Cover-Bild Die letzten Tage der Dinosaurier
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24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Goldmann
  • Themenbereich: Geschichte und Archäologie - Geschichte
  • Genre: Sachbücher / Geschichte
  • Seitenzahl: 352
  • Ersterscheinung: 09.11.2022
  • ISBN: 9783442316748
Riley Black

Die letzten Tage der Dinosaurier

Warum ihr Ende unser Anfang war und was ein Asteroid damit zu tun hat
Nikolaus de Palézieux (Übersetzer)

Willkommen in der Kreidezeit! Am Rande eines Waldes – etwa dort, wo sich heute die berühmte Fossilienstätte Hell Creek (Montana/USA) befindet – schlendert gemächlich ein Triceratops horridus umher. Doch die Idylle trügt, denn in ein paar Stunden wird hier alles ausgelöscht sein, das üppige Grün der Urzeitpflanzen dem Feuer weichen. Der Tyrannosaurus rex wird von seinem Thron gestürzt werden, zusammen mit den meisten anderen Dinosaurierarten. Als wahrscheinlichste Ursache für diese Katastrophe vor 66 Millionen Jahren gilt ein Asteroid, der mit seinem Einschlag im Golf von Mexiko einen gewaltigen Klimawandel auslöste und das Aussterben von 75% der damals lebenden Arten nach sich zog. In diesem unterhaltsamen wie fundierten Werk teilt die amerikanische Dinosaurierexpertin Riley Black neueste Forschungsergebnisse und unternimmt mit uns eine furiose Reise durch die Tage, Monate und Jahrtausende nach dem zerstörerischen Ereignis, das den Weltlauf veränderte und dem wir unsere Existenz verdanken.

Ausstattung: ca. 20 s/w Abbildungen

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Lesejury-Facts

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  • tigerbea hat dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.05.2023

Leben und (Aus)sterben am Beginn des Paläozäns

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Dinosaurier faszinieren die Menschen schon seit langem und gerade auch die Tatsache, dass alle nicht avischen Dinosaurier (also alle Nichtvogeldinosaurier) zum Ende der Kreidezeit plötzlich ausstarben, ...

Dinosaurier faszinieren die Menschen schon seit langem und gerade auch die Tatsache, dass alle nicht avischen Dinosaurier (also alle Nichtvogeldinosaurier) zum Ende der Kreidezeit plötzlich ausstarben, hat schon zu einiger Mythenbildung und zahlreichen teilweise weit hergeholten Theorien geführt.
Die US-amerikanische Wissenschaftsredakteurin Riley Black zeichnet hier ein auf dem aktuellen Forschungsstand beruhendes Bild der damaligen Ereignisse. Sie beschreibt, was vor und während des Einschlags des Asteroiden passierte, der den „schlimmsten Tag in der Geschichte des Lebens auf der Erde“ einläuten sollte, und verfolgt die weitere Entwicklung dessen, was eine Stunde, einen Tag, einen Monat, ein Jahr, einhundert Jahre, eintausend Jahre, einhunderttausend Jahre und eine Million Jahre danach geschah. Dabei konzentriert sie sich vor allem auf das Geschehen im Hell Creek im urzeitlichen Montana, wirft aber immer wieder auch kurze Blicke auf andere Teile der Welt. Natürlich stehen meist größere und „interessantere“ Tiere im Vordergrund, in den ersten Kapiteln eben Lebewesen wie Tyrannosaurus rex und Triceratops horridus, danach vor allem Säugetiere (einschließlich der ersten Primaten). Aber auch die Schicksale von Amphibien, Krokodilen, verschiedenen Pflanzenarten oder Ammoniten werden betrachtet.
Man kann dabei ganz gut nachverfolgen, wovon Leben und (Aus)sterben abhingen und dass auch Gruppen, die oft als „Gewinner“ des Massensterbens dargestellt werden, hohe Verluste erlitten. Auch wird deutlich, wie sehr wir (und natürlich auch alle anderen Lebensformen) unsere Existenz diversen Zufällen zu verdanken haben.

Es gibt allerdings auch einige Kritikpunkte: Zunächst ist der Titel des Buches irreführend. Obwohl die Dinosaurier immer wieder erwähnt werden, geht es in Wirklichkeit nicht um ihre „letzten Tage“, sondern darum, was nach ihrem Aussterben passierte.
Außerdem ist der Inhalt doch häufig ziemlich spekulativ und manche Sätze zu reißerisch. Zumindest wird in Anhang dann klargestellt, welche Beschreibungen tatsächlich auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen und woher die Autorin die Inspiration für manche Handlungselemente hat.
Dazu kommt, dass der Text bisweilen holprig ist und ein paar eindeutig falsche oder zumindest unklare Aussagen enthält. Dies könnte aber auch an der Übersetzung liegen.

Fazit: Die Grundidee, den Ablauf eines Massenaussterbens und dessen Konsequenzen im Zeitverlauf zu verfolgen, ist jedenfalls interessant und ich konnte hier einiges Neues erfahren. Beispielsweise, dass die meisten großen Dinosaurier bereits in den ersten Stunden nach dem Einschlag ausstarben. Teilweise war ich aber nicht ganz sicher, wie verlässlich die eine oder andere Darstellung ist.
Deswegen kann ich dieses Buch nur eingeschränkt weiterempfehlen. Als Ergänzung zu anderen Büchern über diese Materie ist es aber doch lesenswert.

Veröffentlicht am 30.12.2022

Kurzweilige Lektüre mit kleineren Schwächen

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Das Buch liest sich sehr flüssig, es ist informativ, aber dennoch leicht zu lesen. Kapitel für Kapitel lernen wir die damalige Welt und ihre Bewohner besser kennen, bis es schließlich zum Asteroideneinschlag ...

Das Buch liest sich sehr flüssig, es ist informativ, aber dennoch leicht zu lesen. Kapitel für Kapitel lernen wir die damalige Welt und ihre Bewohner besser kennen, bis es schließlich zum Asteroideneinschlag kommt. Das Buch bietet hier einen viel weiteren Ausblick, als der Titel vermuten lässt. Natürlich geht es um den Einschlag und die Tage direkt danach, dann aber beschreibt die Autorin auch, was ein, hundert, eintausend, einhunderttausend und eine Million Jahre nach dem Einschlag geschah. Im Fokus steht dabei vor allem das Gebiet nahe des Einschlagsortes in Montana, vereinzelt wird ein Blick auf den Rest der Welt geworfen. Neben den Dinosauriern werden auch andere Schicksale, z.B. von Pflanzen oder Ammoniten betrachtet. Wenn man den Inhalt betrachtet, ist der Titel des Buches also etwas irreführend.

Gut gefallen hat mir, dass oft einzelne Dinosaurier herausgegriffen und beschrieben wird wie sie lebten und welche Auswirkungen der Einschlag auf sie hatte. Hier fühlte ich mich in die Vergangenheit versetzt und konnte mir die damalige Welt sehr gut vorstellen. Allerdings hätte ich mir kleine Darstellungen zu den im Fokus stehenden Dinosauriern gewünscht, bei einigen musste ich dann doch Google bemühen, da ich nicht gleich ein Bild vor Augen hatte.

So gut mir die ersten beiden Drittel des Buches gefallen haben, so wenig wusste ich mit dem letzten anzufangen. Auf gut 80 Seiten erzählt die Autorin über ihre Leidenschaft für Dinosaurier und über die Entstehung des Buches. Hier habe ich nur noch quergelesen, für mich war das nicht von Interesse. Besser hätte ich einen Anhang mit Zeichnungen der Dinosaurier gefunden.

Fazit
Die Begeisterung der Autorin für Dinosaurier ist spürbar und ansteckend, insgesamt hat mir das Buch gut gefallen und viel neues Wissen vermittelt. Beim letzten Abschnitt hätte man aber einiges kürzen können.

Veröffentlicht am 08.12.2022

Spannende Reise durch die Zeit

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Riley Black führt den Leser in DIE LETZTEN TAGE DER DINOSAURIER auf eine Reise in die Vergangenheit und vermischt ihre Fantasie mit Fakten, soweit sie bisher bekannt sind. Wobei der Titel etwas irreführend ...

Riley Black führt den Leser in DIE LETZTEN TAGE DER DINOSAURIER auf eine Reise in die Vergangenheit und vermischt ihre Fantasie mit Fakten, soweit sie bisher bekannt sind. Wobei der Titel etwas irreführend ist, denn Dinosaurier spielen hier keine große Rolle (jedenfalls wenn man an Tyrannosaurus oder Triceratops denkt …).
Ein Komet rast Richtung Erde und sein Einschlag wird die Welt verändern … und Blacks Erzählung beginnt dort. Der Dinosaurier letzte Stunde hat geschlagen und bald wird keiner der großen Riesen zusammen mit einigen anderen Tiergruppen verschwunden sein. Vor dem Einschlag, die erste Stunde, der erste Tag … noch sind die Veränderungen nicht gravierend, aber Black schreitet weiter in der Zeit voran und andere Tiergruppen gewinnen an Bedeutung.
Es ist eine fiktive Geschichte, die auf Tatsachen beruht und auch dem Laien das Aussterben der Dinosaurier und die Evolution näher bringt. Langweilig wird es nie, auch nicht zu wissenschaftlich.
Nach etwas weniger als 300 Seiten könnte man das Buch beiseite legen und hätte bis dahin gute Unterhaltung geboten bekommen. Aber es geht noch weiter und Black erklärt im Anhang die Fakten, die Hypothesen und ihre eigenen Spekulationen … und das ist nicht weniger interessant und informativ wie die Seiten davor.
Unterhaltsames Nature Writing, das viel über die ausgestorbenen Lebewesen vor uns zu berichten hat und auch Quellenangaben für Interessierte bietet.

Veröffentlicht am 27.12.2022

Nicht das, was ich erwartet hatte

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Die amerikanische Wissenschaftsjournalistin Riley Black ist von Kindheit an fasziniert von Fossilien und Dinosauriern. Nun möchte sie die Leser mit ihrem Buch "Die letzten Tage der Dinosaurier" ebenso ...

Die amerikanische Wissenschaftsjournalistin Riley Black ist von Kindheit an fasziniert von Fossilien und Dinosauriern. Nun möchte sie die Leser mit ihrem Buch "Die letzten Tage der Dinosaurier" ebenso davon begeistern. Mich hat das Buch leider ein wenig enttäuscht. Denn entgegen dem Titel handelt es nur sehr gering, nämlich genau nur im ersten Kapitel, von den Dinosauriern vor dem Meteoriteneinschlag. Danach reist man in Etappen bis in die heutige Zeit und verfolgt, wie sich Pflanzen und Tiere entwickelt haben. Dies ist zwar auch einigermaßen interessant, war für mich aber nicht das zu lesen gewollte Thema. Somit waren lediglich die ersten drei Kapitel (Der Einschlag, Die erste Stunde, Der erste Tag) wirklich interessant. Hier nimmt man am Schicksal einzelner Dinosaurier teil und bekommt durch die Beschreibung ihres Lebens und ihrer Ängste richtig Mitleid mit ihnen. Riley Black vermittelt hier sehr gut, daß hinter den Fossilien Lebewesen mit Gefühlen steckten - was leider bei all der Faszination dafür oft vergessen wird. Gern hätte ich Zeichnungen zu den einzelnen erwähnten Dinosauriern vorgefunden, denn einige waren mir doch neu und das ständige in anderen Büchern nachsehen müssen, war mit der Zeit doch lästig. Den Rest des Buches fand ich dann auch etwas langatmig, da mich diese Zeiten nicht wirklich interessiert haben. Zum Schluß gibt es dann noch seitenweise Erklärungen zu den einzelnen Kapiteln, die auch gut und gern direkt dort hätten einfließen können. Wie bereits erwähnt hatte ich von diesem Buch etwas anderes erwartet, somit kann ich es leider nur bedingt empfehlen.

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