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Veröffentlicht am 03.10.2020

Die Liebesroman-Mission

The Secret Book Club – Die Liebesroman-Mission
1

Mit „The Secret Book Club – Die Liebesroman-Mission“ habe ich den 2. Teil der „The Secret Book Club“-Reihe von Lyssa Kay Adams gelesen.
Da mich der erste Teil der dreiteiligen Reihe gut unterhalten hat, ...

Mit „The Secret Book Club – Die Liebesroman-Mission“ habe ich den 2. Teil der „The Secret Book Club“-Reihe von Lyssa Kay Adams gelesen.
Da mich der erste Teil der dreiteiligen Reihe gut unterhalten hat, war klar, dass auch „Die Liebesroman-Mission“ bei mir einziehen darf.

Braden Mack ist ein selbstbewusster Geschäftsmann, der weiß, wo er im Leben steht. Seine Vorliebe für Liebesromane behält er aber lieber für sich, obwohl er deshalb sogar einen geheimen Buchclub für Männer gegründet hat und der festen Überzeugung ist, dass man Frauen durch das Lesen von Liebesromanen besser verstehen lernt.

Liv, die Schwägerin seines Freundes Gavin bringt Braden allerdings mächtig aus dem Konzept, den keine seiner sonst bewährten Strategien scheint bei der streitbaren und temperamentvollen Konditorin zu wirken.

Liv braucht keinen Mann in ihrem Leben, davon ist sie fest überzeugt. Als sie Zeugin wird, wie ihr Chef eine Mitarbeiterin sexuell belästigt und im Zuge dessen selbst gefeuert wird, speit sie Gift und Galle und schwört Rache. Braden bietet ihr seine Hilfe an und bald ist auch der geheime Buchclub mit an Bord. Für irgendwelche romantischen Gefühle hat Liv bei Alldem eigentlich keinen Kopf, aber irgendwie geht ihr Braden neuerdings nicht mehr so ganz aus dem Sinn.

Ich muss gestehen, dass mir Liv bereits im ersten Band der Reihe nicht extrem sympathisch war, aber ich war auch gespannt, ob ihre eigene Geschichte an diesem ersten Eindruck etwas ändern wird.
Nach der Buchlektüre kann ich sagen, dass Liv wohl wirklich nicht zu meinen Lieblingscharakteren gehört, aber wir sind uns trotzdem näher gekommen und ich weiß ihren Enthusiasmus und auch ihre sarkastische Ader durchaus zu schätzen.

Braden hat mich mehr für sich eingenommen als sein weiblicher Gegenpart und ich habe mich zwischendurch köstlich über seine Verzweiflung amüsiert, wenn er sich trotz seines sonst so guten Gespürs für Frauen, an Liv die Zähne ausbeißt.

Die Autorin nimmt sich mit dem Thema sexuelle Belästigung einer wichtigen Sache an, wobei mir die Einbindung in den Liebesroman nur bedingt gefallen hat. Aus dieser Sache hätte man für mein Empfinden etwas mehr machen können.

Die Mitglieder des restlichen Buchclubs spielen in dieser Geschichte auch wieder eine Rolle, was mir auf der einen Seite gut gefallen hat, auf der anderen Seite arten manche Szenen für meinen persönlichen Geschmack zu sehr in Richtung Klamauk aus und das wirkte für mich in der Geschichte einfach fehl am Platz.

Von mir bekommt die „Liebesroman-Mission“ 3 Bewertungssterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.10.2020

Never Doubt

Never Doubt
1

Mit „Never Doubt“ habe ich das 5. Buch von Emma Scott gelesen und ich habe mich sehr darüber gefreut, dass die Geschichte dieses Mal als Einzelband erschienen ist.

Willow hat sich nach einem traumatischen ...

Mit „Never Doubt“ habe ich das 5. Buch von Emma Scott gelesen und ich habe mich sehr darüber gefreut, dass die Geschichte dieses Mal als Einzelband erschienen ist.

Willow hat sich nach einem traumatischen Erlebnis fast völlig in sich zurückgezogen und alles ist ihr egal. Als ihr Vater in die Kleinstadt Harmony versetzt wird, weckt eine Theatervorstellung einen ungeahnten Funken in Willow und sie bewirbt sich spontan um die Rolle der Ophelia in der nächsten Shakespeare-Inszenierung. Als Hamlet steht ihr der Bad Boy der Stadt, Isaac Pearce gegenüber.

Isaac Pearce will nur weg…weg aus Harmony, der Kleinstadt, die ihm die Luft zum Atmen nimmt, weg von seinem alkoholkranken Vater, weg von einem Umfeld, dass nur das Schlimmste in ihm sehen will. Die Theaterbühne ist der einzige Ort, wo er alles vergessen und hinter sich lassen kann.

Ihre Theaterrollen schenken Willow und Isaac eine Sprache und Worte, die ihnen sonst fehlen. Ihre verwundete Seelen erkennen sich und kommen sich näher, doch ihr Umfeld sieht das Ganze nicht gern und um wieder wirklich zu leben, müssen Willow und auch Isaac ihre eigenen Worte finden.

Jedes Buch von Emma Scott macht mich verletzlich, bricht mir das Herz und lässt mich mit einem Lächeln auf den Lippen und tränenüberströmtem Gesicht zurück. „Never Doubt“ steht seinen Vorgängern in dieser Hinsicht in nichts nach und hat mich mitten ins Herz getroffen.

Das Ende war für meinen ganz persönlichen Geschmack mit ein bisschen zu viel Zuckerguss bestreut, aber das ist nur ein kleiner Wehmutstropfen in einer ansonsten emotional-herzzerreißenden Geschichte.

Von mir gibt es 4 Bewertungssterne!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.10.2020

Eine unerhörte Affäre

Eine unerhörte Affäre
0

Mit „Eine unerhörte Affäre“ habe ich den 3. historischen Liebesroman aus der Schreibfeder von Simona Ahrnstedt gelesen. Das Buch ist Teil der dreiteiligen „Slottet Wadenstierna“-Reihe. Insgesamt gehören ...

Mit „Eine unerhörte Affäre“ habe ich den 3. historischen Liebesroman aus der Schreibfeder von Simona Ahrnstedt gelesen. Das Buch ist Teil der dreiteiligen „Slottet Wadenstierna“-Reihe. Insgesamt gehören die Titel „Ein ungezähmtes Mädchen“, „Eine unbeugsame Braut“ und „Eine unerhörte Affäre“ zu der Buchreihe. Man kann die Bücher aber ohne Probleme durcheinander und unabhängig voneinander lesen, da nur das Schloss Wadenstierna als Schauplatz die Geschichten miteinander verbindet. Jede Geschichte spielt zwar in Schweden aber immer in einer anderen Zeit und es geht jedes Mal um andere Protagonisten.

In „Eine unerhörte Affäre“ kehrt Gabriel de la Grip nach Hause zurück. Nach einem Skandal und einem Bruch mit seiner Familie hat er seine Zeit lieber auf den Weltmeeren als daheim in Schweden verbracht. Aber nun sind sein Vater und die Brüder gestorben und er muss seine Pflicht zum Erhalt der Familie tun.

Seine Mutter und Schwestern organisieren auf dem hochherrschaftlichen Anwesen der Familie ein Sommerfest und haben viele heiratswillige junge Damen eingeladen, von denen sich der neue Graf hoffentlich eine Gattin erwählt.

Zu den eingeladenen Gästen gehört auch Magdalena Swärd. Sie begleitet die junge, bildhübsche Venus als Gesellschafterin und Anstandsdame. Magdalena lebt nach dem frühen Verlust ihrer Familie und einem Skandal ein sehr bescheidenes Leben und hat fast kein Auskommen. Die Chance das junge Freifräulein als Anstandsdame zu begleiten eröffnet ihr eine neue Welt, wenn sie auch bald wieder erkennt, was sie am Adel und insbesondere an dessen eingebildeten Männern nicht leiden kann.

Eine gedankenlose Wette bringt Gabriel und Magdalena in Kontakt miteinander und beide schließen einen gewagten Pakt, der als sich Gefühle einmischen zu einer komplizierten Angelegenheit entwickelt.

Mir hat der historische Liebesroman ausgesprochen gut gefallen und ich bin wieder ein Mal froh über den Zufall, der mich Simona Ahrnstedt und ihre Bücher vor einigen Jahren hat entdecken lassen.

Gabriel und Magdalena sind sympathische Charaktere, die ich schnell ins Herz geschlossen habe und ihre scharfzüngigen Wortgefechte haben mir häufig ein Schmunzeln auf die Lippen gezeichnet. Es macht einfach Spaß den Beiden durch die Geschichte zu folgen und das – wenn auch vorhersehbare – Happy End bringt mein romantisches Leserherz zum Pochen.

Natürlich erfindet dieser historische Liebesroman das Rad nicht neu und hat auch wohlbekannte Stereotypen im Gepäck, aber ich lese Geschichten wie diese, wenn sie so unterhaltsam präsentiert werden, doch auch immer wieder gerne.
Und mit einem Nebenschauplatz hat mich die Autorin sogar überrascht, da ich so etwas bisher in keinem historischen Liebesroman gelesen habe

Von mir gibt es 5 Bewertungssterne!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.06.2020

Einfach atemberaubend!

Gilde der Jäger - Engelskrieg
2

Was habe ich diesem Buch, dem 12. Band der „Gilde der Jäger“-Reihe von Nalini Singh entgegen gefiebert!!! Der vorherige Band hat mich mit einem richtigen miesen Gefühl zurückgelassen. Der Cliffhanger hat ...

Was habe ich diesem Buch, dem 12. Band der „Gilde der Jäger“-Reihe von Nalini Singh entgegen gefiebert!!! Der vorherige Band hat mich mit einem richtigen miesen Gefühl zurückgelassen. Der Cliffhanger hat mich furchtbar frustriert und ich hatte das Gefühl man hätte mich mitten in der Geschichte sitzen gelassen. Abhilfe konnte da nur der heißersehnte „Engelskrieg“ leisten.

Bevor meiner Begeisterung die Zügel schießen lassen ein gut gemeinter Ratschlag an alle Leser, die sich für die Reihe interessieren: Lest die Bücher der Reihe nach! Die Rahmenhandlung baut aufeinander auf und ich kann mir nicht vorstellen, dass man bei einem Einstieg mittendrin oder gerade mit diesem Band mit der Geschichte klar kommt.

Die Kaskade zieht schon seit einigen Büchern ihre Kreise und verändert die Welt der Erzengel. Auch an Raphael und seiner Gefährtin Elena gehen die Veränderungen nicht spurlos vorbei. Am Ende von „Engelsfall“ sieht es nicht gut aus für den Erzengel von New York und seine Gefährtin. Die Handlung von „Engelskrieg“ steigt mit einer gewissen zeitlichen Distanz zum Ende von „Engelsfall“ ein und ich musste mich anfangs erst ein Mal sortieren und es hat einige Seiten gebraucht, bis ich richtig in die Geschichte einsteigen konnte, aber ein Mal geschafft, gab es kein Halten mehr und das Buch hat mich regelrecht eingesaugt.

Raphael und Elena durchkreuzen die Pläne der Kaskade und müssen aufpassen, dass sie sich nicht verlieren. Sie geben einander Halt und nie waren sie stärker aufeinander angewiesen als jetzt, denn der Erzengel von China erhebt sich und überzieht als Göttin des Todes die Welt mit Seuchen, Tod und Verdammnis. Wird es ein Morgen geben?

Puh, was für eine Geschichte! Ich bin hin und weg und wieder völlig mit Frau Singh versöhnt!

Wie ich ja schon öfter geschrieben habe, gehören Elena und ihr Raphael zu meinen Lieblingen in der Reihe und so hat mein Herz natürlich besonders für die Beiden, aber auch für alle anderen liebgewonnen und vertrauten Protagonisten geschlagen. Es gibt ein Wiedersehen mit allen, aber auch neue Charaktere finden ihren Platz in der Handlung und werfen interessante Fragen auf, bringen neue Facetten ins Spiel.

Der Höhepunkt der Geschichte ist zweifelsohne die Schlacht um New York und ich saß während dem Lesen wie gefesselt vor den Buchseiten, die sich gar nicht schnell genug umblättern ließen. Ich habe gelacht, geweint, mich zu Tode erschreckt, geschaudert, gehofft und gebangt, wie alles ausgehen wird. Es gibt einige Überraschungen, böse wie gute und auch Verluste musste ich verschmerzen, aber trotzallem habe ich das Buch am Ende mit einem Lächeln geschlossen und leise „Danke“ gesagt.

Geschichten, die mich die Welt vergessen lassen, sind das größte Geschenk, dass mir ein Autor machen kann!

5 Bewertungssterne!!!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.06.2020

Into the Fire

Into the Fire
2

Seit Jahren bin ich der „Bruderschaft Black Dagger“ verfallen und freue mich über jedes Buch, dass ich von J. R. Ward in die Finger kriege. So stand es völlig außer Frage, dass auch das neuste Werk „Into ...

Seit Jahren bin ich der „Bruderschaft Black Dagger“ verfallen und freue mich über jedes Buch, dass ich von J. R. Ward in die Finger kriege. So stand es völlig außer Frage, dass auch das neuste Werk „Into the Fire“ bei mir einziehen musste.

Anne Ashburn brennt für ihre Arbeit bei der Feuerwehr und kann sich keine andere Tätigkeit vorstellen. Bei einem Einsatz unterschätzt sie allerdings die Gefahr und nur der gewagten Rettungsaktion ihres Kollegen Danny Maguire verdankt sie ihr Leben. Doch der Vorfall verändert alles – für Anne und für Danny.

Anne muss sich ein neues Leben aufbauen und im Rahmen ihres neuen Jobs trifft sie immer wieder auf Danny, was bei Beiden schmerzliche Erinnerungen weckt. Aber auch längst vergessene Gefühle flackern wieder auf und als sich dann noch die Anzeichen verdichten, dass Anne einem Brandstifter auf der Fährte, wird es in mehr als in einer Hinsicht brenzlig.

In Bezug auf eine Rezension lässt mich „Into the Fire“ etwas unschlüssig zurück. Es gibt Aspekte, die mir richtig gut gefallen haben, aber auch Einiges, was mich nicht begeistern hat.

Gut gefallen hat mir die Atmosphäre der Geschichte und das Setting bei den Firefighters – auf deutsch bei der Feuerwehr. Mein Mann schaut sich gerne die Serie „Chicago Fire“ – über eine Feuerwehrwache in Chicago - an und beim Lesen hatte ich ständig die Bilder davon im Kopf. Die Arbeit der Feuerwehr, die damit verbundenen Gefahren, das Risiko und das Drumherum hat die Autorin für mein Empfinden wirklich gut recherchiert und authentisch beschrieben.

Anne ist ein toller Charakter und hat mich mit ihrer optimistischen Art und Kämpfernatur von Beginn an für sich eingenommen. Was sie erleben muss ist heftig und mit welcher Selbstverständlichkeit sie später ihre Leben in die Hand nimmt, hat mich wirklich beeindruckt.

Mit Danny hatte ich so meine Schwierigkeiten und leider ist er mir bis zum Ende der Geschichte nicht so wirklich ans Herz gewachsen. Ich habe mich mehr als ein Mal gefragt, was Anne eigentlich an ihm findet.

Die Liebesgeschichte zwischen den beiden Hauptprotagonisten hat mich leider gar nicht angesprochen und ich hatte beim Lesen auch immer das Gefühl, als ob mir gerade bei diesem Teil der Geschichte ein Stück fehlt. Inzwischen weiß ich, dass es eine Vorgeschichte (Into the Heat) als Ebook gibt, aber ob man diese jetzt unbedingt braucht, kann ich nicht beurteilen, da ich diese Geschichte nicht gelesen habe.

Die Spannungselemente sind gut in die Handlung eingebaut und ich bin lange ahnungslos durch die Gegend getappt und hatte keine Vermutung, wer der Brandstifter sein könnte.

Von mir gibt es für das etwas durchwachsene Lesevergnügen 3 Bewertungssterne!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere