The predator
Das Cover hat mich hier sofort angesprochen und auch der Klappentext klang ganz interessant. Also wollte ich mehr erfahren.
Die Idee klang für mich definitiv vielversprechend. Machtspiele in einer dunklen, ...
Das Cover hat mich hier sofort angesprochen und auch der Klappentext klang ganz interessant. Also wollte ich mehr erfahren.
Die Idee klang für mich definitiv vielversprechend. Machtspiele in einer dunklen, gefährlichen Mafiawelt mit zwei starken Charakteren aus verfeindeten Familien. Dazu noch eine explosive Mischung aus Enemies to Lovers und Forbidden Romance. Perfekt oder? Für mich leider nicht. Denn das Potenzial, was der Klappentext versprach, blieb leider aus.
Tristan Caine soll der Inbegriff von Gefahr und Kontrolle sein, doch für mich wirkte seine Figur zu übertrieben konstruiert und mit viel zu viel Klischee behaftet. Auch Morana, die eine Hackerin mit vermeintlicher Intelligenz darstellt, hätte für mich mehr Haltung waren sollen. Doch sie verliert sich schnell in einem widersprüchlichen Verhalten, das ihre Glaubwürdigkeit untergräbt und sie naiv wirken lässt. Ihre Entwicklung? Kaum vorhanden.
Die Momente mit Tristan sind zwar spannungsgeladen, entwickeln sich aber für mich teilweise zu sprunghaft und ohne echte emotionale Tiefe.
Die Handlung wirkt überladen und verliert sich häufig in zu vielen Erklärungen, Wiederholungen oder gewollt düsterem Ton. Ich weiß nicht, wie oft ich gelesen habe, dass er nach Schweiß riecht. Ich hab schon genervt geschnauft. Auch die Namen der Mafia-Familien fand ich persönlich sehr unpassend.
Der Schreibstil aus der dritten Person ist mir stellenweise zu überdramatisch und zieht sich unnötig in die Länge, was mein Lesevergnügen stark gemindert hat. Die Sätze sind absolut unnötig verschachtelt und ich musste sie teilweise mehrfach lesen.
Statt intensiver Mafia-Atmosphäre gibt es in meinen Augen langatmige Dialoge, die nicht zielführend sind. Dies finde ich sehr schade, denn die Grundidee ist durchaus interessant.
Leider nicht mein Buch, da es für mich an der optimalen Umsetzung scheitert. Zu viel Klischee, zu langatmige Passagen, zu wenig Substanz, zu viel Potenzial liegen gelassen. Es ist zu wenig Raum für Spannung und Gefühl. Die Story ist mir zu oberflächlich und zu distanziert.