Tragischer Unfall
Drei Leben langSie fahren jedes Jahr in den Urlaub nach Spanien. Doch als sie in diesem Jahr durch den Tunnel fahren, kommt ihnen ein Auto entgegen. Plötzlich sind Michi und seine kleine Schwester Xandra Vollwaisen. ...
Sie fahren jedes Jahr in den Urlaub nach Spanien. Doch als sie in diesem Jahr durch den Tunnel fahren, kommt ihnen ein Auto entgegen. Plötzlich sind Michi und seine kleine Schwester Xandra Vollwaisen. Das Jugendamt versucht eine gemeinsame Pflegestelle für die Beiden zu finden, scheitert aber. Der 14jährige Michi meint, er müsse die Dinge selbst in die Hand nehmen. Zunächst einmal nur, um Xandras Lieblingskuscheltier aus dem Elternhaus zu holen. Und müssten sich nicht irgendwelche Verwandten finden lassen, die die Geschwister aufnehmen können? Immer droht die Gefahr, dass Michii von seiner Schwester getrennt wird.
Welch ein tragischer Unfall. Eigentlich darf es garnicht sein, dass Kinder ihre Eltern verlieren. Eigentlich darf es auch nicht sein, dass niemand sie gemeinsam aufnehmen will. Als Michi klarwird, dass die vom Jugendamt sich zwar bemühen, es aber nicht schaffen, einen annehmbaren Platz zu finden, will der die Dinge selbst in die Hand nehmen. Doch auch er stößt auf taube Ohren. Und er ist doch erst vierzehn. Müssen sich die Geschwister etwa damit abfinden,, dass sie getrennt werden? Wie wird sich das auf ihre Lebenswege auswirken? Fragen, die man gerne beantwortet hätte.
Die Idee zu diesem Buch fixt einen schon sehr an. Man will einfach wissen, wie es den Geschwistern nach diesem tragischen Unfall ergeht. Ob einem die Antwort, die man bekommt, gefällt, steht möglicherweise auf einem anderen Blatt. Zum einem weil man den Eindruck gewinnt, als könne der Klappentext ein wenig irreführend sein. Zum anderen weil man sich einfach eine positivere Geschichte für die Geschwister wünschen würde. Es können doch nicht alle abweisend und egoistisch handeln. Denkt man jedenfalls. Was die Story doch einigermaßen spannend macht, ist, dass sich einige Zusammenhänge nach und nach erschließen und dass man schließlich etwas zu unterschiedlichen Lebenswegen sagen kann. Insgesamt vermittelt die Handlung jedoch eine Wirklichkeit, von der man nicht so viel lesen möchte.
2,5 Sterne