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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.07.2020

Für mich leider eine ziemliche Enttäuschung ...

The Modern Break-Up
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Beruhend auf dem Klappentext hatte ich folgende Erwartungshaltung an das Buch: Ich dachte, dass ich in den 200 Seiten des Buchs größtenteils die Unterhaltung von Amelia und Nick verfolgen würde. Dass der ...

Beruhend auf dem Klappentext hatte ich folgende Erwartungshaltung an das Buch: Ich dachte, dass ich in den 200 Seiten des Buchs größtenteils die Unterhaltung von Amelia und Nick verfolgen würde. Dass der Autor einen Einblick geben würde, wo sich Wünsche und Erwartungen von Männern und Frauen unterscheiden. Lösungsvorschläge wie eine bessere Kommunikation möglich wäre oder Ähnliches. Allerdings war dies so gar nicht der Fall. Das Buch besteht daraus, dass verschiedene Charaktere von ihren Erfahrungen berichten und sich eigentlich größtenteils auch nur über das jeweils andere Geschlecht beschweren. An und für sich, hat sich das Buch angenehm lesen lassen, es gab hier und da auch mal einen Denkanstoß, über den man nachdenken konnte. Aber alles in allen, finde ich leider, dass das Buch dem Leser nichts wirklich einen Mehrwert liefert. Ich könnte mir vorstellen, dass direkt nach einer frischen Trennung, wenn man gerade mit sich hadert und eine Erinnerung braucht sich selbst wieder mehr in den Mittelpunkt seines Lebens zu stellen, könnte es ganz in Ordnung sein. Im Großen und Ganzen würde ich aber sagen: „Lest einfach Quotes auf Pinterest“, denn den Großteil der Weisheiten des Buchs, kenne ich bereits von dort. Ich hatte mich wirklich auf: „The Modern Break-Up“ gefreut, leider wurde ich persönlich ziemlich davon enttäuscht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.06.2020

Leider eine große Enttäuschung für mich ...

Forever Free - San Teresa University
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Endlich ist es so weit! Es hat Raelyn Monate an Überzeugungsarbeit gekostet, doch schließlich konnte sie Ihre Mutter davon überzeugen in Kalifornien, statt in ihrer Heimat New York, zu studieren. Raelyn ...

Endlich ist es so weit! Es hat Raelyn Monate an Überzeugungsarbeit gekostet, doch schließlich konnte sie Ihre Mutter davon überzeugen in Kalifornien, statt in ihrer Heimat New York, zu studieren. Raelyn hat sich vorgenommen endlich aus ihrem Schatten zu treten. Ihre Schüchternheit hinter sich zu lassen und Freunde zu finden. Doch leichter gesagt als getan. Der Start in ihr neues Collegeleben ist direkt holprig, sie tut sich sehr schwer Anschluss zu ihren Mitbewohnerinnen zu finden. Zum Glück hat es Raelyn mit ihrer Patin Kate gut getroffen. Kate ist sehr engagiert und extrovertiert. Nicht nur, dass sie sich schnell mit Raelyn anfreundet, sie stellt dieser außerdem April vor. Zu Raelyns eigener Überraschung, werden die drei schnell gute Freundinnen. Auf einer Party stellt Kate den anderen beiden ihre Freunde Tyler und Hunter vor. Raelyn ist direkt von Hunter, den sie an ihrem ersten Tag bereits in der Menge entdeckt hatte, fasziniert. Und auch er spürt direkt die Anziehung, doch eigentlich weiß er ganz genau, dass er sich besser von Raelyn fernhalten sollte. Zu ihrem Besten …

Charaktere:
Wo soll ich nur anfangen? Ich hatte leider so meine Probleme mit beiden Protagonisten. Meiner Meinung nach war Raelyn viel zu sehr auf ihre Schüchternheit runterreduziert. Ich könnte kaum andere Charakterzüge, die sie ausmachen, benennen. Gleichzeitig fand ich, dass sie ziemlich inkonsistent geschrieben war. An manchen Stellen war sie so gar nicht mehr schüchtern, aber wenige Seiten später dann doch wieder. Dementsprechend würde ich auch nicht wirklich von einer Charakterentwicklung sprechen wollen.

Mit Hunter kam ich, wie gesagt, auch leider nicht viel besser zurecht. Er wurde mir viel zu sehr als der tolle, attraktive, starke Supertyp, welcher das Mädchen retten muss, dargestellt. Dadurch habe ich mich auch über die ein oder andere Stelle doch ganz schön aufgeregt, wenn ich ehrlich bin.

Im Gegensatz zu den Protagonisten, mochte ich die anderen Charaktere, aus ihrem Freundeskreis, richtig gerne. Sowohl Kate als auch April und Tyler fand ich sehr sympathisch, weshalb ich auch trotz meiner eher negativen Meinung zu „Forever Free“, den zweiten Band der Reihe, welcher von Kate handelt, sehr gerne lesen möchte.

Schreibstil/Spannungsbogen:
Ich fand den Schreibstil der Autorin soweit angenehm. Es fällt mir gerade etwas schwer diesen objektiv zu beurteilen, da ich mich mit den Charakteren so schwergetan habe. Was die Spannung betrifft, war diese für mich nur phasenweise gegeben. Meiner Meinung nach hatte das Buch mir zu viele Seiten, für zu wenig Inhalt. Dies mag jeder anders empfinden, nur ich persönlich hätte mir gewünscht, dass die Handlung schneller vorangeschritten wäre. Es gab mir zu viele Kapitel, die eigentlich kaum etwas zur Handlung beigetragen haben. Für einige Leser könnte ich mir vorstellen, kann das auch etwas durchaus Positives sein. Ich persönlich präferiere einfach Geschichten die ein bisschen kürzer gefasst sind. Was mich allerdings auch gestört hat war, dass die Dramatik auf den letzten ca. 50 Seiten stattfand. Dementsprechend wurde dies nur sehr kurz aufgearbeitet. Ich finde man hätte die Thematik bereits früher aufgreifen können, so dass sich die Charaktere länger und stärker damit hätten auseinandersetzen müssen. Zumal auf den letzten 20 Seiten eine sehr ernste Thematik zusätzlich aufgegriffen wird. Diese wird im Endeffekt allerdings kaum besprochen, wodurch sie nicht die Aufmerksamkeit erhält, welche ich mir dafür wünschen würde.

Fazit:
Mein Hauptproblem bei „Forever Free“, waren leider die Protagonisten. Ich wurde einfach nicht richtig warm mit Raelyn und Hunter. Unabhängig davon, gab es für mich persönlich allerdings noch einige andere Schwächen. Wie bereits erwähnt, hätte ich mir gewünscht, dass die Handlung weniger langatmig gewesen wäre. Es ging teilweise so schleppend voran, dass ich einige Male überlegt habe, ob ich es nicht lieber abbrechen sollte. Dies hätte man vielleicht reduzieren können, in dem man den Konflikt der Charaktere schon früher aufgreift. Gewünscht hätte ich mir außerdem, dass wenn man eine ernste Thematik einfließen lässt, diese auch umfangreicher aufgearbeitet wird und nicht nur auf den letzten 20 Seiten anspricht. Die Autorin hätte die Chance gehabt, Lesern das Thema näherzubringen.

Ich denke dennoch, dass die Geschichten vielen gefallen könnte. Nur ich persönlich, basierend auf meinem Geschmack, kann keine Empfehlung für „Forever Free“ aussprechen. Da ich jedoch den Freundeskreis sehr gerne mochte und prinzipiell auch den Schreibstil angenehm finde, möchte ich dem zweiten Teil der Reihe ebenfalls eine Chance geben. Da meine Meinung immer stark von den Protagonisten abhängt, denke ich, dass mir der nächste Teil, welcher von Kate handelt, besser gefallen dürfte.

  • Cover
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.06.2020

Deutlich spannender als der Vorgänger! Bin sehr gespannt auf die Fortsetzungen ♥

Strange the Dreamer - Ein Traum von Liebe
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Lazlo hat es endlich in die sagenumwobene Stadt Weep, von der er seit Kindestagen träumt, geschafft. Doch zeigt sich diese in einem ganz anderen Licht, als er erwartet hatte. Eine riesige, schwebende Statue, ...

Lazlo hat es endlich in die sagenumwobene Stadt Weep, von der er seit Kindestagen träumt, geschafft. Doch zeigt sich diese in einem ganz anderen Licht, als er erwartet hatte. Eine riesige, schwebende Statue, mit ausgebreiteten Schwingen, verdunkelt den Himmel. So dass Weep in dauerhafter Dunkelheit liegt. Genau das ist der Grund, weshalb Lazlo und seine Kameraden für die Reise nach Weep ausgewählt wurden. Die Stadtbewöhner wollen sich endlich von dem Ungetüm befreien, die Frage ist nur wie.

Sarai hatte so ein Gefühl, dass die Ankunft der neuen Leute eine drastische Veränderung auslösen würde, doch das Ausmaß davon, hätte sie nie zu glauben vermocht. Als sie eines Nachts in die Träume der Neuankömmlinge schlüpft, um zu sehen aus welchem Grund sie nach Weep kamen, passiert etwas nie dagewesenes. Einer der Fremden sieht sie. Noch nie war etwas Vergleichbares geschehen. Vor lauter Schreck verlässt sie fluchtartig Lazlos Traum, doch das Ereignis lässt ihr keine Ruhe mehr. Immer wieder muss sie an Lazlo denken und so entscheidet sie sich, es auf einen erneuten Versuch ankommen zu lassen. Als sie einige Tage später wieder in Lazlos Träume eindringt, muss sie feststellen, dass er von ihr träumt, prompt nimmt sie die Stelle ihres Traumselbsts ein und die beiden beginnen sich zu unterhalten. Schneller als sie für möglich gehalten hätten, entstehen Gefühle, die sie beide so nicht kennen. Doch was für eine Chance haben schon ein junger Mann und ein Mädchen, welches lieblos als Götterbrut bezeichnet wird?

Charaktere:

Zu Beginn des Buchs unterscheiden Lazlo und Sarai sich nicht besonders vom ersten Band der Reihe. Das mag daran liegen, dass im Original die beiden Bücher auch nur ein einziger Band sind. Nach und nach findet dann jedoch eine Charakterentwicklung statt. Vor allem dadurch, dass sie zueinander finden und kennenlernen wie es ist, jemanden zu lieben, geben sie sich gegenseitig Stärke und Kraft. Sie setzen endlich anderen auch etwas entgegen und versuchen ihr Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen. Das hat mir vor allem im hinteren Drittel des Buchs wahnsinnig gut gefallen.

Schreibstil/Spannungsbogen:

Ich weiß nicht, ob es mir im ersten Teil nicht aufgefallen ist oder, ob es in diesem Buch tatsächlich anders war, aber die Sprache war wirklich wahnsinnig bildhaft. Manche Geschehnisse wurden so detailliert und magisch beschrieben, dass ich völlig hin und weg war. Vor allem wie es zwischen den beiden Gefunkt hat und was sie für Gefühle füreinander haben. Auch die Spannung war deutlich stärker gegeben als im ersten Teil der Buchreihe. Die zweite Hälfte war dabei ganz besonders packend. Ich war mir zunächst nicht sicher, ob ich auch die restlichen Bände der Reihe lesen mag, weil ich es Stellenweise doch recht langatmig empfand, doch nach den Wendungen gegen Ende des Buches, muss ich einfach wissen, wie es weitergeht.

Fazit:

Für mich eine wirklich starke Verbesserung zum ersten Band. Mir war der Einstieg in die Geschichte im kompletten ersten Band deutlich zu langatmig und zu wenig packend. Während der zweite Teil auch erst einmal ein bisschen langsam ins Rollen kommt, ist der hintere Teil wirklich spannungsgeladen. Es gab so ein paar Wendungen, die ich nur teilweise oder ganz und gar nicht vorhergesehen habe. Dem Leser wurde nochmal ein tieferer Einblick in verschiedene Charaktere gegeben, was ich auch wirklich gelungen fand. Von mir gibt es für diesen Teil auf jeden Fall eine Empfehlung. Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass wenn ihr diese Rezension lest, ihr auch schon den ersten gelesen habt. Sollte dieser euch, wie mich, vielleicht nicht ganz überzeugt haben, kann ich euch sagen, dass dieser Band hier wirklich viel spannender ist. Also solltet ihr noch überlegen, ob ihr weiterlesen sollt oder nicht, dann sag ich auf jeden Fall „tut es“. Außerdem habe ich so ein Gefühl, dass die weiteren Folgebände noch besser werden könnten.

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Veröffentlicht am 17.06.2020

Für mich leider der schwächste Teil der Reihe ...

Prince of Passion – Logan
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Logan St. James ist seit Jahren der Leibwächter von Prince Nicholas, dem künftigen König Wesscos. Er hat alles getan, um seine Vergangenheit hinter sich zu lassen und ein besseres Leben zu führen. Als ...

Logan St. James ist seit Jahren der Leibwächter von Prince Nicholas, dem künftigen König Wesscos. Er hat alles getan, um seine Vergangenheit hinter sich zu lassen und ein besseres Leben zu führen. Als Nicholas nun in New York auf Olivia trifft und sich schließlich in sie verliebt und heiratet, verschieben sich Logans Verantwortungen. Er soll auf Olivias kleine Schwester Ellie achten, während Nicholas und Olivia in Wessco sind. Ihm wird schnell bewusst, dass Ellie ein wenig in ihn verliebt ist. Zunächst kein Problem, doch während die Jahre dahinziehen, verändern sich auch Logans Gefühle. Doch kann er wirklich alles, was er sich mühsam aufgebaut hat, für eine Beziehung mit ihr aufs Spiel setzen? Schließlich kann er doch nicht einfach mit der Schwägerin seines Chefs zusammenkommen. Zumal diese auch noch zur königlichen Familie gehört.

Charaktere:
Auf Logans und Ellies Geschichte hatte ich mich mit am meisten gefreut. Ich hatte damit gerechnet, dass es eine spannende, kribbelnde Geschichte werden würde. Doch leider war es für mich nicht wirklich der Fall. Ellie ist von Anfang an in Logan verknallt. Dieser tut es schnell als unwichtige erste Schwärmerei eines Teenagers ab. Dadurch nimmt er sie und ihre Gefühle auch lange nicht wirklich ernst. Ich konnte Ellie gut leiden, sie ist sehr fröhlich und aufgeweckt. Eher ein spontaner Wildfang, im starken Gegensatz zu Logan, der seine Aufgaben sehr ernst nimmt und eher rational handelt. Eigentlich eine ziemlich gute Kombination für ein Buch. Aber irgendwie ist für mich nicht so der Funke übergesprungen. Ich hatte das Gefühl, dass wir eher an der Oberfläche der beiden kratzen.

Schreibstil/Spannungsbogen:
Ich mochte ja die anderen Teile bereits, von daher kann ich sagen, der Schreibstil war wieder ähnlich. Was mich allerdings sehr gestört hat und für mich auch viel an Spannung genommen hat, waren die unzähligen Zeitsprünge. Das Buch beginnt parallel in der Geschichte von Nicholas. Was natürlich Sinn ergibt, da Olivia und Nicholas New York verlassen und Logan, mit einigen anderen Jungs, bei Ellie bleibt. Das war so weit noch in Ordnung, doch dann beginnen schnell die ersten Zeitsprünge. Mal Wochen, mal Jahre. Der Leser bekommt immer nur kleine Auszüge von dem was sich zwischen Ellie und Logan entwickelt, oder eben nicht entwickelt. Denn so wirklich schreitet die Handlung nicht voran. Anfangs ist es einseitig, irgendwann entwickelt Logan ebenfalls Interesse an ihr, doch gibt dem nicht nach, da er für ihre Familie arbeitet und sich das nicht erlauben will. Was ich durchaus eine logische Herangehensweise finde, leider ist es jedoch, meiner Meinung nach, für den Leser deshalb wenig spannend. Erst im hinteren Drittel lassen sie sich dann langsam aufeinander ein. Dadurch wurde das Buch dann etwas besser, aber alles in allem, war ich leider nicht ansatzweise so gefesselt, wie von den anderen Teilen. Vor allem der zweite hatte mich vollkommen mitgerissen!

Fazit:
Nachdem ich die vorherigen Bände, vor allem den zweiten, sehr gerne mochte, hatte ich ziemlich hohe Erwartungen an den letzten Teil der Trilogie. Auch die Konstellation, zwischen Bodyguard und der kleinen Schwester der ersten Protagonistin, hatte für mich viel Potenzial. Leider wurde die Geschichte meinen persönlichen Erwartungen nicht gerecht. Durch die vielen Zeitsprünge war mein Lesefluss etwas beeinträchtigt. Außerdem ist mir die Handlung viel zu langsam vorangeschritten, ich hatte erwartet, dass zwischen Ellie und Logan schon früher, mehr Funken sprühen würden, als es letztlich der Fall war. Da ich die Reihe natürlich abschließen wollte, bin ich dennoch froh es gelesen zu haben. Da jeder Leser andere Dinge mag, kann ich mir dennoch vorstellen, dass vielen auch der dritte Teil gefallen dürfte. Vor allem, wenn man Emma Chases Schreibstil und Charaktere gerne mag.

Mittlerweile habe ich ebenfalls „Queen of Passion – Lenora“ beendet und dafür möchte ich euch schon mal direkt eine Riesenempfehlung aussprechen (Rezension folgt natürlich bald). Das Prequel konnte mich wirklich vollkommen überzeugen.

Kleiner Bonustipp: Hört auch unbedingt mal in das Hörbuch rein, ich fand die Sprecher wahnsinnig gut. Vor allem die Sprecherin hat es genial rübergebracht.

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Veröffentlicht am 08.06.2020

Leider finde ich die Geschichten der Autorin bisher immer unrealistisch ...

Nur einen Herzschlag entfernt
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Emiline unterrichtet, gemeinsam mit ihrer besten Freundin und Mitbewohnerin, Literatur an einer Universität. Ein Buch, welches ihre Freundin eines Tages mit nach Hause bringt, stellt Ems ganzes gegenwärtiges ...

Emiline unterrichtet, gemeinsam mit ihrer besten Freundin und Mitbewohnerin, Literatur an einer Universität. Ein Buch, welches ihre Freundin eines Tages mit nach Hause bringt, stellt Ems ganzes gegenwärtiges Leben auf den Kopf. Als Emiline das hochgelobte Buch beginnt, wird ihr schnell klar, dass sie den Autor bereits kennt. Und nicht nur das, die Geschichte stellt sich als Nacherzählung ihrer eigenen traumatischen Kindheit heraus. Der Autor J. Colby muss ihr Kindheitsfreund und erste Liebe Jase sein. Beim lesen des Buchs durchlebt Emiline das Trauma von neuem. Sie kann nicht glauben, dass Jase ihr so etwas antun konnte. Als dieser schließlich eine Lesung in ihrem Wohnort hat, entscheidet sie sich ihn damit zu konfrontieren. Was seine Motive waren und wie es zwischen den beiden weitergeht, müsst ihr allerdings selbst herausfinden. ;)

Charaktere:
Em ist nicht so richtig glücklich mit ihrem Leben. Ihr Beruf hat sie in eine Sackgasse geführt. Neben dem Unterrichten an einer Universität, möchte sie eigentlich ihre eigenen Bücher schreiben. Doch alles was sie probiert, fühlt sich einfach nicht richtig an. Bei ihrer Beziehung ist es nichts anderes. Obwohl sie bereits seit sieben Jahren zusammen sind, harmonieren sie nicht hundert Prozent. Die beiden sind bisher nicht mal zusammengezogen und, wenn man es genau nimmt, möchte das auch keiner von ihnen. Als nun das Buch von Jase in ihren Händen landet, kommt Ems Leben plötzlich wieder in Bewegung. Vor allem durch ihr Treffen mit ihm, ist sie gezwungen nochmal alles zu überdenken und vielleicht zum Besseren zu verändern.

Was mich ziemlich gestört hat, war ihre Beziehung. Es hat sich für mich nicht authentisch angefühlt, mit jemandem zusammen zu bleiben, bei dem man genau weiß, dass man ihn zwar mag oder sogar liebt, aber nicht auf einer Wellenlänge ist. Dass sie beispielsweise nach sieben Jahren immer noch nicht zusammenziehen wollten, hat ja schon gezeigt, dass da etwas nicht stimmt. Dennoch haben sie an dieser Beziehung noch lange festgehalten.

Schreibstil/Spannungsbogen:
Bei diesen beiden Kategorien möchte ich differenzieren zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart. Das Buch ist so aufgebaut, dass der Leser das Buch liest, welches Em selbst liest. Und diese Geschichte in der Geschichte, fand ich persönlich deutlich spannender und ausgefeilter, als die Gegenwart, welche die tatsächliche Handlung des Buchs darstellt. Meiner Meinung nach war der Jugendbuchanteil (wie sie sich kennengelernt haben, aufgewachsen sind, sich angefreundet und verliebt haben), um einiges gelungener als der Rest. Die beiden Protagonisten sind in wirklich schlimmen Missständen aufgewachsen und dennoch war es für sie erträglich, solange sie einander hatten. Leider hat für mich die gegenwärtige Situation und Beschreibung der Charaktere die Gesamtbewertung des Buchs heruntergezogen. Ich hatte mich bereist mit „Dieser eine Augenblick“, welches von der Autorin stammt, schwer getan und so war es hier dann auch wieder. Ich finde die Geschichten, die sie über Erwachsene schreibt, bisher, leider sehr unrealistisch. Ich kann mich da wirklich nicht hineinversetzen.

Fazit:
Wie bereits erwähnt, war „Dieser eine Augenblick“, das vorherige Buch von Reneé Carlino, nicht so wirklich mein Fall. Als ich sah, dass „Nur ein Herzschlag von dir entfernt“ erscheint, wollte ich es erst nicht lesen, dachte dann aber ich sollte der Autorin doch noch eine Chance geben. Zwar fand ich dieses Buch deutlich besser als das vorherig, doch lag das vor allem an der Geschichte, die innerhalb der eigentlichen Handlung erzählt wurde. Für mich persönlich ist die Autorin wohl einfach nicht die richtige Wahl. Natürlich ist das eine vollkommen subjektive und persönliche Bewertung. Ich weiß, dass viele die Bücher von ihr auch sehr gerne mögen. Mich kann sie leider nicht vollkommen abholen und ich werde zukünftig lieber erstmal nichts mehr von ihr lesen.

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