Normaler Weise breche ich Rezensionsexemplare nicht ab, aber hier war es mir einfach nicht möglich weiterzulesen. Bis Seite 131 habe ich mich durchgequält, aber dann war es genug!
Ich lese ja super gerne ...
Normaler Weise breche ich Rezensionsexemplare nicht ab, aber hier war es mir einfach nicht möglich weiterzulesen. Bis Seite 131 habe ich mich durchgequält, aber dann war es genug!
Ich lese ja super gerne historische Krimis und dieser spielt auch noch in Prag....einer meiner Lieblingsstädte. Leider hat mich aber die Story so überhaupt nicht gepackt, denn es passierte einfach NICHTS!
Es werden zwar Menschen der Reihe nach ermordet, aber irgendwie ermittelt keiner. Reporter Egon Erwin Kisch ist zwar immer bereits als Erster an der Unglücksstelle, aber das wars auch schon wieder. Es wird viel mehr über seinen Job als Journalist erzählt, als über irgendwelche Ermittlungen oder Schnüffeleien, was die Morde betrifft.
Unsere zweite Protagonistin ist Lenka Weißenbach, die von Berlin nach Prag zurückkehrt um für ihre kranke Mutter zu sorgen. Komischer Weise ist sie aber trotzdem laufend irgendwo unterwegs und bekommt sogar einen Job in der Redaktion, wo Kisch arbeitet. Außer ihrer Liebe zu Berlin und einer Freundin, die sie in der Stadt zurücklassen musste, erfahren wir bis dahin kaum mehr über Lenka.
Mehr kann ich weder zum Inhalt, noch zu den Figuren sagen, die mir fremd blieben. Obwohl ich fast bis zur Hälfte des Buches gelesen habe, kann ich nichts weiteres über den Inhalt erzählen, weil einfach nichts passiert ist!
Ein weiterer Roman von Beate Maly, die unter ihrem Pseudonym Laura Baldini über Themen rund um mobile Frühförderung schreibt und bereits biografische Romane über Maria Montessori oder Hans Asperger geschrieben ...
Ein weiterer Roman von Beate Maly, die unter ihrem Pseudonym Laura Baldini über Themen rund um mobile Frühförderung schreibt und bereits biografische Romane über Maria Montessori oder Hans Asperger geschrieben hat. "Die Pädagogin der glücklichen Kinder" gehört zur Reihe bedeutender Frauen, die die Welt verändern, die im Piper Verlag erscheint.
Als ungarische Jüdin darf Emmi Reich 1920 in ihrem Heimatland nicht studieren, weshalb sie zu ihrer Tante Poldi nach Wien zieht und sich an der ansässigen medizinischen Fakultät einschreibt. Dort lernt sie György Pikler kennen, einen ungarischen Lehrer, der sich für den Kommunismus engagiert. Die beiden gehen eine Fernbeziehung ein, während Emmi in Wien studiert und György in Triest und Budapest unterrichtet.
In Wien erlebt sie viele moderne Ansätze der Kindermedizin, die sie begeistern. Vor allem Clemens von Pirquet und Hans Salzer inspirieren sie zu Kind gerechteren Behandlungen und Verhaltensweisen. Nach erfolgreich absolviertem Studium kehrt das mittlerweile verheiratete Ehepaar in ihre Heimat Ungarn zurück. Die Regierung von Miklós Horthy legt Emmi und ihrem Mann jedoch weiterhin Steine in den Weg, György wird wegen seinen politischen Ansichten angefeindet und Emmi wegen ihrer jüdischen Herkunft und ihrer revolutionären Ideen und Behandlungen von Kindern. Sie betreut Familien auch zuhause und lässt die Mütter die einzelnen Entwicklungen ihrer Kinder protokollieren. Außerdem hält sie Vorträge über Pflege und Erziehung.
Laura Baldini widmet sich in ihrem neuen Roman der jungen Emmi Pikler, ihrer Jugendzeit und ihrem Wirken während des Zweiten Weltkrieges in Ungarn. Unterstützung erhält sie dabei von ihrer Wiener Freundin Eva und ihrer Nachbarin Henriette. Besonders gefallen haben mir die Auszüge aus ihrem Studium in Wien und den diversen Praktika in unterschiedlichen Krankenhäusern und Kinderkliniken. Die Mixtur aus Medizin, Pädagogik und Psychologie ist spannend erzählt und zeichnet ein Bild von einer sympathischen und engagierten Ärztin und Pädagogin, die ihrer Zeit voraus war. Sie widmet sich vor allem der Entwicklung der Kinder und möchte gleichzeitig auch deren Gesundheit fördern. Es ist spannend zu lesen, welche Ideen oder Einsichten Emmi Pikler hatte, die wir heute als selbstverständlich ansehen. Kaum jemand weiß, dass sie diejenige war, die sich darüber Gedanken machte und ihre Ideen schlussendlich übernommen wurden.
Laura Baldini versteht es ihre eigenen Kenntnisse als Pädagogin einfließen zu lassen. Auch die bildhaften Beschreibungen von Wien und der bereits sehr modernen medizinischen Fakultät, wie auch der politischen Lage in Österreich und Ungarn sind gelungen und wurden hervorragend recherchiert.
Fazit:
Beate Maly aka Laura Baldini erzählt in ihrem biografischen Roman eindrucksvoll von einer Frau, die die Kindererziehung nachhaltig geprägt hat. Fakten und Fiktion wurden von ihr wunderbar verwoben und zeigen das Bild einer beeindruckenden Frau.
Dieser wundervolle Roman von Theresa Kern aka Rena Fischer hat mich ausnahmsweise zuerst mehr vom Cover, als vom Klappentext angesprochen. Normaler Weise bin ich kein Cover Käufer und vor allem muss der ...
Dieser wundervolle Roman von Theresa Kern aka Rena Fischer hat mich ausnahmsweise zuerst mehr vom Cover, als vom Klappentext angesprochen. Normaler Weise bin ich kein Cover Käufer und vor allem muss der Inhalt passen. Etwas abgeschreckt haben mich jedoch die beiden Berufe der Protagonisten: Astronautin und Wissenschaftler. Nicht unbedingt Themen, die mich sehr interessieren. Trotzdem ließ mich die Geschichte nicht los und ich bin sehr dankbar, dass ich das Buch über Lovelybooks lesen durfte!
Dieser erste Teil einer Dilogie ist nämlich ein ganz toller Roman, der mich sofort gefangen genommen hat und wo ich den zweiten Teil kaum erwarten kann - vor allem, weil Teil 1 mit einem wirklich miesen Cliffhanger geendet hat!
Emmas großer Traum ist es Astronautin zu werden. Sie ist bereits mitten im Auswahlverfahren der ESA, als ihr Freund Michael, der beruflich seit kurzem in den Staaten arbeitet, sie vor die Wahl stellt: Entweder ihr Berufswunsch oder er. Emma ist total vor den Kopf gestoßen. Aufgewühlt besucht sie das Denkmal für die Besetzung des Space Shuttles "Challenger" auf dem Arlington Friedhof. Dort trifft sie auf die Amerikanerin Becky, die vor Jahrzehnten ebenfalls am ESA Auswahlprogramm teilnahm und einen Teil der Crew des explodierten Space Shuttle kannte. Becky und Emma kommen ins Gespräch und Becky lädt Emma überraschend zu sich nach Hause ein. Diese nimmt diese Einladung gerne an und verbringt ihren Resturlaub auf Hawaii, wo sich Emma nicht nur in die wunderschöne Insel, sondern auch in Beckys Sohn Elias verguckt. Er versteht ihre Liebe zum Weltraum und hat selbst eine zerbrochene Beziehung hinter sich.
Im Vergangenheitsstrang sind wir im rumänischen Temeswar, welches 1904 noch zur Habsburger Monarchie gehörte. Dort leben Marie und Susanna, die seit ihrer Kindheit allerbeste Freundinnen sind. Doch die zunehmende Judenfeindlichkeit und die Liebe zum selben Mann entzweit die beiden jungen Frauen. Der Erste Weltkrieg tut sein übriges und Marie und Susanna verlieren nicht nur ihre Freundschaft, sondern sehr viel mehr...
Die Geschichte wird mitreißend und sehr lebendig erzählt. Theresa Kern versteht es den Beruf der Astronautin oder der Weg dorthin auch für Laien wie mich, verständlich und interessant zu erklären. Außerdem kann ich mich noch daran erinnern, als ich damals mit Entsetzen im TV die Explosion der Challenger mitverfolgt habe.
Auch die Rolle der Frau in der heutigen Zeit, verglichen mit Marie und Susanne, die vor ungefähr hundert Jahren kaum eigenständige Entscheidungen treffen konnten, wird gegenüber gestellt - auch wenn wir auch heute noch immer um viele Dinge kämpfen müssen!
Ich habe sowohl mit Emma, als auch mit Marie und Susanna mitgefiebert. Die Handlung wird auf zwei Zeitebenen erzählt und doch erschließen sich mit der Zeit Dinge, die darauf hinweisen, dass Gegenwart und Vergangenheit irgendwann zusammenlaufen werden.
Die Autorin hat einen berührenden Roman mit wunderbaren Landschaftsbeschreibungen geschaffen. Der Plot ist ideenreich und erzählt eine etwas andere Geschichte, als man glaubt vor sich zu haben. Die Figuren sind lebendig, facettenreich und im Vergangenheitsstrang nicht immer liebenswert. Sie haben Ecken und Kanten und wurden sehr gut ausgearbeitet. Die Handlung in der Vergangenheit wurde großartig recherchiert und ich klebte nur so an den Seiten.
Fazit:
Ein toller Roman, der mich sehr positiv überrascht hat und der von mir 5 Sterne bekommt, obwohl mich der sehr miese Cliffhanger zum Schluss richtig aus der Fassung gebracht hat. Emotional, atmosphärisch und spannend erzählt! Ich kann Band zwei, der im August erscheinen wird, kaum erwarten. Von mir gibt es eine dicke Leseempfehlung!
Ich habe bisher alle Bücher von Lucinda Riley gelesen bis auf den Engelsbaum, den ich mir noch gerne "aufheben" möchte - höchstens Lucinda hat noch einige Manuskripte in der Schreibstischschublade, die ...
Ich habe bisher alle Bücher von Lucinda Riley gelesen bis auf den Engelsbaum, den ich mir noch gerne "aufheben" möchte - höchstens Lucinda hat noch einige Manuskripte in der Schreibstischschublade, die ihr Sohn veröffentlichen lässt. Das hört sich jetzt vielleicht etwas zynisch an, aber ich bin ihm dankbar, dass nun ihre früheren oder unvollständigen Werke überarbeitet und veröffentlicht werden.
In einem Vorwort erklärt Harry Whittaker auch, warum er dieses Erstlingswerk seiner Mutter veröffentlicht hat.
Lucinda hat diesen Roman bereits als 26jährige geschrieben und man kann ohne weiteres sagen, dass man ihr schriftstellerisches Talent bereits erkennt. "Das Mädchen von Yorkshire" hat noch nicht ganz die Wucht ihrer späteren Romane. Ich muss aber sagen, dass ich auch nicht alle ihre Romane als sehr gut bewertet habe bzw. hat keiner von mir 5 Sterne bekommen. Vor allem bei der "Sieben Schwestern" Reihe empfand ich die Bände als ein ewiges Auf und Ab.
Aber nun zur "aktuellen" Geschichte. Leah Thompson wächst als Tochter einer Haushälterin und eines pflegebedürftigen Vaters in Yorkshire auf. Sie ist schüchtern und hilft ihrer Mutter oftmals aus, wenn diese Hilfe im Haushalt der Familie Delancey benötigt. Leah hat Kontakt zu den Kindern von Rose, der Künstlerin, die das Herrenhaus gekauft hat und verliebt sich in Brett, den Cousin der Delancey Kinder. Als sie völlig unerwartet die Chance bekommt, als Model zu arbeiten, verlässt sie Yorkshire, um auf den Laufstegen in Mailand, London und New York zu brillieren. Sie gehört ab sofort zu den Top Models, doch ihre Liebe gehört noch immer Brett, auf den sie eines Tages in New York wieder trifft. Doch die Delanceys verbergen ein dunkles Geheimnis, welches in die Vergangenheit und ins Lager Treblinka in Polen führt...
Ich liebe ja Geschichte auf zwei Zeitebenen und fand dieses Familiendrama gelungen, aber auch etwas klischeehaft. Man sollte natürlich auch bedenken, dass Lucinda Riley das Buch in den Neunziger Jahren geschrieben hat und auch das Bild der Frau - verglichen zu heute - noch ein anderes ist. Trotzdem hat mir vor allem der Blick hinter die Kulissen der Haute Couture gefallen, die aufzeigt, wie gnadenlos die Modewelt ist. Manchmal war ich an Katharina Fuchs Roman "Der Traum vom Leben" erinnert, wo auch ein Mädchen vom Lande die internationalen Laufstege der Modewelt kennenlernt.
Aber auch ohne in die Welt der Haute Couture zu gelangen, kann man schnell auf die schiefe Bahn gelangen, wenn man wie Miranda, die Tochter des Hauses, Leah alles neidet und von Geld und Ruhm träumt. Ihr Schicksal war grausam. Hier werden vor allem die Themen Gewalt gegen Frauen und Alkoholismus angesprochen.
In der Vergangenheit erfahren wir mehr über das Vernichtungslager in Treblinka, Polen. Diese Szenen sind sehr bewegend erzählt. Darüber möchte ich aber nicht mehr verraten, denn man würde spoilern. Wie die Autorin die Verbindung zur Gegenwart in den Neunziger Jahren geknüpft hat, fand ich gelungen.
Die Handlung wird sehr lebendig erzählt und die Figuren sind gut gezeichnet, wenn auch manche etwas eindimensional sind. Die 624 Seiten lassen sich schnell lesen, trotz der kleinen Längen. Die Autorin schrieb schon damals sehr detailverliebt, was auch die Seitenanzahl ihrer Bücher zeigt.
Fazit:
Insgesamt eine vielschichtige Geschichte mit einigen schweren Themen, die trotz mancher Längen spannend erzählt werden. Ich habe den ersten Roman der Autorin sehr gerne gelesen.
Von Carsten Henn habe ich "Der Buchspazierer" gelesen und erst im Dezember auch den Film gesehen. Nun habe ich zu seinem ersten Kinderbuch gegriffen, welches bei der Buchmesse ziemlich gehypt wurde. Der ...
Von Carsten Henn habe ich "Der Buchspazierer" gelesen und erst im Dezember auch den Film gesehen. Nun habe ich zu seinem ersten Kinderbuch gegriffen, welches bei der Buchmesse ziemlich gehypt wurde. Der Oetinger Verlag hat sich nicht lumpen lassen und hat in Frankfurt ein kleines Büro mit der goldenen Schreibmaschine nachgebaut, wo man als Besucher auch Platz nehmen konnte. Ich habe einige Fotos davon auf Instagram gesehen und war richtig neidisch. Das sah richtig toll aus!
Carsten Henn versucht sich diesmal an einem Kinderbuch und ich finde es ist ihm wirklich gelungen. Emily lebt bei ihren Großeltern, nachdem ihre Eltern immer wieder im Ausland arbeiten und ihre Tochter nicht immer aus ihrer gewohnten Umgebung reißen möchten. Bei ihrer Oma Rose und Opa Martin fühlt sie sich zuhause und ist in der Nähe ihrer geliebten Anna-Amalia-Bibliothek, wo ihre Großmutter auch arbeitet. Außerdem hat sie ihre Freundin Charlie und ihren Kinderfreund Frederick gleich nebenan. Probleme gibt es allerdings mit ihrem Mathe- und Geschichtslehrer, Dr. Desskau, der es auf sie abgesehen hat. Gut, dass sie in der Bibliothek herumhängen kann, wo auch ihre Großmutter ein Auge auf Emily hat. Dort entdeckt sie eines Tages einen magischen Füller, der sich in einen Schlüssel verwandelt und Emily durch ein Bild an der Wand Eintritt in eine verborgene Bibliothek dahinter verschafft. Dort befinden sich alle Geschichten, die jemals geschrieben wurden und eine magische, goldene Schreibmaschine. Diese sollte nicht in die falschen Hände geraten, denn mit ihr lassen sich Geschichten umschreiben und verändern.
Als Emily das Ende ihres Lieblingsbuches verändert, bemerkt sie, dass sich auch andere Dinge in ihrem Leben verändert haben. Außer ihr bemerkt dies jedoch niemand, denn alle Veränderungen scheinen für den Rest der Welt schon immer da gewesen zu sein. Als Emily weitere Geschichten verändert, erkennt sie, dass diese Änderungen nicht immer von Vorteil sind. Außerdem bekommt sie den Verdacht, dass ihr skrupelloser Lehrer Dr. Desskau etwas über das Geheimnis der magischen goldenen Schreibmaschine weiß. Er sieht darin die Möglichkeit die Macht an sich zu reißen und seine gefährlichen Pläne umzusetzen. Kann Emily ihn stoppen?
Die Grundidee von Carsten Henn, dass die Kraft der Literatur einiges verändern kann, fand ich gelungen. Sie regt die Fantasie an und zeigt Vor- und Nachteile.
Die Figuren sind lebendig gezeichnet und für Kinder ab 12 Jahren passend. Die Gefühle und Gedanken von Emily und ihren Freunden werden sehr realitätsnah dargestellt. Wir Bücherwürmer können sich auf jeden Fall mit ihr identifizieren und erleben im Laufe der Geschichte ein spannendes Abenteuer, bei dem Gut gegen Böse antritt. Auch die Nebenfiguren sind hervorragend gezeichnet.
Emily ist mutig und etwas verträumt. Sie liebt ihre Bücher und ihre Großeltern. Dabei lernt sie im Verlauf der Geschichte viel über die Bedeutung von Freundschaft und Familie, aber auch um die Folgen von Mobbing und Machtmissbrauch. Emily wächst mit ihren Erfahrungen und erkennt, wie wichtig es ist, für das Gute einzustehen. Denn wenn die Macht in falsche Hände gerät, kann dies sehr gefährlich werden, denn Sprache ist Macht.
Beim Lesen hatte ich das Gefühl, dass der Autor subtil die unstabile politische Weltlage anspricht und die Gefahr von Manipulation und Machtmissbrauch in der Geschichte kindlich verpackt..
Fazit:
Mit einem kleinen bisschen Magie und einer Portion Abenteuer ist diese Geschichte für Kinder ab 12 Jahren und für junggebliebene Erwachsene ein toller Ausflug in die Welt der Bücher.