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19,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Hanser, Carl
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 19.08.2025
  • ISBN: 9783446285187
Percival Everett

Dr. No

Roman
Nikolaus Stingl (Übersetzer)

Nach dem Welterfolg von »James« der neue Roman von Pulitzer-Preisträger Percival Everett – ein satirischer Seitenhieb auf die USA und ihre seltsamen Milliardäre

Ein brillantes Kabinettstück mit Schurken à la James Bond: Dr. No ist ein renommierter Professor für Mathematik an der Brown University, Experte für das Nichts. Das macht ihn zum perfekten Berater für den Schwarzen Milliardär John Sill. Dieser will einen in Fort Knox bewahrten Schuhkarton knacken, in dem sich angeblich »nichts« befindet. Denn wer das Nichts kontrolliert, soll die Weltherrschaft an sich reißen können – und Sill sinnt wegen der jahrhundertelangen Ungerechtigkeit der Weißen auf Rache. Percival Everett hat einen hinreißenden Spionageroman und einen satirischen Seitenhieb auf Ethnie und Macht in den USA geschrieben.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.10.2025

Nichts konnte mich nicht so richtig abholen

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Worum geht’s?

Wala Kitu, Mathematikprofessor und Experte für »Nichts«, soll dem Schurken John Sill, einem schwarzen Milliardär, beim größten Coup seines Lebens helfen: ein Einbruch in Fort Knox. Ziel: ...

Worum geht’s?

Wala Kitu, Mathematikprofessor und Experte für »Nichts«, soll dem Schurken John Sill, einem schwarzen Milliardär, beim größten Coup seines Lebens helfen: ein Einbruch in Fort Knox. Ziel: ein Schuhkarton, gefüllt mit »Nichts«. Denn wer das Nichts kontrolliert, der regiert die Welt.

Wie war’s?

Percival Everett war für mich seit »James« kein Unbekannter und ich habe seinem neuen Werk lange entgegengefiebert. Voller Begeisterung habe ich es angefangen, dann lag es nach den ersten Kapiteln unangetastet auf dem Nachttisch und hat mich in eine regelrechte Leseflaute befördert.

Warum eigentlich? Schwer zu sagen. Ich beschäftige mich als Literaturübersetzerin sehr viel mit Sprache, also hätten mir die vielen Exkurse über das »Nichts« eigentlich gar nicht so viel ausmachen sollen. Ich glaube, primär lag es an den ständigen Anspielungen auf irgendwelche mathematischen Zusammenhänge, schon in der Einleitung, mit denen man als Laie bzw. leidenschaftlicher Mathematik-Hasser eigentlich nichts anfangen kann. Solche Textstellen haben mich immer wieder aus dem Lesefluss geworfen.

Warum ich das Buch trotzdem beendet habe? Die Grundstory ist durchaus interessant, sympathisch waren mir vor allem Kitus Traumgespräche mit seinem einbeinigen Hund und auch seine Kollegin Eigen bringt noch einen interessanten Twist rein, der einen aufs Ende hinfiebern lässt.

Nicht unerwähnt lassen möchte ich die Übersetzung des Kollegen Nikolaus Stingl, die wieder ein sprachliches Feuerwerk und ein Genuss war. An ihm lag’s jedenfalls nicht, dass mich Nichts nicht so richtig begeistern konnte.

Fazit

Percival Everett ist ein hochinteressanter Autor, und auch wenn mich Dr. No nicht vom Hocker gehauen hat, werde ich ihn und seine nächsten Bücher im Auge behalten. Vielleicht ist ja das Nächste wieder ein großer Wurf.

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Veröffentlicht am 21.09.2025

Anstrengend

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Wieder ein Spiegelbestseller, der hinter meinen Erwartungen zurück bleibt.

Das Buch beginnt mit einem Monolog, den man als Nicht-Mathematiker sicher nur schwer verstehen kann und dazu vermutlich eine ...

Wieder ein Spiegelbestseller, der hinter meinen Erwartungen zurück bleibt.

Das Buch beginnt mit einem Monolog, den man als Nicht-Mathematiker sicher nur schwer verstehen kann und dazu vermutlich eine Internetsuchmaschine benötigt. Es liest sich sehr zäh und die vielen verschachtelten Sätze schränken das Lesevergnügen stark ein.

Durch das Thema "Nichts" erreicht der Autor immer wieder witzige Szenen, die zu unterhaltsamen Unterhaltungen führen können. Häufig jedoch durch Fachbegriffe wieder verkompliziert werden.

Die Idee mit dem "Nichts" finde ich lustig, aber nicht so gut umgesetzt, wie es mir gewünscht habe. Durch den Titel und die Vergleiche mit James Bond, hätte ich erwartet, dass es sich hier um einen Spionage-Roman handelt, hierfür fehlt jedoch die Spannung, die nachvollziehbare Planung und die Raffinesse. Hier gibt es zwar einen Schurken, aber auch der wird nicht wirklich näher dargestellt. Obwohl man die Geschichte erfährt, die ihn an den Punkt gebracht hat, alles vernichten zu wollen, erfährt man nicht viel über seine aktuellen Handlungen, sodass man die Geschichte nicht gut nachvollziehen kann.

Am Besten gefallen mir die Rückblenden über die Kindheit der jeweiligen Protagonisten, da diese nicht gespickt sind mit mathematischen Themen, obwohl ich Mathe liebe.

Für mich war das Buch anstrengend zu lesen und nicht so spannend, wie ich gehofft habe.

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