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Veröffentlicht am 05.06.2020

Einfach atemberaubend!

Gilde der Jäger - Engelskrieg
2

Was habe ich diesem Buch, dem 12. Band der „Gilde der Jäger“-Reihe von Nalini Singh entgegen gefiebert!!! Der vorherige Band hat mich mit einem richtigen miesen Gefühl zurückgelassen. Der Cliffhanger hat ...

Was habe ich diesem Buch, dem 12. Band der „Gilde der Jäger“-Reihe von Nalini Singh entgegen gefiebert!!! Der vorherige Band hat mich mit einem richtigen miesen Gefühl zurückgelassen. Der Cliffhanger hat mich furchtbar frustriert und ich hatte das Gefühl man hätte mich mitten in der Geschichte sitzen gelassen. Abhilfe konnte da nur der heißersehnte „Engelskrieg“ leisten.

Bevor meiner Begeisterung die Zügel schießen lassen ein gut gemeinter Ratschlag an alle Leser, die sich für die Reihe interessieren: Lest die Bücher der Reihe nach! Die Rahmenhandlung baut aufeinander auf und ich kann mir nicht vorstellen, dass man bei einem Einstieg mittendrin oder gerade mit diesem Band mit der Geschichte klar kommt.

Die Kaskade zieht schon seit einigen Büchern ihre Kreise und verändert die Welt der Erzengel. Auch an Raphael und seiner Gefährtin Elena gehen die Veränderungen nicht spurlos vorbei. Am Ende von „Engelsfall“ sieht es nicht gut aus für den Erzengel von New York und seine Gefährtin. Die Handlung von „Engelskrieg“ steigt mit einer gewissen zeitlichen Distanz zum Ende von „Engelsfall“ ein und ich musste mich anfangs erst ein Mal sortieren und es hat einige Seiten gebraucht, bis ich richtig in die Geschichte einsteigen konnte, aber ein Mal geschafft, gab es kein Halten mehr und das Buch hat mich regelrecht eingesaugt.

Raphael und Elena durchkreuzen die Pläne der Kaskade und müssen aufpassen, dass sie sich nicht verlieren. Sie geben einander Halt und nie waren sie stärker aufeinander angewiesen als jetzt, denn der Erzengel von China erhebt sich und überzieht als Göttin des Todes die Welt mit Seuchen, Tod und Verdammnis. Wird es ein Morgen geben?

Puh, was für eine Geschichte! Ich bin hin und weg und wieder völlig mit Frau Singh versöhnt!

Wie ich ja schon öfter geschrieben habe, gehören Elena und ihr Raphael zu meinen Lieblingen in der Reihe und so hat mein Herz natürlich besonders für die Beiden, aber auch für alle anderen liebgewonnen und vertrauten Protagonisten geschlagen. Es gibt ein Wiedersehen mit allen, aber auch neue Charaktere finden ihren Platz in der Handlung und werfen interessante Fragen auf, bringen neue Facetten ins Spiel.

Der Höhepunkt der Geschichte ist zweifelsohne die Schlacht um New York und ich saß während dem Lesen wie gefesselt vor den Buchseiten, die sich gar nicht schnell genug umblättern ließen. Ich habe gelacht, geweint, mich zu Tode erschreckt, geschaudert, gehofft und gebangt, wie alles ausgehen wird. Es gibt einige Überraschungen, böse wie gute und auch Verluste musste ich verschmerzen, aber trotzallem habe ich das Buch am Ende mit einem Lächeln geschlossen und leise „Danke“ gesagt.

Geschichten, die mich die Welt vergessen lassen, sind das größte Geschenk, dass mir ein Autor machen kann!

5 Bewertungssterne!!!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.06.2020

Into the Fire

Into the Fire
1

Seit Jahren bin ich der „Bruderschaft Black Dagger“ verfallen und freue mich über jedes Buch, dass ich von J. R. Ward in die Finger kriege. So stand es völlig außer Frage, dass auch das neuste Werk „Into ...

Seit Jahren bin ich der „Bruderschaft Black Dagger“ verfallen und freue mich über jedes Buch, dass ich von J. R. Ward in die Finger kriege. So stand es völlig außer Frage, dass auch das neuste Werk „Into the Fire“ bei mir einziehen musste.

Anne Ashburn brennt für ihre Arbeit bei der Feuerwehr und kann sich keine andere Tätigkeit vorstellen. Bei einem Einsatz unterschätzt sie allerdings die Gefahr und nur der gewagten Rettungsaktion ihres Kollegen Danny Maguire verdankt sie ihr Leben. Doch der Vorfall verändert alles – für Anne und für Danny.

Anne muss sich ein neues Leben aufbauen und im Rahmen ihres neuen Jobs trifft sie immer wieder auf Danny, was bei Beiden schmerzliche Erinnerungen weckt. Aber auch längst vergessene Gefühle flackern wieder auf und als sich dann noch die Anzeichen verdichten, dass Anne einem Brandstifter auf der Fährte, wird es in mehr als in einer Hinsicht brenzlig.

In Bezug auf eine Rezension lässt mich „Into the Fire“ etwas unschlüssig zurück. Es gibt Aspekte, die mir richtig gut gefallen haben, aber auch Einiges, was mich nicht begeistern hat.

Gut gefallen hat mir die Atmosphäre der Geschichte und das Setting bei den Firefighters – auf deutsch bei der Feuerwehr. Mein Mann schaut sich gerne die Serie „Chicago Fire“ – über eine Feuerwehrwache in Chicago - an und beim Lesen hatte ich ständig die Bilder davon im Kopf. Die Arbeit der Feuerwehr, die damit verbundenen Gefahren, das Risiko und das Drumherum hat die Autorin für mein Empfinden wirklich gut recherchiert und authentisch beschrieben.

Anne ist ein toller Charakter und hat mich mit ihrer optimistischen Art und Kämpfernatur von Beginn an für sich eingenommen. Was sie erleben muss ist heftig und mit welcher Selbstverständlichkeit sie später ihre Leben in die Hand nimmt, hat mich wirklich beeindruckt.

Mit Danny hatte ich so meine Schwierigkeiten und leider ist er mir bis zum Ende der Geschichte nicht so wirklich ans Herz gewachsen. Ich habe mich mehr als ein Mal gefragt, was Anne eigentlich an ihm findet.

Die Liebesgeschichte zwischen den beiden Hauptprotagonisten hat mich leider gar nicht angesprochen und ich hatte beim Lesen auch immer das Gefühl, als ob mir gerade bei diesem Teil der Geschichte ein Stück fehlt. Inzwischen weiß ich, dass es eine Vorgeschichte (Into the Heat) als Ebook gibt, aber ob man diese jetzt unbedingt braucht, kann ich nicht beurteilen, da ich diese Geschichte nicht gelesen habe.

Die Spannungselemente sind gut in die Handlung eingebaut und ich bin lange ahnungslos durch die Gegend getappt und hatte keine Vermutung, wer der Brandstifter sein könnte.

Von mir gibt es für das etwas durchwachsene Lesevergnügen 3 Bewertungssterne!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.06.2020

Cherish Hope

Cherish Hope
0

Der erste Teil der „Hard Play“-Reihe von Nalini Singh hatte mir ganz gut gefallen, weshalb ich mir auch „Cherish Hope“ den 2. Band gleich vorbestellt habe.

Nayna Sharma liebt ihre Familie und nachdem ...

Der erste Teil der „Hard Play“-Reihe von Nalini Singh hatte mir ganz gut gefallen, weshalb ich mir auch „Cherish Hope“ den 2. Band gleich vorbestellt habe.

Nayna Sharma liebt ihre Familie und nachdem ihre jüngere Schwester mit einer überstürzten Heirat und Scheidung Schande über die Familie gebracht hat, ist es ihr ein Herzensanliegen ihren Eltern und ihrer geliebten Großmutter weitere Demütigungen zu ersparen. So willigt die an für sich selbstständige und moderne junge Frau in eine arrangierte Ehe ein und lässt ihre Eltern den passenden Heiratskandidaten aussuchen. Nachdem sich jeder Kandidat schrecklicher als der vorherige entpuppt, rebelliert Nayna und geht mit ihrer besten Freundin in einem sexy Outfit auf eine Party und springt über ihren eigenen Schatten als sie einen völlig Fremden küsst. Das verführerische Intermezzo endet allerdings völlig unerwartet und Nayna ergreift halb erleichtert, halb verzweifelt die Flucht. Nie im Leben hätte sie damit gerechnet, dass ihr ihre Eltern als nächsten Heiratskandidaten den sexy Küsser vorstellen und plötzlich weiß sie nicht mehr, was sie eigentlich noch will…flüchten oder sich lieber in diese sexy Arme sinken lassen!?!

Ich wurde schon beim Lesen von „Cherish Love“ neugierig auf Nayna und ihre Geschichte und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Mit Raj und Nayna hat die Autorin ein sehr sympathisches Paar kreiert und ich bin den Beiden vom ersten Moment an gerne durch die Geschichten gefolgt. Beide Protagonisten haben ihre Ecken und Kanten, ihre Wünsche, Sehnsüchte und Ängste und diese beschreibt die Autorin für mich glaubwürdig. Besonders gut hat mir der Einblick in die indische Kultur gefallen, ein wenig verbreitet die Geschichte „Bollywood-Feeling“ und die Traditionen in der Familie und die Rolle von dieser werden gut dargestellt ohne dabei altbacken zu wirken. Raj und Nayna sind auf der einen Seite moderne junge Menschen, aber sie fühlen sich auch den Traditionen und Gebräuchen ihrer Familien und Kultur verbunden.

Die Liebesgeschichte punktet für mich auch mit einem durchgängigen und flotten Erzähltempo, dass mich immer mitgenommen und mich nie in Versuchung geführt hat das Buch gelangweilt zur Seite zu legen.

Ich hatte dank „Cherish Hope“ einige sehr kurzweilige Lesestunden und dafür bekommt die Geschichte von mir 4 Bewertungssterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.06.2020

Hope

HOPE
0

Mit „Hope“ geht die „Mills Brothers“-Reihe von Helena Hunting in die 4. Runde.

Mit dem ersten sehr unterhaltsamen Band hat die Reihe seinerzeit mein Leserherz im ersten Anlauf erobert und ich freue mich ...

Mit „Hope“ geht die „Mills Brothers“-Reihe von Helena Hunting in die 4. Runde.

Mit dem ersten sehr unterhaltsamen Band hat die Reihe seinerzeit mein Leserherz im ersten Anlauf erobert und ich freue mich auf jedes neue Buch in der Reihe.

Cosy geht aufs College und finanziert sich ihren Lebensunterhalt mit verschiedenen Nebenjobs, u. a. in einem Erotikshop. Hier läuft ihr eines Tages der gutaussehende Griffin über den Weg und dieser fühlt sich in diesem Umfeld sichtlich unwohl. Es bleibt nicht bei dieser einen Begegnung und Cosy ist sehr überrascht, als der junge Mann noch ein Mal ihre Gesellschaft sucht und sie um ein Date bittet.

Auf eine Beziehung wollen sich beide nicht einlassen, aber der zwischen ihnen herrschenden Anziehungskraft können sie sich nur schwerlich entziehen und so lassen sich beide auf eine unverbindliche Affäre ein. Bald schleichen sich aber Gefühle ein und als Griffin zu Cosys Überraschung „ernst“ machen will, ergreift sie die Flucht.

Ich muss zugeben, dass mich dieser Teil der Reihe nicht so begeistern konnte, wie das manche der vorangegangenen Bücher geschafft haben. Cosy und Griffin waren mir grundsätzlich sympathisch, aber so richtig sind sie und ihre Romanze mir emotional nicht nahe gekommen. Auch die Handlung an sich hat mich nicht so gefesselt, dass ich das Buch nur ungern aus der Hand gelegt hätte.

Von allen Teilen der „Mills Brothers“-Reihe ist „Hope“ für mich leider eine doch etwas sehr durchschnittliche Liebesgeschichte, die mir wohl nicht länger im Gedächtnis bleiben wird.

Von mir gibt es 3 Bewertungssterne!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.06.2020

Ein Buch, für das man sich Zeit nehmen & lassen muss

Feuer und Wind
1

Das Cover von „Feuer & Wind“ hat mich sofort in seinen Bann gezogen und so habe ich das Buch rasch nach seinem Erscheinen gekauft. Leider hat das Buch nun doch über zwei Jahre in meinem SuB zugebracht ...

Das Cover von „Feuer & Wind“ hat mich sofort in seinen Bann gezogen und so habe ich das Buch rasch nach seinem Erscheinen gekauft. Leider hat das Buch nun doch über zwei Jahre in meinem SuB zugebracht und irgendwie war nie der richtige Zeitpunkt für die Geschichte. Das hat sich mit meinem Urlaub im Mai nun endlich geändert.

Jen lebt in einer nicht näher definierten Zukunft und die Menschheit kennt nur noch das Leben in einer sterilen Welt aus Glas, Metall und temperierten Räumen. Ein Leben unter freiem Himmel im Wandel der Jahreszeiten und die Natur mit all ihren Facetten sind Relikte aus der Vergangenheit. Da die Menschen aber eine ungebrochene Sehnsucht nach dieser Vergangenheit haben, arbeitet die Firma von Jen an einem sogenannten Tank, dieser soll in einer Art virtuellen Realität die Vergangenheit lebendig machen. Jen ist eine Expertin für die Wikingerära und arbeitet gemeinsam mit anderen Wissenschaftlern an der Simulation eines Wikingerhofes. Bei einem Test geschieht das Unglaubliche: Jen wird in das Island des 10. Jahrhunderts katapultiert und an einem Strand von einer Gruppe Nordmänner gefunden.

Der Häuptling des Clans, Heirik nimmt Ginn – wie Jen ab sofort genannt wird – als Gast in sein Haus auf und die junge Frau fügt sich rasch in ihr neues Umfeld ein. Sie ist fasziniert von ihrer Umgebung, den Farben, Gerüchen und Stimmen des Stammes, der Landschaft und vor allem von dem geachteten und auch gefürchteten Häuptling Heirik, der durch ein Blutmal entstellt ist und als verflucht gilt.

Ich habe meine Zeit gebraucht, bis ich mit der Geschichte warm geworden bin. Im Lauf der Zeit und mit jeder gelesenen Seite bin ich dann mehr in die Handlung und das Leben im Island des 10. Jahrhunderts eingetaucht.

Die Geschichte wird nur aus Jen bzw. Ginns Perspektive erzählt und so erlebe ich alles durch ihre Augen. Stellenweise ist sie naiv und gutgläubig, was angesichts der Tatsache, dass sie aus der Zukunft kommt, manchmal etwas unglaubwürdig anmutet. Gleichzeitig hat Ginn ein unglaublich weites Herz und ihr offener Blick auf die Welt lässt sie Schönheit und Magie entdecken, wo ein anderer sie nicht sieht. Das macht sich insbesondere in ihrer Beziehung zu Heirik bemerkbar, denn keiner ist dem jungen Mann, der so eine schwere Last trägt, seit dem Tod seiner Mutter je so offen und unvoreingenommen gegenüber getreten.

Die Liebesgeschichte von Heirik und Ginn ist keine besonders stürmische Romanze und es dauert seine Zeit bis sich alles entwickelt, aber gut bei einem Seitenumfang von über 650 Seiten, kann sich die Geschichte alle Zeit der Welt nehmen

Die Autorin fängt mit ihrem Schreibstil Stimmungen, Farben, die Umgebung, Gerüche, Stimmlagen, Emotionen und leise Zwischentöne ein und malt damit Bilder, die beim Lesen wie aus einem Nebel aufsteigen und mich als Leserin ganz tief in die Geschichte hineinziehen. Das Ganze mutet fast etwas poetisch an, ist an manchen Stellen langatmig, aber zugleich so wunderschön, dass man sich wie in einem Traum fühlt und nicht daraus erwachen will.

Für mich ist „Feuer & Wind“ eine Geschichte, die im Flüsterton an langen Winterabenden, während man an einem prasselnden Feuer sitzt, erzählt wird. Ein Buch, das will, dass ich mir Zeit nehme, mich ganz auf es und sein ganz eigenes Tempo einlasse. Wenn mir das gelingt, werde ich mit einer atmosphärisch-dichten Geschichte in blassen und kräftigen Farben belohnt, die sich langsam, aber beharrlich ins Herz schleicht und dort wie eine Katze zusammenrollt und vor sich hin schnurrt.

Von mir gibt es 4 Bewertungssterne!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere