Cover-Bild Anton und sein Gewissen
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14,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Carlsen
  • Genre: Kinder & Jugend / Bilderbücher
  • Seitenzahl: 32
  • Ersterscheinung: 26.02.2024
  • ISBN: 9783551521767
  • Empfohlenes Alter: bis 6 Jahre
Marlies Bardeli

Anton und sein Gewissen

Anne-Kathrin Behl (Illustrator)

Ein Bilderbuch über das schlechte Gewissen und Entschuldigungen

Als Anton im Kindergarten nur ganz kurz und heimlich mit dem tollen neuen Feuerwehrauto von Jette spielen will, passiert etwas ganz schlimmes: Das Spielzeug geht kaputt. Auweia! Jette ist total traurig . Jetzt kann ihr Anton unmöglich sagen, dass er Schuld daran ist. Was würde Jette denn sonst von ihm denken!

In Antons Kopf meldet sich eine Stimme, die ihm sagt, dass er sich bei Jette entschuldigen soll. Anton kennt diese Stimme schon, denn er hört sie immer dann, wenn etwas nicht so gut läuft - zum Beispiel, wenn er jemanden erschreckt, etwas vergisst oder eben, wenn er etwas kaputt macht. Und diese Stimme ist ganz schön lästig . Denn sie lässt sich einfach nicht abschütteln!

Die Stimme in Anton ist sein Gewissen . Und eigentlich will sie Anton auch nur helfen, alles wiedergutzumachen . Nachdem jeder Versuch, die Stimme loszuwerden, gescheitert ist, hört Anton doch einmal richtig zu. Denn sein Gewissen lässt ihn nicht allein, sondern es bestärkt ihn. So schafft Anton es, sich bei Jette zu entschuldigen. Und das fühlt sich richtig gut an!

Eine  bestärkende Geschichte für alle Kinder, die mehr über das Gewissen lernen wollen.

  • Auch unangenehme Gefühle müssen wahrgenommen werden
  • Bietet Sicherheit: Kein Kind ist mit schwierigen Gefühlen allein
  • Zeigt, wie gut sich eine Entschuldigung anfühlen kann

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.05.2024

Schwierig.

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Jette hat ihr Feuerwehrauto mit in den Kindergarten gebracht. Anton findet es so toll, dass er sich das Feuerwehrauto schnappt, sobald Jette aus dem Zimmer ist. Als er an der Kurbel dreht, geht es kaputt. ...

Jette hat ihr Feuerwehrauto mit in den Kindergarten gebracht. Anton findet es so toll, dass er sich das Feuerwehrauto schnappt, sobald Jette aus dem Zimmer ist. Als er an der Kurbel dreht, geht es kaputt. Schnell versteckt er sich und sein Gewissen meldet sich.

Das Cover und die Zeichnungen sind sehr schön und bunt. Auch die Sätze sind kurz und verständlich.

Für Kinder sind Gefühle meistens ein schwieriges Thema und ich finde die Idee den Kindern das Thema Gewissen und Entschuldigungen näher zu bringen toll, allerdings gefällt mir die Umsetzung nicht so sehr. Am Anfang wird erklärt, dass Antons Gewissen immer da ist, wenn er was falsch gemacht hat und sogar auch wenn er am schlafen ist. Ich finde das hört sich etwas "gruselig" an.

Auch finde ich die Altersempfehlung ab 3 Jahren etwas zu früh, denn ich finde, dass die kleinen Kinder es noch nicht so ganz verstehen, dass es sich bei dem Gewissen nicht um eine reale Person handelt. Sein Gewissen sieht eher so aus wie Antons Zwilling oder Freund. Mein Neffe (4) hat es zum Beispiel erst gar nicht verstanden. Ab dem Schulalter wäre dieses Buch sinnvoller.

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Veröffentlicht am 22.04.2024

Nicht unbedingt das richtige Buch zum Thema

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Es gibt einige komplizierte Themen, die Eltern gerne irgendwann mit ihren Kindern besprechen möchten. Es ist immer schön, wenn man ein Buch findet, das bei solch einer Konversation unterstützen kann. 

Allerdings ...

Es gibt einige komplizierte Themen, die Eltern gerne irgendwann mit ihren Kindern besprechen möchten. Es ist immer schön, wenn man ein Buch findet, das bei solch einer Konversation unterstützen kann. 

Allerdings finde ich die Erklärung in diesem Buch einerseits zu kompliziert und andererseits zu simplifizierend. 

Kompliziert: die Autorin versucht im Buch das Konzept "Gewissen" zu erklären. Dabei wird Antons Gewissen als geistlicher Doppelgänger gezeichnet, der ihn ständig berät (oder nörgelt). Für kleine Kinder ist die Darstellung zu abstrakt und sie wundern sich, warum es plötzlich zwei Antons gibt. (Die Altersempfehlung des Buches ist ab 3.) 

Simplifizierend: bis ein Kind dazu kommt, von einem kaputten Spielzeug davonzulaufen, ist schon eine Menge passiert. Warum hat es Angst, was zu sagen? Wahrscheinlich, weil es weiß, dass es Ärger kriegen wird. Das liegt daran, dass die Erwachsenen in der Vergangenheit kein Verständnis für das Kind gezeigt haben. Und plötzlich versucht man sein Kind zu überzeugen, dass es besser für ihn wäre, seine Fehler zu melden?

Veröffentlicht am 07.04.2024

Pädagogischer Holzhammer

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Es ist Spielzeug-Tag im Kindergarten und Jette hat ein Feuerwehrauto mit Drehleiter dabei, zum Kurbeln! Wow, Anton staunt und würde auch gerne damit spielen. Doch er traut sich nicht zu fragen. Als Jette ...

Es ist Spielzeug-Tag im Kindergarten und Jette hat ein Feuerwehrauto mit Drehleiter dabei, zum Kurbeln! Wow, Anton staunt und würde auch gerne damit spielen. Doch er traut sich nicht zu fragen. Als Jette das Auto kurz alleine lässt, kann Anton nicht widerstehen und macht prompt die Kurbel kaputt. Voller Angst und Scham schleicht sich Anton davon, ohne Jette Bescheid zu geben... Doch plötzlich hört er eine Stimme in seinem Kopf- sein Gewissen klopft an und lässt ihm keine Ruhe.

Hmm hmm hmm. Mich konnte dieses Bilderbuch leider nicht überzeugen. Recht und Unrecht, Fehler machen, Perspektivwechsel und sich entschuldigen - dieses Bilderbuch nimmt große und wichtige Themen in den Blick. Mit einer "lebensnahen" Geschichte - Streit im Kindergarten - sollen Werte quasi durch die Blume vermittelt werden. Klappt hier meiner Meinung nach nicht, weil die Geschichte dazu viel zu plump und mit erhobenem Zeigefinger daher kommt. "Bitte entschuldige dich gefälligst und mach am besten keine Fehler!" ist kein nachhaltiger Weg, um kleinen Menschen Moralvorstellungen zu vermitteln. Mit Kindern über Recht und Unrecht zu sprechen, ist nicht immer leicht. Die moralische Entwicklung ist viel später abgeschlossen, als allgemein angenommen wird und die kindliche Hirnreife lässt oft nur schwer einen Perspektivwechsel in die Lage des Anderen zu. Meiner Überzeugung nach lernen Kinder am besten, indem sie uns Erwachsene sehr genau beobachten und nachahmen. Natürlich können auch Geschichten dabei helfen, Sachverhalte zu verinnerlichen. Dann wäre es jedoch schön, wenn der streng erhobene Zeigefinger eingeklappt wird und man Kinder und ihre Lebenswelten liebevoller und mit ein wenig mehr Humor aufgreift. Die Illustrationen sind zwar hübsch gemacht, verwirren aber am wichtigsten Punkt mehr, als dass sie helfen. Die Darstellung von Antons Gewissen sieht aus wie sein leicht durchscheinender Zwillingsbruder, wodurch sich immer "zwei Antons" im Raum befinden. Das ist gerade für kleinere Kinder (und damit für die angegebene Zielgruppe!) schwer zu begreifen. Von mir leider keine Empfehlung.

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