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Veröffentlicht am 13.04.2026

Mitreißend und Emotional: ein weiteres Highlight von Lena Kiefer

Royal Fake
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Lena Kiefer schreibt diese Art von Büchern, die auf jede erdenkliche Art mitreißend, auf so vielen Ebenen spannend sind. Emotionale Spannung, weil Darcy und Tristan so viel durchleben, so mitgerissen werden ...

Lena Kiefer schreibt diese Art von Büchern, die auf jede erdenkliche Art mitreißend, auf so vielen Ebenen spannend sind. Emotionale Spannung, weil Darcy und Tristan so viel durchleben, so mitgerissen werden und dabei versuchen einfach nicht unterzugehen. Man steckt gemeinsam mit den Figuren in einer Zwickmühle, denn genau wie sie steht man irgendwo im Dazwischen, versteht die Gefühle, Gedanken und Verzweiflung von beiden und leidet still mit.
Erinnerungs- und Realitätsspannungen, weil ein Vorher und ein Nachher immer deutlicher wird, obwohl sie nur versuchen sich im Jetzt zusammenzuhalten.
Spannung auf die typische Kiefer-Plot-Genialität, weil jedes Element zu einem großen Puzzle gehört, bei dem man denkt, es annähernd entschlüsseln zu können, nur um dann doch wieder und wieder überrascht zu werden.
So viele Stränge miteinander zu verknüpfen und dabei nicht die Gefühle, die Entwicklung oder charakterliche Tiefe zu verlieren, ist ein Talent, in dem die Autorin immer wieder brilliert.
So schafft sie es auch mit Royal Fake eine Fortsetzung zu schreiben, der es an nichts fehlt.
Lena Kiefers Bücher bedeuten für mich nicht nur FÜHLEN, sondern auch DURCHLEBEN. Und nichts anderes haben wir mit dem Buch Royal Fake bekommen, das ich verschlungen und mit jedem Wort geliebt habe.

Fazit:
Mit Royal Fake beweist Lena Kiefer nicht nur erneut sehr viel Geschick darin Emotionen und Spannung zu kombinieren, sondern baut dabei mit solch einer Leichtigkeit und Genialität Plotelemente ein, die mich immer wieder sprachlos machen. Beim Lesen habe ich von Freude, Aufregung und Wut bishin zu Schmerz und Heilung einfach alles gefühlt! Dieses Buch ist wenig überraschend zu einem absoluten Highlight geworden und ich freue mich schon sehr auf den dritten Teil.

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Veröffentlicht am 11.04.2026

Vom Anfang bis zum Ende macht dieses Buch einfach nur Spaß!

Knightsbridge United
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Marina Neumeier fesselt bereits mit den ersten Seiten von 'Knightsbridge United - Sidelined'. Wenn auch die Atmosphäre und die Grundzüge ganz anders sind als im ersten Teil, ist da von Anfang an Neugierde ...

Marina Neumeier fesselt bereits mit den ersten Seiten von 'Knightsbridge United - Sidelined'. Wenn auch die Atmosphäre und die Grundzüge ganz anders sind als im ersten Teil, ist da von Anfang an Neugierde und einfach Spaß beim Lesen, während man gleichzeitig mit Rosie mitfühlt. Immer wieder hinzufallen, immer wieder aufzustehen und das nur, weil man seinen Traum nicht ganz aufgeben will, ist das, was sie verkörpert. Und nicht nur dadurch, sondern viel mehr durch ihre Entwicklung beweist sie als Figur Tiefe und einen Mut, der einfach bewundernswert ist.
Bei der ersten Begegnung mit Trent hingegen beweist sie eine Schlagfertigkeit, die für einen ganz besonderen Schlagabtausch sorgt, von dem ich gar nicht genug bekomme! Durch die Neckereien hatte ich beim Lesen einfach nur ein Dauergrinsen im Gesicht. Von Anfang an war da dieses Knistern zwischen den beiden, das gleichzeitig kribbelnd und leuchtend ist.
Der Protagonist hat mich und Rosie auf die beste Art rasend gemacht, bevor ich ihn ganz fest in mein Herz geschlossen habe.
Die Charakterentwicklung von beiden war wirklich toll mitzuverfolgen. Rosie und Trent auf dem Weg sich selbst zu verzeihen, zu fragen was einen ausmacht, wie wir auf uns blicken, wenn so viele es auf eine Weise tun, die Angst macht, zu begleiten war bewegend und heilend.
Die Situation rund um das Interview mit Lady Richmond war wirklich klug und spannend integriert und die Auflösung hat mir sehr gut gefallen. Die Frage um die Vergangenheit hat weitere Spannung in die Geschichte gebracht, die einfach perfekt gepasst hat. Das Setting war zudem atmosphärisch und die zwei Schweine als Sidekicks haben für das ein oder andere Schmunzeln gesorgt.

Fazit:
Sich nach zwei Bänden von diesem Fußballverein zu verabschieden ist viel zu früh! Auch der zweite Teil der Knightsbridge United Reihe konnte mich komplett überzeugen, denn Rosie, Trent und alles um die beiden herum war bis ins kleinste Detail humorvoll und doch tiefsinnig. Ich freue mich auf die weiteren Bücher der Autorin.

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Veröffentlicht am 11.04.2026

Leider ist der letzte Funke einfach nicht übergesprungen

Love is like a Thunderbolt
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Da mich der Schreibprozess der Autorin wirklich sehr neugierig gemacht hat, war mir schnell klar, dass ich dieses Buch lesen muss. Und die Grundidee ist wirklich spannend, nur wollte bei mir der letzte ...

Da mich der Schreibprozess der Autorin wirklich sehr neugierig gemacht hat, war mir schnell klar, dass ich dieses Buch lesen muss. Und die Grundidee ist wirklich spannend, nur wollte bei mir der letzte Funke einfach nicht überspringen.
'Love is Like a Thunderbolt' hat mich zuerst an ältere New Adult Bücher erinnert. Das Setting am College, das Gefühl eines Neuanfangs, dass er der Quarterback ist und sie die Cheerleaderin war irgendwo klassisch, aber zunächst angenehm neu interpretiert. Die erste Begegnung, die ersten Gespräche und das erste Mal nacheinander-Ausschau-halten waren beim Lesen einfach sehr angenehm. Auch der Schreibstil hat mir gefallen, weil es immer wieder Szenen und Zitate gab, hinter denen eine wirklich schöne Botschaft steckt. Nichtsdestotrotz sind leider vor allem die Emotionen bei mir nicht ganz angekommen, mir persönlich fehlte die Greifbarkeit. Sowohl in der Beziehung zwischen Riven und Elli, als auch generell bezüglich ihrer eigenen Probleme und Sorgen. Zusätzlich hatte ich oft das Gefühl, dass sich die beiden Figuren im Kreis gedreht haben. Da konnte leider auch die Suspense Anteile das Muster nicht durchbrechen, wodurch die Geschichte auf mich manchmal langatmig wirkte.

Fazit:
Das Grundgerüst von diesem Buch ist wirklich toll, aber leider ist bei mir der emotionale Funke einfach nicht so ganz übergesprungen. Die Themen sind wichtig und das Buch lässt sich flüssig lesen, aber während der Geschichte war da leider eine Distanz, die ich nicht überwinden konnte.

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Veröffentlicht am 31.03.2026

Ein gelungenes Debüt!

Villains Are Made (1). Der Fluch der Medusa
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Manchmal sind wir als Frauen nicht wütend genug und dieses Buch war eine erfrischend ehrliche Erinnerung daran. Medusas Geschichte hat mich schon immer neugierig gemacht, die verschiedenen Interpretationen ...

Manchmal sind wir als Frauen nicht wütend genug und dieses Buch war eine erfrischend ehrliche Erinnerung daran. Medusas Geschichte hat mich schon immer neugierig gemacht, die verschiedenen Interpretationen waren schon immer spannend, aber Julia Holz hat mit diesem Buch der Figur auf eine ganz andere Art und Weise neues Leben eingehaucht. Islas Schicksal ist vielschichtig, intensiv und oft emotional, ihr Mut sich in die Welt zu trauen hat mich berührt. In mir war so viel Verständnis für diese Protagonistin, die so viel durchgemacht hat, so viel Wut, Fassungslosigkeit und Unglaube.
Bei Adrian hingegen hat es für mich etwas gedauert, bis ich wirklich hinter seine Fassade schauen konnte. Er war mir zwar von Anfang an irgendwie sympathisch, aber eine gewisse Skepsis meinerseits musste er erstmal überwinden.
Die Twists und Turns haben diesem Buch eine gute Spannung verliehen. Auch wenn ich das ein oder andere Detail vorhersehen konnte, hat mir das Lesen dadurch nicht weniger Spaß gemacht.
Julia Holz schreibt im Auftakt dieser Trilogie nicht nur eine starke Protagonistin und eine spannende Geschichte, auch die Nebenfiguren überzeugen mit einer Tiefe, bei der man sich schnell fallen lassen kann.

Fazit:
'Villains Are Made' von Julia Holz interpretiert griechische Mythologie auf eine moderne und erfrischende Art. Die Geschichte von Isla war spannend, konnte mich überraschen und hat beim Lesen sehr viel Spaß gemacht. Ich freue mich auf die weiteren Bände der Reihe und bin mehr als gespannt, wie es weitergeht!

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Veröffentlicht am 24.03.2026

Eine Fußball Romance, die mich leider zwiegespalten zurücklässt

Strike Me Right
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Selten lässt mich ein Buch zwiegespalten oder unsicher zurück, deswegen war ich umso überraschter, dass „Strike Me Right“ mir einerseits so gut gefallen hat und ich andererseits mit einem Detail einfach ...

Selten lässt mich ein Buch zwiegespalten oder unsicher zurück, deswegen war ich umso überraschter, dass „Strike Me Right“ mir einerseits so gut gefallen hat und ich andererseits mit einem Detail einfach nicht warm werden kann.
Mit den ersten Seiten hat man einen leichten Start ins Buch, ich bin durch die Seiten geflogen und habe die Dynamik der Figuren am Anfang geliebt. Der sture Fußballer und die noch sturere Physiotherapeutin sind ein Duo, das für viel Knistern und Spannung sorgt.
Wie sie langsam immer offener werden, dieser aufgeschlossene Umgang miteinander, war einfach schön zu lesen.
Sowohl in Silvano, als auch in Rowan konnte ich mich gut hineinversetzen und ihre Emotionen und Motive verstehen. Rowans Zurückhaltung und ihr Schmerz haben sie so greifbar gemacht - und ich habe es geliebt wie verständnisvoll und langsam Silvano auf sie eingeht und sie trotzdem herausfordert.
Im Verlauf des Buches gab es eine Szene, die mir etwas bitter aufgestoßen ist, über die ich aber hinweg sehen konnte, weil ich davon ausgegangen bin, dass der Protagonist sein Verhalten wirklich reflektiert hat. Später hingegen gab es einen ähnliche, noch 'intensivere' Szene, mit der ich mich bis heute nicht ganz anfreunden kann. Fehler sind verständlich und menschlich, nur war es irgendwie ernüchternd, dass sich diese Situation so abgespielt hat. Diese Art von Handlung, diese fehlende Kontrolle gehört für mich zu keinem Charakter, den ich wirklich weiterhin schätzen kann (für eine weitere Erklärung findet ihr nach dem Fazit einen Spoiler). Weil die Konsequenz einfach zu gering war. Die Wut in dieser Situation war verständlich, das macht jedoch die Reaktion dadurch nicht in Ordnung. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich, dass ich mit der Geschichte abgeschlossen habe, der Charakter mich losgelassen hat. Gerade dann konnte mich das Buch von einer ganz anderen Seite überraschen, denn es wurde noch emotionaler, noch tiefgehender. Ich habe mich dagegen gewehrt, dass ich so viel Empathie empfunden habe, weil für mich die Tatsachen immer noch unentschuldbar sind. Dennoch muss ich zugeben, dass der emotionale Twist am Ende mich nicht kaltgelassen hat. Dennoch ist und bleibt ein ungutes Gefühl, etwas, gegen das alles in mir protestiert - es macht Sinn für die Geschichte, Sinn für den Charakter, aber irgendwo sträubt sich einfach alles in mir, wenn ich daran denke.

Fazit:
Der zweite Teil der Richmond Deers Reihe lässt mich leider eher zwiegespalten zurück. Ich hatte mir von dem Buch tolle Fußballvibes, ganz viel Knistern und große Gefühle erhofft, aber am Ende hat eine Szene die vielen schönen Kapitel in dem Buch einfach gedämpft. Deswegen kann ich euch nicht vom ganzen Herzen dieses Buch empfehlen.


Achtung, ab hier gibt es die Erklärung. Diese enthält jedoch SPOILER.
In dem Buch gibt es zwei Szenen, in denen der Protagonist zur Gewalt neigt. Die erste war für mich noch 'in Ordnung', weil die Person nicht (ernsthaft) verletzt wurde. Bei der zweiten sehr ähnlichen Situation handelt Silvano jedoch mehr als nur grob und aggressiv. Die Person, die er verletzt hat ihn zwar vorher wirklich mit Dingen provoziert, die unter der Gürtellinie liegen, dennoch rechtfertigt das in keinem Fall die Reaktion von ihm.

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