Cover-Bild MATTHEW CORBETT und die Hexe von Fount Royal - Band 1
Band 1 der Reihe "Matthew Corbett"
(11)
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19,95
inkl. MwSt
  • Verlag: Luzifer Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Historisch
  • Genre: Krimis & Thriller / Historische Kriminalromane
  • Seitenzahl: 516
  • Ersterscheinung: 23.03.2017
  • ISBN: 9783958351974
Robert McCammon

MATTHEW CORBETT und die Hexe von Fount Royal - Band 1

historischer Thriller
Nicole Lischewski (Übersetzer)

1699 in den Carolina-Kolonien Amerikas …

Die Einwohner von Fount Royal sind überzeugt, dass eine Hexe für die unerklärlichen Tragödien in ihrem Dorf verantwortlich ist. Sie verlangen, dass die schöne Witwe Rachel Howarth vor Gericht gestellt und wegen Hexerei hingerichtet wird.
Der Prozess wird vom reisenden Richter Isaac Woodward mithilfe seines scharfsinnigen jungen Gerichtsdieners Matthew Corbett geführt.
Matthew glaubt an Rachels Unschuld und muss sich bald dem wahren Bösen stellen, das in Fount Royal umgeht …

»… eine herausragende Geschichte, fesselnd und voller Spannung …« [Stephen King]

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.03.2017

3,5 Sterne

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1699, Carolina - Kolonien (heutige USA):

Geht eine Hexe in Carolina um? Das zumindest glauben die Bewohner der kleinen Stadt Fount Royal. Ihr Name ist Rachel Howarth, eine Fremde - wunderschön und mutig. ...

1699, Carolina - Kolonien (heutige USA):

Geht eine Hexe in Carolina um? Das zumindest glauben die Bewohner der kleinen Stadt Fount Royal. Ihr Name ist Rachel Howarth, eine Fremde - wunderschön und mutig. Kein Wunder, dass sie von manchen Einwohnern gehasst wird und den meisten zumindest suspekt vorkommt.
Der fahrende Friedensrichter Isaac Woodward und sein scharfsinniger
Gerichtsdiener Matthew Corbett sollen ihr den Hexenprozess machen. Die Beweise sind erdrückend: In ihrem Haus finden sich okkulte Hinweise, sie weigert sich, die Worte des Herrn zu sprechen, und Zeugen berichten von unaussprechlichen Dingen, die sie mit dem Leibhaftigen selbst begangen haben soll.
Aber Matthew zweifelt an den Anschuldigungen. Gibt es so etwas wie Hexerei wirklich? Und wenn Rachel tatsächlich wie ein Dämon durch die Nacht fliegen kann, wieso hat sie sich dann nicht längst selbst aus dem Gefängnis befreit?
In Fount Royal gehen noch weitaus rätselhaftere Dinge vor. Wer ermordete Rachels Ehemann? Wer wäre imstande, eine ganze Stadt zu paralysieren? Und wer würde davon profitieren, wenn die Hexe verbrannt würde?
Es tobt tatsächlich ein Kampf zwischen Gott und Teufel, zwischen Gut und Böse in dieser Stadt, und selbst die Unschuldigen sind nicht länger sicher. Schon bald muss sich Matthew Corbett mit Herz und Hirn dem wahrhaftigen Bösen stellen, das in Fount Royal umgeht ...


Ich lese sehr gerne Gothic Novels. Und so hat auch der vorliegende Roman mein Interesse geweckt.
Die Grundidee und das setting fand ich sehr spannend, auch wenn ich mich des Öfteren gefragt habe, ob das Beschriebene der Prüfung eines Historikers stand halten würde.
Horror trifft auf Historie:
Der Autor verwendet meines Erachtens viele (alt)bekannte Zutaten, die in dem Genre vielleicht unumgänglich sind, es gibt Anklänge an den Entwicklungsroman. Der Protagonist – Waisenkind und Adlatus, auf Reisen mit seinem Mentor, entwickelt sich im Zuge der Ereignisse, und klar, er wird vom jungen Mann zum Mann & er verliebt sich unsterblich.
Schon die Exposition fand ich sehr plastisch, als der Richter und sein Helfer um einem schweren Sturm (hallo, Topos) zu entkommen, in einer Kaschemme unterkommen, in der es äußerst dubiose Gestalten gibt (Im Deutschen fand ich es etwas störend, dass eine weibliche Figur so etwas wie Dialekt spricht). Sie entkommen dann nur knapp dem Tod, nur um in Fount Royal vom Regen in die Traufe zu kommen.
Hexenhysterie hat die Siedlung erfasst. Ich liebe ja die Geschichten von Nathaniel Hawthorne und Arthur Miller, daher muss der Schöpfer von Matthew Corbett sich diesen Vergleich gefallen lassen.
Robert McCammon hat gute Ideen, aber die Ausarbeitung und die Umsetzung hat mich leider nicht zu 100 Prozent überzeugt, denn die Figuren fand ich nicht zu 100 Prozent rund.
Matthew war mir irgendwie zu schematisch dargestellt, und die angebliche Hexe ist natürlich überirdisch schön und begehrenswert – wobei ich zum nächsten Punkt komme – die vielen sexuellen Anspielungen waren nicht so meins und stellenweise las sich der Roman einfach zäh! Und das Ende hat mich enttäuscht. Aber ich habe die Handlung mit Interesse verfolgt.


Fazit:

Kein schlechter Roman!
Viele gute Ideen, leider auch Klischees, trotzdem eine interessante Lektüre mit unbefriedigendem Ende. Daher vergebe ich für „Matthew Corbett und die Hexe von Fount Royal“ von Robert McCammon 3,5 von insgesamt 5 möglichen Sternen.