Cover-Bild Heir
Band 1 der Reihe "Die Heir-Reihe"
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15,99
inkl. MwSt
  • Verlag: cbj
  • Genre: keine Angabe / keine Angabe
  • Ersterscheinung: 26.02.2025
  • ISBN: 9783641325817
Sabaa Tahir

Heir

Die epische neue Fantasy von Weltbestsellerautorin Sabaa Tahir voller Spannung, Action und Romantik.
Christel Kröning (Übersetzer), Hanna Christine Fliedner (Übersetzer), Christopher Bischoff (Übersetzer)

Eine Waise. Eine Ausgestoßene. Ein Prinz. Und ein Killer, der ein ganzes Imperium in die Knie zwingt.

Aiz hat als Kind im Waisenhaus eine Tragödie erlebt und dürstet seitdem nach Rache. Sirsha, die wegen eines unverzeihlichen Verbrechens aus ihrem Stamm verbannt wurde, kann mit Erde, Luft und Wasser sprechen. Für Geld erklärt sie sich bereit, einen gewissenlosen Mörder zu jagen. Doch dabei kommt ihr die Liebe in die Quere. Quil ist der Kronprinz des Imperiums, will aber als Sohn des meistgehassten Imperators seines Volks keine Macht übernehmen. Als jedoch ein bösartiger Feind das Imperium bedroht, muss Quil sich fragen, ob er sein Erbe nicht doch antreten will.
Die drei jungen Helden begeben sich auf eine düstere und atemlose Reise, die sie das Leben kosten könnte – und ihre Herzen.
In ihrer großen neuen Fantasy-Dilogie kehrt New-York-Times-Bestsellerautorin Sabaa Tahir zurück in die Welt von »An Ember in the Ashes«. Dort kämpfen eine Waise, eine Ausgestoßene und ein Prinz mit der Bürde der Macht, den verheerenden Folgen hemmungsloser Gier und den Fallstricken der Liebe.

Enthaltene Tropes: Fated (Soul-)Mates, Forced Proximity, Broken Hero/Heroine

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Lesejury-Facts

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  • BlueLeo hat dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.04.2025

Ein episches Fantasy Highlight!

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High Fantasy at it‘s best!

Eine Waise. Eine Ausgestoßene. Ein Prinz.
Aiz. Sirsha. Quil.
Deren Fäden irgendwie miteinander verwoben sind.

Neue Helden in einem altbekannten Universum.
Gegen eine neue ...

High Fantasy at it‘s best!

Eine Waise. Eine Ausgestoßene. Ein Prinz.
Aiz. Sirsha. Quil.
Deren Fäden irgendwie miteinander verwoben sind.

Neue Helden in einem altbekannten Universum.
Gegen eine neue übermächtige Bedrohung.
Willkommen in der grausamen und zugleich faszinierend magischen Welt von „An Ember in the Ashes“.

Ich bin total unvoreingenommen an die Geschichte herangegangen. Mit Unkenntnis über die Vorgeschichte (im deutschen schon einmal erschienen unter „Elias & Leia“), war der Einstieg in diese wirklich komplexe Welt zuerst etwas beschwerlich. Doch Sabaa Tahir beherrscht ihr Handwerk wie keine zweite und so fügten sich im Verlauf immer mehr die vorangegangene Geschehnisse und das politische Konstrukt nahm Konturen an. So ein geniales Worldbuilding habe ich bisher selten gelesen und ich habe wirklich schon viele altbewährte sowie neue Fantasy Welten bereist.
Auch die drei Protagonisten aus deren Sicht die Geschichte abwechselnd erzählt wird, sind vielschichtig, manchmal sympathisch, manchmal das komplette Gegenteil. Manchen Charakter lernt man hier wirklich zu hassen. Erste Charakterentwicklungen waren auch schon zu erkennen und lassen mich auf den nächsten Band freuen. Zudem waren die Nebencharaktere im Vergleich zu anderen Fantasy Büchern echt stark präsent und haben die Handlung vorangetrieben. Ein, zwei bekannte Gesichter sieht man hier nämlich auch noch wieder.
Auch die Handlung war sehr unvorhersehbar, da man zwar wusste, dass unsere Charaktere sich irgendwann treffen werden, aber wie und unter welchen Gegebenheiten, war lange Zeit offen. So bin ich nur durch die Seiten gerast, da das Buch mich mit Haut und Haaren verschlungen hat. Sommancher Twist wie auch das Ende hat mich etwas zerstört zurückgelassen und ich kann den nächsten Band gar nicht mehr erwarten! Auf die Handlung selbst will ich daher nicht allzu genau eingehen. Es sei nur so hier gesagt — es lohnt sich!

In der Zwischenzeit habe ich es mir mit der Originalreihe zu diesem Spin Off „An Ember in the Ashes“ gemütlich getan und ich liebe diese Welt einfach so sehr! Da habe ich eine neue Herzensreihe für mich entdeckt und am liebsten würde ich direkt von vorne nochmal darin eintauchen.

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Veröffentlicht am 10.03.2025

Genauso düster, undurchsichtig, spannend und intensiv wie die Elias&Laia-Reihe!

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Bei "Heir" handelt es sich um ein Sequel von Sabaa Tahirs erfolgreicher "Elias&Laia"-Reihe, welche ich absolut GELIEBT habe. Die vierbändige Reihe gehört zu meinen absoluten All-Time-Favorites im Fantasy-Bereich ...

Bei "Heir" handelt es sich um ein Sequel von Sabaa Tahirs erfolgreicher "Elias&Laia"-Reihe, welche ich absolut GELIEBT habe. Die vierbändige Reihe gehört zu meinen absoluten All-Time-Favorites im Fantasy-Bereich und wurde vom Time-Magazine auf die Liste der 100 besten Jugendbücher aller Zeiten gewählt. Deshalb wird es wohl kaum überraschen, dass ich mich riesig darauf gefreut habe, in die Welt des Imperiums zurückkehren zu können und drei neue Figuren zu verfolgen, die nun in einer Dilogie auf ein eigenes Abenteuer gehen. 640 Seiten später kann ich bezeugen: "Heir" ist genauso düster, undurchsichtig, spannend und intensiv wie ihre Hauptreihe und ist mit seiner Epik, Brutalität aber auch Hoffnung zu meinem ersten Jahreshighlight 2025 geworden.

Zuerst wie immer ein paar Worte zur Gestaltung. Da "Heir" anders als die Hauptreihe von cbj und nicht von ONE verlegt wurde, reiht sich das Cover optisch leider nicht in die Reihe ein. Wobei "leider" hier relativ zu sehen ist, da ich die Gestaltung des Sequels um einiges ansprechender finde als die der Hauptreihe mit den teilweise unpassenden Model-Gesichtern. Hier ist im Stil eines filigranen Kratzbildes die Silhouette eines goldenen Helden zu sehen, der umweht von einer Brise auf dem Gipfel eines Berges steht, während sich über ihm ein Sturm zusammenbraut. Die Farbakzente in schwarz, dunkelblau, silber und gold passen dabei wunderbar zur dichten, düsteren Atmosphäre der Geschichte. Die blauen Windböen, die im Buch eine wichtige Rolle spielen, setzen sich in der Erstauflage außerdem als Farbschnitt rund um das Buch fort. Auch die ergänzte, ausführliche Seite des Imperiums und des südlichen Kontinents sowie die Trennblätter der vier großen Abschnitte des Buches - "Der Fall", "Die Jagd", "Mutter Diz" und "Die Leere" sind ebenfalls in Stil und Farbe des Covers gehalten. Hier lohnt sich also definitiv der Kauf der gebundenen Ausgabe!

Erster Satz: "Aiz wünschte, sie würde ihre Feinde nicht so glühend hassen, denn das gab ihnen Macht über sie."

Sabaa Tahir beginnt in "Heir" eine neue, komplex aufgezogene Geschichte, die circa 20 Jahre nach den vorherigen Bänden ansetzt und hauptsächlich aus drei neuen Erzählperspektiven erzählt wird. Auch wenn im späteren Verlauf auch mal zu Nebenfiguren gewechselt wird, wie wir das auch aus "Elias & Laia" kennen, stehen Quil, Sirsha und Aiz im Vordergrund der Geschichte und nehmen uns mit zu ganz unterschiedlichen Orten und Situationen in ihrer atmosphärisch dichten Fantasy-Welt. Dabei wird das Worldbuilding, das wir bereits aus der Hauptreihe kennen, weiter ausgebaut. Neben dem Martialenimperium und den Stammeslanden erfahren wir nun mehr über den Rest des südlichen Kontinents und lernen verschiedene Völker wie die magiebegabten Jaduna, die Seher von Ankana oder die kegarischen Eroberer kennen. Auch das Magiesystem wird durch Verbindungen von Magie und Technologie, jadunische Hexenmeistern, ankanische Sehern, bindendes Metall und magisch-lebendige Geschichten erweitert.

Doch nicht nur deshalb macht es macht große Freude, die drei Handlungsstränge durch das gesamte Imperium zu verfolgen. Auch das Rätsel, wie diese zusammenhängen treibt die Handlung zu jedem Zeitpunkt weiter voran. Sabaa Tahir beweist wieder, dass sie selbst eine Kehanni ist, die kunstvoll Geschichten spinnen kann. Mit verschiedenen handelnden Agenten, Motiven, Geheimnissen, Prophezeiungen und einigen magischen Gegenspielern ist die Geschichte so komplex und gut durchdacht, dass man beim Lesen viele Ahnungen erhält, was noch folgen könnte, gleichzeitig aber ratlos ist, wie die Geschichte am Ende tatsächlich ausgehen wird. Aufgrund dieser Offenheit und Unvorhersehbarkeit hatte ich regelrecht Angst vor dem Ende und hätte am liebsten gerne vorab versichert gewusst, dass wirklich alles gut geht.

"Der Fortbestand des Imperiums hängt von dir ab, Quil. Lass unser Volk nicht im Stich. Wir sind die Gens Aquilla. Wir sind-"
"Getreu", unterbrach er sich. "Bis zum Ende."

Denn darauf kann man sich bei Sabaa Tahir leider nicht verlassen - wie ich auf die harte Tour lernen musste. In einem dichten Plot mit einer neuen magischen Bedrohung und einem aufziehenden Krieg sind jede Menge Leid, Verwirrung, Herzschmerz, Verrat, Tod und Verzweiflung wieder vorprogrammiert. Passend dazu ist auch "Heir" wieder sehr brutal und schonungslos erzählt. Neben großen Konstrukten wie Unterdrückung, Rassismus, Frauenfeindlichkeit, Homophobie und Imperialismus, ist auch die Gewalt auf konkreterer Ebene kaum auszuhalten. Egal ob Genozid, Krieg, Folter oder der gezielte Mord von Kindern - angesichts der Grausamkeit der fiktiven Szenen würde ich hier wieder eine Altersempfehlung ab 16 Jahren aussprechen. Dass die Autorin einen sehr eindrücklichen, plastischen Schreibstil hat, ist in dieser Hinsicht für sensible LeserInnen mehr Fluch als Segen. Da ist es dann eine willkommene Abwechslung, wenn sie statt einer Hinrichtung schillernde Sonnenaufgänge, bunte Märkte, lebendige Urwälder oder wilde Feste beschreibt und malerische Stammessiedlungen in die Wüste malt. Ganz unverhofft kommen immer wieder wunderschöne Beschreibungen, Feststellungen oder Dialoge auf. Wie die anderen Bücher der Autorin ist also auch "Heir" wieder voller schöner und hässlicher Momente, prall gefüllt mit Gesellschaftskritik, kleinen Weisheiten und dem Aufruf nach Versöhnung, Barmherzigkeit und Dialog.

"Sag, wovon träumst du, Liebes?"


Der intensive, emotionale, mitreißende Eindruck, den die Autorin, ohne dafür viele Worte zu benötigen, generiert, kann dabei auch auf die Nähe von uns LeserInnen zu den Figuren zurückgeführt werden. Auch hier gelingt es ihr, uns Figuren vorzusetzen, die wir so gerne auf ihrem Kampf ums Überleben, durch Leid, Schmerz, Tod und Freude begleiten, dass sie sich bald beinahe wie Familienmitglieder anfühlen und man nicht anders kann als mit vollem Herzen mitzufiebern. Quil ist mir schon nach wenigen Sätzen ans Herz gewachsen. Der kleine Zacharias Marcus Licius Aquillus Farrar, dessen Geburt wir in "In den Fängen der Finsternis" bang verfolgt haben, ist nun 20 Jahre später zu einem stattlichen jungen Mann herangewachsen, der sich für die Verantwortung des Imperiums auf seinen Schultern aber noch nicht bereit fühlt. Schnell wird allerdings klar, dass der junge Prinz die besten Eigenschaften seiner Tante Helena und seiner Zieheltern Elias und Laia vereint und er enormes Entwicklungspotenzial hat. Sein Weg durch dieses Buch führt ihn durch dunkle Täler des Verlusts, vorbei an neuen Orte außerhalb des Imperiums, durch seine bisher unentdeckte Magie und hin zu seiner Rolle als rechtmäßiger Thronfolger. Ich kann es kaum erwarten, zu sehen, wie er in Band 2 nach den Sternen greift!

Mit der zweiten Hauptfigur Sirsha musste ich erst einige Kapitel warm werden, bis ich ein Gefühl dafür bekommen habe, was die ausgestoßene Jaduna antreibt. Was genau zum Verstoß aus ihrer Gemeinschaft geführt hat, erfahren wir hier noch nicht, aber wie sehr sie sich als Einzelkämpferin, die sich mithilfe ihrer Gaben als Fährtenleserin durchschlägt, eine feste Gruppe und ein Ziel wünscht, wird bald deutlich. Umso schöner, dass sie mit Arelia, Sufyian und natürlich nicht zuletzt mit Quil Gefährten findet, die weit über eine Schicksalsgemeinschaft hinausgehen und die sie dazu anspornen, ihr wahres Potenzial zu erforschen...

"Was hat dich auf einmal dazu bewegt?" "Etwas, was du vorhin gesagt hast", antwortete Sirsha leise. Er schnaubte. "Was denn?" Sie schwieg. Aber als Quil Stunden später aufwachte, erinnerte er sich an einem Traum, in dem er sie hatte flüstern hören: "Wir sind bei dir. Du bist nicht allein."


Die dritte im Bunde ist die junge Kegari Aiz. Bevor ich etwas über sie erzähle, muss ich allerdings dringend eine Spoilerwarnung einfügen, da sich in ihrem Handlungsstrang einer der Hauptkniffe der Erzählung entfaltet. Achtung SpoilerDenn als sich die Wege der drei Hauptfiguren zum ersten Mal kreuzen und sich die sorgsam verstreuten Hinweise zusammensetzen wird plötzlich klar: die Autorin erzählt in "Heir" gar nicht wie angenommen von drei Helden, die gemeinsam die neue Bedrohung bekämpfen. Stattdessen spielt Aiz´ Handlungsstrang in der Vergangenheit und erzählt die Hintergrundgeschichte der Entstehung ebendieser Bedrohung. Wir verfolgen Aiz wie sie sich, angetrieben von Rache und dem Wunsch, ihr Volk vor Unterdrückung und Armut zu retten, auf die Suche nach der Heiligen ihres Volkes macht: Mutter Diz. Ihre Suche führt sie über ein geheimnisvolles Buch von einer gewissen Laia von Serra in die Stammeslande, in denen sie Quil, Sufiyan, Elias und Laia das erste Mal begegnet und die Ereignisse anstößt, die in der Gegenwart dazu führen, dass Sirsha eine Mörderin jagen und Quil einen verlorenen Bruder betrauern muss... Dass sie als Antagonistin angelegt ist, habe ich dabei schon recht früh vermutet, da sie beherrscht von negativen Gefühlen sich selbst und ihre Träume immer wieder aus den Augen verliert. Wie die Geschichte zusammenhängt, hat mich dann aber dennoch überrascht und dazu beigetragen, "Heir" 5 Sterne zu geben. Denn durch diesen Geniestreich der Autorin können wir hautnah dem Aufbau der Antagonistin beiwohnen und ihre Seite der Geschichte verfolgen, während wir gleichzeitig hoffen, dass sie besiegt werden kann. Spoiler Ende

"Hier gibt es keinen Glauben", flüsterte Aiz. "Nur Dunkelheit und Tod."
"Dunkelheit vielleicht, denn in der Dunkelheit liegen Schönheit und Stärke. Doch nicht der Tod, Tochter Kegars. Noch nicht."

Neben den drei Hauptfiguren hält die Geschichte allerdings auch spannende Nebenfiguren bereit, die hier aber aufgrund der deutlich temporeicheren Handlung als in den vorherigen Bänden, nicht so viel Raum erhalten. So begegnen wir zum Beispiel Elias und Laia wieder, die mit dem Stamm Saif in der Wüte leben, Kinder haben und ihren Platz in der Welt gefunden haben. Auch andere bereits bekannte Figuren wie Musa, Imperatrix Helana oder die Banu-al-Mauth kommen hier am Rande vor. Allerdings mehr als Easter-Eggs und nicht in einem Umfang, als dass man die Hauptreihe dringend gelesen haben muss. Ob mit der Handlung, dem Worldbuilding oder den Figuren - "Heir" baut zwar auf Bekanntem auf, löst sich aber sehr gut von seinen Anfängen und kann wunderbar als alleinstehendes Buch auskommen. Wenn man die gesamte Geschichte kennt, macht das Lesen aber natürlich noch viel mehr Spaß!

Apropos Spaß. Nach 640 turbulenten Seiten hat der Lesespaß dann leider schon wieder ein (vorläufiges Ende). Hier gipfelt die Geschichte in einem Showdown, der so verwirrend wie frustrierend ist, während ganz im typischen Stil von Sabaa Tahir wieder mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet und die Figuren in teilweise unmöglichen Situationen zurückgelassen werden. Gut, dass es schon bald einen zweiten Band geben wird, der dies für uns auflöst. Ach nein, ätsch, Band 2 ist noch nicht mal angekündigt. Ich gehe dann mal weinen.


Fazit


In "Heir" beweist Sabaa Tahir erneut ihr Talent für komplexes Worldbuilding, tiefgründige Figuren und mitreißende Handlungsstränge. Die epische, düstere und emotional intensive Geschichte von Quil, Sirsha und Aiz hat wieder im Sturm mein Herz erobert!

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Veröffentlicht am 24.04.2025

Komplexe Fantasy

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Bei Heir erwartet den Leser ein richtig schön klassisches High Fantasy Buch mit ordentlich Komplexität. Darüber habe ich mich schon zu Beginn des Buchs sehr gefreut, da ich in letzter Zeit viel Romantasy ...

Bei Heir erwartet den Leser ein richtig schön klassisches High Fantasy Buch mit ordentlich Komplexität. Darüber habe ich mich schon zu Beginn des Buchs sehr gefreut, da ich in letzter Zeit viel Romantasy gelesen hatte und schon länger kein High Fantasy Buch in der Hand hatte - und es irgendwie vermisst habe. Mit der Komplexität der Welt von Sabaa Tahir geht dann aber natürlich auch ein etwas schwierigerer Einstieg einher. Beziehungsweise es dauert einfach ein klein bisschen länger als sonst. Ich fand zum Beispiel die Anzahl der genannten Namen und Orte zu Beginn ziemlich erschlagend und hätte mir da eine kleine Übersicht zum Nachschlagen gewünscht. Später wurde dies dann aber besser und ich hatte nicht mehr das Gefühl ein Glossar zu brauchen. Hierbei sollte ich aber auch anmerken dass ich die Elias und Laia Bücher bisher noch nicht gelesen habe. Wem diese Bücher bekannt sind findet bestimmt einen einfacheren Einstieg als ich.

Die meiste Zeit des Buches gibt es einen Triple POV, also von den 3 Protagonisten Sirsha, Aiz und Quil. Ganz selten kommen auch mal andere Charaktere dran, dann aber auch nur mit ein oder zwei Kapiteln. Durch diesen Triple POV hat sich der Einstieg in meinen Augen noch ein klein wenig mehr gezogen, da man ja mit allen dreien erst einmal warm werden muss, aber danach fand ich es ziemlich cool gleich 3 Protagonisten mit eigenem POV zu haben! Zumal die Fäden ja auch irgendwann zusammenlaufen. Ich finde das alle drei Protagonisten ziemlich gelungene Charaktere sind, wobei ich die Entwicklung von Aiz besonders gut geschrieben fand. Aufgrund möglicher Spoiler kann ich da nicht näher drauf eingehen, aber etwas derartiges habe ich bisher in keinem anderen Buch gelesen.
Cool ist auch dass das Buch auf verschiedenen Zeitebenen spielt, die langsam zusammenfließen. Hier muss ich allerdings zugeben dass ich auch das ein oder andere Mal mit der Zeit durcheinandergekommen bin. Es ist eben kein Buch dass man mal "so nebenbei" liest, wenn man schon müde ist :D

Die Handlung des Buchs fand ich ziemlich spannend, es war ein guter Mix aus Kämpfen, Magie und Zwischenmenschlichem. Schön fand ich auch dass die Ernsthaftigkeit manchmal durch ein bisschen Humor in der Gruppe aufgelockert wurde. Das Ende des Buchs ist natürlich ein ziemlich krasser Cliffhanger, weswegen ich hoffe schon bald weiterlesen zu können!

Veröffentlicht am 13.03.2025

Ein temporeiches Abenteuer!

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Seit Ewigkeiten wollte ich die Elias & Laia-Reihe lesen, doch irgendwie hat es nie geklappt.
Also dachte ich, ich beginne einfach mit dem Spin-off "Heir".
Zugegeben, der Einstieg in die Geschichte fiel ...

Seit Ewigkeiten wollte ich die Elias & Laia-Reihe lesen, doch irgendwie hat es nie geklappt.
Also dachte ich, ich beginne einfach mit dem Spin-off "Heir".
Zugegeben, der Einstieg in die Geschichte fiel mir etwas schwer.
Die Welt war zunächst ziemlich verwirrend, da ich mich erst zurechtfinden musste.
Zudem fiel es mir aufgrund der wechselnden Perspektiven von drei Charakteren schwer, eine echte Verbindung zu ihnen aufzubauen.
Drei Handlungsstränge zu folgen und gleichzeitig in einer fremden Welt zurechtzukommen, war nicht ganz einfach.
Doch obwohl der Anfang etwas holprig war, gelang es der Geschichte schließlich, mich zu fesseln.
Die Charaktere – Aiz, Sirsha und Quil – sind absolut faszinierend und vielschichtig.
Jeder von ihnen bringt besondere Fähigkeiten mit und muss sich mit inneren Konflikten und Herausforderungen auseinandersetzen.
Außerdem steht das Land vor einer Bedrohung und das Schicksal der drei ist untrennbar miteinander verbunden.
Mit ihnen tauchen wir in eine magische, aber auch grausame Welt voller Intrigen, Geheimnisse und Gefahren ein, in der man neue Orte und Charaktere kennenlernt.
Dennoch hat der letzte Funke gefehlt, der mich vollends mit den Charakteren mitfiebern ließ.
Vielleicht wäre es doch besser gewesen, vorher die Elias & Laia Reihe zu lesen, auch wenn Heir unabhängig von der Hauptreihe lesbar ist.
Vielleicht lag es auch daran, dass ich mich nicht richtig mit den Charakteren verbinden konnte.
Auch gab es Stellen, die Verwirrung bei mir auslösten und ich mich ein wenig verloren fühlte.
Nichtsdestotrotz hat mir der Schreibstil der Autorin sehr gefallen - er war flüssig und angenehm zu lesen.
Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie die Geschichte weitergeht und freue mich auf die Fortsetzung.
Für Fans der Reihe ist dieser Spin-Off denke ich ein Muss!

Veröffentlicht am 15.10.2025

Heir von Sabaa Tahir

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Diese Rezension hätte ich wirklich gern noch ein paar Tage länger hinausgezögert muss ich gestehen, denn selten hat mich ein Buch so gespalten, wie dieses. Auf der einen Seite finde ich, dass die Geschichte ...

Diese Rezension hätte ich wirklich gern noch ein paar Tage länger hinausgezögert muss ich gestehen, denn selten hat mich ein Buch so gespalten, wie dieses. Auf der einen Seite finde ich, dass die Geschichte wirklich ein kleines Meisterwerk ist. Auf der anderen Seite wiederrum habe ich mich häufig wirklich schwer getan am Ball zu bleiben. Die Geschichte wird Großteiles aus drei Perspektiven erzählt. Aiz ist eine Waise, die alles dafür tun würde, um ihr Volk zu retten. Sirsha wurde von ihrem eigenen Volk verbannt und Quil ist der Kronprinz des Imperiums. Alle drei Charaktere sind absolut unterschiedlich und durchlaufen eine spannende Entwicklung. Auch die Nebencharaktere spielen eine wichtige Rolle und sind großartig ausgearbeitet.

Wirklich gut gefallen hat mir der Schreibstil von Sabaa Tahir. Ihre bildlichen und detaillierten Beschreibungen haben es mir wirklich leicht gemacht in die Welt einzutauchen. Fasziniert hat mich, wie die Autorin die drei Erzählstränge nach und nach miteinander verwoben hat. Zwischendurch gibt es immer wieder Plot Twists, die mich jedes Mal eiskalt erwischt und zum Teil auch wirklich erschüttert haben. Auch das Magiesystem hat mich absolut begeistert. Vor allem die Macht von Sirsha fand ich spannend und ich konnte wirklich nicht genug davon bekommen.

Kommen wir zu den Problemen, die ich mit dem Buch hatte. Zum einen spielt das Buch etwa zwei Jahrzehnte nach der Elias und Laia-Reihe, was ich zu Beginn nicht gewusst habe. Die Reihe habe ich nie beendet und auch sind die ersten zwei Bänder schon lange her. Mir haben hier wirklich die Vorkenntnisse gefehlt und dadurch hat es mir das Lesen und Verstehen ziemlich erschwert. Ein Glossar oder ähnliches gab es leider nicht. So war die Welt in meinen Augen unfassbar komplex, ein Problem, welchem man vermutlich aus dem Weg gehen kann, wenn man Elias und Laia zuvor gelesen hat. Auch hatte das Buch in meinen Augen einige Längen, die es mir dann etwas schwerer gemacht haben am Ball zu bleiben.

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