Der Überlebenskampf in einer Zombie-Apokalypse
Auf der Erde gibt es seit zwei Jahren Zombies. Jena und Weimar sind Städte, die zum Schutz Zäune aufgestellt haben. In Weimar treffen Vivi und Eva aufeinander. Beide wollen nach Jena, weil sie sich da ...
Auf der Erde gibt es seit zwei Jahren Zombies. Jena und Weimar sind Städte, die zum Schutz Zäune aufgestellt haben. In Weimar treffen Vivi und Eva aufeinander. Beide wollen nach Jena, weil sie sich da ein besseres Leben erhoffen. Es gibt einen Güterzug, in den sie steigen, doch als er bei der Hälfte der Strecke stehen bleibt, müssen sie den Weg zu Fuß gehen.
Ich weiß nicht wirklich, wie ich die Graphic Novel einordnen soll. Die Idee mit der Zombie-Apokalypse und der Reise zwischen den zwei Städten finde ich gut. Die Atmosphäre ist düster und schwer, was perfekt dazu passt. Die Novel wird aber auch mit Coming-Of-Age beworben und diesen Aspekt sehe ich hier nicht wirklich. Sowohl Vivi als auch Eva haben mit Schuldgefühlen zu kämpfen und akzeptieren ihre Schuld im Verlauf der Geschichte, das macht aber nur einen kleinen Teil aus, weshalb ich es eher unpassend finde, damit zu werben. Außerdem gibt es Momente in der Graphic Novel, die ich nicht wirklich einordnen kann. Ich kann nicht sagen, was man damit sagen wollte und auch nicht, was das für eine Rolle in der Geschichte gespielt hat. Mit den beiden Protagonisten Eva und Vivi bin ich auch nicht wirklich warm geworden, weil sie nicht wirklich als symphatisch dargestellt werden. Ich habe also mit ihnen mitgefiebert, weil ich wissen wollte, wie es mit ihnen ausgeht, aber nicht, weil sie mir sympathisch waren.
Der Zeichenstil passt gut zu der dystopischen Welt. Es gibt gruselige und düstere Zeichnungen, aber genauso gibt es schöne Bilder, die einem Hoffnung geben und zeigen, dass nicht alles zerstört wird.
Ich kann die Novel empfehlen, wenn man sich für Überlebenskämpfe und Zombies interessiert. Man sollte aber nicht von vager Handlung und unsymphatischen Charakteren abgeschreckt sein.