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Veröffentlicht am 19.03.2021

Magische Spezialeinheit

Die Fälle der Shifter Cops
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„Die Fälle der Shifter Cops“ ist ein Sammelband mit drei magischen Kriminalfällen der gleichnamigen Reihe von Natalie Winter.
Wie der Titel schon sagt, handelt es sich bei den Shifter Cops um eine Spezialeinheit ...

„Die Fälle der Shifter Cops“ ist ein Sammelband mit drei magischen Kriminalfällen der gleichnamigen Reihe von Natalie Winter.
Wie der Titel schon sagt, handelt es sich bei den Shifter Cops um eine Spezialeinheit der Polizei, der vor allem Gestaltwandler, aber auch andere übersinnliche Wesen angehören. Gibt es bei einem Verbrechen einen magischen Zusammenhang, dann treten die Ermittler dieser Einheit auf den Plan.
In „Die Hexe von Maine“ geht es um Julie Mireau, die in ihre alte Heimatstadt nahe Salem zurückkehrt, als ihre Tante im Sterben liegt. Obwohl sie nie das Erbe ihrer Familie antreten wollte, übernimmt sie deren Zauberladen. Doch nach fast einem Jahr beginnen ihre Alpträume und plötzlich sterben einige Mitglieder des örtlichen Hexenzirkels einen grausamen Tod.
„Fluch der Schwarzen Dahlie“ führt in die Stadt der Engel, die von einer Mordserie an jungen Übernatürlichen erschüttert wird. Die Morde erinnern an die Schwarze Dahlie und führen den Werwolf Ryder als Undercover-Cop in die Bar der Mafiachefin de Luca. Deren Tochter Cara hat ebenfalls ein Interesse an der Aufklärung der Morde und so schließt sich Ryder mit ihr zusammen.
„Voodoo Nights“ ist der dritte und letzte Fall, der in Louisiana spielt. Im Jahr 2007 jagte die junge Polizistin und Werpantherin Kaja auf eigene Faust den gefürchteten Cross Killer. Jahre später ist Kaja inzwischen ein Mitglied der Shifter Cops und wechselt für den Aufbau einer neuen Einheit für einige Monate nach Paris. Ihr Freund und Partner Seth sieht sich zwischenzeitlich mit der Tatsache konfrontiert, dass der Cross Killer nach seiner kürzlichen Hinrichtung wieder aktiv sein könnte und Jagd auf Kaja macht.

Die einzelnen Geschichten sind in sich abgeschlossen und können sicher auch unabhängig voneinander gelesen werden. Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig und man taucht schnell ins Geschehen ein. Die Fälle sind durchaus spannend aufgebaut und die Autorin hat sich jeweils überraschende Auflösungen einfallen lassen. Dadurch wird es nicht allzu vorhersehbar oder langweilig. Zu den einzelnen Charakteren kann man schnell eine Verbindung aufbauen, aber durch die Kürze der Geschichten geht es natürlich nicht allzu stark in die Tiefe. Gerade nach dem letzten Teil könnte ich mir gut weitere Fortsetzungen vorstellen, denn hier gibt es bestimmt noch Potenzial.

Mein Fazit:
Übernatürliches, Spannung und eine Prise Romantik geben einen unterhaltsamen Mix ab, der für abwechslungsreiche Lesemomente sorgt. Von mir gibt es gern eine Empfehlung!

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Veröffentlicht am 19.03.2021

Neuanfang in Irland

Wenn die Sonne den Felsen küsst
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„Wenn die Sonne den Felsen küsst“ ist der Auftakt der neuen Ireland Dreams Reihe von Amélie Duval.
Die Komponistin Grace Cavanaugh braucht nach dem Unfalltod ihres Ehemannes vor zwei Jahren endlich Abstand ...

„Wenn die Sonne den Felsen küsst“ ist der Auftakt der neuen Ireland Dreams Reihe von Amélie Duval.
Die Komponistin Grace Cavanaugh braucht nach dem Unfalltod ihres Ehemannes vor zwei Jahren endlich Abstand zu London und allen traurigen Erinnerungen, die sie auch jetzt noch nicht loslassen. Das Angebot einer alten Freundin ihrer Mutter kommt dafür wie gerufen und so zieht Grace kurzerhand in ein kleines Cottage ans äußerste Ende von Irland. Begleitet wird sie nur von ihrem geliebten Hund Einstein, der kurz nach der Ankunft fast von einem mürrischen Einwohner überfahren wird. Doch Colm McCunnigan hat zum Glück auch nette Seiten, die er hinter seiner abweisenden Fassade versteckt.

Ich kenne schon einige Bücher der Autorin und war sehr gespannt auf ihre neue Reihe. Nicht nur Irlandfans werden hier ihre wahre Freude haben und können sich von den mystischen Landschaften verzaubern lassen.
Die malerische grüne Kulisse bildet den perfekten Hintergrund für die romantische und sehr unterhaltsame Lovestory, die sich zwischen dem grummeligen Besitzer einer Whiskey-Destillerie und der zarten Musikerin anbahnt.
Die erste Begegnung der beiden hätte besser laufen können, denn außer Beschimpfungen haben beide zuerst nicht viel füreinander übrig. Aber wie könnte es anders sein, erst fliegen die Fetzen und dann die Funken. Grace ist viel tougher als sie aussieht und Colm ist auch wesentlich liebenswürdiger und zivilisierter, als Grace zunächst annimmt. Die Chemie zwischen den Protagonisten funktioniert hervorragend, ob in den knisternden Szenen oder in den witzigen Schlagabtauschen.
Doch nicht allein die Lovestory der zwei sympathischen Hauptcharaktere steht im Mittelpunkt der Handlung, sondern auch eine ziemlich gefährliche Bedrohung im Hintergrund, die immer weiter eskaliert. Dabei legt die Autorin geschickt falsche Fährten und hat mich mit der Auflösung komplett überrascht.

Mein Fazit:
Das Buch bietet rundum sehr gute Unterhaltung und einen gelungenen Mix aus Romantik und Spannung. Mir persönlich hat dieser Auftakt richtig gut gefallen und ich gebe eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 18.03.2021

Tausch mit Happy End

Happy Ever After – Wo Geschichten neu beginnen
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„Happy Ever After – Wo Geschichten neu beginnen“ ist der dritte Band der Reihe um den kleinen Ort am Ufer des Loch Ness von Jenny Colgan.
Lissa ist mit Herz und Seele Krankenschwester im hektischen London ...

„Happy Ever After – Wo Geschichten neu beginnen“ ist der dritte Band der Reihe um den kleinen Ort am Ufer des Loch Ness von Jenny Colgan.
Lissa ist mit Herz und Seele Krankenschwester im hektischen London und kümmert sich vorbehaltlos um jeden ihrer Patienten. Ein traumatischer Zwischenfall wirft sie komplett aus der Bahn und bringt die bisher unerschütterliche Lissa an ihre Grenzen. Ein verordnetes Austauschprogramm führt sie in die schottische Provinz, wo sie mit dem Krankenpfleger Cormac für drei Monate die Stelle tauscht. Beide sind von der ungewohnten Umgebung überwältigt und tauschen in ihren Nachrichten zuerst nur berufliches und später immer mehr privates aus.

Auch im dritten Band darf die magische Anziehungskraft des kleinen schottischen Dörfchens Kirrinfief wieder ihren Zauber wirken und eine weitere vom Schicksal durchgeschüttelte Engländerin anlocken.
Lissa ist ein herzensguter Mensch, auch wenn ihre sozialen Fähigkeiten durch ihr bisheriges Leben in London etwas gelitten haben. Der Kulturschock ist ziemlich groß und überfordert sie am Anfang maßlos. Doch im Laufe der Handlung taut Lissa auf und lernt die skurrilen und herzlichen Landbewohner lieben und schätzen.
Cormac geht es nicht viel anders. London und seine Bewohner haben mit der engen Gemeinschaft seines Heimatortes nichts gemeinsam und er fühlt sich trotz der vielen Menschen einsam. Die Nachrichten, die er mit Lissa austauscht, werden bald zum Highlight seines Tages, obwohl er sie noch nie persönlich getroffen hat.
Jenny Colgan schildert in ihrem Wohlfühlroman sehr schön, wie sich Lissa in ihrem neuen Umfeld immer positiver entwickelt und neue Prioritäten in ihrem Leben entdeckt. Gleichzeitig färbt der warmherzige Cormac mit seiner liebenswerten Art auch auf die Großstädter ab. Die Funken zwischen den beiden fliegen fast ausschließlich digital, aber trotzdem sind die wachsenden Gefühle eindeutig spürbar. Fans der Reihe dürfen sich auch über unterhaltsame Wiedersehen mit Nina und Zoe freuen.

Mein Fazit:
Die Autorin hat den Mix zwischen Romantik, Tragik und Humor gut hinbekommen und daher bekommt das Buch von mir gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 18.03.2021

Kein Entkommen

Der Blutschlüssel
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„Der Blutschlüssel“ von Anne Jungenitz ist ein spannender Escape Room-Thriller, der mit neuen Ideen punkten kann.
„Partners in Crime“ verspricht ein ungewöhnliches Abenteuer, bei dem man gleichzeitig neue ...

„Der Blutschlüssel“ von Anne Jungenitz ist ein spannender Escape Room-Thriller, der mit neuen Ideen punkten kann.
„Partners in Crime“ verspricht ein ungewöhnliches Abenteuer, bei dem man gleichzeitig neue Leute kennenlernen kann. Aus diesem Grund lassen sich in Los Angeles fünf teils frisch Zugezogene auf dieses Spiel ein. Der Werbeflyer weckt die Neugier und das erste Zusammentreffen erscheint zumindest harmlos. Offensichtlich handelt es sich lediglich um eine Art Escape Room, wie es sie bereits massenweise gibt. Aber nach der bestandenen Aufgabe bleibt der Raum verschlossen und ein neuer Countdown beginnt. Das Spiel ist noch lange nicht zu Ende und erst viel zu spät wird klar, was die Mitspieler hier riskieren.

Der ungewöhnliche Aufbau und der Fokus auf den einzelnen Mitspielern und ihren Hintergründen ist für mich ein Highlight dieses Thrillers. Nach dem Prolog ahnt man noch nicht unbedingt, wohin die Reise geht, aber im Laufe der weiteren Handlung werden böse Befürchtungen wahr.
Dies ist nicht mein erster Escape Room Thriller und doch konnte mich die Autorin an vielen Stellen überraschen. Die Stimmung kippt schnell von harmlos zu tödlich und dennoch habe ich mit den einzelnen Charakteren mitgefiebert und mitgehofft.
Anne Jungenitz schafft es mit wenigen Worten, dass man eine Verbindung zu den Figuren aufbaut, auch wenn nicht jeder von ihnen unbedingt ein Sympathieträger ist. Trotzdem ging es mir persönlich so, dass ich selbst unsicher war, wie ich in manchen Situationen entschieden hätte. Hier gibt es nicht nur schwarz und weiß, sondern eine ganze Bandbreite an Facetten, die vom Spielmacher in tiefe menschliche Abgründe gestürzt werden. Es wird mit Ängsten, Lügen und den schlimmsten Alpträumen der der Teilnehmer gespielt, denen nach und nach klar wird, dass es hier ums nackte Überleben geht.
Der fesselnde Schreibstil hält die Spannung bis zum Ende oben, so dass ich das Buch gar nicht zur Seite legen konnte.

Mein Fazit:
Für mich ist dieser packende Thriller absolut gelungen und bekommt von mir eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 17.03.2021

Gefährliche Unterwelt

Federn über London 2
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„Federn über London 2“ von Sabine Schulter ist eine gelungene Fortsetzung, die noch tiefer in die Welt des Übersinnlichen eintaucht.
Der erst kürzlich erwachte neue Todesengel Clear erhält überraschend ...

„Federn über London 2“ von Sabine Schulter ist eine gelungene Fortsetzung, die noch tiefer in die Welt des Übersinnlichen eintaucht.
Der erst kürzlich erwachte neue Todesengel Clear erhält überraschend und eigentlich viel zu früh ihren neuen Schub und steigt so in das zweite Trimester der Engel auf. Dabei erweitern sich zwar ihre Fähigkeiten, aber ihre Ausbildung steht noch ganz am Anfang. Trotzdem begibt sie sich mit den anderen Todesengeln und Daimion auf eine gefährliche Mission in die Unterwelt. Die Zeit drängt, denn das dunkle Nichts scheint Jagd auf die Todesengel zu machen und noch immer ist völlig ungeklärt, wer hinter den plötzlichen Angriffen steckt.

Man sollte die Teile unbedingt in der richtigen Reihenfolge lesen, denn die Handlung setzt nahtlos nach dem Ende des ersten Bandes an. Ohne Vorkenntnisse wird es da schwierig.
Nicht nur Clear ist von ihren neuen Fähigkeiten überrascht, aber es bleibt keine Zeit für eine lange Verschnaufpause. Die dunkle Gefahr bedroht weiterhin das fragile Gefüge zwischen Ober- und Unterwelt und es liegt immer noch im Verborgenen, wer im Hintergrund die Fäden zieht und vor allem warum.
Die bildgewaltige Fantasystory geht spannend weiter und erweitert ihre Schauplätze um die gefährlichen Tiefen der Unterwelt. Sowohl beim Setting als auch bei den unterschiedlichen Figuren tobt sich die Autorin richtig aus und erschafft damit eine beeindruckende übersinnliche Welt, die in keiner Sekunde langweilig wird.
Die facettenreichen Charaktere schaffen es immer wieder, einen im Laufe der Handlung zu überraschen. Und trotzdem bleiben noch viele interessante Fragen offen, die dann in den Fortsetzungen geklärt werden können. Neben ausgeklügelten Intrigen, actionreichen Kämpfen und echten Gänsehautmomenten kommen auch die romantischen Gefühle nicht zu kurz. Wobei man dort gespannt sein darf, in welche Richtung sich die Protagonisten entwickeln.
Der fesselnde Schreibstil hat mich bis zum packenden Cliffhanger mitgerissen und nun heißt es wieder warten bis zum nächsten Band.

Mein Fazit:
Der zweite Band steht dem Auftakt in nichts nach und kann das hohe Niveau absolut halten. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

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