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Veröffentlicht am 02.02.2026

Holmes ermittelt

A Lesson in Murder
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„A Lesson in Murder“ von Celine Leonora ist eine spannende Romantic Suspense, die von Arthur Conan Doyle inspiriert ist.
Astoria Blairwood besucht die Eliteschule St. Moriarty, wo die Schüler ihr kriminologisches ...

„A Lesson in Murder“ von Celine Leonora ist eine spannende Romantic Suspense, die von Arthur Conan Doyle inspiriert ist.
Astoria Blairwood besucht die Eliteschule St. Moriarty, wo die Schüler ihr kriminologisches Gespür vertiefen können. Das allein reicht der ehrgeizigen Astoria jedoch nicht und sie will unbedingt Jahrgangsbeste werden, damit sie das Stipendium des MI6 erhält. Ihr Traum rückt jedoch in weite Ferne, als eine Schülerin ermordet wird und plötzlich alle Indizien auf Astoria hindeuten. Als einzige Tatverdächtige nimmt sie die Ermittlung in die eigene Hand, um ihre Unschuld zu beweisen. Dabei helfen ihr ausgerechnet ihre beiden schärfsten akademischen Konkurrenten, der arrogante Isaac und der einzelgängerische Theodore. Schnell wird klar, dass offenbar niemand will, dass der wahre Täter gefunden wird. Für Astoria wird die Schlinge immer enger, während sie gleichzeitig immer stärkere Gefühle für ihre beiden Mitstreiter entwickelt.

Celine Leonora hat mich schon mit Blackspell absolut begeistert und auch dieses Buch ist ein klarer Pageturner. An der St. Moriarty müssen die Schüler allein mit ihren tatsächlichen kriminalistischen Fähigkeiten klarkommen, denn diesmal gibt es keine Magie, nur echte menschliche Abgründe.
Der mitreißende Schreibstil und das Dark Academia Feeling ziehen einen schon ab dem düsteren Prolog in ihren Bann und dann startet die wie ein Countdown aufgebaute packende Handlung. Fans von Sherlock Holmes werden auf jeden Fall Spaß haben und ich liebe die vielen Anspielungen.
Astoria ist ein kriminologisches Superhirn, aber ihr Ehrgeiz hat einen ernsten Hintergrund, wie man später erfährt. Sie ist eine starke Hauptfigur, die an ihre Grenzen getrieben wird und meist einen kühlen Kopf behält. Sie entwickelt sich aber auch weiter und lernt, dass man auch mal Schwäche zeigen darf.
Für den Romance-Faktor hat sie gleich zwei heiße Anwärter, denn sowohl ihr persönlicher Erzfeind Isaac, als auch der geheimnisvolle Theodore sind äußerst attraktiv und stecken voller Überraschungen.
Der eigentliche Kriminalfall ist gekonnt aufgebaut und es gibt jede Menge falsche Fährten. Man darf fleißig miträtseln und mit der Auflösung hätte ich im Leben nicht gerechnet.
Alles in allem ist diese Romantic Suspense spannend und düster, aber es gibt auch witzige, berührende und romantische Momente. Einfach gelungen!

Mein Fazit:
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 02.02.2026

Timing ist alles

Wild Card
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„Wild Card“ von Elsie Silver ist das Finale ihrer romantischen Rose Hill Reihe, von der wir uns nun verabschieden müssen.
Bash Rousseau ist Löschpilot und Bauunternehmer und als wortkarg, mürrisch und ...

„Wild Card“ von Elsie Silver ist das Finale ihrer romantischen Rose Hill Reihe, von der wir uns nun verabschieden müssen.
Bash Rousseau ist Löschpilot und Bauunternehmer und als wortkarg, mürrisch und einsiedlerisch bekannt. Als er also durch einen Schneesturm am Flughafen strandet, grummelt er vor sich hin und will einfach nur seine Ruhe. Die lebenslustige und zwölf Jahre jüngere Yogalehrerin Gwen Dawson lässt dies jedoch nicht zu und so verbringen beide eine fast schon magische Nacht, in der sie ihre einzigartige Verbindung spüren. Leider herrscht danach überraschenderweise Funkstille und erst acht Monate später treffen Bash und Gwen erneut aufeinander. Nur ist sie jetzt die Freundin seines erwachsenen Sohnes, von dem Bash erst seit kurzem weiß. Weitere Monate später zieht Gwen wegen eines Jobs nach Rose Hill. Sie ist wieder Single und Bash muss sich entscheiden, ob er ihrer Beziehung diesmal endlich eine Chance geben will.

Leider heißt es Abschied nehmen, denn die Herzen in Rose Hill sind nun alle glücklich vergeben. Grumpy Bash bildet quasi das Schlusslicht, aber dafür hat ihm Elsie Silver eine ganz besondere Lovestory gewidmet.
Bash und seine trockenen Kommentare gehörten schon immer zu meinen Highlights der Reihe und ich war sehr gespannt, welche Frau seine Schutzmauern durchbricht. Es bricht einem das Herz, wenn man die Geschichte hinter dem zurückhaltenden Mann hört und ich habe ihm unbedingt ein Happy End gewünscht.
Gwen ist eine Naturgewalt und zum Glück lässt sie sich von Bash und seiner Abwehr nicht einschüchtern. Sie ist ganz sie selbst, was ich gut finde. Das Timing ist natürlich ziemlich unglücklich, doch Gwen spielt keine Spielchen und ist immer ehrlich und direkt.
Mein heimlicher Liebling ist Crazy Clyde, der eigentlich gar nicht so verrückt ist, wie es immer schien. Er spielt hier Amor für Bash und Gwen und ist einer der loyalsten und liebenswertesten Charaktere im ganzen Buch.
Also genießt die Gefühlsachterbahn, bevor es bye bye Rose Hill heißt.

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Veröffentlicht am 02.02.2026

Mr. Silver

Kings of Cypress Pointe - Tangled Lies
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„Kings of Cypress Pointe – Tangled Lies“ von Rachel Jonas alias Nikki Thorne ist der fünfte Band ihrer Reihe The Golden Boys, in dem das Mysterium um Sterling Golden gelüftet wird.
Um Sterling Golden ranken ...

„Kings of Cypress Pointe – Tangled Lies“ von Rachel Jonas alias Nikki Thorne ist der fünfte Band ihrer Reihe The Golden Boys, in dem das Mysterium um Sterling Golden gelüftet wird.
Um Sterling Golden ranken sich, genau wie um seine Brüder, unzählige Gerüchte, die Pandora mit ihren Posts noch anfeuert. Eines dieser Gerüchte würde er aber am liebsten komplett im Keim ersticken und so greift er verzweifelt zu einer Notlüge, bevor sich die Berichterstattung verselbständigt. Leider ist sein Alibi in dieser Geschichte ausgerechnet Lexi Rodriguez, der Frau, die ihn abgrundtief hasst, seit er ihr vor vier Jahren das Herz brach. Doch überraschenderweise stimmt Lexi dem Deal zu, für eine gewisse Zeit, seine Fake-Freundin zu spielen. Sie hat ihre eigenen Gründe, aber sie hätten beide niemals damit gerechnet, dass die Nähe die alten Gefühle wieder auf den Plan rufen könnte.

In Cypress Pointe wird es nie langweilig, zumindest solange Pandora für Zündstoff sorgt und die Gerüchteküche am Laufen hält. Ich war schon immer neugierig auf Sterling und seine Geheimnisse und Rachel Jonas hat mich mit seiner Geschichte absolut nicht enttäuscht. Die Dynamik zwischen den beiden Hauptcharakteren könnte nicht explosiver sein, was bei Lexi sogar wortwörtlich zu nehmen ist.
Lexi gehört von Anfang an zu meinen Lieblingscharakteren und es bricht einem das Herz, wenn man erfährt, warum sie in ihrer selbst gewählten Außenseiterrolle gelandet ist. Sterling hat dazu seinen Beitrag geleistet, also hat er jede Menge gutzumachen. Lexi hat aber nicht nur eine impulsive und zornige Seite, sondern sie ist auch sehr verletzlich, sensibel und überaus loyal. Ihre Entwicklung im Laufe der Handlung ist berührend erzählt und ich habe ihr unbedingt ein Happy End gewünscht.
Sterling ist nicht das, was viele auf den ersten Blick denken, und er hat mich in vielen Aspekten echt überrascht. Mit jeder Buchseite mochte ich ihn ein wenig mehr und am Ende will man einfach nur Dahinschmelzen.
Es wird natürlich wieder spannend und auf jeden Fall spicy. Die Charaktere besitzen viel Tiefe und ich habe ihre Entwicklung geliebt. Beide wachsen über sich hinaus und riskieren alles, um für ihre Liebe zu kämpfen.

Mein Fazit:
Klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 02.02.2026

Lovely Enemy

Purple Clouds - Bittersweet
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„Purple Clouds – Bittersweet“ von Mounia Jayawanth ist der dritte und abschließende Teil ihrer gefühlvollen Reihe Purple Clouds.
Die Berlinerin Linh Nguyen kann ihr Glück kaum fassen, denn das New Yorker ...

„Purple Clouds – Bittersweet“ von Mounia Jayawanth ist der dritte und abschließende Teil ihrer gefühlvollen Reihe Purple Clouds.
Die Berlinerin Linh Nguyen kann ihr Glück kaum fassen, denn das New Yorker Kultmagazin Purple Clouds hat ihr tatsächlich einen Job angeboten. Das ist umso überraschender, da Linh mit ihrem Account als Roasted Pumpkin eine der schärfsten Kritikerinnen des monatlichen Comics war. Nun soll sie selbst daran mitarbeiten, aber gemeinsam mit Xander Aberdeen. Xander ist der verantwortliche Illustrator und alles andere als gut auf Roasted Pumpkin zu sprechen. Gleich ab der ersten Sekunde fliegen die Fetzen und die Zusammenarbeit ist von ständigen Streitereien geprägt. Erst als beide gezwungen sind, endlich zu kooperieren, verstehen sie die Sichtweise des anderen immer besser und können auch die gegenseitige Anziehung nicht leugnen.

Leider heißt es mit diesem Buch schon Abschied von Purple Clouds und von New York nehmen, aber dafür dürfen wir uns nochmal auf eine echte Gefühlsachterbahn begeben. Mounia Jayawanth spricht auch diesmal wichtige Themen an, die einfach eine laute Stimme benötigen, und viele Momente sind sehr berührend. Ihre Charaktere haben definitiv Ecken und Kanten, aber das ist nicht schlimm, sondern macht sie authentisch und nahbar.
Linh ist einer dieser Charaktere, die ich anfangs ehrlich gesagt überhaupt nicht mochte. Vielleicht lag es daran, dass ich nach den letzten Teilen schon eine Verbindung zu Xander hatte und deshalb automatisch auf seiner Seite war. Linh ist stur und kritisiert permanent Xanders Arbeit und Meinung. Ihr wird erst im Laufe der Zeit bewusst, wie sich so etwas anfühlt, und gerade diese Entwicklung ist sehr gut beschrieben. Respekt vor den Grenzen oder den Meinungen anderer ist keine Einbahnstraße und das muss Linh erst lernen. Mit der Zeit wurde mir Linh aber deutlich sympathischer, auch wenn ich manche Entscheidungen von ihr trotzdem nicht nachvollziehen konnte.
Xanders Geschichte ist tragisch und hat mich sehr berührt. Ich mochte ihn vorher schon und jetzt noch viel mehr, denn er hat jeden Tag mit seinen Dämonen zu kämpfen und ist trotzdem der loyalste Freund, den es gibt. Und sorry, wenn jemand fast meinen Hund überfahren hätte, würde ich auch explodieren.
Wichtig ist in dieser Lovestory vor allem die Entwicklung der Charaktere, die mich klar überzeugen konnte. Es gibt Momente zum Lachen, zum wütend werden und für fliegende Herzchen. Ein schöner Abschluss für Purple Clouds.

Mein Fazit:
Von mir gibt es sehr gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 31.01.2026

Viele Geheimnisse

Until the Light destroys
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„Until the Light destroys“ von Alessia Gold ist der zweite und abschließende Teil ihrer düsteren Vampir Romantasy Redveil.
Xara ist für die Suche nach ihren familiären Wurzeln nach Rumänien gereist und ...

„Until the Light destroys“ von Alessia Gold ist der zweite und abschließende Teil ihrer düsteren Vampir Romantasy Redveil.
Xara ist für die Suche nach ihren familiären Wurzeln nach Rumänien gereist und sie konnte nicht ahnen, welche dramatischen Konsequenzen ihre Suche haben würde. Ihr gesamtes Weltbild steht auf dem Kopf, denn Vampire sind real und sie selbst soll die Wiedergeburt der großen Liebe von Vampirfürst Dorian und dessen Diener Juraj sein. Als wäre das nicht verwirrend genug, wird Xara auch noch in einen jahrhundertealten Krieg verfeindeter Vampirclans hineingezogen, Ausgerechnet sie soll der Schlüssel zu unendlicher Macht sein und schwebt deshalb in größter Gefahr. Xara weiß nicht, wem sie noch trauen soll, da so ziemlich jeder in ihrem Umfeld seine eigene Mission verfolgt.

Man sollte den ersten Teil unbedingt vorher gelesen haben, denn die Handlung setzt nahtlos an und selbst mit Vorkenntnissen habe ich eine Weile gebraucht, bevor ich wieder richtig in der Story angekommen war. Nach dem wirklich gelungenen Cliffhanger des Vorgängers waren es mir direkt im Anschluss fast schon zu viele unerwartete Twists und permanente Enthüllungen, so dass ich zu tun hatte, überhaupt noch mitzukommen.
Alessia Gold hat die düstere Atmosphäre wirklich gut eingefangen, obwohl der Fokus diesmal mehr auf den Charakteren, als auf dem Setting liegt. Das Dorf oder Xaras Nachforschungen spielen überhaupt keine Rolle mehr, aber auch so hat unsere Heldin kaum eine Atempause.
Wer spielt hier ein falsches Spiel und wer hat eigentlich noch gute Motive? Die Intrigen sind gefühlt endlos und im Zentrum von allem scheint Xara zu stehen. Mir gefällt die Weiterentwicklung der Hauptcharaktere, vor allem Dorian, der im Auftakt nicht immer gut weg kam. Bis auf wenige Ausnahmen haben alle Charaktere dunkle Geheimnisse, die in dieser Fortsetzung ans Licht kommen. Während es mir anfangs etwas zu viel war, konnte die Story gegen Ende wieder gekonnt den Bogen schlagen zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Mein Fazit:
Wer Teil 1 mochte, der sollte auch die Fortsetzung unbedingt lesen!

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