Cover-Bild Das Hospital der Hoffnung

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8,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Bastei Lübbe
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: historischer Roman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Historische Romane
  • Ersterscheinung: 28.08.2020
  • ISBN: 9783732588015
Tania Juste

Das Hospital der Hoffnung

Roman
Barcelona, 1892: Der Bau eines neuen Krankenhauses, des Hospital de Sant Pau, begeistert die Stadtbewohner. Maria, die Tochter einer Amme, träumt davon, Krankenschwester zu werden. Ein Wunsch, mit dem ihre reiche Freundin Aurora sich nicht begnügt. Die Tochter eines angesehenen Arztes schreibt sich als erste Frau zum Medizinstudium ein - gegen den erbitterten Widerstand ihres eigenen Vaters. Und auch der junge Bildhauer Lluís, der in einem Waisenhaus aufgewachsen ist, hat große Pläne. Doch er birgt ein dunkles Geheimnis, das die drei auf schicksalhafte Weise verbindet ...

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Veröffentlicht am 24.09.2020

Hospital de Sant Pau in Barcelona

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Diese Geschichte beginnt im Jahr 1892 in Barcelona. Ein Säugling wird in die Drehlade des Findelhauses in der Carrer Ramelleres eingelegt. Dabei liegt eine Holzschatulle mit einem Foto und einem Zettel ...

Diese Geschichte beginnt im Jahr 1892 in Barcelona. Ein Säugling wird in die Drehlade des Findelhauses in der Carrer Ramelleres eingelegt. Dabei liegt eine Holzschatulle mit einem Foto und einem Zettel auf dem Lluís steht. Also wird der Kleine so genannt. Er wächst bei der Amme Dolores auf, die ihn zusammen mit ihrer Tochter Maria aufzieht. Doch dann kommt der Zeitpunkt, als er in ein Kinderheim muss. Als man bemerkt, dass er ein begabter Zeichner ist, wird er Lehrling bei einem Bildhauer. Dolores und Maria bekommen eine Anstellung im Haus des Doktors Darius Rovira. Während Maria Krankenschwester werden möchte, träumt Aurora, die Tochter des Hauses, von einem Medizinstudium.
Ich hatte die Leseprobe gelesen, die mir Lust auf das Buch gemacht hatte. Doch leider konnte mich „Das Hospital der Hoffnung“ nicht überzeugen, denn schon bald ging es mehr um den Bau des neuen Krankenhauses und den späteren Umzug dorthin, als um die eingeführten Personen. Immer wieder gab es größere Zeitsprünge. Einige Themen werden angeschnitten, aber nicht vertieft. Der Schreibstil war auf Dauer auch nicht so meins, da alles ziemlich sachlich blieb. Auch waren die Perspektivwechsel nicht immer gleich erkennbar. Der Stoff bot die Grundlage für Gefühlschaos und Konflikte. Aber für mich fehlten Emotionen und größere Schwierigkeiten, die die Geschichte interessant gemacht hätten. Die entscheidenden Augenblicke im Leben der Protagonisten wurden nur beiläufig in einem Satz abgehandelt. Allerdings fand ich es schön, etwas über die politischen Verhältnisse im Spanien der damaligen Zeit zu erfahren.
Da es mehr um das Krankenhaus als um die Personen ging, konnte ich auch keine Beziehung zu ihnen aufbauen. Darius Rovira ist ein dominanter und kaltherziger Mensch, der Standesdünkel hat und seinen Willen durchsetzen will. Den Weg seines Sohnes Llorenc hat er frühzeitig vorgezeichnet, dagegen gilt Aurora als Tochter nicht viel. Doch Aurora weiß, was sie will. Mir hat es gefallen, dass sich Dolores um Lluís kümmert, als wäre er ihr Sohn. Doch arme Leute können sich Gefühle nicht leisten. Daneben gab es noch eine Vielzahl von Personen.
Natürlich kommt am Ende noch ein Geheimnis heraus, das ich aber schon frühzeitig erahnt hatte.
Ein historischer Roman, der mich nicht überzeugen konnte, da ich etwas Anderes erwartet hatte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
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Veröffentlicht am 08.09.2020

Hospital de Sant Pau

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„Das Hospital der Hoffnung“ von Tanja Juste ist ein historisch belegter Roman. Es geht um den Bau eines neuen Krankenhauses in Barcelona der sich über 30 Jahre hinzieht und natürlich um das Schicksal der ...

„Das Hospital der Hoffnung“ von Tanja Juste ist ein historisch belegter Roman. Es geht um den Bau eines neuen Krankenhauses in Barcelona der sich über 30 Jahre hinzieht und natürlich um das Schicksal der Menschen, die dort arbeiten, studieren und sich mit dem Bau beschäftigen. Es geht um das Leben der Kinder einer Amme, zum einen ihre Tochter Maria, die in ihrem Leben als Krankenschwester vollkommen aufgeht. Oder um Lluis, ihren Milchbruder, der sich ein Leben als Bildhauer und Künstler aufbaut. Aber auch um die Arztfamilie Rovira, deren Kinder sich auch dem Krankenhaus verschreiben, aber sich spät um sich selbst kümmern und Erwartungen des Elternhauses erfüllen, obwohl da auch große Schatten darauf liegen.
Das Buch lässt sich sehr gut lesen, man ist bei jeder Situation dabei, aber mir fehlt die Tiefe der Protagonisten, deren Geschichte meines Erachtens nur flach erzählt wird, vielleicht weil es sich um sehr viele Personen handelt. Trotzdem hat mir das Buch gut gefallen und ich empfehle es mit 4 Sternen weiter.

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