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Veröffentlicht am 23.05.2021

Hat mich leider enttäuscht ...

Working Late
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Charlotta ist eine begnadete Anwältin, doch bisher hat sie es nicht zur Partnerin, in ihrer Kanzlei geschafft. Als sich nun die Möglichkeit bietet den Kläger eines großen Rechtsstreits zu vertreten, sieht ...

Charlotta ist eine begnadete Anwältin, doch bisher hat sie es nicht zur Partnerin, in ihrer Kanzlei geschafft. Als sich nun die Möglichkeit bietet den Kläger eines großen Rechtsstreits zu vertreten, sieht sie ihre Chance. Genau so etwas hat sie gebraucht, um ihre Position in der Kanzlei ein für alle Mal zu festigen. Womit sie allerdings nicht gerechnet hätte, ist das sie jemanden von der Gegenseite schon vorab kennenlernt. Sie und Ignacio lernen sich zufällig über Freunde kennen. Schon bei ihrer ersten Begegnung fliegen förmlich die Funken. Unerwartet begegnen sich die beiden jedoch bereits wenige Tage später wieder. Diesmal stehen sie jedoch auf anderen Seiten. Keine besonders gute Ausgangslage ...

Character (4/10):
Charlotta ist eigentlich eine ambitionierte, selbstbewusste Powerfrau. Aber gleichzeitig lässt sie sich von einem Kollegen ausnutzen und ausmanövrieren. Ehrlich gesagt habe ich das nicht verstanden. Sie ist eine Top-Anwältin und schafft es seit Monaten nicht ihrem Kollegen die Meinung zu geigen?
Ignacio mochte ich zu Beginn der Handlung gerne. Er hat sich für Nachhaltigkeit und faire Arbeitsbedingungen eingesetzt, was ich wirklich toll finde. Jedoch hat er im Laufe der Handlung bei mir einige Sympathiepunkte eingebüßt. Charlotta und er haben sie teilweise ausgenutzt, um bei dem Fall die Oberhand zu bekommen. Das fand ich echt nicht cool. Außerdem waren mir manche Stellen auch zu sexualisiert. Die beiden haben sich z.B. bei einer Befragung gegenseitig ‚heiß gemacht‘, das war irgendwie cringy und unprofessionell. Für mich hat ihre aufkeimende Beziehung allerdings auch allgemein nicht allzu viel Sinn ergeben. Sie haben sich nur im Kreis gedreht. Jedes Mal hat sich jemand zurückgezogen, weil sie auf unterschiedlichen Seiten stehen und dann haben sie die Vernunft aber plötzlich doch wieder über Board geworfen. Mir war es zu viel hin und her.
Ein bisschen komisch fand ich auch, dass mitten in der Handlung noch ein anderes Paar eine Rolle gespielt hat. Sie hatten sogar Kapitel aus ihrer jeweiligen Sicht. So richtig mochte ich die beiden nicht. Dass ihre Beziehung vor Jahren gescheitert ist, lag eigentlich nur an einem Missverständnis. Mittlerweile hegen sie einen wahnsinnigen Groll gegeneinander, aber gleichzeitig sind sie auch noch immer total scharf aufeinander. Mir war das alles ein bisschen zu viel des Guten.

Atmosphere (5/10):
Eigentlich mochte ich das Setting echt gerne. Es war total cool mal eine Geschichte zu lesen, die in Schweden spielt. Das Problem war nur, dass es mir viel zu langatmig wurde. 450 Seiten waren, meiner Meinung nach, zu viel, für so wenig Handlung. Charlotta und Ignacio haben sich die ganze Zeit nur im Kreis gedreht, das andere Paar war für mich unnötig und die Verhandlung hätte ich persönlich auch nicht so ausführlich gebraucht. Mir hätte es besser gefallen, hätte die Autorin sich mehr auf die Beziehung der beiden fokussiert und da auch eher auf Charakterentwicklung gesetzt. Ich fand leider, dass es nach und nach immer langweiliger wurde.

Writing Style (3/10):
Beim Schreibstil habe ich in die Wertung ebenfalls die Länge des Buchs mit hinein gezählt. Anfangs hatte ich wirklich Spaß beim Lesen, vor allem, weil da auch öfter mal Schweden beschrieben wurde. Irgendwann ging es dann aber eigentlich fast nur noch um den Prozess, was ich in dieser Ausführlichkeit relativ zäh fand.

Plot (4/10):
Leider konnte mich auch die Handlung nicht überzeugen. Die Grundidee fand ich wirklich gut, deswegen habe ich das Buch überhaupt erst gelesen. Nur leider fand ich die Schwerpunkte nicht gut gesetzt. Dass der Fall eine gewisse Rolle spielen muss ist natürlich klar. Allerdings hätte ich mir da mehr Raffinesse gewünscht. Anstatt, dass man die ganze Gerichtsverhandlung im Detail liest, hätte man vielleicht mehr von der Recherche beschreiben können. Dass es aufgrund dessen Wendungen im Fall gibt oder Ähnliches. Und auch die Beziehung der beiden war für mich leider nicht besonders spannend. Sie waren die ganze Zeit eigentlich nur hin- und hergerissen, ob sie sich aufeinander einlassen sollen oder nicht. Wenn man sowas gerne liest, okay. Ich gehöre nur einfach nicht dazu. Außerdem fand ich, wie bereits erwähnt, auch seltsam, dass sich ein paar Kapitel, um andere Personen drehten. Das war irgendwie nichts Halbes und nichts Ganzes.

Intrigue (5/10):
Anfangs war ich noch gefesselt und habe es gerne gelesen, im Laufe der Geschichte hat das allerdings leider stark abgenommen, weil es nur noch repetitiv und eintönig wurde.

Logic (5/10):
Ihr ahnt es vielleicht, für mich war die Geschichte auch einfach nicht wirklich logisch. Das hängt auch wieder damit zusammen, dass es mir inhaltlich zu schwach war.

Enjoyment (4/10):
Die ersten paar Kapitel haben wirklich Spaß gemacht, nur leider hat es für mich nicht angehalten. Die Gründe dafür habe ich euch ja bereits mehrfach erläutert und würde sie deshalb nicht noch einmal wiederholen wollen.

Fazit (4,3/10):
Leider hat mich „Working Late“ enttäuscht. Die Grundidee fand ich wirklich cool und auch Charlotta und Ignacio hatten teilweise gute Ansätze. Ich mochte beispielsweise sehr gerne, dass man später noch Ignacios Eltern kennengelernt hat. Jedoch bliebt es mir inhaltlich einfach zu wenig, vor allem für 450 Seiten. Da hätte man meiner Meinung nach mehr herausholen können, hätte man die Schwerpunkte anders gesetzt und einiges mehr ausgefeilt. Als Riesenfan von Serien wie Suits und Drop Dead Diva, habe ich mich sehr auf eine Buchreihe mit juristischen Inhalten gefreut. Ich habe für mich jedoch entschieden die Reihe nicht weiterzuverfolgen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.05.2021

Leider nicht mein Fall ...

Breakaway
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Nach einem traumatischen Erlebnis weiß Lia nicht mehr, wo ihr der Kopf steht. Sie weiß nur eins, dass sie unbedingt so schnell wie möglich von ihren Mitstudierenden weg muss. Irgendwohin, wo sie niemand ...

Nach einem traumatischen Erlebnis weiß Lia nicht mehr, wo ihr der Kopf steht. Sie weiß nur eins, dass sie unbedingt so schnell wie möglich von ihren Mitstudierenden weg muss. Irgendwohin, wo sie niemand kennt. Kurzerhand steigt sie in einen Bus nach Berlin. Durch die Anonymität der Großstadt kann sie endlich wieder freier atmen. Doch das Geschehene haftet immer noch wie ein Schatten an ihr. Schnell lernt sie neue Leute kennen, schafft es allerdings nicht sich ihnen vollständig zu öffnen. Zu sehr wurde ihr Vertrauen erschüttert. Als sie Noah schließlich näher kennenlernt und ihre Vergangenheit langsam ans Licht kommt, zerbricht die aufkeimende Beziehung fast an den Lügen, die Lia ihm erzählt hat.

Character (5/10):
So richtig warm geworden bin ich mit den Charakteren leider nicht. Sie waren jetzt nicht vollkommen daneben oder so, aber so richtig nachvollziehen konnte ich sie auch nicht immer. Am meisten hat mich die Beziehung zwischen Noah und Lia gestört. Sie hat ihn teilweise auf Abstand gehalten, was ich aufgrund ihrer Erfahrungen verstanden habe, gleichzeitig hat sie sich aber mit einem fast Fremden ins Auto gesetzt und zugelassen, dass er ihr nicht mal sagt, wohin sie fahren. Das halte ich tatsächlich für relativ gefährlich. Bei Noah hat mich dann wiederum gestört, dass er schnell auf 180 war, als er Lias Verhalten für merkwürdig hielt. Einen Tag später war es dann aber wieder alles gut und vergeben, ohne dass sie dazwischen sich ausgesprochen hätten. Für mich war das leider einfach nicht wirklich rund.

Atmosphere (5/10):
Auch das Setting des Buchs konnte mich nicht ganz einfangen. Da ich in Berlin wohne, war es ganz cool über mir bekannte Orte zu stolpern, aber so im Allgemeinen war es jetzt nicht so ganz meins.

Writing Style (5/10):
Leider war der Schreibstil nicht so mein Fall. Versteht mich nicht falsch, er war nicht schlecht oder so. Man konnte es schon flüssig lesen, aber was mich etwas gestört hat, ist wie ausufernd vieles geschrieben wurde. Das ist aber auch wirklich von der persönlichen Präferenzen abhängig. Ich mag es lieber, wenn eine Geschichte eher kurz und knapp erzählt wird. YA/NA sollte für mich nicht mehr als 400 Seiten haben. Dementsprechend war „BreakAway“ da auch einfach nicht mein Fall. Wenn man es gerne ausführlich mag, dann ist das hier natürlich hinfällig. Für mich wird es einfach schnell langatmig.

Plot (4/10):
Mir tut es echt leid, aber die Handlung hat mich leider echt nicht abgeholt. Ich fand es schon ein bisschen seltsam, dass sich die Protagonistin einfach in einen Bus gesetzt hat und in eine vollkommen fremde Stadt gereist ist. Dann kam, dass sie eigentlich Vertrauensängste hatte, aber gleichzeitig sich relativ schnell auf Noah und Co. eingelassen hat. Die beiden haben sich dann jedoch irgendwie nur im Kreis gedreht. Anstatt, dass er sie auf manches einfach angesprochen hätte, ist er direkt in die Luft gegangen und am nächsten Tag war es dann plötzlich doch okay. Am Ende kam natürlich noch die Auflösung was Lia überhaupt passiert ist. Ich kann durchaus nachvollziehen, dass sie da in eine unschöne Situation geraten ist, aber gleichzeitig fand ich es leider auch eher unrealistisch. Sie wurde wegen etwas beschuldigt, was absolut nicht ihr Fehler war und ist dann aber nicht so wirklich für sich selbst eingestanden. Was ich dann aber wirklich nicht nachvollziehen konnte, war, dass die ganze Uni ein Riesending draus gemacht hat? Ich will hier nichts spoilern, deswegen gehe ich nicht weiter ins Detail, aber ehrlich gesagt, glaube ich nicht, dass eine ganze Universität sich dafür interessiert, was einer Person macht. Ich habe selbst mal an einer relativ kleinen Uni studiert und kaum was von den anderen aus meinem Studiengang mitbekommen, geschweige denn von den anderen Studierenden.

Intrigue (3/10):
Dazu muss ich wahrscheinlich nicht viel sagen. Ihr wisst ja bereits, dass ich mit der Handlung, den Charakteren und der Länge des Buchs nicht so zurechtkam. Dementsprechend konnte es mich leider auch nicht besonders fesseln. Ich hatte das Buch mehrfach weggelegt und dann auch wochenlang nicht mehr dazu gegriffen.

Logic (2/10):
Auch hier halte ich mich kurz. Ich habe oben ja bereits beschrieben, dass vieles der Handlung und das Verhalten der Charaktere für mich leider nicht nachvollziehbar waren.

Enjoyment (2/10):
Was soll ich noch sagen? Ihr habt ja sicherlich schon gemerkt, es war einfach nicht mein Fall. Muss auch mal sein. Ich bin ja immer der Meinung, je mehr man liest, desto kritischer wird man und desto öfter hat man auch einfach mal was dazwischen, dass dem eigenen Geschmack nicht trifft.

Fazit (3,7/10):
Mir tut es ja echt immer leid, wenn ich schlechte Rezensionen schreiben ‚muss‘, aber hilft ja auch keinem, wenn ich es schönrede. Nicht wahr? „BreakAway“ war für mich persönlich einfach nicht das Richtige. Die Handlung hatte gute Ansätze und es war schön etwas aus meinem Wohnort zu lesen, aber alles in allem hat es mich leider nicht abgeholt. Für mich war vieles einfach nicht nachvollziehbar. Dazu kam dann noch, dass es mir zu ausführlich und dadurch zu langatmig war. Wenn ihr also einen ähnlichen Geschmack habt wie ich, dann würde ich euch von dem Buch abraten. Sollten euch die Dinge, die mich gestört haben, nicht weiter stören, dann könnt ihr dem Ganzen natürlich gerne eine Chance geben. 😊

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.05.2021

Nett für zwischendurch.

Mit dir bin ich unendlich
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Nach einem Zwischenfall an ihrer bisherigen Schule wurde Olivia von dieser geworfen und muss nun auf eine Öffentliche wechseln. Am liebsten würde sie sich davor drücken, nicht nur, dass sie unglaublich ...

Nach einem Zwischenfall an ihrer bisherigen Schule wurde Olivia von dieser geworfen und muss nun auf eine Öffentliche wechseln. Am liebsten würde sie sich davor drücken, nicht nur, dass sie unglaublich schüchtern ist und kaum ein Wort herausbekommt, sie stammt auch noch aus gutem Hause. Eigentlich etwas durchaus Positives, nur leider muss Olivia schon ihr Leben lang mit Vorurteilen diesbezüglich kämpfen. Ohne, dass sie jemand kennt, wird sie direkt in eine Schublade gesteckt. Die meisten denken, dass sie sich für etwas Besseres hält. Die Wahrheit könnte aber nicht ferner sein. Olivia hat nahezu kein Selbstbewusstsein, weshalb sie auch kaum spricht. Als sie an ihrem ersten Tag mit Nathan zusammenstößt und kaum eine Entschuldigung hervorbringt, steht seine Meinung über sie direkt fest. Er hält Olivia für zu überheblich, um sich bei ihm zu entschuldigen oder auch nur mit ihm zu reden. Es dauert nicht lange und schon denkt die ganze Schule ähnlich. Hinter vorgehaltener Hand tuschelt jeder über die Neue. Nur Aria, ein Mädchen, welches selbst einen Politiker zum Vater hat, bemüht sich Olivia an der Schule willkommen zu heißen. Zunächst ist Olivia etwas misstrauisch, da sie es nicht kennt, dass jemand so nett zu ihr ist. Doch schnell werden die beiden Mädchen Freundinnen. Und auch mit Nathan soll Olivia eine zweite Chance bekommen.

Character (6/10):
An sich mochte ich die Charaktere eigentlich sehr gerne. Leider ist es mir aber ein bisschen zu oberflächlich geblieben. Ich fand, dass man für Olivia zwar Mitleid empfunden hat, aber es einfach nicht so tief ging, wie ich es mir gewünscht hätte. Ich hatte nicht das Gefühl, dass man sie so richtig kennengelernt hat. Als Leser ist man irgendwie sehr an der Oberfläche geblieben.
Zu Nathan habe ich eine zwiegespaltene Meinung. Wir erfahren im Buch, dass er sich für Nachhaltigkeit und die Umwelt einsetzt. Außerdem hilft er freiwillig, mehrfach die Woche, Kindern bei ihren Hausaufgaben. Das finde ich alles wirklich toll und bewundernswert. Was mich allerdings gestört hat, ist, dass er Olivia direkt in eine Schublade gesteckt hat. Und das OBWOHL er selbst im Buch von sich sagt, dass er das normalerweise ja nicht tun würde, aber bei ihr wäre es ja gerechtfertigt. Das fand ich persönlich eher heuchlerisch.
Und auch als Paar haben die beiden für mich nicht so richtig funktioniert. Es war ein einziges hin und her. Zu Beginn konnte Nathan sie gar nicht leiden. Unterhalten haben sie sich dann auch nicht groß, da Olivia so schüchtern ist. Dann gab es ein Projekt, welches sie zusammen bearbeiten mussten. Da haben sie sich aber auch nur einmal für getroffen und kaum geredet. Und plötzlich stand irgendwie im Raum zusammen zu kommen. So richtig nachvollziehbar war das alles nicht für mich.

Atmosphere (5/10):
Die Atmosphäre des Buchs konnte mich leider nicht besonders in seinen Bann ziehen. Es war eine relativ normale Highschool Geschichte. Für mich ist das meist nichts, bei dem ich mich in das Setting verliebe.

Writing Style (8/10):
Der Schreibstil hat mir hingegen gut gefallen. Es war sehr flüssig und angenehm geschrieben. Ich habe es heute Vormittag begonnen und innerhalb weniger Stunden beendet, da man nur so durch die Seiten geflogen ist.

Plot (6/10):
Bei der Handlung bin ich ein bisschen hin- und hergerissen. Mir hat, wie gesagt, gut gefallen, dass Nathan sich für Nachhaltigkeit und gemeinnützige Arbeit interessiert. Ich fand auch nicht schlecht, dass durch Olivia gezeigt wurde, dass man nicht aufgrund einer Begegnung sich einfach eine Meinung über jemanden bilden sollte. Leider war es alles in allem aber einfach keine Geschichte mit besonders viel Tiefgang. Meiner Meinung nach hätte man da mehr herausholen können.

Intrigue (7/10):
Da ich das Buch innerhalb von ein paar Stunden gelesen habe, würde ich schon sagen, dass es irgendwo fesselnd war. Allerdings lag das, denke ich, eher an dem lockeren Schreibstil als an der Handlung selbst.

Logic (6/10):
Zur Logik habe ich nicht allzu viel zu sagen. Die Handlung war nicht so komplex, dass ich hier eine sehr hohe Bewertung vergeben könnte. Es war allerdings auch nicht unlogisch. An manchen Stellen hätte ich mir vielleicht noch ein bisschen mehr Ausarbeitung gewünscht, aber alles in allen war das schon okay.

Enjoyment (6/10):
Vom allgemeinem Leseerlebnis her kann ich leider nur sechs Punkte vergeben. An sich habe ich es schon nicht ungern gelesen, es hatte einige schöne Elemente, die mir gut gefallen haben, aber im Großen und Ganzen hat mir die Geschichte leider nicht viel gegeben.

Fazit (6,3/10):
Alles in allem war „Mit dir bin ich unendlich“ eine nette Geschichte für zwischendurch. Die Protagonisten hatten einige Eigenschaften, die ich interessant und mal was anderes fand. Leider blieb es jedoch sehr oberflächlich. Es ist vielleicht auch eher eine Geschichte für jüngere Leser:innen. Mit Mitte zwanzig waren mir die Handlung und Protagonisten etwas zu naiv. Für 17- bzw. 18-jährige Charaktere ist das natürlich, aber auch passend. Mich konnte das Buch leider nicht so richtig emotional erreichen. Durch den lockeren und flüssigen Schreibstil bin ich dennoch gut durchgekommen und habe es ganz gerne gelesen. Für mich war es leider keine Geschichte, die einen wirklich bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Es ist kein schlechtes Buch, aber für meinen Geschmack hat es einfach zu sehr an der Oberfläche gekratzt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.05.2021

Gut, aber nicht perfekt

Was perfekt war
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Es gibt romantische erste Begegnungen, normale erste Begegnungen und dann gibt es die von Quinn und Graham. Als Quinn eines Abends ihren Freund spontan überraschen will, trifft sie im Flur auf Graham. ...

Es gibt romantische erste Begegnungen, normale erste Begegnungen und dann gibt es die von Quinn und Graham. Als Quinn eines Abends ihren Freund spontan überraschen will, trifft sie im Flur auf Graham. Dieser teilt ihr mit, dass ihr Freund gerade mit seiner Freundin zugange ist. Zunächst kann Quinn es kaum glauben, doch die Realität holt sie schneller ein als ihr lieb ist. Sie und Graham setzen sich auf den Boden gegenüber der Tür und warten bis die beiden herauskommen. Währenddessen stellen sie fest, dass sie sich wirklich gut verstehen. Ihre Wege trennen sich danach. Doch nicht für lange. Einige Wochen später begegnen sich die beiden zufällig wieder. Beide konnten den jeweils anderen, seit diesem Abend, nicht mehr aus dem Kopf bekommen. Quinn hat jedoch zunächst Vorbehalte gegenüber einer sich anbahnenden Beziehung mit Graham. Diese löscht er jedoch schnell restlos aus. Nur ein Jahr später sind die beiden glücklich verheiratet und es könnte gar nicht perfekter sein. Leider ist nur weniges für die Ewigkeit ... acht Jahre später müssen die beiden erkennen, dass nichts im Leben perfekt ist.

Character (8/10):
Quinn und Graham waren wirklich tolle und vielseitige Charaktere. Hier möchte ich aber nochmal eine Unterscheidung zwischen ihnen in der Vergangenheit und Gegenwart machen. Denn während ich Quinn in der Vergangenheit, gerne mochte, war sie in der Gegenwart nicht mein Fall. Sie hat mein Mitgefühl, für das, was sie durchgemacht hat. Aber ganz ehrlich, ich wollte sie so oft schütteln! Sie hätte einfach nur den Mund aufmachen müssen und offen und ehrlich mit Graham reden. Er war hingegen wirklich toll. Es war wunderschön zu verfolgen wie ihre Beziehung aufgeblüht ist und das auch Jahre später sie einander innig geliebt haben, auch wenn sie große Probleme hatten.

Atmosphere (6/10):
Leider konnte mich das Buch nicht ganz in seinen Bann ziehen. Ich habe es von der Handlung her sehr gerne gelesen, aber es ist einfach nicht so dieser letzte Funke übergesprungen. Mir hat ein wenig gefehlt, dass ich mich einfach nur in der Geschichte versenken wollte.

Writing Style (8/10):
Der Schreibstil war wirklich toll. An vielen Stellen auch war die Geschichte sehr fesselnd und emotional. Was ich ganz besonders genial fand, war, dass die Autorin immer ein Kapitel der Vergangenheit, mit einem der Gegenwart gegenübergestellt hat. Dadurch hatte ich das Gefühl, dass man als Leser wirklich mitgelitten hat. Man hat gelesen wie sie sich verliebt haben und unglaublich glücklich waren und im nächsten Kapitel dann, was daraus geworden ist.

Plot (10/10):
Auf jeden Fall volle Punktzahl dafür! Ich fand die Handlung wirklich emotional und packend. Hier spielt auch definitiv der Aufbau, den ich gerade beschrieben habe, mit hinein. Durch diese Gegenüberstellung hat es manchmal beim Lesen förmlich wehgetan. Ich finde dieses Buch vermittelt eindrucksvoll, wie wichtig eine offene und ehrliche Kommunikation in einer Beziehung ist. Mich hat es förmlich wahnsinnig gemacht zu verfolgen, was alles kaputtgehen kann, wenn man eben nicht ausreichend mit seinem Partner über wichtige Dinge spricht.

Intrigue (8/10):
Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und bei 300 Seiten liest man sich da auch relativ schnell durch. Es konnte mich jedoch leider nicht komplett packen. Ich kann euch gar nicht so genau sagen, woran es gelegen hat. Vielleicht einfach daran, dass ich Quinn so viel schütteln wollte. Mir war das irgendwie zu viel gekünsteltes Drama. Das Buch hat eine so bewegende Thematik und die beiden hatten mal so eine gesunde und tolle Beziehung und dann redet sie einfach nicht mit ihm? Warum?

Logic (8/10):
Auch hier Abzug, weil ich Quinns Verhalten persönlich einfach nicht nachvollziehen konnte. Ansonsten war aber die Handlung wirklich, wirklich gut und ich fand auch toll wie es sich alles am Ende noch zusammengefügt hat.

Enjoyment (8/10):
Hier gilt genau dasselbe, wie bei den Kategorien davor, deswegen wiederhole ich mich jetzt nicht nochmal. Alles in allem habe ich es, wie bereits gesagt, gerne gelesen und konnte mich auch größtenteils in die Charaktere und ihre Emotionen reinversetzen.

Fazit (8,0/10):
Ich kann euch das Buch definitiv empfehlen. Es ist gut geschrieben, die Charaktere waren toll ausgearbeitet und es beschäftigt sich mit einer emotionalen Thematik. Leider konnte es mich persönlich nicht vollkommen mitreißen. Ich konnte nicht immer das Verhalten der Protagonistin nachvollziehen. Dennoch war die Handlung wirklich genial. Die Autorin hat es, meiner Meinung nach, geschafft den Leser wirklich mitleiden zu lassen, durch die Gegenüberstellung der Vergangenheit und Gegenwart. Mir tat es wirklich weh zu lesen, wie perfekt es zwischen den beiden war, nur um direkt danach zu erfahren, wie es sich später entwickelt hat. Also, wenn ihr mich fragt, lest es unbedingt, aber macht euch nicht zu hohe Erwartungen. Das könnte bei mir einer der Gründe gewesen sein, weshalb ich nicht vollkommen mitgerissen wurde. Nach den ganzen fünf Sterne Bewertungen hatte ich wahrscheinlich eine zu hohe Erwartungshaltung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.05.2021

Eine schöne Geschichte, aber kein Must Read.

Hard Land
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"Die Geschichte eines Sommers, den man nie mehr vergisst."

Sam ist 15 Jahre alt, lebt in einem kleinen amerikanischen Ort, hat keine Freunde und familiäre Probleme. Er fühlt sich durch und durch alleine ...

"Die Geschichte eines Sommers, den man nie mehr vergisst."

Sam ist 15 Jahre alt, lebt in einem kleinen amerikanischen Ort, hat keine Freunde und familiäre Probleme. Er fühlt sich durch und durch alleine gelassen. Als er jedoch einen Sommerjob im örtlichen Kino annimmt, soll sich für ihn schlagartig alles ändern. Schnell freundet er sich mit den anderen Jugendlichen, die im Kino arbeiten, an und nicht nur das. Er verliebt sich in die Tochter des Kinobesitzers. Durch Cameron, Hightower und Kristie lernt er im Laufe des Sommers seine Heimatstadt ganz neu kennen. Doch so traumhaft dieser Sommer auch war ... am Ende holt ihn die harte Realität doch ein.

Character (7/10):
Mir haben die Charaktere in "Hard Land" gut gefallen. Ich habe sie als sehr plastisch und gut nachvollziehbar wahrgenommen. Was mir am besten gefallen hat, war wie unterschiedlich die einzelnen Figuren waren und das sie alle so ihre Eigenarten hatten. Sie waren meiner Meinung nach nicht 0815, was ich wirklich angenehm fand.

Atmosphere (7/10):
Auch das Setting hat mir gut gefallen. Ich bin persönlich ja immer für Kleinstädte und Natur in Büchern zu haben. Da ich die 80er nicht miterlebt habe, kann ich nicht sagen wie authentisch alles war, aber zumindest hat es sich für mich angefühlt, als wurde ich in eine vergangene Zeit versetzt.

Writing Style (8/10):
Benedict Wells hat mal wieder einen tollen Schreibstil an den Tag gelegt. Allerdings muss ich sagen, das "Hard Land" für mich nicht mit "Vom Ende der Einsamkeit" mithalten konnte. Hier hatte ich leider nicht das Bedürfnis, das Buch mit Post-its zu versehen. Mag vielleicht aber auch einfach daran liegen, dass die Charaktere diesmal jünger waren und nicht so eine tiefgründige Sprache vom Autor gewählt wurde. Ist ja auch eigentlich authentischer so.

Plot (7/10):
Die Handlung fand ich ebenfalls gut gemacht. Ich habe vorab einige Rezensionen gelesen und es wurde oft angemerkt, dass es eine sehr typische Coming of Age Storyline hat. Ich persönlich habe in diesem Bereich noch nicht allzu viel gelesen, weswegen es mich auch nicht gestört hat. Wenn ihr jedoch in dem Genre oft unterwegs seid, dann erwartet vielleicht nichts zu neuartiges.

Intrigue (6/10):
Mich konnte das Buch leider nicht hundert Prozent packen. Es war sehr angenehm und schön zu lesen, aber keins der Bücher, bei denen ich sagen würde, dass ich es nicht aus der Hand legen konnte. Stellenweise habe ich es auch mal ein-zwei Tage nicht zur Hand genommen.

Logic (8/10):
Auch hier kann ich mich wirklich nicht beschweren. Ich fand, dass die Geschichte einen roten Faden hatte, der durch einige Nebenhandlungen ergänzt wurde. Am Ende haben sich alle Handlungsstränge sinnvoll zusammengefügt.

Enjoyment (6/10):
Alles in allen habe ich es schon ganz gerne gelesen, aber wie bereits erwähnt konnte es mich auch nicht vollkommen in seinen Bann ziehen.

Fazit (7,0/10):
Mit 7 von 10 bekommt "Hard Land" von mir gerade so 4 Sterne. Auch, wenn ich es schon gerne gemocht habe und die Handlung ganz schön fand, konnte es für mich nicht mit "Vom Ende der Einsamkeit" mithalten. Ich ziehe den Vergleich dazu, weil dies das einzige andere Buch ist, welches ich von Benedict Wells bisher gelesen habe. Außerdem war es eins meiner Highlights in diesem Jahr. Wenn man total Lust auf eine Coming of Age Story oder auf etwas, das in den 80ern spielt hat, dann ist "Hard Land" sicher eine gute Wahl. Sollte euch der Klappentext ansprechen, dann macht ihr mit dem Buch definitiv nichts falsch. Es ist aber auch kein Buch, bei dem ich sagen würde, dass man es unbedingt gelesen haben muss. Also, wenn es nicht so ganz euren Geschmack trifft, dann verpasst ihr auch nichts.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere