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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.08.2025

Ruhig aber dennoch spannend

Das Haus am Strand
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Die Tennager Sophie und Matilda verbringen die Sommerferien des Jahres 1997 mit ihren Familien an der Küste von Dorset. Es sollen traumhafte Ferien werden, doch dann kommt Matilda tragisch ums Leben. 20 ...

Die Tennager Sophie und Matilda verbringen die Sommerferien des Jahres 1997 mit ihren Familien an der Küste von Dorset. Es sollen traumhafte Ferien werden, doch dann kommt Matilda tragisch ums Leben. 20 Jahre später kehrt Sophie nach Dorset zurück. Sie will das Strandhaus ihrer Eltern verkaufen. Matildas Tod hat sie nie losgelassen und sie sucht in der eingeschworenen Strand-Community nach der Wahrheit, was damals wirklich geschah.

"Das Haus am Strand" von Leah Pitt hat mich bestens unterhalten. Die Autorin erzählt die Geschichte von Sophie auf zwei Zeitebenen. Zum einen erlebt man die Sommerferien des Jahres 1997, zum anderen die Gegenwart, in der sie mehr über den Tod Matildas erfahren möchte. Dabei bekommt man ein perfektes Gespür für die Geschehnisse und die Charaktere. Gerade Sophie hat eine Menge aufzuarbeiten und es macht Spaß, sie dabei zu begleiten und ihre Entwicklung vom Teenager zur erwachsenen Frau zu verfolgen. Die Autorin schafft es, hier ebenso durch die Beschreibungen der Küstenlandschaft eine tolle Kulisse zu schaffen und man spürt die Atmosphäre hautnah. Die Anzahl der Verdächtigen ist überschaubar, trotzdem ist es spannend mitzurätseln. Auch wenn dieserThriller eher ruhig daherkommt, mangelt es nicht an Spannung und man wird an die Handlung gefesselt. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 26.08.2025

Streckenweise langatmig

Der Weg – Jeder Schritt könnte dein letzter sein
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Julia wird kurz vor ihrer Hochzeit von ihrer besten Freundin Nicki zu einer Wanderung auf dem Kungsleden-Wanderweg in Schweden eingeladen. Dort geschieht das Unvorstellbare: Nicki verschwindet spurlos, ...

Julia wird kurz vor ihrer Hochzeit von ihrer besten Freundin Nicki zu einer Wanderung auf dem Kungsleden-Wanderweg in Schweden eingeladen. Dort geschieht das Unvorstellbare: Nicki verschwindet spurlos, Julia bleibt allein in der Natur zurück und ist den Unbillen der Natur ausgesetzt. Sie macht sich auf die Suche nach Nicki, gerät dabei in schlimmste Gefahren.

"Der Weg - Jeder Schritt könnte dein letzter sein" von Rebecca Russ verspricht vom Klappentext her viel hohe Spannung, erfüllt dies jedoch nicht. Die Handlung hat ein paar Höhepunkte, plätschert jedoch überwiegend vor sich hin. Dazu kommen absolut unglaubwürdige Szenen und mit Julia eine Charaktere, der ich einfach nicht nahe kam. Ihre Handlungsweisen waren für mich streckenweise nicht nachvollziehbar. Bei Nicki habe ich mich gefragt, ob ein Gespräch unter vier Augen nicht auch gereicht hätte, stattdessen schleppt sie Julia in die Wildnis, zu einer Zeit, zu der sie jeder vor der Wanderung gewarnt hat. Mir waren es in dieser Story einfach ein paar Ungereimtheiten zu viel. Spannend jedoch waren die kursiv gehaltenen Abschnitte aus der Vergangenheit, bei denen spät klar wird, zu wem sie gehören. Hier kommt wirklich etwas Spannung auf und man hat mit der Charaktere Mitleid. Die Idee zur Handlung war jedoch sehr gut. Auch der Schreibstil hat mir gut gefallen und war leicht lesbar. Insgesamt ist "Der Weg" ein Buch, das zwar unterhält, von dem man jedoch nicht allzu viel Spannung erwarten sollte.

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Veröffentlicht am 24.08.2025

Wundervoll

Das Geschenk des Meeres
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Schottland, Winter 1900. An der Küste des Fischerdorfes Skerry wird ein Junge angespült. Das unheimliche an ihm ist, daß er dem Sohn von Dorothy, der Jahre zuvor im Meer verschwand, gleicht. Dorothy nimmt ...

Schottland, Winter 1900. An der Küste des Fischerdorfes Skerry wird ein Junge angespült. Das unheimliche an ihm ist, daß er dem Sohn von Dorothy, der Jahre zuvor im Meer verschwand, gleicht. Dorothy nimmt ihn bei sich auf, doch die Dorfgemeinschaft ist beunruhigt. Was geschah wirklich mit Dorothys Sohn? Und welche Rolle spielte Joseph, der in Dorothy verliebt war, jedoch nie mit ihr zusammen kam?

Julia R. Kelly hat mit "Das Geschenk des Meeres" ein absolut überzeugendes Debüt abgeliefert! Sie erzählt in zwei verschiedenen Zeitsträngen eine Geschichte, die fesselt und atmosphärischdicht ist. Schon allein der Handlungsort sorgt für den nötigen Rahmen, um hieraus etwas ganz besonderes zu machen. Die Autorin schafft es gekonnt, dem Leser die Rauhheit der Küste nahe zu bringen. Die Bewohner sind ein Abbild dieser Landschaft. Sie haben schon alles erlebt, von Glück über Unglück, Zusammenhalt und Verrat - und dies hat sie gezeichnet. Dadurch wirken sie lebendig und ehrlich, denn sie leben gerade heraus. Die Autorin setzt diese Geschichte Stück für Stück zu einem komplexen Ganzen zusammen, das Geheimnis wird jedoch sehr lange bewahrt. So kann man hier sehr gut mitraten. Dieser Roman ist durchaus spannend, auch wenn er eher ruhig daherkommt. Gerade dies macht dieses Buch zu einem ganz besonderen Buch!

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Veröffentlicht am 23.08.2025

Die wahre Traumschiff-Welt

Ein Arzt für jede Welle
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Dr. med. Reinhard Friedl arbeitet als Schiffsarzt bei der "Mein Schiff" - Flotte. In seinem Buch "Ein Arzt für jede Welle" erzählt er davon, was Medizin auf hoher See bedeutet. Denn er hat es nicht nur ...

Dr. med. Reinhard Friedl arbeitet als Schiffsarzt bei der "Mein Schiff" - Flotte. In seinem Buch "Ein Arzt für jede Welle" erzählt er davon, was Medizin auf hoher See bedeutet. Denn er hat es nicht nur mit banalem Schnupfen zu tun, sondern auch mit akuten Notfällen, die mitten auf dem Ozean noch problematischer sind, als sie es an Land schon wären. Dr. Reinhard Friedl beschreibt hier die Wahrheit jenseits der Traumschiff-Szenerie. Man erfährt die Wahrheit hinter den Kulissen, denn die Realität sieht deutlich anders aus, als das TV weismachen will. Dies fängt bereits bei der Anzahl der Ärzte und Nurses an und endet bei der Arbeitsintensität. Der Autor beschreibt hier auf lockere Art einige kuriose und zum Teil witzige Fälle aus seiner Praxis, wechselt aber zu Ernsthaftigkeit, wenn es um Notfälle geht, die nicht immer gut ausgehen. Denn gerade auf einem Schiff hat die Medizin ihre Grenzen und dies verschweigt er nicht. An diesen Stellen mußte ich so manches Mal hart gegen Tränen ankämpfen. Aber er reiht hier nicht nur seine Praxisfälle aneinander, er zeigt auch die Schönheit und Faszination einer Kreuzfahrt. Man bereist mit ihm ferne Länder, begleitet ihn bei Landgängen und lernt sehr viel über das Leben an Bord eines Kreuzfahrtschiffes - sowohl das der Passagiere, als auch der Crew. Dazu bekommt man ärztliche Tipps, was man auf einer Kreuzfahrt beachten soll und wie man sich medizinisch am besten vorbereitet. Ich habe dieses Buch sehr genossen - gerade, wenn im Urlaub die Kreuzfahrtschiffe reihenweise auf der Kieler Förde zu sehen sind!

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Veröffentlicht am 20.08.2025

Spannung kam nicht auf

Panik
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Ruth und Bill stecken in einer Ehekrise. Um ihre Ehe zu retten, wollen sie ein Wochenende in einer Luxus-Strandvilla in Kalifornien an der Ostsee verbringen. Die Villa gehörte früher einem Tech-Mogul und ...

Ruth und Bill stecken in einer Ehekrise. Um ihre Ehe zu retten, wollen sie ein Wochenende in einer Luxus-Strandvilla in Kalifornien an der Ostsee verbringen. Die Villa gehörte früher einem Tech-Mogul und steckt voller technischer Raffinessen. Schnell müssen Ruth und Bill merken, daß das KI-gesteuerte Sicherheitssystem des Hauses Jagd auf sie macht und sie töten will.

Sebastian Halm ist Wissenschaftsjournalist mit Schwerpunkt KI. Dies merkt man sein em Buch "Panik" allzu deutlich an. Für mich waren die hier dargestellten Szenarien einfach zu übertrieben und nicht glaubhaft. Mag sein, daß jemand, der sich mit der Materie auskennt, dies anders sieht. Ich persönlich konnte mir alles nicht vorstellen und die Auflösung am Ende war mir zu unverständlich. Ernst nehmen konnte ich die Geschehnisse leider nicht, eher sorgten ein mordender, sein Opfer verfolgender Mähroboter und ein attackierender Treppenlift bei mir für Lachtränen. Ruth war für mich wirklich eine Heldin. Taubstumm legt sie sich mit dem System an und findet immer eine Lösung, während Bill einfach in jede Falle gerät und sich oft noch tiefer hinein manövriert. Vom Schreibstil her ist das Buch bis zu einem gewissen Punkt leicht zu lesen, dann wird es jedoch leider zum Ende hin zu speziell. Die Idee, die diesem Buch zugrunde liegt, ist wirklich gut, wurde für mich jedoch stark übertrieben verwirklicht.

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