Cover-Bild Schwarzer Engel
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16,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Piper
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller / Spannung
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 480
  • Ersterscheinung: 01.06.2018
  • ISBN: 9783492061148
Sandrone Dazieri

Schwarzer Engel

Thriller
Claudia Franz (Übersetzer)

Panik auf dem Hauptbahnhof in Rom: Im Luxusabteil des Schnellzugs aus Mailand werden alle Passagiere tot aufgefunden: auf mysteriöse Weise ermordet, hinter verschlossenen Türen, lautlos und rasend schnell. Colomba Caselli, die gerade wieder in den Polizeidienst zurückgekehrt ist, ist ratlos. Handelt es sich hier etwa um den Terroranschlag, den Rom schon so lange befürchtet? Doch der so geniale wie traumatisierte Dante Torre glaubt nicht an diese Theorie. Da stoßen Dante und Colomba auf die Spur eines Menschen, der jahrzehntelang unsichtbar geblieben ist – obwohl das Blut Hunderter Menschen an seinen Fingern klebt. Hat er auch die Toten aus dem Schnellzug auf dem Gewissen?

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.03.2020

Wendungsreicher Thriller

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Mit "Schwarzer Engel" legt Sandrone Dazieri den 2. Band der Caselli-Torre-Reihe vor. Wie schon im ersten Band kann der Autor durch seine tempo- und wendungsreiche und sehr spannende Erzählweise punkten. ...

Mit "Schwarzer Engel" legt Sandrone Dazieri den 2. Band der Caselli-Torre-Reihe vor. Wie schon im ersten Band kann der Autor durch seine tempo- und wendungsreiche und sehr spannende Erzählweise punkten. Er versteht es ausnehmend gut historisch Belegtes mit Fiktivem zu verknüpfen, so dass man beim Lesen als bald nicht mehr weiß, was ist echt und was erdacht. Trotz des doch sehr umfangreichen Werkes wird es nie langweilig. Hetzt der Autor doch den geneigten Leser mit einer Rasanz durch Europa, dass einem fast die Luft wegbleibt. Ein weiterer Pluspunkt sind die Dialoge zwischen den beiden Ermittlern. Sie wirken so authentisch als würde man danebenstehen. Wie schon in Band 1 schaffte es Dazieri ein bombastisches Finale zu kreieren. Der platzierte Cliffhanger deutet wohl auf noch mindestens einen Folgeband hin. Lassen wir uns überraschen.
Kurzum: Dem Autor ist es erneut gelungen einen super spannenden Thriller zu schreiben. Ich würde allerdings empfehlen Teil 1 „In der Finsternis“ gelesen zu haben. Das erhöht den Lesegenuss durchaus, versteht man doch die Handlungszusammenhänge und Figurenkonstellationen schneller und besser. Ich warte jetzt gespannt auf den dritten Teil, und hoffe, das der Autor dieses hohe Niveau halten kann. Ich vergebe für diesen exquisiten Thriller volle 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 02.07.2018

Sehr packend

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Im Hauptbahnhof von Rom fährt der Hochgeschwindigkeitszug aus Mailand ein. Doch aus der luxuriösen Executive Class steigt niemand aus. Ein Zugführer hat fast schon Feierabend, als er die Türen von außen ...

Im Hauptbahnhof von Rom fährt der Hochgeschwindigkeitszug aus Mailand ein. Doch aus der luxuriösen Executive Class steigt niemand aus. Ein Zugführer hat fast schon Feierabend, als er die Türen von außen öffnet und nachschaut. Zwanzig Minuten später wird er von einem Kollegen vermisst. Colomba Caselli, die gerade erst wieder in den Polizeidienst zurückgekehrt ist, steigt als erste in den Zug. Alle Reisenden einschließlich des Zugführers in dem Wagen sind tot. Handelt es sich um einen Terroranschlag? Colomba zieht ihren Freund Dante Torre hinzu.
Ich habe mich am Anfang etwas schwergetan. Vielleicht lag es daran, dass ich den Vorgängerband „In der Finsternis“ nicht kannte. Auch wenn ich glaube, dass man ihn nicht zwingend gelesen haben muss, da alles Wichtige im Laufe der Zeit klar wird, hätte ich wahrscheinlich schneller in den Thriller gefunden.
Die Polizei hat sich ziemlich schnell festgelegt, aber Colomba stellt zusammen mit Dante ihre eigenen Ermittlungen an. Wo sie auftaucht, kommt es zu dramatischen Zwischenfällen. Der Täter scheint jeden ihrer Schritte vorherzusehen.
Aber auch Dante ist genial. Wie Colomba hat er Schreckliches hinter sich und ist schwer traumatisiert. Er ist nikotin- und medikamentenabhängig und weiß immer noch nicht, wo er wirklich herkommt. Colomba war wegen ihrer Erlebnisse beurlaubt und ist gerade erst wieder im Dienst. Sie macht sich bei den Kollegen keine Freunde mit ihren Aktionen. Aber als Team sind Colomba und Dante unschlagbar. Was sie herausfinden ist erschreckend und tragisch zugleich und reicht zurück in die Zeiten des kalten Krieges. Aber auch die heutige Terrorproblematik ist thematisiert.
Die Geschichte ist komplex, temporeich und sehr spannend. Trotzdem blitzt hin und wieder auch Humor auf. Das Ende zeigt dann, dass alles ganz anders ist als zunächst vermutet. Ich bin schon gespannt auf die Fortsetzung und werde garantiert auch den Vorgängerband noch lesen.
Ein sehr spannender Thriller mit außergewöhnlichen Protagonisten. Meine Empfehlung für diesen Thriller.

Veröffentlicht am 03.05.2020

Nichts ist, wie es scheint

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Ich habe das Buch als Hörbuch gehört.


Ich habe dieses Hörbuch gehört ohne darauf zu achten, dass es bereits der zweite Band ist. Dies ist auch problemlos möglich, die Vergangenheit von Dante wird an ...

Ich habe das Buch als Hörbuch gehört.


Ich habe dieses Hörbuch gehört ohne darauf zu achten, dass es bereits der zweite Band ist. Dies ist auch problemlos möglich, die Vergangenheit von Dante wird an vielen Stellen erwähnt. Denn dieser besonderer Mann wurde jahrelang eingesperrt von einem Mann, der sich nur „Vater“ nannte und Dante brutal bestrafte. Dieses Martyrium hat ihn traumatisiert, enge Räume oder fahrende Autos meidet er. Aber es hat ihm auch die Fähigkeit gegeben, Menschen ihre Gefühle quasi anzusehen und seine Umwelt sehr bewußt wahrzunehmen.

In diesem Fall geht es um einen Giftgasanschlag in einem Zug. Schnell bekennt sich der IS zu der Tat und ein Jugendlicher aus der Vorstadt scheint der Täter zu sein. Doch die Polizistin Colomba Caselli will das nicht ganz glauben und forscht zusammen mit Dante nach. Sie kommen einer mysteriösen Frau auf die Spur, ihre Rolle ist jedoch unklar. Wer hätte überhaupt einen Vorteil von dem Anschlag, wenn es nicht der IS war? Alles löst sich nach und nach auf, dabei begegnen die beiden Ermittler immer wieder Menschen, denen sie nicht trauen können und müssen vorsichtig sein.
Die Auflösung am Ende ist sehr interessant und nicht so einfach, wie es in vielen Krimis ist. Eindeutig gut und böse ist hier schwer zuzuordnen, zu viele Verstrickungen sind am Ende noch nicht ganz geklärt.
Ein spannender Krimi, der ein paar Längen hatte. Vielleicht liegt das daran, dass die beiden Hauptfiguren doch etwas unnahbar bleiben und so viel eigene Probleme haben.

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Veröffentlicht am 24.11.2018

Auf der Jagd nach dem Todesengel

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"Schwarzer Engel" ist der zweite Band der Colomba-Caselli-Reihe von Sandrone Dazieri und zugleich mein erstes gelesenes Buch des Autors. Angesprochen von dem Cover und dem Klappentext bin ich auf diesen ...

"Schwarzer Engel" ist der zweite Band der Colomba-Caselli-Reihe von Sandrone Dazieri und zugleich mein erstes gelesenes Buch des Autors. Angesprochen von dem Cover und dem Klappentext bin ich auf diesen Thriller aufmerksam geworden. Schnell wird der Leser vom Autor mitten in das Geschehen katapultiert. In einem Zug in Rom wird ein ganzes Abteil mit Fahrgästen tot aufgefunden. Getötet mit Giftgas und kurz darauf bekennt sich der IS zu dem Anschlag. Doch irgendetwas scheint daran nicht zu stimmen. Die Polizistin Colomba Caselli kontaktiert Dante Torre, der auf erstaunliche Weise Menschen lesen kann, und gemeinsam verfolgen sie die Spuren. Dante Torre ist zwar hochintelligent, aber kämpft mit einem massiven Trauma. Er wurde als Junge jahrelang in einem Verlies eingesperrt und war gezwungen jede Regung seines Peinigers, dem "Vater", richtig zu deuten. Dies gab ihm die besondere Fähigkeit des Menschenlesen. Colomba steht ihm aber nicht nach, auch sie ist erst in den Polizeidienst zurückgekehrt, nachdem sie immer noch mit den Erlebnissen einer Bombenexplosion während eines Einsatzes zu kämpfen hat. Der Fall wird anfangs für den Leser immer verworrener, bis sich langsam Zusammenhänge ergeben und man den wahren Hintergrund der Taten erkennt. Aber trotzdem erfährt man nur häppchenweise mehr und mehr über die Beweggründe der Täterin. Während die beiden Ermittler ihr quer durch Europa auf der Spur sind, wird dadurch die Spannung immer hoch gehalten. Immer wieder falsche Fährten, dann wieder Erkenntnisse. Geschickt spielt Dazieri hier mit dem Leser. Trotzdem hatte ich mit dem seltsamen Ermittlerduo ein kleines Problem. Irgendwie konnte ich beim Lesen zu beiden keine richtige Beziehung aufbauen und sie blieben mir immer ein wenig fremd und suspekt, auch etwas fern der Realität von Ermittlern. Fast ein wenig selbst wie Psychos. Aber dies ist nur mein persönlicher Kritikpunkt, denn ansonsten hat der Autor hier eine spannende Story konstruiert, die den Leser durchaus an das Buch fesselt. Am Ende sogar mit einem totalen Überraschungseffekt, der einen mit großen Fragezeichen dann auf der letzten Seite zurücklässt. Aufklärung dann voraussichtlich im nächsten Band. In Summe für mich ein spannender, rasanter Thriller mit den für mich bereits erwähnten kleinen Schwächen bzgl. der Ermittler.

Veröffentlicht am 20.07.2018

Hilfreich, wenn man Band 1 kennt, mir war der Thriller zu sehr von den Traumas der Protagonisten geprägt und zu komplex

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"Schwarzer Engel" ist der zweite Band einer Serie um die Elitepolizistin Colomba Caselli. Den ersten Fall "In der Finsternis" habe ich nicht gelesen, weshalb mir leider viele Hintergrundinformationen zur ...

"Schwarzer Engel" ist der zweite Band einer Serie um die Elitepolizistin Colomba Caselli. Den ersten Fall "In der Finsternis" habe ich nicht gelesen, weshalb mir leider viele Hintergrundinformationen zur Ermittlerin, aber auch zu ihrem Kompagnon Dante Torre, gefehlt haben, die aber zum besseren Verständnis der Aufklärung des aktuellen Falls hilfreich sind.

Colomba Caselli ist nach einer Suspendierung gerade wieder in den Polizeidienst zurückgekehrt und wird mit dem mutmaßlichen Terroranschlag auf den Erste-Klasse-Waggon des Schnellzugs aus Mailand konfrontiert. Alle Passagiere des Wagens wurden mit Giftgas getötet.
Bei den Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat, die der "Islamische Staat" (IS) für sich proklamiert, kommt es in einem arabischen Viertel zu einem missglückten Einsatz, weshalb Caselli erneut suspendiert wird.
Sie ermittelt auf eigene Faust weiter und wird dabei von Dante Torre unterstützt. Dieser ist als Kind elf Jahre in einem Silo eingesperrt aufgewachsen, wo er von einem Vater ohne Gesicht gequält wurde. Die Jahre haben ihn geprägt. Er kann Menschen lesen, Wahrheiten erkennen und ihre Lügen durchschauen wie kein zweiter und ist deshalb als eine Art Profiler für die Polizeiarbeit eine große Hilfe. Er hatte Colomba aufgrund seiner eigenen Erfahrungen und seiner daraus resultierenden Fähigkeiten bei einem Entführungsfall geholfen, der in Band 1 der Reihe behandelt wurde.

Dante zweifelt daran, dass es sich bei dem Giftgaseinsatz um einen islamistischen Terroranschlag handelt. Colomba und Dante jagen stattdessen einer (Masken-)Frau hinterher, die wie Dante eine traumatische Kindheit hatte und sich auf einem Rachefeldzug befindet.

Der Beginn des Thrillers, der Anschlag auf den Zug und die daran anschließende Schießerei in Rom haben mich gepackt, danach habe ich allerdings die Übersicht über den Kriminalfall und dessen Aufklärung verloren. Die Szenenwechseln erfolgen sehr schnell, so dass ich Probleme hatte mit den Schritten von Colomba und Dante mitzuhalten. Das lag vor allem darin begründet, dass ich die beiden Charaktere, deren persönliche Geschichte für den aktuellen Fall so wichtig sind, erst mühevoll kennenlernen musste. Es gibt zwar einige Rückblicke auf den ersten Band der Reihe, aber einfacher wäre es, wenn man den ersten Teil gelesen hätte. Darüber hinaus wird der Leser nämlich noch mit einer ganzen Reihe an weiteren handelnden Personen im Verlauf des Romans konfrontiert. Dazu kommen Verschwörungstheorien, die Mafia, der Kalte Krieg zwischen Ost und West, FSB-Killer, Tschernobyl und ein nicht unerheblicher Medikamentenkonsum, der die Sinne der Protagonisten trübt.

Ich empfand den Thriller, insbesondere die Polizeiarbeit und den komplexen, weit in die Vergangenheit reichenden, Hintergrund der Tat zu konstruiert. Mir war nicht nachvollziehbar, warum die Behörden, bis auf unsere Helden Colomba und Dante, an einen Terroranschlag glauben wollten und die Ermittlungen bald einstellten. Die suspendierte Colomba ermittelte dagegen weiter und konnte trotzdem auf die Unterstützung ihrer "Amigos" setzen. Die Summe der Charaktere - sowohl Colomba als auch Dante, aber auch Täter selbst - sind vom Leben gezeichnet und von ihren Posttraumatischen Belastungsstörungen geprägt. Für mich ist das Aufeinandertreffen dieser gebeutelten und psychisch labilen Protagonisten zu viel für einen Roman gewesen und lassen die ganze Geschichte auf mich unglaubwürdig erscheinen.

Ich muss ehrlich zugeben, dass mir "Schwarzer Engel" zu unübersichtlich und komplex war, ich nicht ahnen konnte, welche Schritte folgen würden und ich blind einer suspendierten Ermittlerin und ihrem traumatisierten Freund hinterher stolperte. Für mich kam deshalb kaum Spannung auf und auch das Ende mit einem Cliffhanger, der den geneigten Leser zwingt, Band 3 zu lesen, hat mir ohne einen befriedigenden Abschluss für Band 2 zu finden, nicht gefallen.