Kara und die rätselhafte Welt hinter den Dingen. Roman
Sonia Bonné (Übersetzer)
Kara freut sich darauf, in dem wirklich sehr kuriosen Kuriositätenkabinett ihres Onkels auszuhelfen. Doch als sie dort eines Tages ein mysteriöses Loch in der Wand entdeckt, nimmt ihr Leben eine dramatische Wendung. Sie beginnt, die Gänge hinter der Wand zu erkunden - zusammen mit Simon, dem exzentrischen Barista aus dem Café. Das Loch erweist sich als Portal in eine wenig einladende parallele Welt, in der tückische Weidenbäume ein Eigenleben führen und unheimliche Gestalten hausen, von denen die meisten nicht gerade wohlgesonnen sind. Wenn man jetzt nur wüsste, wo nochmal der Ausgang war ...
NARNIA-artige Paralleluniversen, übernatürlicher Grusel und schräge Figuren - eine unwiderstehliche Mischung.
Das Buch hat mich vom ersten Kapitel schon überzeugen können! So eine skurrile und düstere Geschichte, auf jeden Fall nichts, was man nachts lesen sollte 😂 der Gruselfaktor war schon hoch.
Wir treffen ...
Das Buch hat mich vom ersten Kapitel schon überzeugen können! So eine skurrile und düstere Geschichte, auf jeden Fall nichts, was man nachts lesen sollte 😂 der Gruselfaktor war schon hoch.
Wir treffen auf Kara, die ganz plötzlich von ihrem Mann verlassen wird und somit von ihrem Onkel Earl, der Betreiber des „Wundermuseums“, das Angebot bekommt, dort zu wohnen und ihn dort zu unterstützen. Kara und ihr Begleiter Simon, entdecken einen seltsamen Gang im Museum, der in eine düstere und unheimliche Welt führt. Doch, was sich dort für Gefahren verbergen, konnte sich keiner ausmalen. 👀
Es gab meiner Meinung noch einige Längen, aber trotzdem hat man sich ständig gefragt „Was passiert jetzt als nächstes?“ Man musste irgendwie dennoch die ganze Zeit einfach weiterlesen, weil es einfach so viele Fragen offen waren, die man beantwortet haben wollte.
Die Autorin schafft es einfach durch ihren lebendigen Schreibstil, wirklich Angst und Schrecken zu erzeugen und auch, wenn ich manchmal nicht weiterlesen konnte, wollte ich es nicht so wirklich aus der Hand legen 🙈
Als Kara vor dem Nichts steht und nur noch die Möglichkeit hat, in ihr eigenes Kinderzimmer zurückzukehren nach ihrer Scheidung, kommt ihr Onkel Earl mit seinem Vorschlag doch ins Wundermuseum zu ziehen, ...
Als Kara vor dem Nichts steht und nur noch die Möglichkeit hat, in ihr eigenes Kinderzimmer zurückzukehren nach ihrer Scheidung, kommt ihr Onkel Earl mit seinem Vorschlag doch ins Wundermuseum zu ziehen, da er nicht mehr gut zu Fuß ist und Hilfe gebrauchen könnte, wie ein Wink des Schicksals vor. Dort gibt es genug ausgestopfte Tierpräparate, skurrile Skelette und anderen Kram, um sie für drei Leben beschäftigt zu halten. Der Kaffee aus dem Café nebenan ist auch klasse - was will sie also vorerst mehr? Doch dann entdeckt sie hinter einem Loch in der Wand mehr als Holz und Mäuseköttel.
Was habe ich über „The Hollow Places“ schon auf den ersten paar Seiten gelacht. Schon als Kara im Wundermuseum ankommt, wird klar, dass die literarische Reise eine von der skurrilen Sorte sein wird. Skurril, gruselig und zum Niederknien witzig. Kingfisher hat mit diesem Roman, mit dem Wundermuseum und allen voran den Figuren meinen Humor in den schwärzesten Winkel seiner Seele getroffen. Besonders zu Beginn musste ich so herzhaft lachen, dass bald alle Eisschollen aus dem Weg geräumt waren und ich mich ins Abenteuer stürzen konnte.
Kara muss die Scherben ihres Ehelebens zusammen sammeln und braucht wirklich guten Sekundenkleber, um es wieder zu einem unverzerrten Bild zusammenzukleben (na gut, die ein oder andere Schnur oder Kaugummi wären auch nicht schlecht!) - wir starten unter der Prämisse ins Buch. Kara ist Mitte 30 und bringt ein bisschen Lebenserfahrung mit - Danke, Kingfisher! Und sie hatte Sarkasmus wohl zu ihrem Nebenfach im Studium erklärt. Mit ihr entstauben wir die Präparate und finden uns langsam im Wundermuseum zurecht - und ich bin sehr gern mit ihr auf Erkundungstour durch die Gänge gegangen. Simon, der Cafébesitzer, versorgt Kara mit Kaffee und W-LAN und einer guten Portion Freundschaft, füttert ihren Sarkasmus und geht mit ihr im weiteren Verlauf auf ein gruseliges Abenteuer hinter der Vitrine - und das ist wirklich ein verrückter Trip! Voller Gehölz, Bunkern mit ziemlich heftigen Grusel- und Ekelmomenten.
Ein bisschen habe ich dem Wundermuseum nachgetrauert, da ich angenommen habe, dass die beiden die Zeit nach dem Übertritt nur noch in der Parallelwelt verbringen würden - dem war zum Glück nicht so. Die Geschichte entwickelte sich zu einem wahnhaften Trip zwischen Traum und Realität - und koffeingetränkten Nächten.
Ich flog durch die Seiten - der Schreibstil, das Setting war genau meins. Ich wusste bis zum Ende nicht wirklich genau, wohin die Reise gehen würde, bis sich dann schließlich doch noch alles gefügt hat. Vielleicht hätten an der Stelle ein paar Seiten mehr gut getan.
In der Summe hat mich „the Hollow Places“ wirklich gut unterhalten. Ich erfuhr auch erst ganz zum Schluss, dass das Buch von „Die Weiden“ von Algernon Blackwood inspiriert ist - ich hatte nochmal etwas von dem Werk gehört, geschweige denn auch nur ein Wort davon gelesen.
Bücher von T. Kingfisher lese ich immer total gerne, weil sie sich genretechnisch irgendwo zwischen Märchen und Schauergeschichte bewegen und ich ihren bildhaften, atmosphärischen Schreibstil mag. Bei ...
Bücher von T. Kingfisher lese ich immer total gerne, weil sie sich genretechnisch irgendwo zwischen Märchen und Schauergeschichte bewegen und ich ihren bildhaften, atmosphärischen Schreibstil mag. Bei dieser Geschichte bin ich allerdings unschlüssig. Ich mochte den Vibe, hatte aber über große Strecken das Gefühl nichts zu verstehen
Die Idee eines düsteren Narnia, einer verzweigten Bunkeranlage in der etwas düsteres haust, versteckt hinter einem Museum für Kuriositäten, das war in meinen Augen einfach grandios. Der Umsetzung fehlte es aber für mich an greifbarer Spannung und tatsächlichem Grusel.
Einige Passagen bestechen mit explizitem Ekel, da bin ich ja irgendwie kein Fan von. Die Horrorelemente rund um die Weiden waren mir dagegen fast schon zu vage. Am interessantesten fand ich dabei noch die gefundenen Tagebucheinträge, die zumindest ein bisschen Licht ins Dunkel bringen.
Nebenbei werden die alltäglichen Banalitäten aus Karas frisch geschiedener Beziehung geschildert, die ich jetzt gar nicht gebraucht hätte. Diese kleinen Exkursionen trugen für mich auch nicht wirklich zur Charakterentwicklung bei. Fand den Ex einfach nur nervig. Generell sind die gesamten Begleitumstände zur Handlung (Karat Mutter, die Abwesenheit des Onkels) gefühlt nur Lückenfüller, was ich etwas schade finde.
Den Showdown und die fast schon historisch angehauchte Erklärung zum Ende fand ich dann wieder ziemlich stark. Das hat für mich die Sache irgendwie rund gemacht.
Für mich nicht das stärkste Buch der Autorin, kann man aber schon lesen. Für mich hat das Buch insgesamt sein Potential ein bisschen verschenkt und ist für mich auch zu spät auf den Punkt gekommen.