Cover-Bild Der Wächter der Winde

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20,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Klett-Cotta
  • Themenbereich: Belletristik - Fantasy: Zeitgenössisch
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Fantasy
  • Seitenzahl: 367
  • Ersterscheinung: 17.08.2019
  • ISBN: 9783608962437
Oliver Plaschka

Der Wächter der Winde

Vornehme Geschäftsleute in einer nachtschwarzen Limousine, ein Schmugglerpärchen mit einem Laster voller gestohlenem Whiskey, ein jugendlicher Waisenjunge aus dem Wilden Westen – sie alle geraten im Hinterland der kalifornischen Küste in einen Sturm, der sie verschlingt. Aber jenseits dieses Orts tut sich ihnen eine fantastische Welt auf.

Keiner der im Sturm Verschollenen ahnt: Sie alle sind Spielball des genialen und exzentrischen Erfinders Ross, der vor zwölf Jahren mit seiner kleinen Tochter in derselben Gegend verschwand. Dort, in der malerischen Wildnis von Big Sur, hat er mithilfe magischer Kräfte die »Welt unter dem Winde« geschaffen, über die er gleich einem König gebietet. Die Gestrandeten geraten in ein Netz aus Intrigen, Erinnerungen und Schuld, fast ohne jede Chance zu entkommen. Eine moderne Fantasygeschichte in der Tradition Neil Gaimans, die Motive aus William Shakespeares »Der Sturm« neu aufleben lässt.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.10.2019

Magisch-Mystische Fantasy

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Beschreibung

Die »Welt unter dem Winde« wurde von dem unkonventionellen und visionären Erfinder Ross erschaffen. Seither lebt er mit seiner Tochter Mira(nda), dem Geist Ariel und dem Jungen Caliban in ...

Beschreibung

Die »Welt unter dem Winde« wurde von dem unkonventionellen und visionären Erfinder Ross erschaffen. Seither lebt er mit seiner Tochter Mira(nda), dem Geist Ariel und dem Jungen Caliban in seiner eigens erschaffenen Parallelwelt. Durch einen Sturm strandet eine Gruppe verschiedener Persönlichkeiten aus unterschiedlichen Epochen in der magischen Welt unter dem Winde, die frappierende Ähnlichkeit mit der realen Umgebung der Gestrandeten aufweist, obwohl sich die Parallelwelt inmitten der Einöde von Big Sur verbirgt.

Mira begegnet zum ersten Mal in ihrem Leben anderen Menschen außer ihrem Vater und fasst schnell Zuneigung zu den Gestrandeten in ihrer Welt, vor allem zu Fernando, dem jungen Mann mit Cowboyhut. Außerdem verstärkt die Ankunft der Gruppe Miras Wunsch, in die reale Welt zu gelangen und ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Gemeinsam mit den Neuankömmlingen stellt sich Mira der Herausforderung, der magischen Welt ihres Vaters zu entkommen.

Meine Meinung

Das hübsche Cover zu Oliver Plaschkas neuem Fantasy-Roman »Der Wächter der Winde« ist im Vintagestil gehalten und passt ausgesprochen gut zur Geschichte. Die Optik erinnert zudem stark an Oliver Plaschkas Roman aus dem Jahre 2010, »Die Magier von Montparnasse«. Die Geschichte ist, ganz Plaschka, auf mehrere Perspektiven ausgelegt und von William Shakespeares »Der Sturm« inspiriert.

Die komplexe Fantasygeschichte splittet sich auf mehrere Handlungsstränge auf, die von der Gegenwart über die 1990er, 1930er bis hin in die 1850er Jahre reichen und aus der Perspektive der unterschiedlichen Protagonisten erzählt werden.

In der Gegenwart befindet sich Antonia (Toni) mit ihrem Angestellten Francis im Wagen ihres ehemaligen Kontrahenten und Studienfreundes Alexander, mit dessen Sohn Bastian und der Fahrerin Swaine, als sie in einen Sturm geraten und durch einen Autounfall gemeinsam in die magische Parallelwelt unter dem Winde geschleudert werden. Diese magische Welt wurde, ebenfalls bei einem schweren Autounfall, in den 1990ern von Tonis Ehemann Ross erschaffen, der sich seither mit ihrer gemeinsamen Tochter Mira, dem Geist Ariel und Caliban dort aufhält. Aus den 1930er Jahren wird das Gangster-Paar Rince & Stephanie angespült, die sich durch einen eigenen Coup endlich von Al Capone lösen wollten, doch ihre Fahrt endet auch in einem Unfall mit ihrem Lkw voller Schmugglerware. Aus dem »Wilden Westen« in den 1850er Jahren verschlägt es den jungen Mann Fernando in die Welt unter den Winden, der ein Versprechen halten will und dabei das Herz von Mira gewinnt.

Die Einflüsse von Shakespeares Klassiker »Der Sturm« reichen von Figuren wie Caliban und Ariel, die sogar die gleichen Namen wie ihre Vettern aus dem Klassiker tragen, über Persönlichkeiten, die an die Protagonisten aus dem Original angelehnt sind wie z. B. Ross an den Zauberer Prospero bis hin zu einer modernen Interpretation des Ursprungstückes. So verfangen sich die Gestrandeten in einem Netz aus Vergangenheit, Wünschen, Hoffnungen, Schuld und sind ihren eigenen Intrigen genauso ausgeliefert wie Ross Macht, sie in der Welt unter den Winden festzuhalten.

Oliver Plaschka erweckt mit seinem bildhaften Schreibstil eine faszinierende Fantasy-Welt zum Leben und reichert diese mit einer vielschichtigen Erzählstruktur sowie Bezügen zu Shakespeares »Der Sturm« an. Um diesen Fantasy-Roman genießen zu können ist es jedoch nicht unbedingt notwendig den Klassiker zu kennen. Vielmehr sollte man sich gegenüber der Geschichte mit all ihren Irrungen und Wirrungen, die eine gewisse Tragik und Dramaturgie mit sich bringt, unvoreingenommen auf sich wirken lassen, sodass sich der Zauber von Plaschkas Erzählkunst richtig entfalten kann.

Mir hat der komplexe Aufbau sehr gut gefallen und auch das Oliver Plaschka die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet empfand ich als guten Ansatz, bei dem es jedoch durch die vielfältigen Erzählperspektiven und die entsprechend geringe Seitenanzahl pro Protagonist an Tiefe und Bezug zu den einzelnen Charakteren fehlte. Daher fühlte ich zu den agierenden Persönlichkeiten immer eine Distanz, obwohl ich gerne viel mehr mit ihnen mitgefiebert und mitgelitten hätte. Dennoch ist »Der Wächter der Winde« ein empfehlenswertes Buch für alle Fantasy-Fans, die mystische Geschichten und eine umfangreiche Erzählstruktur zu schätzen wissen.

Fazit

Magisch-Mystische Fantasy, die die Tragik eines Shakespeare Stückes in sich trägt.

Veröffentlicht am 11.09.2019

Neuinterpretation eines Shakespeare-Klassikers

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Während eines Sturms an der amerikanischen Westküste gelangen mehrere Personen in eine fantastische Welt, der "Welt unter dem Winde". In dieser ist Erfinder Ross Perrault der König. Ein Mann, welche vor ...

Während eines Sturms an der amerikanischen Westküste gelangen mehrere Personen in eine fantastische Welt, der "Welt unter dem Winde". In dieser ist Erfinder Ross Perrault der König. Ein Mann, welche vor zwölf Jahren spurlos verschwand. Und mit ihm seine damals siebenjährige Tochter Mira. Unter den Neuankömmlingen befinden sich u.a. seine frühere Frau ebenso wie sein damaliger beruflicher Rivale. Was sie jedoch noch nicht wissen: Es war keinesfalls ein Zufall, der sie zu Ross führte. Denn Ross sehnt sich nach Genugtuung...

"Sie wissen genau, welchen Eisberg ich meine", sagte Swaine, deutlich ernster. "Das Eis ist unsere Angst. Und der Berg wird immer größer, je tiefer Sie tauchen." (Zitat)

Mit diesem Buch hat Autor Oliver Plaschka sich an den Versuch gewagt, Shakespeares "The Tempest" (Der Sturm) als zeitgenössische Fantasy wiederzugeben. So orientiert sich der Roman inhaltlich auch sehr am Original mit einigen mehr oder weniger fantastischen Abweichungen. In erster Linie wäre dies z. B. die Fantasiewelt statt einer Insel.
Geschrieben ist das Buch aus der Sicht einiger Charaktere, welche sich, zum Teil aus unterschiedlichen Zeiten stammend, in der Welt unter dem Winde zusammenfinden. Es gibt mehrere Erzählstränge, welche recht lang ausfallen statt ineinander zu greifen. Dadurch geraten die anderen Handlungen derweil etwas ins Hintertreffen. Auch wirkt der Stil oft eher wie berichtend statt erzählend, wodurch sich mir beim Lesen alles emotional zu sehr auf Distanz hielt. Interessant war hingegen, immer mal wieder Aussagen zwischen den Zeilen zu entdecken.
Der Schwerpunkt liegt stark auf Antonia "Toni" Perrault, der früheren Frau des Erfinders, sowie Konzernbesitzer Alexander King, von welchen Ross sich einst verraten fühlte und deren frühere Handlungen nach und nach aufgerollt werden. Einblicke in die Welt unter dem Winde erhält man hauptsächlich durch Mira, der mittlerweile fast erwachsenen Tochter, welche ebenfalls seit zwölf Jahren in dieser Welt lebt, sowie von zwei weiteren dort lebenden Charakteren.
Die Idee, den Klassiker in die Welt unter dem Winde zu transferieren, gefällt mir an sich recht gut und ist in meinen Augen auch inhaltlich sehr gelungen. Etwas ausgebremst wurde meine Begeisterung jedoch von dem oftmals eher berichtenden Stil sowie dem durch sehr lang ausfallende Kapitel fehlenden durchgängigen Spannungbogen.

Veröffentlicht am 19.09.2019

Ausbaufähige Grundidee

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Vollständige Rezension: https://floramattenklott.wordpress.com/2019/09/19/der-wachter-der-winde/

Vielen lieben Dank an Hobbit Presse für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares

Wieso habe ich mich ...

Vollständige Rezension: https://floramattenklott.wordpress.com/2019/09/19/der-wachter-der-winde/

Vielen lieben Dank an Hobbit Presse für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares

Wieso habe ich mich entschieden dieses Buch zu lesen? Das Cover hat mich durch seinen alten Charme sofort gefesselt und auch der Inhalt hat mich überzeugt. Aber nochmal genauer…

Das Cover ist einfach nur wunderschön. Diese Illustrationen und Farben lassen das Cover alt wirken und somit auch irgendwie anders, als andere Cover. Unter anderem liebe ich es auch, dass die Teile im Buch mit Illustrationen, also Schnörkel usw, geschmückt sind. Dadurch werden die Elemente vom Cover nochmal aufgenommen.

Durch die Menschen, welche in das fremde Land kommen, gibt es ziemlich viele Charaktere und ich muss leider gestehen, dass es mich teils ziemlich verwirrt hat, denn es wurde auch aus allen Sichten geschrieben. Teilweise gibt es Personen, die nicht unbedingt relevant für die Geschichte waren und auch unwichtige Informationen mitgeteilt haben. Für mich hätten es einfach ein paar weniger Sichten sein müssen, weil es echt nicht unbedingt hilfreich ist so viele verschiedene Sichten zu lesen, die teils von Leuten sind, die man nicht als relevant wahrgenommen hat…

Somit kann ich den Schreibstil nicht wirklich gut heißen und auch die Charaktere sind alles andere als perfekt. Sie haben alle ihre Eigenheiten, aber die Protagonistin Mira hätte, meiner Meinung nach, anders vom Charakter her sein müssen als ein „normales“ Mädchen. Sie wächst einsam, nur umgeben vonn drei weiteren Lebewesen, auf und trotzdem hat sie keinen anderen Charakter als jemand der sein Leben lang unter Menschen gelebt hat. Irgendwie erschließt sich mir das nicht wirklich…

Die Geschichte an sich, ist auch nicht hunderprozentig überzeugent. Unter anderem liegt es wahrscheinlich daran, dass sie sich unglaublich in die Länge gezogen wurde. Es gab keinen wirklichen Klimax, jedenfalls für mich, und auch an Spannung hat es mir gefehlt…

Cover (5/5)
Charaktere (3/5)
Gefühl (3/5)
Schreibstil (3/5)
Geschichte (3/5)

Fazit (3/5)

„Der Wächter der Winde“ ist ein Buch, das auf eine gute Idee aufbaut, diese aber nicht gut umgesetzt wurde. Es hapert schon alleine bei dem wichtigen Charakter von Mira, der für ihre

Veröffentlicht am 17.10.2019

Leider nicht meins

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Als Jemand der eher weniger Kinder- und Jugendbücher liest, konnte ich an diesem trotzdem nicht vorbei. Das Cover hat mich sofort angesprochen und der Klappentext hat sein Übriges.

An sich finde ich ...

Als Jemand der eher weniger Kinder- und Jugendbücher liest, konnte ich an diesem trotzdem nicht vorbei. Das Cover hat mich sofort angesprochen und der Klappentext hat sein Übriges.

An sich finde ich mehrer Erzählperspektiven nicht verkehrt, aber hier kam ich mir den Erzählsträngen mal so gar nicht klar. Der Schreibstil ist absolut passend, aber ich empfand es LS wahnsinnig schwierig, der Handlung und ihrem Sinn zu folgen.

Wenn man bedenkt, wie spannend sich der Klappentext liest, konnte der Inhalt leider nicht so wirklich mithalten. Es war einfach nur anstrengend und hat mich stellenweise tierisch verwirrt.



Fazit

Ich gestehe, das Handtuch geworfen zu haben, weil mir einfach der Spaß beim Lesen und das Interesse verloren gegangen ist. Es ist eine mich verwirrende Geschichte, die mich daran hindert mich darauf zu lassen. Dieses Buch wird seiner Leser finden, mir allerdings lag es so überhaupt nicht.