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veronique

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.10.2021

Potenzial

Stadt des Zorns
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Janus ist zurück und hat Hannah, die Überlebende des Escape Rooms noch immer im Visier. Nur scheinbar hat sie ihr Leben unter Kontrolle, denn als sie einer Gestalt in ein Parkhaus folgt, beginnt der Albtraum ...

Janus ist zurück und hat Hannah, die Überlebende des Escape Rooms noch immer im Visier. Nur scheinbar hat sie ihr Leben unter Kontrolle, denn als sie einer Gestalt in ein Parkhaus folgt, beginnt der Albtraum aufs Neue.

Bei diesem Buch handelt es sich um den zweiten Teil einer Reihe. Vorwissen wird für diese Escape Room Situation nicht benötigt, jedoch gibt es Spoiler bezüglich Band eins. Einige Rückblenden füllen die Wissenslücken auf und rufen die Erinnerungen an Band eins wach.

Meine Meinung: Marc Mellers Schreibstil ist temporeich und actiongeladen. Daher fiel mir der Einstieg in das Buch sehr leicht. Neben der aus Band eins bekannten Protagonistin Hannah, wird die Geschichte aus einer zweiten Perspektive, die des Ermittlers Bernd Kappler erzählt, der in dem Fall Janus ermittelt.
Es ist ein heißes Spiel um Leben und Tod, wobei der Leser vor schockierenden Momenten ständig unter Spannung steht. Während Hannah eine interessante, kluge Figur ist, bleiben die anderen Mitspieler neben ihr recht blass. Ich habe mir keinen umfänglichen Eindruck von ihnen machen können, konnte sie nicht greifen.
Ab der Hälfte des Buches nimmt die Geschichte nochmal deutlich an Geschwindigkeit zu, bis sich am Ende die Ereignisse überschlagen. Gerne hätte ich an einigen Stellen mehr Informationen zum Setting gehabt, da diese spärlich blieben. Daher konnte ich mir nicht immer ein Bild davon machen, wie der jeweilige Escape- Ort auszusehen hat.

Fazit: 3 ½* für einen actionreichen Thriller, bei dessen Figuren ich mir mehr Individualität gewünscht hätte und mir die Beschreibung der Orte nicht immer ein Bild vor Augen führen konnte.

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Veröffentlicht am 17.10.2021

Gute Idee

Das Zeitalter der Drachen
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Wer von den Geisterschatten gezeichnet ist, wird von einem Drachen geholt. Doch die Auserwählte wehrt sich und verbündet sich mit dem Feind...

Meine Meinung: Jenny- Mai Nuyen ist eine prägende Fantasy ...

Wer von den Geisterschatten gezeichnet ist, wird von einem Drachen geholt. Doch die Auserwählte wehrt sich und verbündet sich mit dem Feind...

Meine Meinung: Jenny- Mai Nuyen ist eine prägende Fantasy Autorin Deutschlands. In diesem Werk lässt sie nicht nur Drachen Wirklichkeit werden. Mit detailgenauen Beschreibungen werden die Tiere lebendig. Auch auf das authentische Fantasysetting wurde viel Wert gelegt. So wird der Leser auf eine Reise an magische Orte, in Zwergendörfer, zu imposanten Kämpfen und auf einen Flug auf den geflügelten Wesen mitgenommen.
Zu Beginn der Geschichte werden die zwei Protagonistinnen Nireka und Aylen zusammengeführt. Da Aylen bereits einige Zeit auf der Welt verbracht hat, wird an dieser Stelle eine zweite Zeitschiene eröffnet. Es wird sehr ausschweifend aus Aylens Vergangenheit erzählt, was teilweise zur Erklärung der Geschichte notwendig ist, jedoch den Lesefluss auch gestört hat. Durch die umfangreichen Kapitel der Rückblenden erweckte es den Eindruck, als würde die Rahmenhandlung der Gegenwart stillstehen.
Die Autorin schafft mit Nireka und Aylen zwei vielschichtige Figuren, bei denen ein Schwarz- weiß- Denken nicht ausreicht. Durch die Vergangenheitskapitel und Aylens Meinungsänderungen, sowie Offenbarungen konnte ich jedoch bis nach Beenden des Buches nie bestimmen, welche Motivation Aylen wirklich geleitet hat.

Fazit: Die Idee und die Schaffung der Welt haben mir gut gefallen, die Umsetzung nahm leider etwas von der Spannung. 3 ½*

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Veröffentlicht am 16.10.2021

Besondere Freundschaft

Fremde Freundin
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Inhalt:
Elisabeth ist erfolgreich in ihrem Job und hat eine kleine Familie. Doch sie ist auf Unterstützung angewiesen und so stellt sie Sam als Babysitterin für ihren kleinen Sohn ein. Schnell verbindet ...

Inhalt:
Elisabeth ist erfolgreich in ihrem Job und hat eine kleine Familie. Doch sie ist auf Unterstützung angewiesen und so stellt sie Sam als Babysitterin für ihren kleinen Sohn ein. Schnell verbindet die beiden Frauen mehr als ein Arbeitsverhältnis.

Meine Meinung:
Bereits auf den ersten Seiten konnte mich J. Courtney Sullivan mit ihrem leicht zu lesenden und doch sehr authentischen Schreibstil begeistern. Die Geschichte wird abwechselnd aus Sicht der beiden Protagonisten Elisabeth und deren Babysitterin Sam erzählt.
Dabei hatte ich das Gefühl, die beiden tiefgehend kennenlernen zu können. Anfangs wird viel zeitraffend aus ihrem vergangenen Leben geschildert, was jedoch nicht die gewünschten Emotionen in mir hervorrief. Vielmehr wirkte es wie eine Notwendigkeit, die vor der Haupthandlung erzählt werden müsse.
Ist dieser Teil überstanden, wird man Teil der Begegnungen zwischen Sam und Elisabeth. Oft wird die Stimmung über Dialoge transportiert, doch auch das Ungesagte setzt die Autorin bewusst ein.
Die Geschichte bringt Amerika und dessen Gesellschaft ein Stück näher, denn die beiden Frauen sind das klassische Abbild von Arm und Reich. Dabei ist es keineswegs klischeebehaftet, denn auch die “Reichen” erfreuen sich nicht in allen Aspekten an einem tollen Leben und umgekehrt.


Fazit:
Eine sehr authentische Geschichte über zwei Frauen, die eine besondere Freundschaft verbindet.

Veröffentlicht am 13.10.2021

Schreibtalent

Nachtschattenwald. Auf den Spuren des Mondwandlers
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Als Finn und seine Schwester Hannah sich eines Tages zu weit in den Nachtschattenwald gewagt hatten, schafften sie es nicht mehr vor der Dunkelheit nach Hause. Der berüchtigte Mondwandler hat Hannah geholt, ...

Als Finn und seine Schwester Hannah sich eines Tages zu weit in den Nachtschattenwald gewagt hatten, schafften sie es nicht mehr vor der Dunkelheit nach Hause. Der berüchtigte Mondwandler hat Hannah geholt, denkt man, als sie auch am nächsten Tag nicht mehr nach Hause kommt. Ist die Sage über den Mondwandler also wirklich wahr?

Meine Meinung: Mit dem Nachtschattenwald hat Kathrin Tordasi eine grandiose Geschichte für Jung und Alt geschrieben. Auf den ersten Seiten eröffnet sie eine dystopische Welt, die mit einem wild wuchernden Wald Gestalt annimmt. Das Setting wird durch sämtliche Sinne erlebbar. Der Autorin gelingt es, die Magie dieses Ortes in ihren Beschreibungen festzuhalten.
Die Protagonisten Finn und Samira, welche beste Freunde sind, zeigen sich für ihr Alter sehr reif und rational denkend. Durch ihre Neugier beginnt das Abenteuer in den Wäldern sehr schnell. Zudem treten andere Figuren auf, die der Leser bis zum Ende hin nicht eindeutig in die Kategorie Gut oder Böse einteilen kann.
Auf ihrem Weg erleben sie zahlreiche magische Momente und die Spannung nimmt besonders im letzten Drittel stark zu. Unerwartetes geschieht Seite für Seite, sodass der Leser in einen Sog der Geschichte gerät.


Fazit: Kathrin Tordasi findet stets genau die richtigen Worte für die besondere Welt, die sie schöpft. Kluge Figuren und Überraschungsmomente sorgen dafür, dass das Buch nicht mehr aus der Hand zu legen ist.

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Veröffentlicht am 13.10.2021

Eine Welt voller Gefahr

Euphoria City
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Nora verbringt viel Zeit in Euphoria City. Seit sie ihren Bruder Mika vor Jahren daran verloren hat, ist sie darauf fixiert, ihn wiederzufinden und Euphoria zu zerstören. Doch das kann sie nicht alleine, ...

Nora verbringt viel Zeit in Euphoria City. Seit sie ihren Bruder Mika vor Jahren daran verloren hat, ist sie darauf fixiert, ihn wiederzufinden und Euphoria zu zerstören. Doch das kann sie nicht alleine, sie braucht Hilfe. Doch reicht das, um gegen einen mächtigen Gegenspieler anzukommen?


Meine Meinung: Anika Beer entführt den Leser mit dieser Geschichte in die virtuelle Realität Euphoria City. Euphoria ist unheimlich komplex und es gibt viel zu entdecken und viel Erklärungsbedarf. Über die Handlung hinweg ergeben einzelne Puzzleteile ein schlüssiges Gesamtkonzept.
Aus den abwechselnden Sichten der Protagonisten Nora und Sami bildet sich zügig ein Gesamtbild. Die Figuren sind unterschiedlich, haben ihre Differenzen und agieren dennoch zusammen. Das ist es, was sie ausmacht. Der Autorin ist es ebenfalls sehr gut gelungen, die Gegenspieler von Nora in Szene zu setzen, sodass die Gefühle schonmal hochkochen.
An zwei Stellen lag ich mit Vermutungen richtig, doch das nimmt der Geschichte nicht die Spannung. Durch die Komplexität der Geschichte ist es nicht mit einer Auflösung getan. Ständig darf mit gerätselt werden, damit die Autorin im Anschluss wiederum unerwartete Seiten der Figuren und der virtuellen Realität zeigt.
Die Welt sowie die Handlung wurden mühsam auf hunderten von Seiten aufgebaut, da kam der Höhepunkt und das Ende Schlag auf Schlag. An dieser Stelle hätte ich mir gewünscht, dass mehr auserzählt wird.


Fazit: Die virtuelle Realität wird sehr differenziert dargestellt und lädt zu einem Abenteuer mit einer starken Protagonistin ein.