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Veröffentlicht am 03.06.2020

Marah Woolf hat es wieder geschafft!

Fluch der Aphrodite
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Klappentext:
Vor über dreitausend Jahren kämpfte Apoll an der Seite der Trojaner, um die Stadt vor den Griechen zu schützen. Doch seine Schwäche für das weibliche Geschlecht ließ ihn diese Aufgabe viel ...

Klappentext:
Vor über dreitausend Jahren kämpfte Apoll an der Seite der Trojaner, um die Stadt vor den Griechen zu schützen. Doch seine Schwäche für das weibliche Geschlecht ließ ihn diese Aufgabe viel zu oft vergessen. Als Troja unterging, gab Aphrodite ihm die Schuld daran und verfluchte ihn. Nie wieder sollte eine Frau sich in den Gott des Lichtes verlieben.
Nun hat Zeus Apoll aus Mytikas, der Heimat der Götter, zu den Menschen verbannt und ausgerechnet Aphrodite soll ihn unterstützen, den Fluch zu brechen. Mit Hilfe eines Tinder-Accounts, zweifelhaften Liebesromanen und den gut gemeinten Ratschlägen seiner Freunde versucht er ein Mädchen zu finden, das sich trotz des Fluchs in ihn verliebt. Ein fast aussichtsloses Unterfangen.
Und dann tauchen auch noch uralte Feinde auf, die nicht zulassen wollen, dass er sein Glück findet und in den Olymp zurückkehrt. Er muss sich Gegnern stellen, die jahrhundertelangen Hass in sich tragen.

Meine Meinung:
Ich muss zugeben, dass ich zuerst etwas anderes von dem Buch erwartet hatte, aber ich bin jetzt am Ende begeistert.

Am Anfang hatte ich schon so meine Befürchtungen, weil ich Angst hatte, dass ich mich nicht in Apoll versetzen kann, weil ich nur sehr selten Bücher lese, die aus der Perspektive von einem Mann/Jungen geschrieben sind.
Am Anfang konnte ich Apoll zwar verstehen, aber ich hätte mir anderes Handeln von ihm gewünscht.
Aber um so weiter es mit der Geschichte ging, desto mehr fiebert man mit Apoll mit.

Zuerst wird man Zeuge vom Krieg der Griechen gegen Trojaner.
Mir hat es sehr gut gefallen solche Einblicke zu bekommen und die Autorin hat dafür definitiv meinen Respekt!
Das war sicherlich nicht einfach.
Dann, dreitausend Jahre später, begleiten wir ihn auf der Suche nach einem Mädchen, das ihn trotz des Fluches liebt.
Auch die Thematik mit den Göttern fand ich ziemlich cool.
Die Umsetzung, Apoll eine eigene Geschichte zu geben und ihn damit auch mehr Leben einzuhauchen, hat die Autorin wunderbar umgesetzt.
Er bringt einen oft zum Lachen und ich glaube, dass es auch interessant wäre ihn mal in echt zu treffen.
Seine Entwicklung hat mir sehr gut gefallen und ich muss sagen, dass ich am Ende irgendwie stolz auf ihn war.

Aphrodite spielt in dem Buch – wie man sich denken kann – auch eine wichtige Rolle und am Anfang konnte ich sie echt nicht leiden.
Tatsächlich hatte ich von der Göttin der Liebe mehr erwartet, aber auch sie wurde mir immer sympathischer und auch ihr Handeln konnte ich während der Geschichte immer besser nachvollziehen.

Zu keinem Zeitpunkt war das Buch irgendwie langweilig und ich musste mich kein einziges Mal zwingen weiterzulesen.
Wobei ich manchmal etwas verwirrt war mit den ganzen Namen.

Der Schreibstil war total flüssig und ich bin nur so über die Seiten geflogen, aber wie schon gesagt haben mich die vielen Namen manchmal etwas verwirrt. ;)

Das einzige was ich aussetzen kann, ist dass das Cover nicht so schön fand, aber Geschmäcker sind ja unterschiedlich :).

Fazit:
Marah Woolf hat es mal wieder geschafft und ich fand das Buch total cool.
Nicht nur die Thematik hat mir gefallen, sondern auch die Umsetzung.
Apoll ist mir ans Herz gewachsen und seine Kommentare und Gedanken haben mich echt oft zum Lachen gebracht.
Der Schreibstil war wie immer total flüssig und langweilig wurde es auch nie!
Das Buch „Fluch der Aphrodite“ bekommt von mir 4,5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.06.2020

Buch mit Message

V is for Virgin
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Klappentext:
„Val Jensen wird von ihrem Freund verlassen - weil sie mit dem Sex bis zur Ehe warten will. Als ihre Geschichte über YouTube viral geht, wird sie unter dem Namen Virgin Val landesweit bekannt. ...

Klappentext:
„Val Jensen wird von ihrem Freund verlassen - weil sie mit dem Sex bis zur Ehe warten will. Als ihre Geschichte über YouTube viral geht, wird sie unter dem Namen Virgin Val landesweit bekannt. Das Chaos scheint perfekt, als schließlich Rockstar Kyle Hamilton vor ihr steht: Der Sänger der Boyband Tralse hat es sich nämlich zum persönlichen Ziel gemacht, sie zu verführen. Womit Kyle allerdings nicht gerechnet hätte: Val bereitet ihm ganz schönes Herzklopfen ...“
Das Buch ist der erste Teil einer Diologie und nach „V is for Virgin“ folgt „A is for Abstinence“.

Meine Meinung:
Ich muss zugeben, dass ich leicht enttäuscht bin.
Das Buch war gut – trotz einiger Kritikpunkte – aber um ehrlich zu sein, habe ich mehr erwartet.

Die Thematik finde ich super, vor allem ist es das erste Buch, das ich kenne, das sich so in der Art mit dem Thema Jungfräulichkeit und das erste Mal in dem Sinne befasst.
Es bestärkt bestimmt viele andere Jugendliche in dem Gedanken, dass man warten soll, bis man auch wirklich bereit ist, denn es ist am Ende ein doch ziemlich großer Schritt, den man nie wieder ändern kann.
Vor allem finde ich, dass diese Thematik gut verpackt wurde.
Die Geschichte finde ich an sich gut, aber ich hätte mir trotzdem etwas anderes an manchen Stellen gewünscht.
Es war manchmal vorhersehbar was passiert und dazu teilweise etwas unrealistisch.

Ich muss leider auch zugeben, dass mir einige Charaktere unsympathisch waren.
Darunter kommt auch Valeries beste Freundin Cara.
Sie zwingt Valerie sehr oft zu Dingen, die sie einfach nicht tun will und sie ist im Verlauf der Handlung oft rücksichtslos.
Auch Valerie konnte ich manchmal nicht verstehen, da sie meiner Meinung nach nicht oft zu ihren Gefühlen steht und sich selbst etwas vor macht.
Trotzdem finde ich sie ziemlich mutig mit so einem Thema an die Öffentlichkeit zu gehen, nachdem sich zuerst viele über ihre Jungfräulichkeit lustig machen.
Sie übernimmt eine Vorbildrolle für alle, die sich noch nicht bereit fühlen oder abstinent leben wollen.
Kyle mochte ich eigentlich immer irgendwie, aber bei ihm hat mir die Tiefe einfach gefehlt.
Er hat Frauen ziemlich oft als einfache Gegenstände behandelt und er akzeptiert nicht, dass Valerie Jungfrau bleiben will.
Das hat mich ziemlich oft geärgert.
Dazu hat er auch einige krasse Versuche gestartet, die sowohl unhöflich als auch unakzeptabel sind, um sie zu verführen.
Seine Entwicklung gefällt mir trotzdem und ich mag ihn am Ende trotz allem dann doch.

Das Ende fand ich an manchen Stellen etwas unrealistisch, aber es ist trotzdem unerwartet und ich war nicht enttäuscht.
Auch wenn es etwas kitschig ist ;).

Kein einziges Mal musste ich mich zwingen weiterzulesen, weil ich wissen wollte, wie es weitergeht und weil der Schreibstil sehr flüssig ist und man gut in das Geschehen reinkommt.
Auch das Cover finde ich total schön!

Mein Fazit:
Kelly Oram kann zwar nicht „Cinder & Ella“ toppen, aber die Thematik des Buches alleine überzeugt mich immer noch und auch das Ende von dem Buch fand ich klasse!
Daher werde ich wahrscheinlich auch „A is for Abstinence“ lesen.
Ich empfehle das Buch allen, die sich ebenfalls mit dem Thema befassen wollen und die kein kitschiges Ende schlimm finden.
Das Buch wird es nicht schaffen zu meinen Lieblingsbüchern zu gehören, aber es ist dennoch ein Buch, das man zwischendurch einfach mal zum Abschalten lesen kann.
Mich hat es jedenfalls zum Nachdenken gebracht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Gefühl
  • Geschichte
  • Figuren
Veröffentlicht am 24.05.2020

Schöne Geschichte, aber vorhersehbar

Wild Kingdom 1: Thron der Leoparden
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Klappentext:
*Liebe ist wie Krieg. Leicht zu beginnen, schwer zu beenden*
Seit Generationen ist Kender, das wilde Land der Gestaltwandler, in zwei Königreiche gespalten, die sich im ständigen Krieg miteinander ...

Klappentext:
*Liebe ist wie Krieg. Leicht zu beginnen, schwer zu beenden*
Seit Generationen ist Kender, das wilde Land der Gestaltwandler, in zwei Königreiche gespalten, die sich im ständigen Krieg miteinander befinden. In diesen schweren Zeiten bekommt Verion, König von Unterkender, ein Friedensangebot. Er soll eine Leoparden-Wandlerin adliger Abstammung aus Oberkender zur Frau nehmen und damit die Königreiche wieder vereinen. Auf einem eigens dafür veranstalteten Maskenball muss er seine Wahl treffen. Die junge Gestaltwandlerin Viktoria ist eine der Kandidatinnen, doch sie versucht alles, um dem König auf dem Maskenball nicht aufzufallen. Denn es gibt einen anderen Wandler, der sie in seinen Bann zieht …

Meine Meinung:
Ich fand die Welt und die Story einfach nur mega cool!
Man kann sich sofort in die Charaktere versetzen und in die Geschichte eintauchen.
Es waren mir zwar nicht alle von Anfang an sympathisch, aber auch das hat sich geändert.
Ich liebe Cassandras Fürsorglichkeit und Victorias rebellische Art.
Außerdem sind mir Jared und König Verion auch sehr ans Herz gewachsen, weil die beiden auch einen tollen Charakter haben und alles mögliche tun, um Victoria und Cassandra zu beschützen.
Während der Geschichte gibt es viele Perspektivwechsel und das erlaubt einem mehr Einblick in die Gefühlswelt der Protagonisten.
Ich muss zugeben, dass es mich am Anfang gestört hat, da ich dort noch keinen Nutzen sehen konnte, aber hinterher lässt es einen das Handel besser verstehen.
Ich hätte mir nur gewünscht, dass die Geschichte vielleicht etwas mehr ausgeführt wird und auch noch mehr passiert, damit wir die Protagonisten besser kennenlernen, weil es mir hinterher doch sehr kurz vorkam.

Das Cover passt ziemlich gut zur Geschichte, aber es könnte auch schöner sein ;)

Der Schreibstil ist sehr flüssig und ich musste mich kein einziges Mal zwingen weiterzulesen. Die Geschichte fand ich auch nicht langweilig, aber manches war leider etwas hervorsehbar.
Sonst ist es eine sehr gelungene Geschichte.

Das Buch „Thron der Leoparden“ von M.J. Martens bekommt von mir 3,75 Sterne.
(hier muss ich jetzt abrunden. da es für mich nicht für 4 Sterne reicht.)

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.04.2020

Absolutes Must-read!!

Dem Horizont so nah
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„Dem Horizont so nah“ von Jessica Koch ist einfach romantisch, emotional und mitreißend.
Die Geschichte ist real und wirklich passiert, vielleicht nicht ganz genau so wie sie in dem Buch steht, aber die ...

„Dem Horizont so nah“ von Jessica Koch ist einfach romantisch, emotional und mitreißend.
Die Geschichte ist real und wirklich passiert, vielleicht nicht ganz genau so wie sie in dem Buch steht, aber die Personen sind bzw. waren real.

In dem Buch geht es um die Liebesgeschichte zwischen Jessica Koch und Danijel Taylor.
Die beiden haben sehr viele Hürden und Schicksalsschläge einzustecken.
Die Geschichte handelt von Liebe, Mut, Vertrauen und eines der schwersten Themen, über die man reden kann:
eine geliebte Person los zulassen.

Das Cover finde ich gerade so schön, weil es eben schlicht gehalten ist.
Vielleicht ist das Cover in einem blauen Ton gehalten, weil es die Augenfarbe von Danny war und eine große Rolle in dem Buch gespielt hat.
Ich hätte mich trotzdem gefreut, wenn es im Hintergrund einen kleinen Sonnenuntergang gegeben hätte, aber das ist wieder meckern auf hohem Niveau.

Bevor ich mich zu den Personen äußern werde, möchte ich nochmal betonen, dass die Geschichte und die Personen real sind und daher echte Menschen waren, die eben so sind wie sie sind und Entscheidungen treffen, die sie für richtig halten, daher fällt es mir schwer mich über die Protagonisten zu äußern.

Jessica war zu Beginn eigentlich ziemlich stur was mir gut gefallen hat, da sie Danny nicht einfach ihre Handynummer gegeben hat.
Es gab aber auch Momente, in denen ich mich gefragt habe, wieso sie trotz allem Danny so schnell erlegen ist und einfach mit sich machen lässt, was er will.
Trotzdem ist sie für mich unglaublich stark.

Hier ein riesengroßes Kompliment an die Autorin!!
Jessica Koch hat den größten Respekt vor mir mit so einem Schicksalsschlag in dem Alter umzugehen und dann Jahre später Dannys Geschichte zu veröffentlichen und ihn damit viele Menschen zum Nachdenken anzuregen.

Danny hat mich sehr berührt.
Natürlich fragt man sich wieso er und seine Freunde diese blöde Nummernspiel spielen, aber am Ende ist er einfach nur stark für mich.
Ich fand es herzzerreißend, als ich über seine Vergangenheit gelesen habe.
Er war immer respektvoll und versuchte niemanden zu verletzen und wurde am Ende selbst verletzt.
Ich hätte ihn gerne kennengelernt, denn seine Weltansicht und Art die Dinge zu beobachten hat mich lange zum Nachdenken gebracht.
Die Welt ist nicht fair und genau das habe ich nochmal verdeutlicht bekommen, als ich das Buch gelesen habe.
Ich liebe die Fürsorge, die er für die Menschen, die er liebt, an den Tag gelegt hat und sein Kampfgeist.
Er wird mir – obwohl ich ihn nie kannte – im Gedächtnis bleiben und ich werde sicherlich meine Lehren daraus ziehen.

Das Buch war einfach nur emotional.
Es gab Höhen und Tiefen und ich bin mir sicher, dass dieses Buch jeden berührt, der es liest.
Hier nochmal ein großes DANKE an die Autorin, dass sie ihre Geschichte an die Öffentlichkeit gebracht hat und mich und andere damit zum Nachdenken anregt!

Ich kann dieses Buch nur empfehlen!!
Es drückt ordentlich auf die Tränendrüse, aber das ist es definitiv wert.
Man fängt einfach an nachzudenken und ich lag gestern Abend noch lange wach und habe mir viele „Was wäre wenn..?“ Fragen gestellt.
Am Schreibstil erkennt man immer noch wie viel Liebe Jessica für Danny übrig hat und genau das finde ich schön.
Es ist schwer los zulassen, aber manchmal muss es leider sein.
Und dann sollte man die letzten Tage genießen.

Ich finde es auch irgendwie schwer eine Geschichte, die wirklich passiert ist zu bewerten, denn die Autorin hätte ja nicht wirklich was an der Geschichte ändern können.
Dennoch finde ich es ein sehr gelungenes Buch.
Es war schlüssig und emotional und man konnte sich in die Lage von Jessica versetzen und mit ihr und Danny mitfühlen.
Und das ist das wichtigste.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.03.2020

Nein, danke! (Achtung Spoiler)

After passion
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In dem Roman „After Passion“ von Anna Todd geht es um Teresa Young, auch Tessa genannt, die aufs Collage geht und dort den geheimnisvollen und attraktiven Hardin kennenlernt.
Tessa fährt zu beginn von ...

In dem Roman „After Passion“ von Anna Todd geht es um Teresa Young, auch Tessa genannt, die aufs Collage geht und dort den geheimnisvollen und attraktiven Hardin kennenlernt.
Tessa fährt zu beginn von ihrem Zuhause weg zu ihrem College.
Ihre Mutter und ihr fester Freund Noah begleiten sie.
Als sie auf ihr Zimmer kommt, lernt sie ihre Mitbewohnerin Steph kennen, die das komplette Gegenteil von ihr ist.
Sie hat Piercings und Tatoos, trägt gewagte Klamotten und geht ständig auf Partys, dazu kommt noch, dass zwei Männer während sie sich das Zimmer anschaut reinkommen, die Steph sehr ähnlich sind (Tatoos, etc.)
Natürlich ist das ein Dorn im Auge von Tessas Mutter, die sowas nicht leiden kann und sie besteht darauf, dass Tessa das Zimmer wechselt.
Tessa kann sie beruhigen und überzeugt sie davon fürs erste dort zu bleiben.
Sie verabschiedet sich von ihnen und ist sich selbst überlassen.
Tessa ist gegen Partys und Alkohol, dennoch schafft Steph es sie davon zu überzeugen, dass sie mitkommt.
Angekommen setzt sie sich zu Steph, Hardin und Co.
Sie fangen an Wahrheit oder Pflicht zu spielen und ab diesem Zeitpunkt wird Tessas leben ordentlich umgekrempelt.
Sie fühlt sich von Hardin angezogen, redet sich aber ein, dass sie doch Noah hat und so fängt das Chaos an.
Anna Todd hat mit dem schreiben auf der bekannten Seite „Wattpad“ angefangen und die „After-Reihe“ und wurde dadurch bekannt.

Ich habe die Ausgabe mit dem Filmplakat als Cover gelesen und um ehrlich zu sein, gefällt mir das andere Cover besser.
Das liegt aber nur daran, dass ich mir die Charaktere vom Aussehen gerne erst mal selbst vorstelle, bevor ich die „wirkliche Erscheinung“ wie z.B. in dem Film anschaue.
Das Problem hierbei ist immer, dass das Aussehen der Schauspieler nicht immer auf die Beschreibungen im Buch passen.
Hardin hat im Buch ein Piercing über der Augenbraue und eins an seiner Lippe, was der Schauspieler auf dem Cover nun mal nicht hat.

Aber kommen wir zurück zum Buch:
Der Schreibstil hat mir ausnahmsweise nicht gefallen.
Normalerweise muss man nicht wirklich was tun, damit ich den Schreibstil mag, aber dieses Mal, bei diesem Buch, konnte ich mich am Anfang einfach nicht konzentrieren, weil es mich irgendwie gestört hat, dass das Buch im Präsens geschrieben und nicht im Präteritum.
Nach ein paar Kapiteln hatte ich mich dran gewöhnt, aber es hat mich dennoch gestört.

Tessas Charakter gefällt mir sehr gut.
Ich konnte mich zu beginn mit ihr identifizieren, denn ich lese wie sie unglaublich gerne und ich mag es gar nicht auf Partys zu gehen und Alkohol zu trinken.
Sie hält sich an Regeln, aber kann trotzdem Spaß haben.
Außerdem ist sie sehr neugierig.
Sie verurteilt auch nicht Steph und ihre Freunde zu beginn, wie ihre Mutter und Noah das tun.
Doch gleich zu Beginn, lässt sie sich überreden auf diese Party zu gehen.
Ich habe mich lange gefragt, wieso sie das tut und obwohl sie auf der Party sich selbst schwört, dass sie nie wieder auf eine Party geht, geht sie beim nächsten Mal schon wieder mit.
Das wirkt für mich sehr widersprüchlich und dass sie einfach nur krampfhaft versucht Leute kennenzulernen.
Bei der nächsten Party versammeln sich alle auf einer Couch um Wahrheit oder Pflicht zu spielen und Tessa will zuerst gar nicht mitspielen, tut das dann aber doch, als Hardin sagt, dass sie ja dann mal 5 Minuten nicht prüde sein müsste, stimmt sie zu und spielt mit.
Als Tessa an der Reihe ist wird sie gefragt, ob sie noch Jungfrau ist, was sie mit einem Schweigen quittiert, da ihr die Frage unangenehm ist.
Alle sind überrascht und machen sich über sie lustig.
Anstatt zu gehen – was ich in der Situation getan hätte – bleibt sie und als dann in der nächsten Runde Hardin sagt, dass man bei Tessa nicht fragen muss, was sie nimmt, da sie sowieso Wahrheit nimmt, da sie ja langweilig ist, nimmt sie Pflicht.
Ihre Aufgabe ist es, Alkohol zu trinken.
Zuerst wehrt sie sich ein bisschen, aber dann trinkt sie doch was.
Jede Runde trinkt sie noch einen Schluck, bis sie komplett betrunken ist und dann fordert Molly – ein Mädchen, was mit Hardin mal rumgemacht hat – Hardin dazu auf Tessa zu küssen.
Das lehnt Tessa trotz des Alkohols ab.
Sie steht auf und geht.
Ich mag Tessa an sich, aber ich finde es schade, dass sie in Literatur-Kursen davon redet wie stark die Frauen sind, aber selbst lässt sie sich so stark von Hardin beeinflussen, nur um ihm Paroli zu bieten.
Natürlich streiten Hardin und Tessa im Roman öfters mal, aber beim streiten kann sie ihm oft widerstehen und dann später wickelt er Tessa wieder um seinen Finger.
Ich hätte mir von Tessa mehr gewünscht, dass sie standhafter ist und mehr zu sich selbst und ihrer Einstellung steht.
Es hat mich außerdem geschockt, als sie Noah betrogen hat.
Sie ist doch eigentlich das gute Mädchen, das niemanden verletzen will und nichts gemeines oder verbotenes tut und dann das.
Sie hätte einfach von Anfang an sich von Hardin fernhalten sollen, wie sie selbst gesagt hat oder sie hätte einfach mit Noah Schluss machen sollen, ohne zu versuchen es zu verheimlichen und Hardin mit Noah zu vergleichen.

Hardins Charakter… wo soll ich da bloß anfangen?
Hardin hat einen Charakter, der sehr widersprüchlich ist.
Ich habe mich manchmal sogar gefragt, ob er schizophren sein könnte.
Hardin ist der Typ, der super begehrt ist, sich jedoch nicht auf feste Beziehungen einlässt und lieber Freundinnen mit gewissen Vorzügen hat.
Er macht Tessa am Anfang das Leben zur Hölle.
Zu Beginn ist Hardin abweisend und einfach nur gemein.
Während des Romans zeigt er jedoch eine weiche und fürsorgliche Seite.
Dennoch lässt er sehr oft den Idioten raus hängen.
Natürlich hat er eine nicht sehr einfache Vergangenheit und lässt daher bestimmt nicht viele Leute an sich ran, aber dennoch gibt es keine Entschuldigung für sein Verhalten.
Er wechselt von heiß nach kalt und er kommt mit Komplimenten und geht mit Beleidigungen.
Tatsächlich kam er mir manchmal wie ein extremer Kontrollfreak vor, aber sobald Tessa das bei ihm macht, rastet er komplett aus.
Man könnte jetzt sagen, dass ich das zu extrem sehe, aber er versucht sie oft zu bevormunden, auch wenn das in manchen Situationen berechtigt war, kann man das auch einfach erklären und dann wäre das Buch vielleicht ganz anders verlaufen.
Er vertraut Tessa nicht in jeder Situation, was ich sehr schade finde.
Andererseits war Tessa ja manchmal auch nicht besser.
Außerdem finde ich, dass Hardin ziemlich Notgeil ist und das wirklich im übertriebenen Sinne.
Er hat immer und überall Lust und selbst als Tessa ihr Praktikum hat will er sie unbedingt auf ihrem Schreibtisch nehmen.
Ich meine HALLO??
Es ist ja schön und gut, wenn man sich liebt und an so etwas Spaß hat, aber wenn man arbeitet oder PraktikantIn ist, ist das eine Nummer zu viel.

Tessas Mutter ist zwar nur ein Nebencharakter, aber ich finde es wichtig sie zu erwähnen.
Sie wirkt wie die perfekte Mutter, die das Leben ihrer Tochter vor geplant hat bis ins letzte Detail.
Ich gebe zu, dass ich sie nicht mag, aber teilweise sind ihre Reaktionen verständlich.
Sie wurde von ihrem Alkohol süchtigem Ehemann verlassen und musste hart arbeiten, um sich und Tessa über Wasser zu halten.
Außerdem sorgt sie sich bloß um ihre Tochter und möchte nicht, dass sie verletzt wird. Das will doch jede gute Mutter, oder?
Jedenfalls kann ich es verstehen, dass sie Tessa zu beginn in ein anders Zimmer bringen will, da sie bestimmt Angst hat, dass ihr was passieren könnte.
Klar, man sollte ohne Vorurteile leben und erst den Menschen kennenlernen, aber mich würde es auch beunruhigen, wenn man seine Tochter in ein Zimmer bringt und keine 5 Minuten später zwei Jungs reinkommen, die wie typische Bad Boys aussehen.
Natürlich ist Tessas Mutter auch irgendwie ein Kontrollfreak, aber sie will einfach nicht, dass ihr das gleiche passiert.
Und ich wäre auch geschockt, wenn ich im Supermarkt erfahren würde, dass meine Tochter sich von ihrem festen Freund getrennt hat.
Andererseits ist es ja von jedem die eigene Entscheidung, wann man was macht, vor allem, wenn man erwachsen ist.


Das Buch fand ich manchmal spannend.
Es hat mich nicht wie üblich so sehr gefesselt, dass ich immer nur an das Buch denke und unbedingt wissen will, wie es weiter geht.
Ich hatte manchmal sogar keine Lust weiter zu lesen und musste mich dazu zwingen.

Die Geschichte war ein einziges auf und ab und hat mich irgendwann gelangweilt, weil es immer das gleiche war.
Hardin und Tessa haben gestritten, dann haben sie sich vertragen und rumgemacht oder sie haben sich nicht vertragen und einer von beiden ist abgehauen.
Am Ende lief es immer auf das gleiche aus und sie haben einander irgendwie befriedigt.
Außerdem war die Geschichte absehbar.
Es war von Anfang an klar, dass das Buch mit einem Cliffhanger endet und dass Hardin am Ende ziemlichen Mist gebaut hat.
Es hat mich bloß überrascht, dass Tessa tatsächlich mit Hardin zusammen gezogen ist.
Es war von Anfang an klar, dass Tessa Noah abschieben wird und mit Hardin was anfängt.
Trotzdem finde ich es teilweise schade, wie sich die Geschichte entwickelt.
Wenn man die Geschichte etwas umschreiben würde und vielleicht mehr Handlungen rein schreiben würde, dann wäre es bestimmt eine spannende Geschichte und es wäre nicht so absehbar.
Ich fand es auch unrealistisch, dass sich Tessa so verrückt nach ihm ist, dass sie sich nach einem Streit nicht einfach zurück zieht und wirklich dafür sorgt, dass sie Hardin nicht mehr sieht.

An dem Buch hatte ich tatsächlich nicht so viel Lesespaß.
Es hat mich irgendwann einfach nur genervt, dass Tessa und Hardin so oft miteinander schlafen.
Okay, an sich weiß man ja, dass es in diesem Buch vorkommt, dass irgendwer mit irgendwem schläft, aber es war mir wirklich zu viel.
Dass Hardin Tessa immer einfach festhält und sie nicht gehen kann, habe ich immer gehasst.
Wenn man gehen möchte, dann hat man das Recht dazu und Hardin hält sie trotzdem fest, auch wenn sie mehrmals sagt, dass er sie loslassen soll.
Wenn man bedenkt, wie es für Tessa gewesen wäre, wenn sie nicht in ihn verliebt wäre, dann hätte man ihn dafür sicher anzeigen können.
Ich würde es nicht unbedingt nochmal lesen, weil ich Lust darauf hätte, die Geschichte von Hardin und Tessa nochmal zu lesen.
Ich weiß auch noch nicht, ob ich überhaupt den zweiten Teil lesen soll.

Ich finde, dass man viel mehr thematisieren müsste, dass Mädchen und junge Frauen sich in solchen Situationen nicht unterkriegen lassen dürfen.
Das Buch vermittelt jedoch das Gegenteil, da Hardin nicht locker lässt und Tessa sich immer unterkriegen lässt.
Außerdem kannten die beiden sich tatsächlich nicht sehr lange und Hardin hat Tessa direkt befriedigt, obwohl Hardin nur an diesem einen Tag wirklich nett zu ihr war.
Sie sind auch sehr schnell zusammen gezogen, was mich auch sehr gewundert hat.
Natürlich hatte Tessa Angst wegen ihrer Mutter, aber in der Situation hätte man auch eine andere Lösung finden können.

Mein Fazit für dieses Buch ist, dass es manche gefallen wird und manchen eben nicht. Am Ende muss sich jeder selbst entscheiden, ob ihm das Buch gefallen hat oder nicht. Ich persönlich empfehle es nur Leuten weiter, die auf sehr ausführlichen Beschreibung stehen, wenn zwei Menschen miteinander schlafen und für Leute, die da weniger nerven haben, empfehle ich es nicht.
Leute, die eine tiefsinnige Geschichte erwarten, rate ich von dem Buch ab.

  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere