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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.03.2018

Immer wieder gut

Ostseerache
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Flora wurde als 12jährige beschuldigt, am Tod von Simon, dem Sohn der Nachbarn, Schuld zu sein. Doch Flora hat keinerlei Erinnerungen daran, daß Simon beim Spielen umgekommen ist. Sie wurde in eine Psychiatrie ...

Flora wurde als 12jährige beschuldigt, am Tod von Simon, dem Sohn der Nachbarn, Schuld zu sein. Doch Flora hat keinerlei Erinnerungen daran, daß Simon beim Spielen umgekommen ist. Sie wurde in eine Psychiatrie eingewiesen, ihr Vater begang Selbstmord. Ihre Mutter Kapsel sich komplett von ihr ab, es gab keinerlei Kontskt. Doch nun erlitt die Mutter einen Herzinfarkt und liegt im Krankenhaus. Sie bittet Flora um Hilfe und diese kehrt nach langer Zeit in ihr Heimatdorf zurück. Als sie in ihrem Elternhaus Unterlagen über den Fall Simon findet, beginnt sie zu recherchieren. Doch bei den Dorfbewohnern stößt Flora auf Ablehnung, sie können ihr nicht verzeihen. Einzig ihre Nachbarin Nicole begegnet ihr ohne Vorurteile. Doch dann wird Nicole vergiftet und die Kripo Lübeck rund um Pia Korittki beginnen ihre Ermittlungen.

Dies ist bereits der 13. Band der Serie rund um Pia Korittki. Und auch dieser gefällt mir so gut wie alle vorher! Man muß nicht alle Bände der Serie kennen, um hier alles zu verstehen. Eva Almstädr erläutert die wissenswerten Vorgeschichten sehr gut, ohne dabei jedoch den Kenner der Serie zu langweilen. So schafft es auch der Neuling sich perfekt einzufinden. Die Handlung ist auch hier wieder sehr spannend und es werden viele falsche Fährten gelegt, wodurch der Spannungsbogen bis zum Schluß kontinuierlich hoch gehalten wird. Für mich einfach perfekt. Die Fälle sind in sich abgeschlossen und das Privatleben nimmt zwar eine Rolle ein und entwickelt sich sehr schön weiter, aber wie gesagt, es wird erläutert. Die Entwicklung des Charakters Pia ist sehr interessant und im Laufe der Jahre ist sie mir sehr vertraut geworden. Dadurch hat diese Serie bei mir schon einen Kultstatus erworben und der neue Band ist jedes Jahr eines meiner Highlights, auf das ich mich sehr freue. Eva Almstädr schreibt einfach wundervoll locker und bildhaft. Man kann sich sowohl die Charaktere, die hier halt die typische Dorfgemeinschaft mit Ecken und Kanten spiegelt, als auch die wunderschöne Gegend rund um Lübeck sehr gut vorstellen. Für mich war dieser Lokalkolorit schon ein kleines Stückchen Vorgeschmack auf den Sommerurlaub!

  • Einzelne Kategorien
  • Figuren
  • Atmosphäre
  • Handlung
  • Spannungsbogen
  • Cover
Veröffentlicht am 27.03.2018

Herzerwärmend

Mit Gobi durch die Wüste - eine wahre Geschichte
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Dion Leonard ist Ultra-Marathonläufer und startet beim Marathon durch die Wüste Gobi. Was er nicht eingeplant hat, ist diese kleine süße Mischlingshündin. Sie schließt sich ihm an und zusammen meistern ...

Dion Leonard ist Ultra-Marathonläufer und startet beim Marathon durch die Wüste Gobi. Was er nicht eingeplant hat, ist diese kleine süße Mischlingshündin. Sie schließt sich ihm an und zusammen meistern sie alle Höhen und Tiefen dieser Tortur. Dion gibt ihr den Namen Gobi und will sie mit nach Hause nehmen. Doch dieser Weg soll noch eine harte Probe für beide werden.


Dion Leonard beschreibt in diesem Buch, wie er zu Gobi kam und welche Schwierigkeiten sie für ein gemeinsames Leben meistern mußten. Diese Geschichte berührt, denn man liest und merkt, Dion hat sein Herz an die kleine Hündin verloren. Sie wird nicht einfach als Hund gesehen, sondern ist Partnerin, Weggefährtin und beste Freundin. Und man kann es so gut nachvollziehen.... Der Leser erfährt in diesem Buch sehr viel aus Dions Privatleben, seiner Kindheit und seinen Gründen, Ultra-Marathonläufer zu sein. Aber er beschreibt auch offen und ehrlich, wie strapaziös diese Sportart ist und wie hart der Wettkampf ist. Hier wird nichts beschönigt, auch die Schwierigkeiten Gobi ein neues Zuhause geben zu dürfen, werden eindrucksvoll beschrieben. Dies alles wird vom Autor durch einen tollen Schreibstil anschaulich dargestellt und man zittert mit Gobi und Dion und hofft, daß alles gut wird. 


Ein wirklich rundum gelungenes Buch - nicht nur, aber vor allem für alle Hundefreunde!

Veröffentlicht am 23.03.2018

Humorvoller aber nachdenklicher Trip nach Travemünde

Jahresausklang in Travemünde
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Die rüstigen Rentner Hans-Hugo und Josef laden ihre befreundeten Landfrauen Rita und Rosi nach Travemünde ein, um dort über Weihnachten überraschend ihre Freunde Ute und Kalli zu besuchen. Alles ist wunderbar, ...

Die rüstigen Rentner Hans-Hugo und Josef laden ihre befreundeten Landfrauen Rita und Rosi nach Travemünde ein, um dort über Weihnachten überraschend ihre Freunde Ute und Kalli zu besuchen. Alles ist wunderbar, bis sie Inge, eine alte Freundin, in ihrer alteingesessenen Kneipe "Bootsdeck" auf dem Priwall besuchen. Sie müssen dort erfahren, daß das "Bootsdeck" abgerissen werden soll, denn ein Investor will den Priwall als Ferienzentrum erschließen. Doch da hat der Investor die Rechnung ohne die Landfrauen gemacht, denen noch dazu ein großer Zufall zu Hilfe kommt....

Dies war mein erstes Abenteuer mit den Landfrauen - und garantiert nicht mein letztes. Das Buch ist einfach herrlich. Der Humor ist genial und gerade die Kapitel, in denen die Möwen Mecki und Kraki zu Wort kommen und man das Geschehen aus Möwensicht betrachtet, sind einfach genial. Man bekommt da eine ganz spezielle Sichtweise.... Die Charaktere sind durchweg sympathisch und könnten nicht unterschiedlicher sein. Vor allem die vorlaute Rita sticht hervor und man muß sich erst an ihre Art gewöhnen. Besonders gelungen empfand ich die wahrheitsgetreue Beschreibung Travemündes. Ich habe wirklich alles wiedererkannt, konnte die Augen schließen und war dort. Ich hörte sogar Mecki und Kraki kreischen und hatte den Duft von frischem Fisch in der Nase. Humorvoll war die Umgestaltung der Namen der real existierenden Hotels und Cafés. Das hat mich zum Schmunzeln gebracht. Was mich beeindruckt hat, ist die Thematisierung der umstrittenen Umgestaltung des Priwall. Denn dies ist leider keine Fiktion, es ist brutale Wahrheit. Diese landschaftlich schöne Halbinsel wird tatsächlich mit Hotels und Ferienhäusern verbaut und verliert ihren Reiz. Ebenso wie der Anblick der Viermastbark "Passat" nie mehr so schön sein wird.... Ich fand es sehr mutig von Brina Stein in ihrem heiteren Roman dieses ernste Thema einzubauen. Aber man kann gar nicht genug auf diese Sünden aufmerksam machen. Vielleicht regt es den ein oder anderen Leser ja an, über die Situation nachzudenken.

Hervorheben kann man bei diesem Buch auch das absolut phantastische Cover. Es ist ein absoluter Hingucker und gehört eigentlich in einen Rahmen und als Zierde an die Wand!

Veröffentlicht am 23.03.2018

Gelungener Abschluß

Herrscher des Nordens - Die letzte Schlacht
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Im Jahre 1042 geraten Harald und seine Gefolgsleute  in den Machtkampf von Konstantinopel. Sowohl Kirche als auch Harald kämpfen auf der Seite des Volkes gegen die neuen Herrscher. Doch als der Kampf beendet ...

Im Jahre 1042 geraten Harald und seine Gefolgsleute  in den Machtkampf von Konstantinopel. Sowohl Kirche als auch Harald kämpfen auf der Seite des Volkes gegen die neuen Herrscher. Doch als der Kampf beendet ist, muß Harald wieder fliehen. Die alte neue Kaiserin Zoe hält nicht viel von  Dankbarkeit.  Auf ihrem Weg nach Hause ziehen Harald und seine Gefährten durch Kiew. Dort begegnet Harald erneut Elisif und heiratet sie. Doch Harald plagen Sorgen. Sein Thron ist im Besitz seines Neffen Magnus und dieser hat starke Verbündete. Doch Harald und Magnus schaffen es, sich miteinander auszusprechen. Als Magnus jedoch kurz darauf ertrinkt, fällt der Verdacht auf Harald.....

 

Dieser letzte Teil der Trilogie um Harald ist ein wirklich krönender Abschluß.  Zum Schluß hat man einen richtigen Kloß im Hals, denn Harald wurde im Laufe der Geschichte zu einem Freund, den man durch Höhen und Tiefen begleitet hat.  Er wird mir fehlen. Die drei Bände sind durchweg fortlaufend, so daß es meiner Meinung nach Sinn macht, diese auch von Beginn an zu lesen. Schließlich handelt es sich hier um eine Lebensgeschichte. Und diese ist sehr, sehr spannend geschrieben. Man mag gar nicht unterbrochen werden während des Lesens. Ulf Schiewe ist auch hier seiner Linie treu geblieben und hat gut recherchierte Wahrheit zu einem spannenden historischen Epos verarbeitet, der Spaß bereitet und trotzdem lehrreich ist.  Man nimmt aus seinen Büchern stets eine Menge an neuem Wissen mit. Hier wird nicht einfach nur geschrieben, hier wird genauestens recherchiert und es ist alles belegbar.  Das zeichnet den Autor und seine Bücher aus und hebt ihn und seine Bücher aus der Masse der historischen Bücher und deren Autoren deutlich hervor. 


Diese Trilogie ist ein absoluter Lesetip und ich bin schon jetzt gespannt, mit welchem Projekt Ulf Schiewe als nächstes überrascht!

Veröffentlicht am 22.03.2018

Gefühlvoll

Für immer ist die längste Zeit
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Maddy springt vom Dach und stirbt. Nun sind ihr Ehemann und ihre 16jährige Tochter auf sich gestellt. Der Mann ist völlig hilflos, die Tochter der typische azfsässige Teenager. Das Chaos beginnt. Sowohl ...

Maddy springt vom Dach und stirbt. Nun sind ihr Ehemann und ihre 16jährige Tochter auf sich gestellt. Der Mann ist völlig hilflos, die Tochter der typische azfsässige Teenager. Das Chaos beginnt. Sowohl Vater als auch Tochter beginnen Maddy mit anderen Augen zu sehen, denn nun merken sie, wie wertvoll Maddy für die Familie war. Doch Maddy sieht von oben, was mit ihrer Familie passiert und versucht alles in die richtige Bahn zu lenken. 

Dieser Roman wirkt nach. Denn man bekommt vor Augen gehalten, daß man eben nicht alles als selbstverständlich hinnehmen kann, sondern das Wirken der einem nahestehenden Menschen schätzen sollte. Denn es kann jederzeit sein, daß sie plötzlich nicht mehr da sind. Dies wird in diesem Buch auf eindringliche Art vermittelt. Doch dies ist nicht ausschließlich ein trauriger und nachdenklicher Roman. Nein, an manchen Stellen ist auch ein Prise Humor beigefügt, so daß man das Buch wirklich gern lesen mag.