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Veröffentlicht am 19.12.2022

Quirlig, bunt und zuckrig

Spekulatius, der Weihnachtsdrache. Abenteuer auf der Weihnachtsinsel
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Wer würde nicht gerne auf einer Insel wohnen, die aussieht, als würde sie direkt aus dem Schlaraffenland stammen nur mit Weihnachtssüßigkeiten wie: Lebkuchen, kandierte Äpfel, Mandeln und Schokolade. Und ...

Wer würde nicht gerne auf einer Insel wohnen, die aussieht, als würde sie direkt aus dem Schlaraffenland stammen nur mit Weihnachtssüßigkeiten wie: Lebkuchen, kandierte Äpfel, Mandeln und Schokolade. Und genau dort wohnt die Hauptfigur dieses, zum Anbeißen süßen Weihnachtskinderbuches.

Spekulatius, der Weihnachtsdrache.

Dieser soll eigentlich auf seine, noch behütet im Ei steckenden, Geschwister aufpassen. Doch dann kommt es wie es kommen musste und es passiert ein Missgeschick und Spekulatius erlebt ein spannendes Abenteuer in den Tiefen der Weihnachtsinsel.

Der Schreibstil ist der Hammer! Es ist sehr amüsant geschrieben und die Dialoge von Spekulatius sind am besten. Er hat einfach einen sächsischen Dialekt aber er bemüht sich auch auf Hochdeutsch zu sprechen.

Die Illustrationen sind farbenfroh, bunt und passen somit perfekt zur Weihnachtszeit, in der ja auch alles bunt ist. Zudem gibt es auf den Bildern viel zu entdecken, da sie groß und meist über beide Seiten reichen. Verschiedene Optiken lassen den Leser ein Teil der Geschichte werden. So sind einige der Illustrationen in 3D Optik gestaltet und lassen es so wirken, als würde der Schokoladenfluss gleich aus dem Buch ins Kinderzimmer fließen, oder die Höhle, in der die Seiten dunkel sind und man das Gefühl hat, als wäre man richtig unter der Erde.

Wer das Buch bis jetzt noch nicht gekauft hat, sollte es JETZT ganz schnell nachholen. Es ist wie geschaffen für all die kleinen Naschkatzen, die in der Weihnachtszeit nicht genug von Schokoweihnachtsmännern und Plätzchen bekommen können, aber auch gleichzeitig auf Abenteuersuche sind.

(Perfekt als Last Minute Geschenk geeignet)

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Veröffentlicht am 19.12.2022

Irgendwie habe ich das Buch nicht ganz verstanden.

Die Legende von Sleepy Hollow - Im Bann des kopflosen Reiters
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Als Riesenfan, des 1999, erschienenen Films „Sleppy Hollow“ mit Johnny Depp musste ich das Buch einfach anfragen und habe mich sehr gefreut, als ich es zugeschickt bekommen habe.

Ich dachte, dass das ...

Als Riesenfan, des 1999, erschienenen Films „Sleppy Hollow“ mit Johnny Depp musste ich das Buch einfach anfragen und habe mich sehr gefreut, als ich es zugeschickt bekommen habe.

Ich dachte, dass das Buch eine Anlehnung an den Film ist, nur dreißig Jahre später. So wie es auch im Klappentext steht. Aber dass es dann so anders, abgefahren, kurios und skurril wird, hätte ich nicht gedacht. Mein Gedanke war, dass vielleicht der kopflose Reiter plötzlich wieder da ist und dass man die Verbindung zu dem Film findet, und Grundelemente wiederzufinden sind. Aber das war nicht der Fall und es waren nur drei Grundelemente, die wiederzufinden waren.

Der Einstieg viel mir schwer, da ich mit dem Zeitalter und den Protagonisten erst einmal warm werden musste. Am Anfang dachte ich, dass die Hauptprotagonistin ein Junge ist und es in die homosexuelle Richtung geht. Aber das war dann nicht der Fall, auch wenn das Mädchen gerne ein Junge sein will. Im Laufe des Buches werden auch die Beweggründe dazu erklärt.

Mit der Zeit wurde es beim lesen dann immer spannender. Vor allem Teil zwei war für mich der mit abstand spannendste Abschnitt. Es passierte so viel, dass man gar nicht hinterher kam, um all die Ereignisse aufzunehmen und richtig zu verarbeiten. Man musste einfach weiterlesen. Teil drei war leider langwierig, auch wenn vieles aufgeklärt wurde und man die Ereignisse nun besser sortieren und zusammenfügen konnte. 

Nachdem ich das Buch beendet hatte, habe ich dieses nochmal Revue passieren lassen und ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich irgendwie kein Wort von dem verstanden habe, was ich da eigentlich gelesen habe. Bis jetzt konnte ich den Grundgedanken und das eigentliche Ziel des Buches nicht herausfiltern. Dennoch gab es auch Abschnitte, wie Teil zwei und der Spannungsaufbau am Ende, die das Buch zum Ausblühen gebracht haben.

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Veröffentlicht am 14.12.2022

Sprache lernen und Ängste bewältigen

Flieg, kleiner Vogel. Fly, little Bird. Spielerisch Englisch lernen
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Sprache und Angst. Beides prägt Kinder. Egal ob man zweisprachig erzogen wird oder nicht. Ob man Ängste hat, wie viele Ängste man hat, oder ob man gar keine Ängste hat. Jedes Kind ist da unterschiedlich ...

Sprache und Angst. Beides prägt Kinder. Egal ob man zweisprachig erzogen wird oder nicht. Ob man Ängste hat, wie viele Ängste man hat, oder ob man gar keine Ängste hat. Jedes Kind ist da unterschiedlich und es ist wichtig alle Kinder in ihrer Einzigartigkeit zu unterstützen und ihnen neue Erfahrungen und Denkweisen beizubringen.

Das Buch „Flieg, kleiner Vogel“ handelt genau von den oben genannten Dingen. Es erzählt, in einer süßen und spielerischen Art und Weise, die Geschichte des kleinen Vogels der Angst vor dem Fliegen und der Höhe hat und diese im laufe des Buches überwindet. Darüber hinaus kann mithilfe des Buches auch noch Englisch gelernt werden, da der Text sowohl in Englisch als auch in Deutsch dasteht. Aber nicht nur die deutschsprachigen Kinder können was lernen. Sondern auch die Kinder, deren Muttersprache nicht deutsch ist. Somit nehmen sie am Gruppenalltag teil und fühlen sich dazugehörig, da sie in das Angebot des Vorlesens mit eingebunden werden.

Die Illustrationen sind farblich naturell, schlicht und einfach gehalten und bieten gleichzeitig noch die Möglichkeit Tiere zu erkennen und zu benennen.

Ich finde das Buch, egal ob für deutschsprachige oder anderssprachige Kinder, eine große Bereicherung für den Kita Alltag. Darüber hinaus gibt es das Buch noch in weiteren Versionen.

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Veröffentlicht am 04.12.2022

Ein süßes und herzerwärmendes Weihnachtsbuch!

Love Songs in London – All I (don’t) want for Christmas
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Eine zuckersüße Geschichte, bei der ich nicht gedacht hätte, dass sie mein Herz erobert!

Vor zwei Tagen habe ich "All i (don't) want for Christmas" beendet. Und ich habe gedacht mir jetzt im Klaren zu ...

Eine zuckersüße Geschichte, bei der ich nicht gedacht hätte, dass sie mein Herz erobert!

Vor zwei Tagen habe ich "All i (don't) want for Christmas" beendet. Und ich habe gedacht mir jetzt im Klaren zu sein, mit wieviel Sternen ich das Buch bewerten möchte, da ich zwischen vier oder fünf Sternen feststecke. Doch ich habe keinen blassen Schimmer. Vielleicht hilft es mir mich zu entscheiden, indem ich darüberschreibe.

Bei „All i (don’t) want for Christmas“ handelt es sich um den Debütroman der „Love Songs in London“ Trilogie von Tonia Krüger.

Auf der Suche nach Weihnachtsbüchern bin ich über dieses schöne Cover gestolpert, welches mich sofort in seinem Bann gezogen hat. Nicht nur weil man sofort erkennt, wo das Buch spielt, sondern auch, weil das Buch gleich zwei Booktropes vereint: ein bisschen Enemies to Lovers und ganz viel Fake Dating. Deshalb musste ich es einfach kaufen.

Der Einstieg verlief für mich etwas holprig. Ich bin am Anfang nicht so ganz in die Geschichte reingekommen und habe mich die ersten vier Kapitel nur so durchgewurschtelt. Was auch an dem Worldbuilding lag. Denn es passierte so viel auf einmal, dass ich nicht hinterhergekommen bin, und Schwierigkeiten hatte mir jede Szene und Personen gut vorzustellen.

Doch danach ging es nur noch bergauf. Ganz langsam entpuppte sich die Geschichte, rund um Febe und Liam, zu einer süßen Liebesgeschichte. Ich war so gefesselt von dem Buch, dass ich, bis in die Nacht hinein, gelesen habe. Doch irgendwann musste ich mich dann schweren Herzens vom Buch trennen, um wenigstens ein bisschen Schlaf zu bekommen.

Zum Ende hin gab es die Katastrophe, die während des Lesens immer präsent war und man immer gedacht hat gleich eskaliert alles. Es war so extrem, dass ich schon kurz gedacht habe, dass es hier kein Happy End geben wird. Doch dann kam die niedlichste Liebeserklärung, die ich je gelesen habe. Sie hat mich so berührt, dass ich Tränen in den Augen hatte. Und das Ende. Ja das war, wie soll ich es beschreiben? Vergleichbar wie mit einem Cliffhanger? Ja, so könnte man es sagen. Man war auf einem Höhenflug mit Febe und Liam und dann war das Buch auch schon zu Ende. Ich wollte noch umblättern, doch da stand „Danksagung“. Ich habe bestimmt fünf Mal hin und her geblättert und konnte nicht so ganz glauben das DAS jetzt das Ende war. Es war ein süßes und zutiefst berührendes Ende. Doch damit kann ich nicht leben. Ich BRAUCHE mehr von den beiden.

Emotional war das Buch eine regelrechte Achterbahnfahrt der Gefühle. Von nachdenklich, über liebevoll und Spicy bis hin zu unvorhersehbaren Stellen war alles dabei. Wobei mich die liebevollen und Spicy Szenen am meisten berührt haben und ich mir ab und zu einen Quietscher nicht entgehen lassen konnte. Aber es gab auch sehr viele witzige Stellen, sodass ich mehrfach einen Lachanfall hatte.

Ich kann euch das Buch für die Weihnachtszeit nur ans Herz legen. Mir hat es sehr gut gefallen. Auch wenn der Einstieg etwas holprig war, hat es sich zu einem süßen und herzerwärmenden Weihnachtsbuch entwickelt. Ich bin gespannt, was uns in Teil zwei der „Love Songs in London“ Trilogie erwartet.

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Veröffentlicht am 29.11.2022

Die beste Märchenadaption des Jahres!

Red Riding Huntress
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Ohne große Erwartung, was auf mich zukommen wird, bin ich an das Buch rangegangen. Naja, vielleicht stimmt das nicht so ganz :D Denn bisher konnten mich alle Bücher von Sabine überzeugen. Das eine mehr ...

Ohne große Erwartung, was auf mich zukommen wird, bin ich an das Buch rangegangen. Naja, vielleicht stimmt das nicht so ganz :D Denn bisher konnten mich alle Bücher von Sabine überzeugen. Das eine mehr das andere weniger. Doch die Tatsache, dass Sabine das Buch dieses Mal nicht allein, sondern mit Regina Meisner zusammengeschrieben hat, hat meine Neugier mehr als geweckt. Und ich wurde nicht enttäuscht. 

Beim Lesen habe ich mich immer wieder dabei erwischt herauszufinden, wer welchen Teil oder welches Kapitel des Buches geschrieben hat. Aber es ist unmöglich herauszufinden. Was vielleicht auch daran lag, dass mich die Geschichte so gefesselt hat. Ich habe immer mal so bruchstückhaft einzelne Worte/Wortlaute Sabine zuordnen können, aber das war es dann auch. 

Wie man vielleicht am Cover schon erkennen kann, ist das Buch eine Märchenadaption zu Rotkäppchen. Jedoch sind nur noch einzelne Fragmente des ursprünglichen Märchens zu erkennen. Was ich auch sehr schön finde, denn ich muss gestehen, dass Rotkäppchen jetzt nicht mein liebstes Märchen ist. Aber diese Märchenadaption hat mir richtig gut gefallen was vor allem an den nachfolgenden Aspekten liegt. 

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und man hat beim Lesen gemerkt wieviel Liebe, Zeit und Austausch für das Detail in dem Buch steckt. Denn ich kann mir gut vorstellen, dass man einige Kompromisse eingehen muss wenn man zu zweit an einem Buch schreibt. Zudem wurde die Geschichte aus beiden Perspektiven der Protagonisten erzählt. So hat man einen viel tieferen Einblick von den Personen und deren Beweggründe erhalten. 

Zinnja und Diaz, hätten unterschiedlicher nicht sein können. Trotzdem merkt man das sie ab der ersten Minute ein unschlagbares Team sind. Und das Knistern, welches sich zwischen den beiden im Laufe der Geschichte entwickelt, lässt alle Herzen höherschlagen. 

Die Handlung war spannend, emotional, dann mal wieder etwas ruhiger und im nächsten Moment wieder aufregend. Um es mit anderen Worten zu sagen. Eine richtige Berg- und Talfahrt der Spannung. Mehrmals denkt man es ist aussichtslos und alles ist aus und vorbei. Doch dann passiert wieder irgendwas unvorhergesehen. Und all das ist genau der Grund, warum das Buch so grandios ist. 

Der Weltenaufbau ist den beiden sehr gut gelungen. Es gibt so viele verschiedene Schauplätze und Lebewesen, ganz viel Magie, Fantasy und und und. Manchmal hat es mich an den Herrn der Ringe erinnert, aber es gibt auch sehr viele Ähnlichkeiten mit vorherigen Büchern von Sabine. Vor allem eine Sache taucht in jedem Buch immer wieder auf. Habt ihr eine Ahnung, was ich meine?

Über das Ende will ich eigentlich gar nicht reden. Denn es hat mich völlig aus der Bahn geworfen. Ich war entsetzt und mehr als geschockt und ich hatte Tränen in den Augen. Eigentlich weine ich sehr selten bis gar nicht bei Büchern, aber hier ging es einfach nicht anders. Meine ganze Fantasie wurde mit einem, bähm, Schlag zerstört. Ich kann es immer noch nicht ganz glauben, was ich da gelesen habe. Und nach meinem Austausch mit Sabine hätte es sogar ganz anders laufen können :O 

Eine Sache hat mich jedoch das ein oder andere Mal gestört. An manchen Stellen musste ich mehrere Zeilen lesen oder nochmal lesen, um zu verstehen, was dort gerade versucht wird zu beschreiben. Was wiederum den Lesefluss und den Spannungsaufbau beeinträchtigt hat. 

Was kann ich abschließend zu „Red Riding Huntress“ sagen? Nicht mehr als: LESEN. LESEN. LESEN. Das Buch MUSS gelesen und unter die Leute gebracht werden. Denn für mich war es ein absolutes Fest dieses Buch lesen zu dürfen und kann es somit nur jedem, der Märchenadaptionen genauso sehr liebt wie ich, wärmstens empfehlen.

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