Cover-Bild Der Aufstieg Thions
Band 1 der Reihe "Yî - Sagas und Mythen - Die Arachlumen"
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16,99
inkl. MwSt
  • Verlag: BoD – Books on Demand
  • Themenbereich: Belletristik - Fantasy: Episch
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Fantasy
  • Seitenzahl: 536
  • Ersterscheinung: 11.06.2025
  • ISBN: 9783819280979
  • Empfohlenes Alter: ab 12 Jahren
T.J. Albrecht, Lorenz Fleischhauer

Der Aufstieg Thions

Epische Fantasy Saga
Das Multiversum von Yî ist bevölkert von mythischen Wesen.
In dieser Welt voller Magie und Gefahren begibt sich der Krieger Thion auf eine epische Reise.
Mehrfach steht er am Rande des Todes, doch sein Mut und seine Entschlossenheit treiben ihn voran.

Wird Thion es schaffen, das Böse zu besiegen?

»Der Aufstieg Thions« ist eine faszinierende Odyssee, welche die Leser in eine Welt voller Zauber, fantastischer Kreaturen und gefährlicher Prüfungen entführt.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.09.2025

Eine epische Reise

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Besonders epische Fantasy ist eines meiner Lieblingsgenres, daher wollte ich mir Thions Reise nicht entgehen lassen. Die Autoren haben wahnsinnig viel Arbeit hineingesteckt und deshalb sollte man auch ...

Besonders epische Fantasy ist eines meiner Lieblingsgenres, daher wollte ich mir Thions Reise nicht entgehen lassen. Die Autoren haben wahnsinnig viel Arbeit hineingesteckt und deshalb sollte man auch den Codex Yi zu diesem Buch parat haben. Der Codex ergänzt das Worldbuilding und liefert einige wichtige Erklärungen, die man ohne Codex missen würde.

Positiv empfand ich den Schreibstil, der zwar nicht unbedingt einfach ist, aber genau damit perfekt zur Atmosphäre beiträgt. Es ist eine eher altertümliche Sprache und hat mir gut gefallen. Auch Thions Weg im Generellen habe ich gerne mitverfolgt und die Kampfszenen konnte ich mir bildlich gut vorstellen. Es war spannend, wobei mir gerade ab der Hälfte irgendwie gar nicht mehr so klar war, worauf das Buch eigentlich hinaus möchte.

Meine Probleme hatte ich so mit den verschiedenen Protagonisten, insbesondere mit Thion. Gefühle, Gedanken oder ein Innenleben gibt es hier nämlich nicht und die Protagonisten bleiben dadurch ziemlich blass. Der Autor erklärte das damit, dass man die Geschichte aus Sicht einer Art Kamera, die über Thion schwebt, liest, die natürlich sein Innenleben nicht mit aufnehmen kann. Das widersprach dann trotzdem dem Geschriebenen, weil es im Laufe des Buches ab und zu schon Äußerungen zu Thions Gefühlswelt gab. Die waren für mich jedoch einfach nicht wirklich greifbar. Besonders bei dem "Helden" der Geschichte hätte ich eiin Innenleben aber wichtig gefunden, auch weil wir neben Thion kaum andere relevante Protagonisten haben, denen wir folgen. Auch Beziehungen unter den Protagonisten oder gar Freundschaften blieben für mich blass und unnahbar.

Insgesamt steckt in dem Multiversum sehr viel Arbeit, ich bin aber eher eine character-first Leserin und das fehlte mir hier einfach. Wer darauf aber verzichten kann, ist bei diesem Buch definitiv an der richtigen Stelle.

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Veröffentlicht am 10.09.2025

Epische Reise

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Der Krieger Thion ist mit seinen Mannen unterwegs, um eine wichtige Botschaft zu überbringen. Männer und Pferde sind am Ende ihrer Kräfte und auch das Wetter macht der Truppe arg zu schaffen. Unter großen ...

Der Krieger Thion ist mit seinen Mannen unterwegs, um eine wichtige Botschaft zu überbringen. Männer und Pferde sind am Ende ihrer Kräfte und auch das Wetter macht der Truppe arg zu schaffen. Unter großen Mühen erreichen sie die Küste, nur um hier zu erfahren, dass der Kapitän des letzten Schiffes nicht gewillt ist die gefährliche Überfahrt anzutreten. Thion lässt sich allerdings nicht von seiner Aufgabe abbringen, das Schiff sticht am nächsten Tag, gegen jeden Widerstand in See und es kommt zu einer schicksalhaften Begegnung, einer Begegnung, die Thions Leben für immer verändern wird.

Die Begegnung, von der hier die Rede ist kann der Leser bereits anhand des Covers des Buches erahnen, allerdings um ein vielfaches extremer, als es das Cover zeigt. Es handelt sich dabei um eine Schlüsselszene des Buches und letztlich der gesamten Saga, von der uns hier der erste Band vorliegt. Das Autoren-Duo aus Vater und Sohn hat hier eine epische Welt geschaffen, bevölkert mit mutigen Kämpfern, diversen Göttern, Hexen, Magieren, Bestien, Ungeheuern und mythischen Wesen aller Art, eine Welt im stetigen Kampf von Gut gegen Böse, in dem einfache Menschen zum Spielball höherer Mächte werden. Das Universum, das hier geschaffen wurde wird in Einschüben immer wieder kurz erklärt, ein wirklich intensives Eintauchen in diese komplexe Welt wird allerdings nur möglich, wenn man sich mit dem umfangreichen Zusatzmaterial auseinandersetzt, das die Autoren im sogenannten Codex zusammengestellt haben. Immer wieder wird im Text durch Fußnoten auf diesen hingewiesen. An sich finde ich diese Hintergrundinformationen durchaus gut, allerdings wirklich nur als Ergänzung, um nach der Lektüre noch etwas tiefer einzutauchen. Das ich wärend ich Thions Geschichte lese immer wieder hier nachschlagen muss, wie in einem Lexikon, um Informationen zu Personen zu erhalten, oder Geschehnisse besser zu verstehen, fand ich ehrlicherweise etwas mühselig. Ich habe höchsten Respekt vor der Arbeit, die hinter diesem Projekt steckt, hätte mir aber gewünscht, dass bestimmte Dinge direkt aus der Geschichte hervorgehen. Wenn zB Figuren, die recht kurz eingeführt wurden später überraschend auftauchen und übermenschliches leisten, dann möchte ich eigentlich schon wissen, warum sie dazu fähig sind.

Der Autor selbst hat in der Leserunde, an der ich teilnehmen durfte, erklärt, dass viele dieser Informationen in einer ersten Fassung direkt im Buch zu finden waren und aufgrund des immensen Umfangs des Buches dann entfernt und separat im Codex zusammengestellt wurden. Ich kann diesen Entscheidungen durchaus nachvollziehen, viele Leser scheuen 1000seitige Wälzer, allerdings ist für mich hier der Spagat zwischen, das muss zwingend drin bleiben um der Story Substanz und Tiefe zu geben und, das kann raus, nicht gut gelungen. Für mich persönlich gibt es bei den vorliegenden 500 Seiten einiges, dass ich nicht gebraucht hätte. Vieles davon ist dem sehr opulenten Schreibstil des Autoren geschuldet, der sehr auf das epische Erzählen abzielt, dabei, wie ich finde, oft abschweift und sich im Kleinteiligen und unglaublich vielen Wiederholungen verliert.

Der Schreibstil war es dann auch hauptsächlich, der mich zu Beginn lange mit dem Buch hadern ließ. Ich habe länger gebraucht um in die Geschichte reinzukommen und auch im weiteren Verlauf gab es immer wieder Abschnitte, in denen ich mit der Art des Erzählens nicht zurecht gekommen bin. Ehrlicherweise muss ich gestehen, dass ich mehrfach kurz davor war das Buch abzubrechen, um kurz darauf plötzlich wieder total gefesselt von den Ereignissen zu sein. Dieses Auf und Ab des Buches, in Verbindung mit dem speziellen Wortbuilding und den zu detaillierten, fast sekundengenauen Situationsbeschreibungen habe ich als sehr anstrengend empfunden und das kenne ich in dieser Form auch nicht unbedingt aus anderen High Fantasy Romanen.

Die Geschichte und die Welt Thions ist unglaublich komplex und das Wort episch beschreibt es schon ganz gut. Leider hat mich die Story nur in Teilen begeistern können, vieles fand ich zu kurz erzählt, während anderes zu viel Raum bekommen hat. Wer sich im Fantasygenre auskennt wird natürlich Anklänge an andere große Werke erkennen, in wie weit dies vom Autor beabsichtigt ist, kann ich nicht sagen. Thion als Hauptfigur ist mir seltsam fremd geblieben und konnte nur wenig Emotionen bei mir wecken, wohingegen Nebenfiguren wie Fanyr mir in der Kürze ihres Erscheinens ans Herz gewachsen sind.

Mit "Der Aufstieg Thions" hat der Autor den Beginn einer Saga vorgelegt, die mit Sicherheit ihre Leserschaft finden wird. Ich muss leider sagen, dass ich hier nicht dazugehöre. Von mir bekommt das Buch in der vorliegenden Form 2,5 Sterne, die ich aufgrund der immensen Arbeit die sich der Autor gemacht hat, auf 3 Sterne aufgerundet habe. Vielleicht hätte mir das Buch in der Ursprungsfassung besser gefallen, aber das kann man nicht wissen.

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Veröffentlicht am 14.08.2025

Die reinste Odyssee!

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Meinung:

Als Erstes sei gesagt: Zu diesem Buch gibt es noch einen Codex, in dem man allerhand Informationen erhält, die tiefer einblicken lassen. Das Cover passt zur einer Szene im Buch, spiegelt aber ...

Meinung:

Als Erstes sei gesagt: Zu diesem Buch gibt es noch einen Codex, in dem man allerhand Informationen erhält, die tiefer einblicken lassen. Das Cover passt zur einer Szene im Buch, spiegelt aber für mich nicht das ganze Buch wider. Der Schreibstil ist sehr altertümlich gewählt, was aber zum Buch passt. Ich konnte mich nach einiger Zeit mit anfreunden, wo ich anfangs echt Schwierigkeiten mit hatte. Aber an alter Sprache ist für mich nicht auszusetzen, ich mag die Wörter alldieweil oder hiernach. Die Welt, oder eher das Mulitversum, Yi, ist für mich nicht in Worte zu fassen, denn ich konnte mir leider gar nichts darunter vorstellen. Mein Kopfkino ist nur in bestimmten Kampfszenen angesprungen, weil sie gut geschrieben worden sind. Aber die Charaktere? Für mich einfach blass, kein Bezug zu ihnen, kein Mitleid, Bedauern oder gar Gefühle. Sie waren alle so unnahbar. Gerade bei Thion hatte ich gehofft, dass mehr bei mir ankommt. Leider war es nicht der Fall. Weder ist er nahbar, noch hat er eine Wandlung durchgemacht.Auch seine Weggefährten bleiben oberflächlich. Seine Odyssee wird von einem Erzähler beschrieben und so bleiben lebendige Szenen fern, gerade was die Gefühlswelt angeht oder "Freundschaften" oder das Drumherum. Ich habe tiefsten Respekt vor diesem Universum, dem Autoren-Duo (Vater und Sohn), dass sie so ein umfassendes Werk und Zusatzinfos zusammengestellt und sich viel Mühe gegeben haben, so viel Zeit investiert haben. Es steckt so viel Potential in dieser Geschichte, das nicht genutzt worden ist, was ich einfach sehr schade finde. Auch gibt es viele Parallelen zu Tolkien und Homer, was an sich nicht schlecht ist, aber irgendwie ... Ich weiß auch nicht so recht. Bin einfach sehr zwiegespalten, was dieses Buch betrifft. Da ich bei keinem Buch ein Ausnahme mache: Hier gibt es viele Fehler und Wortwiederholungen,die behoben werden sollten, damit dem Lesevergnügen nichts im Wege steht. Manchen Lesern fällt es wahrscheinlich gar nicht auf, mir ja!

Fazit:

Mythen und Legen ranken sich um Ithrum und Thion - leider verschenktes Potential, das nicht völlig ausgeschöpft worden ist. Gerade der Anfang bestimmt bei vielen, ob sie die Geschichte weiterlesen oder nicht. Für alle Fantasy-Liebhaber, die auf lange Beschreibung ohne Gefühle stehen und die reinste Odyssee erleben wollen.

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Veröffentlicht am 12.08.2025

Zu viele Details

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Das Multiniversum Yi wurde von Göttern erschaffen. In diesem Multiversum existiert der blau-grüne Planet namens Ithrum. Und auf diesem Planeten lebt ein Mann namens Thion. Ein Krieger, ein ehemaliger ...

Das Multiniversum Yi wurde von Göttern erschaffen. In diesem Multiversum existiert der blau-grüne Planet namens Ithrum. Und auf diesem Planeten lebt ein Mann namens Thion. Ein Krieger, ein ehemaliger Paladin, dem die Pflicht durch und durch geht. Als er mit einer wichtigen Botschaft unterwegs ist, wird er von seinen Gefährten getrennt durch den Kampf gegen Symgymlion. Nach diesem Kampf beginnt seine wahre Odyssee ...

Als ich damals vor langer, langer Zeit entschied, dass ich Geschichten schreiben wollte, ging es mir eben darum: Geschichten erzählen. Erzählen von den Helden und Schurken, was mit ihnen passiert und wie. In fremde Welten eintauchen und sie entdecken. Nie ging es mir darum, besonders wortgewandt zu sein oder sprachliche Kunst in einen Text zu setzen.

Es ist nichts falsches daran, andere zu imitieren. Ich kenne einige wahre Meister darin, u.a. den von mir vielgelobten Markus K. Korb, der es wie kein anderer versteht, Poes Stimme wieder auferstehen zu lassen in senen Geschichten. Und imitiert haben alle Autoren irgendwann einmal, und sei es nur ganz zu Beginn ihres schreiberischen Lebens. Da war dieses eine Werk, diese eine Geschichte oder dieser eine Roman, der einfach perfekt war. Nein, ich rede nicht von Fanfiktion, ich rede davon, diese anderen Autoren zu imitieren, sie nachzumachen. Wie gesagt, daran ist nichts schlechtes, jeder, den ich kenne, hat so begonnen. Das besondere ist, die eigene Stimme zu finden, den eigenen Stil zu entwickeln - aus dem, was man vorher imitiert hat heraus.

Natürlich schwankt so eine Stimme je nachdem, was man schreibt. Meine Wortwahl in "Die Expedition" (ich weiß, schamlose Eigenwerbung) ist eine komplett andere als die, die ich im Moment für den Fantasy-Roman benutze. Warum? Weil es zwei unterschiedliche Themen sind, zwei unterschiedliche Welten und andere Charaktere.

Wie ich schon oft geschrieben habe, wer schreiben will, der sollte auch viel lesen. Zum einen, um den "Tank" aufzufüllen, zum anderen aber auch zur Erholung und dazu, sich selbst weiterzubilden. Ich habe in meinem Leben viele, tausende Bücher gelesen und werde hoffentlich noch weitere tausende lesen bis zu meinem Ende (zumindest meine Büchersammlung versucht mich davon zu überzeugen). Was ich gelesen habe? So ziemlich alles vom "Gilgamesh-Epos", über Homers "Ilias" und "Odyssee" bis hin zu modernen Klassikern wie Tolkiens "Der kleine Hobbit" und "Der Herr der Ringe" oder Robin Hobbs' "Weitseher"-Zyklus oder Robert Jordans "Das Rad der Zeit". Ich lese fast alle Genres von Krimi bis Science Fiction, wie man ja auch in diesem Blog sieht. Und in vielen Büchern finde ich noch immer Dinge, die ich dann versuche, in meine eigene Schreibe einzuarbeiten.

Warum ich hier soviel über mich selbst schreibe? Die Antwort kommt, sie fängt jetzt an.

Das größte Problem, was ich mit Thion hatte war schlicht die Wortwahl. Wie Fleischhauer selbst schrieb ging es ihm weniger um das Erzählen als vielmehr um die sprachliche Kunst. Dass man von Anfang an an Werke wie die "Odyssee" erinnert wird, ist also geplant. Die Sache ist die: Imitation will gelernt sein. Und der Vergleich ist ein schlechter an dieser Stelle. Etwas wie Homers Werke zu imitieren ohne über den Wortschatz zu verfügen kann nicht gelingen. So kommt es immer wieder zu eigenartigen Vergleichen, die so gar nicht passen wollen in der altertümlichen Sprachsetzung, und Wortwiederholungen. Oh, die Wortwiederholungen! Eine der ersten Regeln, die ich in der Grundschule lernte, war es, Wortwiederholungen zu vermeiden, es sei denn, ich wollte eine Aussage verstärken. Aber diese hier, viele davon wären mit einem einfachen Griff zum Synonym-Lexikon vermieden worden.

Der nächste Punkt sind die Charakter, vor allem Thion. Er ist der Held, derjenige, dem man durch das Buch folgt. Er sollte wachsen und sympatisch werden an irgendeiner Stelle. Dass er zwischen Ordnung und Chaos balanciert, das hat der Leser schnell heraus. Dass es etwas mit dem zu tun hat, was er bei Synkymlion findet, wird ebenfalls klar. Doch Thion bewegt sich nicht. Er wächst nicht, sondern bleibt gleich. Seine "Opferbereitschaft" MUSS am Ende eingefordert werden, er selbst denkt entweder nicht daran oder er will nicht. Es ist keine Bewegung in dem Charakter selbst. Er hinterfragt nicht, er erschreckt nicht darüber, was mit ihm passiert. Er handelt, teils angetrieben, zwar moralisch konform, aber das wirkt alles sehr steif.

Den anderen Charakteren ergeht es nicht viel besser: Bitor hat einen kurzen Moment, in dem etwas in ihm aufblitzt, ehe er wieder zum Sidekick verkommt, seine Ehefrau Fanyr ist die archetypische Hausfrau und Mutter (abgesehen von der Tatsache, dass die Autoren sich nicht einigen können, wie viele Kinder da eigentlich herumspringen), der aber ein kriegerischer Instinkt bescheinigt wird. Von dem konnte ich allerdings nicht einmal einen Funken finden. Die Zauberin Pextagonia bleibt sogar noch blasser.

Dazu kommt, dass es meiner Ansicht nach Ungereimtheiten gibt, was die Ursache für die Handlung generell betrifft. Ja, der Gott/Göttin des Chaos Oth säte die Samen und kreierte die "intelligenten" Lebewesen. Aber schon im Prolog bleibt der Leser ratlos zurück (zumindest ich tat das), als eine vorgeschlagene Allianz nicht einmal einen Keim erlebt im Angesicht von Gefahr, weil kein Stamm dem anderen traut. Warum keiner dem anderen traut wird nicht erwähnt, und auch aus dem Codex konnte ich mir keinen anderen Grund zusammenreimen, als dass es Oths Schuld war, weil er/sie Dunkelheit in die Seelen säte. Aber selbst Misstrauen sollte irgendeinen Ursprung haben, und sei der noch so weit hergeholt.

Ich gebe zu, die Autoren haben eine Menge Arbeit in ihr Werk gesteckt und nicht nur versucht, eine Welt zu schaffen, aber Abermillionen. Nur war das vielleicht ein bisschen zuviel. Soweit ich das einsehen konnte, spielt zumindest die Handlung der geplanten Trilogie, deren Auftakt dieses Buch darstellt, auf einem Planeten. Möglicherweise kommt da noch mehr, ich weiß es nicht. Wie gesagt, es ist eine Menge Hintergrundmaterial vorhanden, in dem einiges an Arbeit und Zeit steckt. Die Frage ist da eher, hätte man die Zeit nicht sinnvoller nutzen können in Charakterentwicklung und erst einmal der Festlegung nach Hintergründen. Chaos allein ist zumindest mir nicht genug und hinterlässt nur ein riesiges Fragezeichen in meinem Kopf.

Mit der Zeit gewöhnt man sich an den ungewöhnlichen Stil, zugegeben. Dass oder die Autoren wurden flüssiger darin, ihn zu verwenden. Wo mir dann wieder die Frage kommt, ob der Roman überhaupt jemals beta-gelesen wurde oder ob es ein Lektorat gab. Irgendwie drängt sich mir da eine andere Vermutung auf, aber ich möchte keine Gerüchte in die Welt setzen.

Es ist schade, wie viel Potenzial dieser Roman verschenkt. Und ich rede jetzt nicht vom Stil, sondern davon, die Idee besser umzusetzen, ein klares Motiv zu schaffen. Wenn wir bei Tolkien sind: Motiv im "kleinen Hobbit" war das Abenteuer, Motiv im "Herrn der Ringe" war klar der Ring und was er anrichten konnte. Tolkien arbeitete den Großteil seines Lebens an der Erschaffung und Gestaltung Mittelerdes und der dort gesprochenen Sprachen. Er war Professor für Literatur und Sprachen in seinem Hauptberuf. Insofern liegt die Entwicklung nicht zu weit fort von dem, was er ohnehin tat, um sein Geld zu verdienen.

Ich will diesen Roman damit nicht verreißen, er wird sicherlich seine Fans finden, diejenigen, die ihn mögen und es kaum erwarten können, die anderen Bücher der Reihe in die Hand zu bekommen. Nur leider gehöre ich selbst nicht dazu. Es wurde zu viel auf unnötige Details geachtet und zu wenig auf die Handlung. Das ist schade, denn im großen gesehen könnte "Der Aufstieg Thions" sicherlich ein solider Roman sein - wenn auch nicht für mich.

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