Cover-Bild Das Schweigen meiner Schwestern
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22,00
inkl. MwSt
  • Verlag: FISCHER Krüger
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 432
  • Ersterscheinung: 24.05.2023
  • ISBN: 9783810503633
Stine Volkmann

Das Schweigen meiner Schwestern

Ein dramatischer Roman über vier Schwestern und ein großes Familiengeheimnis
Vor über zwanzig Jahren waren Jenni, Mona, Sonja und Kaja das letzte Mal gemeinsam auf Langeoog. Jetzt kehren sie als erwachsene Frauen zur Beerdigung ihrer Mutter zurück auf die Insel. Zuverlässig wie das Rauschen des Meeres und der Geruch von Salz, sind alle Erinnerungen an ihre Sommer auf der Insel wieder da: Zwischen ausgelassene Strandtage, Mutproben und erste Küsse mischen sich die heftigen Auseinandersetzungen ihrer Eltern und die Frage nach Schuld und Sühne. Denn die Schwestern eint ein dunkles Geheimnis, das sie hat verstummen lassen, das keiner von ihnen Ruhe lässt, bis heute nicht …

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.06.2023

Wendungsreiche und spannend konstruierte Familiengeschichte, die sich von einem anfänglichen Drama zu einem regelrechten Thriller entwickelt.

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Die Familie Neumann verbringt jedes Jahr den Sommerurlaub auf Langeoog. Die vier Schwestern fühlen sich in ihrem zweiten Zuhause wohl, genießen die Tage am Meer und haben auf der Insel über die Jahre ...


Die Familie Neumann verbringt jedes Jahr den Sommerurlaub auf Langeoog. Die vier Schwestern fühlen sich in ihrem zweiten Zuhause wohl, genießen die Tage am Meer und haben auf der Insel über die Jahre hinweg Freundschaften geschlossen. Der Sommer 1998 verändert jedoch alles und wird der letzte gemeinsame Urlaub der Familie auf Langeoog sein.
Zwanzig Jahre später ist die Mutter nach langem Krebsleiden gestorben und hatte den Wunsch, auf Langeoog beigesetzt zu werden. Sonja, die das Ferienhaus auf der ostfriesischen Insel geerbt hat, lebt seit dem Tod des Vaters auf der Insel. Die anderen Schwestern müssen anreisen und es ist die älteste Jenni, die sich regelrecht zwingen muss, zurückzukehren. Zu tief sitzt das Trauma, zu belastend ist die Schuld und das Geheimnis, das die Schwestern verbindet und entzweite.
All die Jahre haben die Schwestern ihre eigenen Leben gelebt und es vermieden sich zu treffen, um die Geschehnisse von damals zu verdrängen und zu begraben.
Der Roman handelt auf zwei Zeitebenen und erzählt aus unterschiedlichen Perspektiven der vier Schwestern im Alter von sechs bis achtzehn Jahren, was sich im Sommer 1998 ereignet hat. In der Gegenwart im November 2018 treffen sie erstmalig nach längerer Zeit wieder aufeinander, um ihre Mutter auf Langeoog beizusetzen.
Während die Schwestern in jungen Jahren trotz ihres Altersunterschieds eng zusammenhielten, ihre Freizeit miteinander verbrachten, Geheimnisse teilten, die jüngeren ihre älteren Schwestern bewunderten und die älteren auf ihre jüngeren Schwestern aufpassten, haben sich Jenni, Mo, Sonja und Kaja als Erwachsene entfremdet.
Spannend ist zu erfahren, was sich im Sommer 1998 ereignet hat, das so zerstörerisch gewesen sein muss, dass die Familie am Ende entzwei brach. Ein Streit der Eltern führt zur Eskalation, lügen offenbaren sich und ein Vertrauen wird zerstört, das nicht mehr zu kitten scheint. Neben der Sorgen um die Eltern haben aber auch die Schwestern ihre Geheimnisse, machen Erfahrungen mit Jungs, erleben die erste Liebe und haben mit Selbstzweifeln zu kämpfen. Die Situation spitzt sich zu und eine Katastrophe scheint sich anzubahnen, denn eine ungute Atmosphäre ist spürbar. Nach einem Point of No Return ist schöne Urlaubsstimmung umgeschlagen, was bleibt ist Hilflosigkeit, Schuld, Gewalt und Angst.
Auch zwanzig Jahre später ist die Stimmung zwischen den Schwestern angespannt. Im Vordergrund steht nicht die Trauer um die verstorbene Mutter, sondern ihre zerrüttete Geschwisterbeziehung, gegenseitiges Misstrauen, Eifersucht und gegenseitige Schuldzuweisungen. Während ein Teil der Schwestern sichtbar gemüht ist, einander anzunähern, ist ein Teil zurückhaltend bis gleichgültig. Neben den traumatischen Ereignissen aus dem letzten Sommerurlaub scheint noch mehr zwischen ihnen zu stehen, aus Provokationen werden wieder Konflikte.
Die Charaktere sind individuell und lebendig gezeichnet. Jede Schwester wird in ihrer Einzigartigkeit dargestellt und so fällt es schwer, gleichgut hinter jede Fassade zu blicken, jedoch leicht ihre Verletzungen, Ängste, Wut und Unsicherheiten nachzuempfinden.
"Das Schweigen meiner Schwestern" ist eine tragische Familiengeschichte, die durch die langsame Annäherung an verborgene Geheimnisse und unverzeihliche Taten spannend geschildert ist. Das anfängliche Drama entwickelt sich zu einem regelrechten Thriller.
Die Erzählung ist auf beiden Zeitebenen gleichermaßen spannend, die Dynamik unter den Schwestern packend und lebensecht. Der Wechsel zwischen den Handlungssträngen und Protagonisten erhöht die Spannung, zahlreiche Wendungen machen das Ende unabsehbar.

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Veröffentlicht am 07.08.2023

Spannende Familientragödie

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Ein Familienurlaub auf der idyllischen Insel Langeoog wird für vier Schwestern zur Zerreißprobe und endet in der Zersplitterung der Familie. Während die Eltern sich permanent streiten, sind die Kinder ...

Ein Familienurlaub auf der idyllischen Insel Langeoog wird für vier Schwestern zur Zerreißprobe und endet in der Zersplitterung der Familie. Während die Eltern sich permanent streiten, sind die Kinder (das älteste 18, das jüngste 6 Jahre alt) auf sich allein gestellt. Den Höhepunkt der Ereignisse bildet eine schreckliche Tragödie, bei der ein Bekannter der Mädchen tot aufgefunden wird.
20 Jahre später sind Jenni, Mo, Sonja und Kaja wieder auf der Insel vereint um ihre Mutter zu begraben und werden von ihrer Vergangenheit eingeholt.
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Stine Volkmann erschafft in ihrem Roman eine Mischung aus Familientragödie und Thriller/Krimi. Wir folgen der Geschichte auf 2 Zeitsträngen, die zum einen den Sommerurlaub der Kinder erfassen und zum anderen die Jetzt-Zeit in der die Schwestern als Erwachsene nach vielen Jahren wieder aufeinander treffen. Weiterhin wechselt sich auch die Sicht der Schwestern ab, was ich als sehr bereichernd empfunden habe.
Nach und nach ergibt sich so ein umfassendes, schlüssiges Bild der Ereignisse und es ist durchaus spannend zu lesen, wie sich alles entwickelt.
Auch die Darstellung der Familienverhältnisse an sich, der Dynamiken innerhalb dieser, fand ich gut gelungen. Durch die Trennung der Eltern und die Verdrängung der Ereignisse entwickelt sich zwischen den Schwestern eine regelrechte Kultur des Schweigens und es ist erstaunlich wie unterschiedlich dies von den Protagonistinnen wahrgenommen wird. Die Auswirkungen von Traumata werden thematisiert und realistisch in die Erzählung eingebunden. So hat gerade Kaja oft Bildfragmente vor Augen, die sie nicht zuordnen kann, Jenni leidet unter einer Panikstörung und Sonjas Verdrängungsmechanismus hat so gut funktioniert, dass die Ereignisse für sie einfach nicht stattgefunden haben und erst wieder an die Oberfläche kommen, als alle wieder vereint sind.
Am Ende stellt sich unweigerlich die Schuldfrage und auch inwieweit man Verantwortung übernehmen sollte, für Dinge die widererwartend erinnert werden. Was das angeht, war ich mit der Lösung nicht ganz zufrieden, allerdings passt sie zu der gesamten Handlung.
Von mir gibt es eine Empfehlung.

Veröffentlicht am 04.08.2023

Das Schweigen hat ein Ende

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Jahrelang verbrachten die vier Schwestern mit ihren Eltern die Sommerferien auf der Insel Langeoog in ihrem Ferienhaus, bis sich eines Tages alles veränderte. Es beginnt mit einem Familiendrama, die Eltern ...

Jahrelang verbrachten die vier Schwestern mit ihren Eltern die Sommerferien auf der Insel Langeoog in ihrem Ferienhaus, bis sich eines Tages alles veränderte. Es beginnt mit einem Familiendrama, die Eltern streiten, die Mädchen begehen Fehler und nun viele Jahre später, holt sie die Vergangenheit wieder ein. Bei der Verabschiedung ihrer Mutter setzen sich die vier Schwestern an einen Tisch und beginnen endlich zu reden und herauszufinden, was damals alles passiert ist. Interessant ist, dass jede der Schwestern ihre eigene Sichtweise hatte und gewisse Details einbringen kann, an die sie sich noch erinnert. Auch Personen aus der Vergangenheit spielen heute wieder eine Rolle und es bleibt ein spannender Dialog bis zum Schluss. An manchen Stellen war für meinen Geschmack zu viel Drama zur gleichen Zeit, etwas zu dick aufgetragen, aber ansonsten hat mich die Geschichte sehr gut unterhalten.

Veröffentlicht am 18.06.2023

Leider nicht mein Fall

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Klappentext
„Ein dramatischer Roman über vier Schwestern und ein großes Familiengeheimnis
Vor über zwanzig Jahren waren Jenni, Mona, Sonja und Kaja das letzte Mal gemeinsam auf Langeoog. Jetzt kehren ...



Klappentext
„Ein dramatischer Roman über vier Schwestern und ein großes Familiengeheimnis
Vor über zwanzig Jahren waren Jenni, Mona, Sonja und Kaja das letzte Mal gemeinsam auf Langeoog. Jetzt kehren sie als erwachsene Frauen zur Beerdigung ihrer Mutter zurück auf die Insel. Zuverlässig wie das Rauschen des Meeres und der Geruch von Salz, sind alle Erinnerungen an ihre Sommer auf der Insel wieder da: Zwischen ausgelassene Strandtage, Mutproben und erste Küsse mischen sich die heftigen Auseinandersetzungen ihrer Eltern und die Frage nach Schuld und Sühne. Denn die Schwestern eint ein dunkles Geheimnis, das sie hat verstummen lassen, das keiner von ihnen Ruhe lässt, bis heute nicht …“

Gestaltung
Durch das im Wind wehende Sommerkleid und den Strand weckt das Covermotiv Sommergefühle im Betrachter. Unterstützt wird dies durch den hellblauen Himmel und die hellen Farben, die so wirken, als würde die Sonne scheinen. Interessant finde ich auch dass das Motiv so aussieht als wäre es unscharf oder auf einer Leinwand gezeichnet.

Meine Meinung
Durch den Klappentext und das dort angeteaserte Geheimnis wurde ich auf „Das Schweigen meiner Schwestern“ sehr neugierig. In dem Buch geht es um Jenni, Mona, Sonja und Kaja, die in ihrer Kindheit jeden Sommerurlaub auf Langeoog verbracht haben. Nun kehren die Frauen zur Beerdigung ihrer Mutter wieder auf die Insel zurück. So sind sie nicht nur mit ihrer Familie konfrontiert, sondern auch mit den Geschehnissen von damals, welche die Schwestern entzweiten und welche sie vergessen und vergraben wollten…

Leider war genau das Geheimnis, auf das ich so gespannt war, das, was den geringsten Teil des Buches einnahm. Ich hatte erwartet, dass dieses Geheimnis der rote Faden ist, der sich durch die Handlung zieht und der immer wieder für Fragen und Spannung sorgt, da man als Leser wissen will, was die Schwestern verbergen. Dies kam für meinen Geschmack jedoch zu kurz, obwohl die Idee dahinter gut war und auch die Machart fand ich gelungen, da man erst ganz zum Schluss erfährt, was genau passierte.

Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen in 1998 und 2018 und erzählt auf diese Weise sowohl die Kindheit als auch den Moment der Zerrüttung der Familie. Dabei ist durch die Kapitelüberschriften immer deutlich, in welcher Zeit das Kapitel spielt und wer gerade erzählt, denn die Erzählperspektive wechselt zwischen den vier Schwestern. Dabei wurde für meinen Geschmack zu viel über die Schwestern erzählt.

Zwar kann man die Figuren so gut kennenlernen, aber für mich war das einfach zu lang und ausufernd. Es wird vorgestellt, wie sie als Kinder sind und zum Beispiel Karten spielen, gleichzeitig wird auch beschrieben, wie sie als Erwachsene sind. Dies war mir einfach zu viel. Ich fand sogar, dass man einiges hätte streichen können und stattdessen besser den Fokus auf das Geheimnis hätte legen sollen. Eigentlich waren es sogar zwei Geheimnisse, denn es ging nicht nur um das der Schwestern, sondern auch um das der Mutter, welches zum Zerwürfnis der Familie führte.

Zudem war die Beschreibung von Langeoog meiner Meinung nach auch viel zu detailliert und langgezogen. Oft wurden beispielsweise sogar Straßen- oder Ladennamen genannt, was zwar davon zeugt, dass die Autorin gut recherchiert hat, aber was mir einfach zu massig und viel war. Ich hatte trotz der Details kein Bild vor Augen, was ich schade fand.
Gut war jedoch, dass die Auflösung des Geheimnisses der Schwestern erst am Ende erfolgte, da es hier einen Aha-Moment gibt. Ich fand den Schluss dann jedoch etwas abrupt, da ich gerne erfahren hätte, wie die Schwestern weiterleben.

Fazit
Ich hatte mir von „Das Schweigen meiner Schwestern“ irgendwie mehr versprochen. Vor allem dass das Geheimnis der Schwestern im Vergleich zu den Beschreibungen ihrer Gefühle und Gedanken so kurz kam, fand ich schade. Gut war jedoch, dass die Auflösung im Höhepunkt gipfelte und dem Leser so erst ganz zum Schluss klar wird, was eigentlich genau passiert ist. Leider lag mir der Schreibstil der Autorin nicht, da die Beschreibungen von Langeoog und dem Leben der Schwestern sowohl in der Kindheit als auch später zu detailliert waren.
2 von 5 Sternen!

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