihm im Nachhinein auf die Füße.

Neben einer stellenweise vorhersehbaren Lovestory kann die Geschichte so mit ungewohnten Facetten punkten, die mir gut gefallen haben.

Von mir gibt es 4 Bewertungssterne!