Profilbild von vronika22

vronika22

Lesejury Star
offline

vronika22 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit vronika22 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.10.2019

Sehr unterhaltsam und berührend zugleich

Die Zeit der Weihnachtsschwestern
0

Weihnachten ist das Fest der Familie. Und genau hier knüpft dieses weihnachtliche Buch von Sarah Morgan an.
Ganz kurz zum Inhalt:
Suzanne McBride freut sich sehr auf Weihnachten, weil ihre drei erwachsenen ...

Weihnachten ist das Fest der Familie. Und genau hier knüpft dieses weihnachtliche Buch von Sarah Morgan an.
Ganz kurz zum Inhalt:
Suzanne McBride freut sich sehr auf Weihnachten, weil ihre drei erwachsenen Töchter Posy, Hannah und Beth endlich alle nach Hause kommen. Doch es kommt nicht so harmonisch wie erwartet, denn jede der drei bringt ihre Sorgen mit. Und dann wird Suzanne vor den Feiertagen auch noch krank…
Meine Meinung:
Sarah Morgan ist hier wieder ein unheimlich gefühlvolles Buch gelungen. Eigentlich mag ich ihre Bücher immer. Aber dieser Roman hat mir ganz besonders gut gefallen. Die Protagonisten sind mit ihren Ecken und Kanten wieder wunderbar gezeichnet und sehr authentisch, wie aus dem wahren Leben gegriffen. Ich habe die drei Schwestern trotz ihrer unterschiedlichen Charaktere allesamt ins Herz geschlossen und Suzanne natürlich sowieso. Die Autorin beschreibt hier sehr schön, dass im Leben nicht alles so läuft wie man sich das wünscht oder vorstellt, aber dass es sich immer lohnt zu kämpfen. Die einzelnen Kapitel sind abwechselnd aus der Sicht der vier Hauptprotagonisten geschrieben, so dass man sich in alle sehr gut hineinversetzen kann.
Es geht um Kindheit, Elternliebe, Familie und Geborgenheit, aber auch um Ängste, Vergangenheitsbewältigung und Verlust. Daher enthält dieser schöne Familienroman auch richtig Tiefgang. Er ist gleichermaßen unterhaltsam und berührend.
Zumeist handelt es sich bei den Romanen von Sarah Morgan um Liebesromane. Diesmal ist es ein vorweihnachtlicher Familienroman, der sich aber zu jeder Jahreszeit wunderschön liest, und der mich sehr berührt hat.

Veröffentlicht am 12.10.2019

Erneut ein richtig raffinierter Thriller

Der Fund
0

Ich bin ein absoluter Fan der Bücher von Bernhard Aichner. Und vorweg kann ich schon sagen, dass der Autor meine –inzwischen sehr hohen- Erwartungen wieder erfüllen konnte.
Ganz kurz zum Inhalt: Die Supermarktverkäuferin ...

Ich bin ein absoluter Fan der Bücher von Bernhard Aichner. Und vorweg kann ich schon sagen, dass der Autor meine –inzwischen sehr hohen- Erwartungen wieder erfüllen konnte.
Ganz kurz zum Inhalt: Die Supermarktverkäuferin Rita findet beim Einräumen der Bananenkisten, eine die mit Drogen gefüllt ist. Sie nimmt diese Ware heimlich mit nach Hause, und dies wird ihr zum Verhängnis. Eigentlich ist der Fall geklärt, doch ein Polizist glaubt nicht an diese Erklärung und ermittelt auf eigene Faust.
Meine Meinung:
Dieses Buch ist von Anfang bis zum Ende wieder absolut genial. Der Schreibstil ist wieder sehr unterhaltsam und mit seinen kurzen und knappen Sätzen auch teilweise wieder etwas ungewöhnlich. Ich habe mich inzwischen daran gewöhnt und betrachte diesen Schreibstil als Markenzeichen des Autors. Dadurch wirken seine Bücher so lebendig. Innerhalb des Buches wechselt der Schreibstil zwischendurch immer wieder ab zwischen Erzählform und Dialogform. Genauso wechselt auch immer die Perspektive, aus der berichtet wird und auch die Zeitebene. Die Dialoge der Ermittlungen sind in der Gegenwart abgefasst, während es zwischendurch auch immer wieder Rückblicke aus Ritas Vergangenheit gibt. Trotzdem ist alles sehr gut verständlich und durchschaubar.
Der Spannungsbogen ist zwar nicht sehr hoch, aber dafür durchgängig. Man meint, es ist alles klar. Dennoch fesselt das Buch bis zum Ende und dann kommt die dicke Überraschung, die der Autor natürlich auf Lager hat. Ich hatte das Gefühl, dass Bernhard Aichner regelrecht mit den Lesern spielt.
Sehr interessant fand ich es auch, Einblicke in das Leben der Protagonisten zu bekommen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Teilweise haben sich hier auch Abgründe aufgetan.
Für mich ist dieses Buch wieder ein absolut genialer und einfallsreicher Thriller, den ich gerne weiter empfehle. Mich hat „Der Fund“ absolut gefesselt und begeistert, obwohl die Handlung ohne Blutvergießen und ohne große Brutalität auskommt.

Veröffentlicht am 05.10.2019

Wow, selten ein sooo berührendes Buch gelesen! Absolute Leseempfehlung!

Wie ein Leuchten in tiefer Nacht
0

Inhalt:
Dieser Roman spielt um das Jahr 1837. Die Engländerin Alice lernt den Amerikaner Bennett kennen, der sich auf einer Europareise befindet. Sie verliebt sich in ihn und kurzentschlossen hält er um ...

Inhalt:
Dieser Roman spielt um das Jahr 1837. Die Engländerin Alice lernt den Amerikaner Bennett kennen, der sich auf einer Europareise befindet. Sie verliebt sich in ihn und kurzentschlossen hält er um ihre Hand an. So geht sie mit ihm erwartungsvoll in seine Heimat. Doch die Wirklichkeit holt Alice sehr schnell auf den Boden der Tatsachen zurück. Sie leben in einem kleinen Dorf in den Bergen Kentuckys. Außerdem wohnt sie mit Bennett im Haus des Schwiegervaters, einem unfreundlichen und tyrannischen Minenbesitzer und hat keinerlei Privatsphäre. Sehr zum Missfallen ihres Schwiegervaters schließt sie sich den Frauen der Packhorse Library an, die eine „Satteltaschen-Bibliothek“ gründen und auf Pferden den Leuten Bücher in die Berge bringen….

Meine Meinung:
Ich mag die gefühlvollen Bücher von Jojo Moyes sehr. Aber dieses ist jetzt mein absolutes Lieblingsbuch von ihr geworden. Sie hat sich diesmal selbst übertroffen.
Sehr schnell bin ich in die Geschichte und in Alices Leben eingetaucht. Und dann hat mich dieses Buch nicht mehr losgelassen.

Im Mittelpunkt des Romans stehen Alice und einige andere Frauen. Man kann sich sehr gut in sie hineinversetzen. Wunderbar fand ich es wie eine wunderbare und wahre Freundschaft zwischen ihnen entstanden ist. Mich hat die Stärke dieser Frauen sehr beeindruckt.

Das Buch hat unheimlich viel Tiefgang und es geht um wahre Freundschaft, um Hilfsbereitschaft und Aufopferung, um Mut und Gerechtigkeit, um Hoffnung und natürlich auch um die Liebe. Auch die Liebe zu Büchern spielt eine große Rolle. Jojo Moyes packt all diese Themen in einen historischen Hintergrund ein, und ich konnte mir die raue Bergwelt Kentuckys richtig gut vorstellen. Die Packhorse Libraries gab es damals übrigens wirklich. Es basiert also sogar auf einem realen historischen Hintergrund.

Das Buch liest sich absolut wunderschön und ist unheimlich berührend. Es enthält sehr viel Spannung, genauso viel Gefühl und Emotionen und auch ein wenig Humor und Dramatik. Trotz mehr als 500 Seiten kommen keinerlei Längen auf. Das Buch konnte mich von Anfang bis Ende in seinen Bann ziehen, obwohl historische Romane eigentlich nicht so mein Genre sind.

Für mich ist dieses Buch wirklich ein absolutes Lesehighlight. Und ich denke, jeder der gerne einen guten Roman mit Tiefgang liest, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen.

Abschließen möchte ich die Rezension mit einem Zitat von Seite 370, welches zeigt wie gefühlvoll und schön das Buch geschrieben ist: „Ich liebe dich. Seit dem Tag, an dem ich die das erste Mal gesehen habe. Wenn du nicht bei mir bist, komme ich mir vor, als würde ich einfach nur meine Zeit verschwenden. Und wenn du hier bist, ist es wie….dann ist die ganze Welt dieses entscheidende bisschen bunter...“

So ganz am Rande noch: Jojo Moyes hat dieses Buch allen Bibliothekarinnen gewidmet, absolut passend zum Inhalt. Und da darf ich mich sogar auch angesprochen fühlen!

Veröffentlicht am 03.10.2019

Absolut gelungene Fortsetzung, die erneut Lust auf mehr macht!

Sterbekammer
1

Nachdem ich die beiden Vorgängerbände „Totenweg“ und „Bluthaus“ schon vor einiger Zeit gelesen habe, habe ich ungeduldig auf die Fortsetzung „Sterbekammer“ gewartet. Titel und Cover erwecken direkt schon ...

Nachdem ich die beiden Vorgängerbände „Totenweg“ und „Bluthaus“ schon vor einiger Zeit gelesen habe, habe ich ungeduldig auf die Fortsetzung „Sterbekammer“ gewartet. Titel und Cover erwecken direkt schon wieder eine kleine Gänsehaut.

Diesmal wird in einer abgelegenen Deichmühle die Leiche eines Mannes entdeckt. Auf den ersten Blick sieht es so aus, als ob er die Treppe heruntergefallen wäre. Allerdings könnte auch jemand nachgeholfen haben, da bei den Ermittlungen festgestellt wird, dass im Boden eine Klappe versteckt eingebaut ist. Es sieht nach einem Gefängnis aus. Polizistin Frida Paulsen ermittelt wie in den Vorgängerbänden wieder zusammen mit Bjarne Haverkorn. So kommen sie auf die Spur einer Frau, die seit 10 Jahren vermisst ist, deren Leiche aber nie aufgetaucht ist. Wurde sie eventuell hier gefangen gehalten?

In gewohnter Manier versteht es Romy Fölck auch diesmal wieder die Leser und Leserinnen in ihren Bann zu ziehen. Sie schreibt sehr unterhaltsam und spannend zugleich. Immer wieder lässt sie das Privatleben der Hauptprotagonisten mit einfließen. So macht sie das auch diesmal und dies lockert einfach immer wieder den Krimi auf und lässt die Protagonisten menschlicher und authentischer erscheinen.
Zwischenduch wurde immer wieder ein Erzählstrang aus der Sicht des Opfers eingebaut, der mich sogar am meisten berührt hat und sehr betroffen gemacht hat. Da taten sich wirklich allertiefste menschliche Abgründe auf, die mich sehr zum Nachdenken angeregt haben.

Auch die Beschreibung der Marschlandschaft ist Romy Fölck diesmal wieder sehr gut gelungen. Es kommt sehr viel der Atmosphäre beim Lesen an.

Ein klein wenig bemängeln könnte ich, dass ich das Ende und den Täter doch relativ früh vorher gesehen hatte. Aber dies wäre bei diesem Thriller doch Jammern auf hohem Niveau. Auch wenn mir die Vorgängerbände aus diesem Grund ein klein wenig spannender vorkamen, so vergebe ich volle 5 Sterne für diesen tollen Thriller, den ich auf jeden Fall sehr empfehlen kann.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Spannung
  • Geschichte
  • Figuren
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 03.10.2019

spannender Thriller mit ernste Thematik

Böse Tränen
1

In diesem Fall ist die Psychiaterin Olivia Hofmann persönlich sehr involviert. Bei Bauarbeiten wird am Donaukanal eine verweste Kinderleiche gefunden. Neben der Leiche liegt ein Halstuch, welches mit dem ...

In diesem Fall ist die Psychiaterin Olivia Hofmann persönlich sehr involviert. Bei Bauarbeiten wird am Donaukanal eine verweste Kinderleiche gefunden. Neben der Leiche liegt ein Halstuch, welches mit dem Namen Juli bestickt ist. So heißt Olivias Tochter, die vor 5 Jahren spurlos mit ihrem Vater verschwunden ist. Die Leichen sind nie aufgetaucht. Schnell wird aber klar, dass es sich bei der gefundenen Kinderleiche um ein anderes Mädchen handelt….Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten, es soll schließlich noch spannend bleiben.

Es handelt sich hierbei um Band 2 der Reihe um Kommissar Levi Kant und die Psychiaterin Olivia Hofmann. Zwar können beide Bände unabhängig voneinander gelesen werden. Aber da Band 2 an den ersten Teil anknüpft, ist es sicher von Vorteil wenn man auch „Böses Geheimnis“ gelesen hat.

Von Anfang an versteht das Autorenduo Spannung aufzubauen. Die kurzen Kapitel lassen sich wieder sehr kurzweilig, unterhaltsam und spannend lesen. Teilweise sind Rückblenden in die Vergangenheit eingestreut, die einem richtig schaudern lassen, weil sie tiefe menschliche Abgründe aufzeigen. Insgesamt hat mir dieser Thriller wieder gut gefallen. Er wusste mich auch wieder zu fesseln, allerdings war ich doch etwas zu früh auf der richtigen Spur. Das Ende war mir diesmal ein wenig zu vorhersehbar. Darum hat mir der erste Band noch ein klein wenig besser gefallen. Ich vergebe diesmal 4 Sterne mit Tendenz nach oben und kann aber das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen.

Die Story endet mit einem fiesen Cliffhanger, der jetzt schon ungeduldig auf den Folgeband warten lässt.