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Veröffentlicht am 22.02.2022

Ordnungsqueen

Du bringst mein Chaos durcheinander
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„Du bringst mein Chaos durcheinander“ von Ella Lindberg verwandelt eine Chaosqueen unfreiwillig in die neue Ikone der Aufräum-Bewegung.
Josefine ist entsetzt, dass sie ihre Freund nach drei Jahren Beziehung ...

„Du bringst mein Chaos durcheinander“ von Ella Lindberg verwandelt eine Chaosqueen unfreiwillig in die neue Ikone der Aufräum-Bewegung.
Josefine ist entsetzt, dass sie ihre Freund nach drei Jahren Beziehung einfach auf der Straße stehen lässt und Schluss macht, obwohl sie nur ein klitzekleines bisschen zu spät für die Hochzeit seiner Schwester war. Gut, vielleicht war es nicht nur ein kleines bisschen und nur die Spitze auf dem Eisberg, aber das rechtfertigt doch keine Trennung! Ihre anschließende Wutrede auf Facebook entwickelt danach ein Eigenleben und auf einmal ist Fine das Aushängeschild der Ordnungsfanatiker. Dadurch winkt ihr sogar ein traumhafter Job, aber dafür muss sie erst Ordnung in ihr Chaos bringen.

Die witzige Feelgood-Story von Ella Lindberg sorgt definitiv für gute Laune und jede Menge Lacher. Ich muss zugeben, dass ich in der Anfangsszene durchaus Verständnis für Oliver hatte, da man für Fine echt starke Nerven braucht. Gefühlt geht bei ihr alles schief und dann kommt auch noch Pech dazu. Trotzdem ist sie einfach sympathisch und liebenswert, wie sie von einer skurrilen Situation in die nächste stolpert. Dafür behält sie stets ihren Kopf oben und lässt sich nie unterkriegen. Allein dadurch, dass man sich selbst in einigen Momenten wiedererkennt, ist die Story absolut gelungen.
Ihr nerdiger Nachbar, der „Blockwart“ und Ordnungsfanatiker Patrick raubt Fine liebend gern den letzten Nerv und ihre Schlagabtausche sind überaus amüsant. Seine sterile, an American Psyche angelehnte, Wohnung ist der krasse Gegensatz zu Fines Chaos, aber trotzdem sprühen mit der Zeit erste zarte Funken.
Die Handlung ist überdreht, witzig und reißt einen komplett mit. Fine und Patrick sind total süß zusammen und ihre unbeholfene Annäherung geht ans Herz. Nebenbei kann man sich von Fines Ordnungstipps inspirieren lassen, denn viele Szenen sind lustigerweise sehr alltagsnah und realistisch.

Mein Fazit:
Ich hatte viel Spaß beim Lesen und gebe daher eine klare Empfehlung!

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Veröffentlicht am 21.02.2022

Royale Intrigen

American Crown – Beatrice & Theodore
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„American Crown – Beatrice & Theodore“ von Katherine McGee ist der Auftakt zu ihrer Reihe über eine fiktive amerikanische Monarchie.
Prinzessin Beatrice ist die Thronerbin der Vereinigten Staaten von Amerika ...

„American Crown – Beatrice & Theodore“ von Katherine McGee ist der Auftakt zu ihrer Reihe über eine fiktive amerikanische Monarchie.
Prinzessin Beatrice ist die Thronerbin der Vereinigten Staaten von Amerika und steht schon ihr ganzes Leben im Fokus der Öffentlichkeit. Nachdem immer deutlicher wird, dass die Übergabe der Krone durch die Krankheit ihres Vaters rasant näher rückt, fehlt ihr laut Protokoll noch der passende Ehemann an ihrer Seite. Leider ist der Mann, dem ihr Herz in Wahrheit gehört, standesgemäß völlig inakzeptabel. Den unausgesprochenen Regeln der Monarchie ist Liebe komplett egal und von Beatrice wird nur erwartet, dass sie ihre Pflicht ohne Widerstände erfüllt.

Das Buch ist völlig anders, als ich erwartet habe, denn die unglückliche Lovestory um Beatrice steht bei weitem nicht im Fokus. Die Perspektiven sind auf vier Frauenfiguren aufgeteilt, die alle ihren eigenen verstrickten Handlungsfaden haben. Das ist an sich nicht schlecht, aber ich habe einfach mit etwas anderem gerechnet.
Der Königshof entpuppt sich als wahres Haifischbecken, in dem intrigiert, manipuliert und mit harten Bandagen gekämpft wird. Selbst die beste und jahrelange Vorbereitung kann Beatrice nicht von all ihren Gefühlen abschotten. Ihre jüngeren Geschwister Samantha und Jefferson stehen zwar nicht derart im Rampenlicht, aber sie kämpfen genauso mit Erwartungen und Enttäuschungen.
Neben Beatrice und Samantha gibt es noch die Klischee-Bösewichtin Daphne, die mit allen Mitteln und ohne Rücksicht auf Verluste ihre Ziele durchsetzen will, und Nina, die seit ihrer Kindheit eng mit der Königsfamilie verbunden ist, aber als Bürgerliche eine Außenseiterin bleibt.
Die Geschichte erinnert mich an Gossip Girl, nur mit royalem Touch. Jede Menge Geheimnisse, emotionale Verwicklungen, verletzte Gefühle und ein Ende, bei dem gefühlt alle Fragen offen bleiben und so gut wie nichts geklärt ist. Ich weiß, dass es noch weitere Fortsetzungen geben wird, aber ich hatte nach dem Auftakt das Gefühl, dass es in diesem Spiel wohl keine wirklichen Gewinner geben wird und das ist irgendwie deprimierend.

Mein Fazit:
Eine komplexe Story um königliche Intrigen, die von mir trotz der Kritikpunkte eine Leseempfehlung bekommt.

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Veröffentlicht am 21.02.2022

Erkenntnisreicher Skiurlaub

Love Me Snowly
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„Love me snowly“ von Jessica Wismar führt ins verschneite Österreich, wo es in einer Skihütte zu emotionalen Verwicklungen kommt.
Die Studentin Elina will eigentlich nur ihrer Familie über Weihnachten ...

„Love me snowly“ von Jessica Wismar führt ins verschneite Österreich, wo es in einer Skihütte zu emotionalen Verwicklungen kommt.
Die Studentin Elina will eigentlich nur ihrer Familie über Weihnachten entfliehen und so lässt sie sich zu einem dreiwöchigen Skiurlaub mit ihrer zickigen Nachbarin überreden. Fünf Jungs und fünf Mädchen teilen sich ein schickes Chalet und Elina findet schnell neue Freunde. Zu ihren Mitbewohnern gehört auch der attraktive Frauenheld Noah, der gegenüber Elina äußerst widersprüchliche Signale aussendet. Aber auch der verschlossene und gutaussehende Barbesitzer Santino lässt Elinas Herz höherschlagen. Das bringt ihre festen Vorsätze, sich nie wieder zu verlieben, ziemlich ins Wanken.

Dies ist mein erstes Buch der Autorin und ich mag ihren lockeren und leichten Schreibstil. Man ist schnell in der Geschichte drin, auch wenn man zu Beginn noch nicht durchschaut, warum Elina so ist wie sie ist.
Elina hat von der Liebe die Nase voll und tobt sich seit einigen Monaten einfach nur aus. Die Skifreizeit scheint dafür ideal, auch wenn in den persönlichen Verwicklungen der Teilnehmer einige Fallstricke lauern. Ich kann Elinas Einstellung nachvollziehen und mir gefällt vor allem, dass die Autorin sehr offen misogyne und bigotte Einstellungen anprangert und konkret anspricht. Die unterschiedliche Haltung zu Elinas Lebensstil, der im Vergleich zu Noahs ein Klacks ist, ist leider immer noch Alltag.
Bei Noah hatte ich so meine Schwierigkeiten, ihn zu mögen, genau wie bei einigen der anderen Figuren. Alle haben ihre Ecken, Kanten und Fehler, aber im Laufe der Handlung machen sie eine erhebliche Entwicklung durch. Die Autorin schildert sehr einfühlsam und authentisch, wie sich diese langsame Wandlung vollzieht, und ich muss zugeben, dass ich dies zu Anfang nie vermutet hätte. Elina stellt sich endlich ihren inneren Dämonen und räumt mit toxischen Beziehungen auf, die ihr Leben unerträglich gemacht haben. Ob sie dies ganz allein schafft und ob sie sich doch noch auf eine neue Liebe einlässt, sollte man unbedingt selbst im Buch lesen.

Mein Fazit:
Auch als Sommerkind gebe ich dieser verschneiten New Adult eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 21.02.2022

Harper & Max

No Pain, No Gain - No Love
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„No Pain, No Gain – No Love“ von Mariella Heyd erzählt eine emotionale Lovestory zwischen zwei Außenseitern.
Harper erhält mit dem Studienplatz und dem Stipendium der University of Michigan eine einmalige ...

„No Pain, No Gain – No Love“ von Mariella Heyd erzählt eine emotionale Lovestory zwischen zwei Außenseitern.
Harper erhält mit dem Studienplatz und dem Stipendium der University of Michigan eine einmalige Chance, ihrem trostlosen Leben im Trailerpark zu entfliehen. Gute Noten und ein Abschluss als Beste sind die Fahrkarte in eine bessere Zukunft und so lässt sie sich von nichts und niemandem vom Lernen abhalten. Leider kreuzt ständig ihr attraktiver und offensichtlich unzuverlässiger Kommilitone Max ihren Weg, der ihre Gedanken in ungewollte Richtungen abschweifen lässt. Der mysteriöse Einzelgänger scheint alles zu verkörpern, von was sich Harper eigentlich fernhalten wollte, und trotzdem geht ihr Max nicht aus dem Kopf.

Der Einstieg fällt leicht, denn der Schreibstil von Mariella Heyd liest sich leicht und flüssig. Die Geschichte wird komplett aus Harpers Perspektive erzählt, so dass man ihre Gedanken und Beweggründe ziemlich einfach nachvollziehen kann. Max hingegen bleibt lange ein Mysterium und seine Motive und Hintergründe sind nicht ganz so einfach durchschaubar.
Harper ist eine liebenswerte Hauptfigur, die etwas Glück im Leben verdient hat. Sie kämpft hart für ihren Traum, der aufgrund ihrer Lebensumstände und Vergangenheit absolut nachzuempfinden ist. Max ist genau das, was sie hinter sich lassen wollte. Aber der äußere Schein trügt oft und so verfällt Harper zu Beginn in eine nicht so liebenswürdige Selbstgerechtigkeit.
Hinter Max´ unnahbarer Fassade steckt mehr, als man anfangs vermuten würde. Er ist offensichtlich verrückt nach Harper und kämpft hartnäckig um ihre Zuneigung, aber gleichzeitig hält er sie beständig auf Abstand zu seinem wahren Leben.
Die beiden Hauptfiguren haben eine unbestreitbare Chemie, die man eindeutig beim Lesen spüren kann. Nur eine einzige Sache hat mich letztendlich gestört. Im letzten Teil des Buches dreht sich für mein persönliches Empfinden die Handlung nur noch im Kreis. Max bringt unzählige Male exakt den gleichen Move, der spätestens beim dritten Mal nur noch nervig ist. Ob sich Harper davon abschrecken lässt, darf man aber ruhig selbst im Buch herausfinden.

Mein Fazit:
Bis auf kleine Abstrich hat mir die Lovestory gut gefallen. Ich gebe daher gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 19.02.2022

Fantastisches Chaos

Warrior & Peace
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„Warrior & Peace – Göttlicher Zorn“ ist der zweite und finale Teil der rasanten und blutigen Dilogie von Stella Tack, in der die neuen Götter um die Herrschaft kämpfen.
Das Chaos hat einen neuen Namen ...

„Warrior & Peace – Göttlicher Zorn“ ist der zweite und finale Teil der rasanten und blutigen Dilogie von Stella Tack, in der die neuen Götter um die Herrschaft kämpfen.
Das Chaos hat einen neuen Namen und zwar Warrior Pandemos. Die Tochter von Aphrodite und Hades ist die neue Chaos-Göttin und nur so semi-zufrieden mit ihrer vom Schicksal zugeteilten Rolle. Der Sturm auf den Olymp war leider bloß mäßig erfolgreich. Genau genommen gar nicht. Zudem war der Schlag so vernichtend, dass sich Warrior nicht einmal gegen eine erneute Entführung wehren kann. Sie wird von einem ehrgeizigen Gott gekidnappt, der dem Göttervater Peace gern seine Vormachtstellung streitig machen will. Und der Deal, den der Warrior anbietet, ist zugegeben äußerst verlockend.

Die Handlung schließt sich nahtlos an den ersten Band an und es geht gewohnt temporeich und packend weiter.
Selbst für Chaos-Göttinnen-Verhältnisse war der Angriff auf die alten Götter ein riesiges Desaster, welches ungeahnte Opfer forderte. Warrior ist tief traumatisiert, denn die Person, die sie am meisten liebt, ist umgekommen. Virus, der grünhaarige Gott mit den zwei Gesichtern, bietet ihr eine einmalige Chance, die Warrior vor eine schwere Entscheidung stellt.
Unsere toughe Heldin muss diesmal über sich hinauswachsen und ihr göttliches Erbe annehmen. Herz und Kopf sind sich nicht immer einig, aber dafür macht Warrior eine starke Entwicklung durch. Grün oder Blau ist hier die große Frage, oder vielleicht gibt es sogar eine andere Option. Die Handlung bleibt überraschend und unvorhersehbar, wie ich es bei einer Chaos-Göttin erwarten würde. Der direkte und unverschämte Ton wird zum Glück beibehalten und auch bei den blutigen und brutalen Szenen sollte man nicht allzu zart besaitet sein. Ich liebe den trockenen Humor und die überaus witzigen Schlagabtausche, die das Lesen zu einem großen Spaß machen.
Mein Liebling ist und bleibt Madox, wobei wirklich alle Figuren absolut großartig sind. Das Ende ist offenbar umstritten, aber für mich erscheint es total schlüssig und perfekt.

Mein Fazit:
Dank der Dilogie habe ich einen heftigen Book-Hangover, aber der hat sich definitiv gelohnt! Klare Empfehlung!

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