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Veröffentlicht am 30.09.2022

Die Charaktere und ich haben leider so gar nicht gematcht

Adagio-Reihe / Nightfall Sonata
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Die Verbindung zur Protagonistin Melody fiel mir ziemlich schwer, weil sie als Charakter für mich nicht sonderlich sympathisch wirkte. Ihre Versuche, mit ihrem Verhalten zu provozieren, in dem Wissen, ...

Die Verbindung zur Protagonistin Melody fiel mir ziemlich schwer, weil sie als Charakter für mich nicht sonderlich sympathisch wirkte. Ihre Versuche, mit ihrem Verhalten zu provozieren, in dem Wissen, sich gerade über Anweisungen hinwegzusetzen, und ihre eher geringschätzige Verhaltensweise gegenüber den Menschen, die sich für sie einsetzen, waren für mich ein Zeichen einer unreifen Art für ihre Altersgruppe, worunter damit auch die Harmonie zu Mr. Cunningham gelitten hat, der als sehr konservativer Geschäftsmann das komplette Gegenteil verkörpert. Generell konnte ich die Anziehung der beiden nicht wirklich nachempfinden, was wohl zum einen an dem Altersunterschied, zum anderen aber auch darauf beruht, dass Melody Mr. ab der ersten Sekunde gegenüber eine starke Anziehung verspürt und er auch sofort Teil ihrer täglichen Gedanken ist, ohne, dass es eine wirkliche Entwicklung des ganzen gab.  Dadurch hatte die ganze Gefühlsbindung der beiden für mich eher oberflächlichen, auf sexueller Anzieung beruhenden Charakter und ich konnte zur tieferen Ebene leider bis zum Schluss nicht durchdringen.

Auch die Musik steht nicht wie sonst im Vordergrund, sondern ist mehr eine Rahmenhandlung, was ich schade fand, da ich an Emilias Büchern vor allem ihre persönliche Liebe zur Musik, die in alle Bücher miteingeflossen ist, sehr geschätzt habe.

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Veröffentlicht am 24.09.2022

Schmerzhaft emotional auf die schönste Art und Weise

No Longer Yours - Mulberry Mansion
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"Du hast mir so wehgetan, aber das hat nichts daran geändert, dass ich dir immer nur das Beste gewünscht habe. Weil du ... der beste Mensch warst, den ich je kannte." ~ Avery

Kennt ihr das Gefühl, wenn ...

"Du hast mir so wehgetan, aber das hat nichts daran geändert, dass ich dir immer nur das Beste gewünscht habe. Weil du ... der beste Mensch warst, den ich je kannte." ~ Avery

Kennt ihr das Gefühl, wenn etwas wehtut und ihr trotzdem nicht damit aufhören könnt? Wenn ihr euch wünscht, dass eine Wunde endlich heilt und ihr trotzdem weitermacht, obwohl ihr wisst, dass sie so immer wieder neu reißen wird, einfach nur, weil euch das, was euch zerstört, zu viel bedeutet, als dasd ihr es lassen könnt? Schmerzhaft schön. Mit diesen beiden Worten könnte man No longer yours beschreiben. Schmerzhaft und unfassbar traurig, das Ende von Avery und Eden, das beide nie wirklich überwinden konnten und bei dem man von Anfang an miträtselt, was vorgefallen sein muss, um ein Paar zu trennen, dass so perfekt harmoniert hat, als wäre es einem Liebesfilm entsprungen. Schön, die Verbundenheit der beiden, die ich ab der ersten Begegnung spüren konnte und der selbst die Wut und die Trauer der beiden nichts anhaben konnten. Ab der ersten Sekunde war klar: was auch immer gerade zwischen ihnen steht, diese Geschichte ist noch nicht auserzählt. Und mit jedem Kapitel, indem ich mehr über Avery und Eden, ihre Vergangenheit und ihre Wege durch ihre persönliche Hölle erfahren habe, konnte ich den Schmerz und gleichzeitig aber auch ihre Hoffnung spüren, dass nach diesem harten Windereinbruch doch auch wieder ein Frühling kommen wird, der Licht in all das Dunkel bringt. Mindestens genauso schön war die Harmonie der Bewohner der Mulberry Mansion, die so vielfältig und einzigartig sind wie das Haus selbst und alle ihre eigenen Päckchen und Eigenarten mitbringen. Und genau wie das Haus machen sie diese Macken nicht zu etwas kaputtem, sondern einzigartig und liebenswürdig. Egal ob die verpeilte Willow, die herzensgute May, die sich immer zuerst um das Wohl aller anderen sorgt, Beckett, der immer einen flotten Spruch parat hat, die pragmatische Helen, die jedem Klischee von Männern und Frauen den Wind aus den Segeln nimmt, der Ruhepol Maxton, der es versteht, Ordnung in jedes Gedankenchaos zu bringen, die humorvolle Sierra, der grüblerische Eden mit der Fähigkeit, Gefühle in wunderschöne Worte zu verpacken oder Avery, die für ihre Gefühle und Überzeugungen brennt und für ihre Freunde jederzeit durchs Feuer gehen würde - in jeden von ihnen hab ich mich verliebt, mich in jedem gleichzeitig auch ein Stück weit wiedererkannt und irgendwie auch immer eine Eigenschaft gefunden, die ich selbst gerne noch hätte. Von Avery und Eden zu lesen, war, wie über glühende Kohlen auf ein Paradies zuzugehen: es verbrennt dir die Fußsohlen, es schmerzt im ganzen Körper, aber du weißt, es wird sich lohnen. Ich vergebe 5/5 🌟.

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Veröffentlicht am 26.08.2022

Nicht immer ist der einfache Weg auch der richtige

The Right Kind of Wrong
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"Mir fehlt dieser kleine Tropfen Mut, der mich dazu verleitet, zu sagen: So, jetzt mache ich es einfach" ~ Zoe

The Right Kind of Wrong war für mich eine Art Asyl, wenn ich der Außenwelt mal wieder entfliehen ...

"Mir fehlt dieser kleine Tropfen Mut, der mich dazu verleitet, zu sagen: So, jetzt mache ich es einfach" ~ Zoe

The Right Kind of Wrong war für mich eine Art Asyl, wenn ich der Außenwelt mal wieder entfliehen wollte. Eine halbe Seite gelesen und die Welt war auf Standby, während ich total versunken in den Zwiespalt von Zoe und Noah war und mit ihnen gefiebert und gelitten habe. Trotz all der Euphorie muss ich aber auch sagen, dass mir schon zu Beginn der Eindruck aufgedrückt wurde, dass es zwischen Kate und Noah gar nicht passen kann und es eigentlich gar keinen so richtigen Grund dafür gibt, warum die beiden überhaupt zusammen sein sollten. Jede Unstimmigkeit und jeder Streit wurden hervorgehoben, harmonische Szenen oder gar Gemeinsamkeiten zwischen den beiden schien es nie gegeben zu haben. Dadurch hatte ich natürlich ein sehr einseitiges Bild von der Story und hätte mir an der ein oder anderen Stelle auch mal einen schönen Einblick in die Beziehung von Kate und Noah gewünscht - gerade im Vergleich zu den tiefgründigen und wunderschönen Erlebnissen von Noah und Zoe kommen diese nämlich viel zu kurz. Ähnliches gilt für die vergangene Zeit von Kate und Zoe: die beiden führen offensichtlich seit Jahren eine enge Freundschaft, von der jedoch hauptsächlich erzählt wurde; aktiv erleben durfte ich auch hier leider kaum. Nichtsdestotrotz konnte ich die emotionale Verbindung der beiden schon spüren, auch wenn ich mir hier mehr show statt tell gewünscht hätte. Die Harmonie zwischen Noah und Zoe hat mir hingegen sehr gefallen, weil sie nicht auf Äußerlichkeiten wie hübschem Aussehen, sondern unter anderem auf gemeinsamen Erfahrungen und Erlebnissen beruhte und ich viele davon miterleben durfte. Dazu kam die Einstellung, dem anderen den nötigen Raum zur freien Entfaltung zu geben. Die beiden geben einander Halt, machen sich dabei aber nicht klein, sondern sind füreinander eher wie eine Art Rettungsnetz - bei Bedarf jederzeit zur Stelle, aber kein Geschirr, das einen einschränkt. Und genau deshalb waren die beiden für mich ein Rückzugsort - weil sie eben nicht nur sich den nötigen Halt gegeben haben, sondern auch mir eine starke Schulter geboten haben. Gleichzeitig konnte ich mich in Zoe in einigen Details wiedererkennen und wurde so gemeinsam mit ihr dazu ermutigt, die eigenen Träume aktiv anzugehen und vorhandene Zweifel zu überwinden. Ich vergebe 4/5 🌟

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Veröffentlicht am 18.08.2022

Ein gelungener Auftakt mit kleineren Schwächen

Dance into my World
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Wir lernen Jade als eher verschlossenes Mädchen kennen, das Schwierigkeiten damit hat, Nähe zuzulassen. Gleichzeitig erfahren wir relativ früh, dass dem nicht immer so war und diese doch recht krasse Wandlung ...

Wir lernen Jade als eher verschlossenes Mädchen kennen, das Schwierigkeiten damit hat, Nähe zuzulassen. Gleichzeitig erfahren wir relativ früh, dass dem nicht immer so war und diese doch recht krasse Wandlung vom selbstbewusst & offen zu schüchtern & zurückhaltend auf ein sehr prägendes Ereignis in der Vergangenheit zurückgeht. Auch Austin und Olivia müssen sich zunächst durch ihren Panzer kämpfen, wobei sich hier schon zeigt, dass manchmal viele Wege zum Ziel führen können: Austin hat für mich eindeutig Bookboyfriendpotenzial, was mal nicht dem Aussehen geschuldet ist, sondern dem Fakt, dass er ihre Grenzen respektiert und sie zu nichts zwingt. Gleichzeitig versucht er aber, durch seine coole und lockere Art ihr die Unsicherheit zu nehmen und sie somit aus ihrem Schneckenhaus herauszulocken - Schritt für Schritt, in ihrem Tempo. Aber auch Olivia hatte für mich klar ihren Reiz als Charakter, auch wenn sie im Bezug auf Jade eher mit der Brechstange voranschreitet und sie einfach immer so lange fordert, bis Jade selbst merkt, dass es nun an der Zeit ist. Aber wie sagt man so schön? Manchmal brauchen wir eben einen Schubs in die richtige Richtung - und genau dafür gibt es die Olivias dieser Welt. Olivia mochte ich aber mindestens genauso für ihre Liebe zum Tanz, in der sie wohl zum Teil die Autorin Maren verkörpert. Denn was man Marens Schreibstil wirklich aus jeder Silbe anmerkt, ist ihre Leidenschaft fürs Tanzen: bei der Art, wie bildhaft sie Tanzschritte und -stile beschreibt und den Worten, die sie findet, um diese Liebe zur Musik zu beschreiben, geht mir als Tänzerin das Herz auf, denn es sind genau diese Gefühle, die ich in mir spüre, wenn die Musik an geht und die Welt auf einmal an Bedeutung verliert. Leider muss ich aber sagen, dass der erwünschte Sogfaktor, den Bücher oder Filme übers Tanzen normalerweise bei mir auslösen, nur zeitweise vorhanden war. Ich möchte damit in keinster Weise ausdrücken, dass ich das Lesen nicht genossen habe, doch es war nunmal kein Buch, wegen dem ich mir die Nacht um die Ohren geschlagen habe. Das hängt wohl auch damit zusammen, dass Jade teilweise genau das getan hat, was ihr selbst angetan wurde und ich sie ab diesem Zeitpunkt etwas verloren habe. Insgesamt vergebe ich 3,5/5 🌟 und bin sehr gespannt auf Band 2 und 3.

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Veröffentlicht am 18.08.2022

Ein zu verbissener Versuch, Snow als guten Menschen zu verkaufen

Die Tribute von Panem X. Das Lied von Vogel und Schlange
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Jemand, der die Geschichte von Katniss über alle drei Bücher verfolgt hat, würde Snow wohl mit den Worten kaltherzig, brutal und skrupellos beschreiben. Warum? Er zeigt keinerlei Reue dabei, hunderte Menschen ...

Jemand, der die Geschichte von Katniss über alle drei Bücher verfolgt hat, würde Snow wohl mit den Worten kaltherzig, brutal und skrupellos beschreiben. Warum? Er zeigt keinerlei Reue dabei, hunderte Menschen umzubringen oder zu foltern und empfindet sogar noch Freude bei dem Gedanken, 24 Kinder auszulosen, die sich in einer Arena gegenseitig töten dürfen. Er ist die Art von Bösewicht, dem man einfach nichts, aber auch gar nichts gutes abgewinnen kann. Und genau um diesen Snow geht es hier, zu einer Zeit, als seine gute Seite noch herrschte. Wir lernen hier Snow ganz neu als unschuldigen Jungen kennen, der sich für das Gute einsetzt und dem Gleichheit und Rechte wichtig sind. Er beugt das Gesetz auch das ein oder andere Mal, wenn es ihm nicht fair genug erscheint und macht bei der Wahl zwischen Freund und Feind keinen Unterschied, ob Distrikt oder Kapitol. Dies zeigt sich vor allem, als er Lucy als Mentor für die Hungerspiele zugeteilt wird und Stück für Stück sich in sie zu verlieben beginnt. Stärker noch als vorher kämpft er an ihrer Seite und entwickelt mit ihr eine Strategie für den Sieg in den Spielen und für eine (gemeinsame). Mit dieser Handlungsweise unterscheidet er sich aber nicht nur sehr stark von den restlichen Kapitolbewohnern, auch mit dem späteren Snow hat er außer dem Namen nichts gemein. Da dieser bei allen Lesern schon als der Böse bekannt war, wollte man ihn hier scheinbar unbedingt als Gutmenschen darstellen. Um dann aber doch noch den Bogen zu dem Snow schlagen zu können, den wir bereits aus Teil 1 der Trilogie kennen, musste noch eine Wendung her. Leider hatte ich den Eindruck, als hätte die Autorin ihr Wortsoll zu diesem Moment bereits überschritten gehabt, weshalb die Entwicklung so knapp wie möglich gehalten werden musste. Die 180 Grad Wendung in Snows Verhalten, die ca 100 Seiten vor Schluss eintritt, hätte für mich mehr Details über deren Gründe gebraucht, da sie so wie ein Punkt auf einer Agenda wirkte, der auf jeden Fall noch abgehakt werden musste, nicht aber wie eine logische Entwicklung der Handlung. Im Gegensatz dazu stand aber der restliche Schreibstil, der so detailreich war und einige (für die Handlung unbedeutende) alltägliche Szenen enthielt, dass an manchen Stellen die Spannung gelitten hat. In diesem Fall wäre wiederum weniger klar mehr gewesen. Zusammenfassen könnte man den Schreibstil also so, dass die Balance aus detaillierter Beschreibung und dem Fokus auf das Wesentliche nicht gestimmt hat. Unter der schwierigen Charakterentwicklung hat für mich letztlich auch das Ende gelitten, da es für mich nicht nachvollziehbar und somit sehr konstruiert wirkte, um an die anderen Teile anknüpfen zu können. Ich vergebe 2,5/5 🌟

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